• Hallo 🌞


    Wie handhabt ihr die Homepage?
    Ich hatte jahrelang eine kostenpflichtige. Die wurde immer teurer, das ging mir auf die Nerven 🙂
    Da dachte ich bei mir, wieso nehme ich nicht eine kostenlose. Das machen andere auch und ich empfinde es nicht als strÀflich.
    Gedacht getan...

    Nun bin ich aber doch unzufrieden. Erstens ist meine alte Domain ja ĂŒberall verlinkt gewesen und war auch schnell auffindbar. Meine neue ist nun regelrecht unsichtbar, der Baukasten irgendwie nicht so meins und jetzt nervt mich das mehr, als der Preis, den ich sonst zahlte.


    Jetzt möchte ich wohl doch wieder zu einer kostenpflichtigen wechseln.
    Man kann eine Domain kaufen. Die gehört dann immer mir. Macht das Sinn? Einen Homepagekasten, bzw. Anbieter mĂŒsste ich ja trotzdem nehmen, da ich mich nicht so gut auskenne.


    Kann mir jemand sagen, ob kaufen Sinn macht? Meine alte gibt es nÀmlich nur noch so.
    Wie macht ihr das mit der Homepage? Zahlen oder kostenlose Variante?


    Lieben Gruß
    Birgit

  • Die Domain ist unabhĂ€ngig vom Homepagehosting. Du kannst zwar bei den meisten Anbietern beides machen, also das Hosting beauftragen und eine Domain beantragen, aber letzteres tun die dann nur fĂŒr Dich. Mit dem Hosting-Vertrag enden Deine Domainrechte nicht, es sei denn, Du kĂŒndigst (versehentlich) zusammen mit dem Vertrag auch die Domain, aber die ist an Deine Person gebunden. Sie kann auch unkonnektiert im Nichts hĂ€ngen, bis Du einen neuen Anbieter hast, dann kannst Du die Domain dorthin ĂŒbertragen.


    Eine Zeitlang war es sehr populĂ€r, sich Websites mit Joomla oder Wordpress zu bauen; meine ist mit Wordpress erstellt. Das lĂ€sst sich vergleichsweise leicht umziehen, aber viele HomepagebaukĂ€sten setzen auf eigene, selbstentwickelte Lösungen, die man dann schwerer portieren kann. Was man jedenfalls kaum noch macht, das sind Homepages im Eigenbau, die man mit Dreamweaver oder Ă€hnlichen Tools codet. Meistens nutzt man vorgefertigte Content-Management-Systeme, die unterschiedlich aufgebaut sind und unterschiedlich gut genutzt werden können, aber die BaukĂ€sten von 1&1 oder Ionos (<- die haben einen sehr guten Ruf) kann eigentlich auch ein Laie oder eine Laiin ohne Vorkenntnisse leicht mit Inhalten fĂŒllen.


    Wie gesagt, die Domain gehört Dir, die lĂ€uft auf Deinen Namen und nie auf den Anbieter, ĂŒber den man sie beantragt hat. Man sollte die Domain auch immer kaufen, also dasistmeinesite.de oder so. Sonst kann man schnell die Rechte verlieren oder wird erpressbar, aber meistens lĂ€uft das korrekt. Und das ist auch nur ein bisschen kompliziert, wenn man den Anbieter wechseln will, denn dann muss die Domain umgezogen werden. Dabei helfen aber die meisten Hoster.


    Gibt es ĂŒberhaupt noch kostenlose Homepages?

  • Gibt es ĂŒberhaupt noch kostenlose Homepages?

    Ja, die gibt es. Ich habe eine Domain gekauft. diehuelle.de


    Bei jimdo habe ich eine kostenlose Seite, die diehuelle.jimdofree.com heißt. Darauf habe ich eine Umleitung eingerichtet.

    Ruft man nun also diehuelle.de auf landet man automatisch auf der jimdofree-Seite. Es steht dann zwar direkt im Browser, dass es eine kostenlose Adresse ist, was mich aber nicht stört.


    Zu Beginn des Jahres wollte ich auf eine kostenpflichtige jimdo-Seite umziehen, habe davon aber wieder Abstand genommen, weil ich auf meinen Visitenkarten einen QR-Code habe, der auf die free-Seite verlinkt. Daher wĂŒrde ich am liebsten beides nutzen, also ein jimdo-upgrade und die free-Seite als Einstieg, damit niemand im Nirwana landet, der den QR-Code scannt. Jetzt habe ich jedoch Angst, dass ich mir da irgendwas zerschieße, weil ich nur rudimentĂ€re Kenntnisse habe.

