Beiträge von Katze

    Bin ich der einzige, den das Darstellungsformat von Amazon nervt? Ich mag es, wenn die ISB-Nummer unterteilt ist, damit ich sehen kann, wie lang die Titel-bzw. Verlagsnummer ist. Daraus kann man erkennen, ob es ein großer oder ein Kleinverlag ist. Kleinverlage kaufen normalerweise keine 4-5-Stelligen Nummernblöcke.

    Ich selbst hatte mir vor 20 Jahren mal 100 Nummern zuteilen lasen, die ich immer noch nicht aufgebraucht habe. ^^"

    Ich hatte mich früher auch als reinen Roman-Autor gesehen, aber nachdem ich vor einiger Zeit eine Kurzgeschichte in einer kleinen Atnhologie veröffentlichen konnte, bin ich ein wenig auf den Geschmack gekommen, und will fürderhin versuchen, mich auch in dieser Kunst zu üben.

    Kurzgeschichten sind zwar schwer zu verkaufen, aber dafür doch viel leichter an den Mann zu bringen, weil man eher jemanden findet, der bereit ist, 5-6 Seiten zu lesen, als 500-600.

    Vielleicht sollte man als Autor gar keine fremden Bücher lesen, weil das doch immer nur frustrierend sein kann: Sind sie besser, als die eigenen Elaborate , ist man ob seiner eigenen Unzulänglichkeit frustriert; sind sie schlechter, ist man verärgert oder neidig, weil jene mit ihrem Mist so viel Erfolg haben.

    Deshalb lese ich am liebsten die Klassiker. Da die alle längst tot sind, kann ich sie nicht beneiden und wenn sie besser sind, bin ich nicht traurig, denn wer kann schon an die Titanen heran reichen? ;)

    Die Menschen wollen immer das haben, was sie nicht besitzen und das sein, was sie nicht sind. Unzufriedenheit ist die Triebfeder des Menschen.

    Und da das Leben der meisten Menschen irgendwie langweilig, armselig und trostlos ist, suchen sie die kleine Flucht in andere Welten. Das ist mit Büchern und Filmen genau so wie heutzutage mit Videospielen.

    Nicht zuvergessen, daß unsere moderne Welt immer komplizierter, verwirrender und schnellebiger wird. Da sehnen sich die Leute nach einfachen, leicht zu begreifenden, wohlgeordneten Welten.

    Schreiben kann man alles. Ob man es dann auch publizieren darf, ist eine andere Frage. Denn gerade im Unterhaltungsroman (oder muß man schon sagen Trivialroman?) sind die Erwartungen, nicht nur der Leser, sondern auch der Verleger recht klar definiert. Und da diese Art von Literatur in erster Linie zum Gelderwerb produziert wird (mit irtgend etwas müssen die Verlage ja auch die Lyrikbände und Literaturpreiskandidaten-Germanistenromane quersubventionieren), ist man wenig geneigt, Experimente zu wagen, sondern fährt auf bewährten Gleisen. Und auch die Leser wollen unterhalten werden. Dazu gehört auch, daß sie nach der Lektüre ein gutes Gefühl einnehmen und nicht deprimiert, verwirrt oder verängstigt zurückbleiben.


    Ein kluger Mann in einer Fernsehserie hat es einst so schön auf den Punkt gebracht: "Die Leute wollen nichts neues und keine klugen Einfälle. Denn neues macht ihnen Angst, und kluge Ideen lassen sie sich dumm vorkommen."


    Freilich kann man sich auch die Frage stellen, ob es heutzutage überhaupt noch irgend etwas neues gibt, angesichts der Millionen existierender Bücher.

    Ich glaube nicht, daß es auf ein paar zusätzliche Manuskripte im ohnehin schon überfüllten Markt ankommt. Wenn ihr zwei statt einen Lottozettel ausfüllt, verdoppelt sich eure Chance zwar, aber dennoch werdet ihr kaum gewinnen.

    Alles, was an Asterixstories nach René Goscinnys Tod herauskam, war schwach, wurde immer schwächer und auch nach Uderzos Ausstieg konnte bislang die Reihe nicht mehr zum Leben erweckt werden.

    So lange man damit noch Leuten das Geld aus der Tasche ziehen kann, wird es immer weitere Fortsetzungen geben, so wie es auch noch in 30 Jahren neue Star Wars-Filme geben wird.

    Pecunia non olet. :rolleyes:


    Es ist tatsächlich schon lange her, daß ich zuletzt einen Asterix gelesen habe. Vielleicht sollte ich bei Gelegenheit doch mal wieder dem Comic-Buchladen einen Besuch abstatten und in nostalgischen Erinnerungen schwelgen. :)

    Aber warum sollte man sich dann überhaupt mal bei einem Verlag beworben haben? Irgendwie war doch da der kommerzielle Aspekt zumindest mal vorhanden, oder? Hätte der Verlag damals zugesagt, wäre das Werk dann tatsächlich "beschmutzt" gewesen?

    Ich war damals noch sehr jung und unerfahren und hatte sehr wenig Ahnung, wie es im Literaturgeschäft tatsächlich zugeht.


    Das "Beschmutzen" bezieht sich vor allem darauf, daß Manuskripte so gut wie nie originalgetreu publiziert werden, sondern immer eine mehr oder weniger starke Bearbeitung durch den Verlag erfahren, oder diese zumindest dem Autor nach Vorgaben des Lektorats nahegelegt wird. Und auch daß Autoren durch die Forderungen der Verlage in bestimmte Richtungen gedrängt werden, indem sie gewisse Themen oder Stile gar nicht publizieren dürfen, weil sie nicht der Mode entsprechen bzw. den kommerziellen Erwartungen der Verleger.

    Die letzte Absage von einem Verlag habe ich 1998/99 bekommen. Seitdem habe ich nie wieder etwas eingereicht. Ich schreibe nur zu meinem privaten Vergnügen. Ist etwas fertig und nach meinem Dafürhalten gut genug gelungen, bringe ich es im Selfpublishing heraus.

    Wenn man sich von anderen abhängig macht, ist man fast immer der Verlierer. Doch die Freude und den Stolz etwas eigenes erschaffen zu haben, liegt in der Schöpfung selbst und nicht in deren kommerzieller Verbreitung. Wieso sollte ich die Reinheit meines Werkes durch andere beschmutzen lassen, indem ich es zum Objekt merkantiler Interessen mache? Wenn andere meine Bücher nicht kaufen, haben sie etwas verpaßt, nicht ich. Ich hatte meinen Spaß, und den kann mir keiner mehr wegnehmen.

    Wozu braucht man Rezensionen, wenn nicht um das Buch zu verkaufen? Also sind sie nur eine besondere Form der Reklame. Und wer gute Reklame will, muß dafür auch Geld ausgeben. So einfach ist das.

    Welchen Sinn hätte es, Bücher zu verschenken, in der vagen Hoffnung, jemand würde vielleicht etwas freundliches, werbewirksames dazu posten? Und wenn ihm das Buch nicht gefällt, und er es verreißt, geht der Schuß nach hinten los. (Natürlich kann man negative Kritiken nicht verhindern, aber es wäre durchaus verkaufsfördernder, wenn die positiven zuerst kämen und in der Merhzahl wären.)

    Ich frage mich, wieso noch keiner einen Anti-Duden herausgebracht hat: Ein Wörterbuch, das nicht die häufigsten, sondern die seltensten Wörter enthält. Ich würde das sofort kaufen, denn ich brauche keinen der mir sagt