  • Danke Tom


    Ja, es gibt von vielen Anbietern auch die kostenlose Variante. Ich nutze auch schon lĂ€nger eine von Jimdo. Die ist sehr einfach zu nutzen. Doch mich störte fĂŒr eine Autoren-Homepage die Endung jimdofree. Ich habe mir jetzt eine bei Weebly eingerichtet. Die Einrichtung dort erschien mir komplizierter. Zufrieden bin ich noch nicht.
    Davor nutzte ich die kostenpflichtige bei one. Die war okay und auch kostengĂŒnstig im Vergleich.

    Ich habe den Vertrag gekĂŒndigt und auch automatisch den Domainnamen verloren, da ich den auch monatlich zahlte. Ich habe die Damain nie kĂ€uflich erworben.

    Ich habe meine alte Domain gegoogelt. Die ist vergeben und wird zum Kauf angeboten. Mindestgebot 50 Euro. Ich habe mal eine Anfrage gestellt.

    Blöd đŸ€”

  • Gutes Thema, Birgit ,


    die Frage hatte ich mir neulich umgekehrt gestellt - habe seit grauer Vorzeit eine kostenfreie, die wird immer immer unflexibler und da wollte ich mal nach einer bezahlten schauen. WofĂŒr ich eigentlich keine Kohle ĂŒbrig hab (es gibt ja noch BĂŒcher zu kaufen ...).


    Das ist jetzt allerdings sehr interessant:

    Ich habe mir jetzt eine bei Weebly eingerichtet. Die Einrichtung dort erschien mir komplizierter. Zufrieden bin ich noch nicht.

    Da bin ich nÀmlich.

    Ich hatte mal 2011 eine Projekt-Homepage auf wordpress gemacht und fand das mega nervig (sehr Text-orientiert beim Strukturieren, null FlexibilitĂ€t, Segmente, die verschwinden oder sich in der GrĂ¶ĂŸe Ă€ndern ...) und dann gab es da auch zu wenige Design/Bild-orientierte Masken. Damals war weebly absolut ideal, total flexibel, frei zu gestalten.


    Bei Weebly hab zwei verschiedene Probleme (wobei: ich bin ein mega Dussel, was sowas angeht).


    Zufrieden bin ich auch nicht mehr, aber ist das auf einer eigenen, gekauften Domain / Site wirklich anders? Diese Funktionsprobleme haben ja nix mit umsonst vs bezahlt zu tun (denke ich!).


    Problem 1 - Meine Homepage ist an sich imA okay, aber die VÖ-Liste ist inzw. so lang (:roll), dass die Titelbilder irre weit nach unten gerĂŒckt sind und der Textblock darĂŒber sieht nicht mehr so arg sexy bzw. ordentlich aus.

    Damals beim Einrichten vor ĂŒber 10 Jahren war es richtiges drag & drop. Wenn ich ein Bild reingezogen hab, blieb es genau dort stehen, man konnte die GrĂ¶ĂŸe Ă€ndern und der umgebende Text floss da einfach drumrum. Das geht nicht mehr - jetzt ziehe ich das Icon dahin, wo ich es brauche, und es macht eine zweite Spalte auf (nur fĂŒr sich allein, sozusagen). Heißt: Da ist nun ein Textblock, in den ich nix mehr reinschieben kann, obwohl er mal als Text/Bild eingerichtet war. Was es inzw. auch in der Icon-Liste nicht mehr gibt.


    Dann speichern sich Änderungen nicht zuverlĂ€ssig und es zerschlĂ€gt sich der Font bzw. SchriftgrĂ¶ĂŸe in Firefox, und daher muss ich extra ĂŒber Opera gehen, wenn ich etwas Ă€ndern will (war ein Tipp aus dem Help Forum). Selbst dort muss ich sehr viel hĂ€ndisch angleichen und manchmal habe ich grĂ¶ĂŸere Schrift an einer Stelle ganz woanders, als ich geĂ€ndert/neu gesetzt hatte. Muss also jedes Mal die ganze Seite anschauen, ob sich da nix versteckt - auch das war vor einigen Jahren noch nicht.


    Aus den Help-Foren sieht man, dass andere wohl identische Probleme haben. Ich dachte, eine "richtige" Homepage könnte da helfen. Weebly lÀsst sich ebenfalls nicht umziehen und mir war die ganze Suche, die Preisstaffelungen und ggfs. -erhöhungen sind mir auch nix und daher hab ich das erst mal gelassen. Auch tauchen massig Leute in den Help-Foren auf, die die bezahlte Version haben, aber dieselben Probleme und auch null Support.

    Eigentlich wĂŒrde ich die Seiten ungefĂ€hr so ĂŒbernehmen, aber gern pro Jahr eine kleine Galerie mit den jeweiligen VÖs haben: Kurze AufzĂ€hlung wie jetzt auch und dann Bilder nebeneinander in einer Reihe darunter; dann das Jahr davor etc..

    Naja, vielleicht geht das hÀndisch, wenn ich das alles trenne - bislang sah ich da immer riesen AbstÀnde zw. Text und Bild (also wohl die 'Rahmen' der Bausteine), das mag aber meine UnfÀhigkeit sein.


    FĂŒr Social Media-Icons gibt es nur einen Baustein, der setzt dann aber ausschließlich welche, auf denen ich nicht bin (LinkedIn, X, Sonstwas).


    .weebly. im Namen stört mich nicht, da finde ich .wix. nun irgendwie ... ja. *gn*



    Problem 2 - der Blog ist kein Blog, sondern aufgebaut wie eine Homepage, obwohl ich BLOG bei der Erstellung ausgewÀhlt hab.

    Das wird nicht geordnet wie in einem Blog (ich hatte auch frĂŒher einen auf der Homepage, aber den nie genutzt - der aber ging so Artikelweise, mit seitlichem Register).

    Der Schiffsblog ist nicht so wichtig und eh im Aufbau, aber es macht so halt auch keinen Spaß.


    Was stört dich bei weebly? Ich bin ja froh, mal jemanden gefunden zu haben, der / die auch dort ist!

  • Man sollte die Domain auch immer kaufen

    Ich könnte meine alte Domain jetzt fĂŒr 50 Euro kaufen. Die gehört dann mir...
    Und dann natĂŒrlich die Kosten fĂŒr einen Anbieter.


    Billiger ging es nicht, hmmmm vielleicht hĂ€tte ich die 50 nicht gleich akzeptieren sollen đŸ€”


    Kann mir jemand sagen, ob das eine gute Idee ist? Und ob der Preis akzeptabel ist?


    Danke

  • .weebly. im Namen stört mich nicht, da finde ich .wix. nun irgendwie ... ja. *gn*

    😄 das kĂ€me fĂŒr mich auch nicht in Frage!


    Womit ich nicht klarkomme...

    Erstens sind die Tamplates etwas rar gesÀt. Bei Jimdo bekommt man da in der kostenlosen Variante sehr viel mehr angeboten.

    Und ich tue mich schwer bei der Gestaltung. Damals bei Jimdo, als ich die einrichtete, ging mir das total einfach von der hand.

    Vielleicht bin ich auch nur eingerostet.


    Bei Cover, die ich einfĂŒge, muss ich, soweit ich das sehe, immer unten einfĂŒgen. Da rutscht nicht alles in geordneter Weise nach.
    Eine Unterseite fehlt die MenĂŒbar und ich weiß nicht wieso.

    Mir fehlen mehr Funktionen zur Gestaltung.


    Die Endung Weebly finde ich okay!


    Ich befĂŒrchte allerdings, dass ich mich am Ende auch nur ungeschickt anstelle, obwohl ich frĂŒher damit keine Probleme hatte.


    LG


    Nachtrag
    Was sehr störend ist, dass die Seite so gut wie unsichtbar ist. Wenn man meinen Namen googelt, bekommt man keinen Hinweis zur Webseite. Deshalb werde ich wieder etwas Kostenpflichtiges nehmen.

  • Kann mir jemand sagen, ob das eine gute Idee ist? Und ob der Preis akzeptabel ist?

    Du kaufst jemandem die Domain ab, der sie gesichert hat. Du musst die Domain dann irgendwo konnektieren, und dort kostet sie - je nach Paket - dann noch einmal mit. Eine Domain, die bislang noch nicht vergeben ist, musst Du nicht extra kaufen. Damit beantwortet sich die Frage, ob der Preis okay ist. Wenn es fĂŒr Dich wichtig ist, diese Domain zu haben, kann das sein. Wenn Du genauso gut mit einer anderen Domain (auch mit einer anderen Endung, also einer anderen TLD als ".de") leben kannst, wĂ€re es hinausgeworfenes Geld. Es sind sehr viele Top Level Domains verfĂŒgbar, so dass man nicht notwendigerweise mit einer LĂ€nder-TLD arbeiten muss. In Deutschland kann man .com, .net, .biz, .cc, .org, .info, .bundeslandname und viele andere nutzen, und wenn "meinname.de" halt schon reserviert ist, holt man sich "meinname.net" oder so.


    Wenn "weebly" oder "Jimdofree" im Namen - in der URL - enthalten ist, hat man keine eigene Domain, sondern nur eine Subdomain beim jeweiligen Anbieter. Subdomains sind wie Etagen in einem Haus, das unter nur einer Hausnummer erreichbar ist. So eine Subdomain kann man nicht mitnehmen, wenn man umziehen will, und sie ist auch nicht auf den eigenen Namen bei der DeNIC eingetragen. Das gilt nur fĂŒr Domains, die aus nichts weiter als dem Begriff, dem Punkt und einer TLD bestehen, also "42er.de" oder "tomliehr.de". Jeder weitere Punkt weist auf eine Subdomain hin; man ist dann quasi Untermieter.

  • bei Weebly

    Bei Weebly gibt es meines Wissens nach nicht diesen Cookie-Hinweis, der jedoch verpflichtend ist. Das ist zumindest mein laienhafter Kenntnisstand.

    Bei Jimdo hingegen ist das automatisch mit dabei.

    Hat man seine Domain bei United Domains gekauft, ist auch ein Zertifikat mit dabei und bekommt daher nicht den Hinweis, die Seite sei nicht sicher.

  • Ich habe mich fĂŒr Hostinger entschieden.


    Der Preis ist super. Mit allem zusammengerechnet zahle ich jetzt fĂŒr 4 Jahre 4 Euro im Monat. Danach 6 Euro zuzĂŒglich die Domain.

    Im Netz habe ich noch einen Rabatt entdeckt, den ich zu dem gerade ablaufenden Angebot nutzen konnte.

    Meine alte Domain habe ich mir dann doch nicht gekauft, da ich ja dann monatliche Kosten hĂ€tte, obwohl es meine ist. Dachte erst, das wĂŒrde ich dann einsparen :-)

    Danke Tom fĂŒr Deine ErklĂ€rung.


    Ich habe 30 Tage RĂŒckgabegarantie und schaue mir das ganzen mal an.


    LG

  • Heute bekam ich noch einen Anruf eines Brokers, da er meinte, ich hĂ€tte dem Kauf der Domain bereits zugestimmt
    Zum GlĂŒck konnten wir uns einigen, schließlich stand auf der Homepage, dass man 21 Tage Zeit hĂ€tte, um sich letztendlich festzulegen.

    Er war nett, aber auch unzufrieden...


    Aber wie auch immer. Ich habe jetzt birgit-guertler.de, das ist dann auch okay.

    Mit dem Homepageanbieter bin ich bisher sehr zufrieden. Die Einrichtung war leicht.

  • Braucht man ĂŒberhaupt eine eigene Homepage, wenn man einen Verlag hat?

    Wenn ich mich ĂŒber neue BĂŒcher informieren will, schaue ich auf Amazon, oder den Webseiten der entsprechenden Verlage. Aber ich habe noch nie das BedĂŒrfnis verspĂŒrt, mir unbedingt die private Seite eines Schriftstellers anzusehen. Zumal die meisten Autoren-Seiten alle irgendwie gleich ausschauen und ziemlich langweilig sind. (Aber ich gebe zu, ich bin nicht der typische Konsument.)

  • Ich finde eine Homepage interessant, auch wenn man einen Verlag hat. Der Bestseller-Autor Andreas Eschbach hat zum Beispiel eine informative Seite. In meinen Augen ist sie optisch nicht sehr ansprechend jedoch inhaltlich.

    Erwin Kohl ist kein Bestseller-Autor. Er hat deutlich ansprechendere Seiten. DafĂŒr ist der Inhalt weniger spannend als bei Andreas Eschbach.

    Ich habe diese beiden Verlagsautoren als Beispiel ausgewĂ€hlt, weil sie unterschiedliche Zielgruppen bedienen und völlig andere "BerĂŒhmtheitsstatus" haben. Schau dir die Seiten doch einfach mal an, liebe Katze. Dann siehst du, dass man mehr machen kann als einfach nur seine Neuerscheinungen auf einer Homepage zu platzieren.

  • Braucht man ĂŒberhaupt eine eigene Homepage, wenn man einen Verlag hat?

    Wenn ich mich ĂŒber neue BĂŒcher informieren will, schaue ich auf Amazon, oder den Webseiten der entsprechenden Verlage. 


    Wenn einem Werbeaussagen reichen, dann ist natĂŒrlich kein Bedarf vorhanden, sich an der "Quelle" zu informieren.

    BLOG: Welt der Fabeln


    Die schönsten Schlösser und Burgen in Oberbayern und Bayerisch-Schwaben

    ASIN/ISBN: 3831335559


    Verengung des freien geistigen Horizontes ist eine Gefahr in Zeiten des Massenkultes.
    Emanuel von Bodmann


  • Nicht wenige Autoren "haben" mehr als nur einen Verlag. Und manchmal endet die Zusammenarbeit (mit einem davon) auch, auf die eine oder andere Art, und dann ist zumindest diese PrĂ€senz auch mehr oder weniger weg.


    Aber ob man irgendwas von Homepage ĂŒber Social Media bis sonstwohin "braucht", hĂ€ngt davon ab, was man erreichen will. Wenn es reicht, (die) BĂŒcher zu verkaufen (,die sich sowieso verkaufen), "braucht" man nichts davon. Wenn man persönlich werden will, wenn man Kontakt mit Lesern sucht, wenn man ein bisschen (allerdings mit begrenzter Reichweite, je nach Medium) nachhelfen will, wenn der Prozess nicht endet, nur weil ein Buch erschienen ist, dann "braucht" man vielleicht ein bisschen mehr. Wenn man als Person in Erscheinung treten will. Wenn man das bisschen Bekanntheit nutzen will, um Dinge zu thematisieren. Und, und, und.


    Es gibt Autoren und -innen, denen reicht, was die Verlage machen, und es gibt andere, die rund um die Uhr im Netz unterwegs sind. Es gibt auch Leute, denen die drei großen F reichen, um ihr Leben zu leben und sich dabei gut zu fĂŒhlen, wĂ€hrend sich andere quasi im gesamten Buchstabensalat rĂ€keln. Das ist keine Frage von "brauchen". Wenn wir alle nur tĂ€ten, was wirklich gebraucht wird, blieben gerade mal zwei Fs ĂŒbrig.

  • Wenn jemand Freude daran hat, so etwas zu programmieren und zu unterhalten, dann sei es ihm unbenommen. Die Frage ist halt, ob es auch effizient ist, oder ob man durch die Nutzung vorhandener Plattformen wie Facebook, Twitter, Tinder, usw. nicht mit weniger Aufwand mehr Menschen erreicht.

  • Es ist nicht ratsam, alles in die HĂ€nde fremder Plattformen zu geben.


    Abgesehen davon, sind diese auf FlĂŒchtigkeit aus - immer neuer Content, bittschön! Eine Webseite ist von Natur aus eher statisch.


    Ich nutze meine, um


    1. interessierten Lesern Zusatzinformationen und Hintergrundinfos zu meinen BĂŒchern zu geben wie Karten, StammbĂ€ume, Extra-Infos zu den HintergrĂŒnden und Figuren, Bilder und Fotos usw., und


    2. um im gleichen Atemzug Werbung zu machen fĂŒr meine anderen BĂŒcher.


    Diese Art des "Funnelling", d.h. des gezielten Lenken des Lesers von einem Produkt zum nĂ€chsten, kann ich am besten ĂŒber ein eigenes Portal leisten.


    Und zum Thema Reichweite: Die ist bei den etablierten Plattformen auch nicht gerade der Bringer. Die wollen nĂ€mlich, dass man fĂŒr Reichweite bezahlt.


    Auf die eigene Webseite kann man auf verschiedene Arten aufmerksam machen (z.B. ĂŒber die Verlagswebseite, Social Media, in den eigenen BĂŒchern, auf der Amazon-Seite, mit Hilfe von Bloggern usw.). So erhĂ€lt man eine Ă€ußerst zielgruppenrelevante Reichweite.


    Das kann man dann sogar auf Wunsch noch mit einem Newsletter kombinieren, sodass die Leser bei Neuerscheinungen schnell auf den neusten Stand gebracht werden. NatĂŒrlich kann man das auch ĂŒber Social Media, aber eben nicht so gezielt und gesteuert.

  • Lohnt sich das denn tatsĂ€chlich? Ich meine damit nicht den Effekt durch Spaß an der Freude, sondern im rein nĂŒchternen kommerziellen Sinne von Zeit- und Geldaufwand versus Einnahmen durch zusĂ€tzlich verkaufte Produkte. (Ich glaube, der Betriebswirt nennt das heute Return on Investment.)


    Wie gesagt, ich habe mir einige Autorenwebseiten angeschaut, und bei nicht wenigen den Eindruck erhalten, daß sie nicht aus einem eigenen inneren BedĂŒrfnis, sondern vielmehr dem (zumindest gefĂŒhlten) Drang adabei zu sein, entspringen. "Die Leute sagen, man mĂŒsse eine Webseite haben, also mache ich mir halt auch eine." (Vielleicht liegt das aber auch daran, daß alle heute dieselben Tools und Vorlagen verwenden, und die Seiten demenstprechen alle irgendwie gleich steril ausschauen.)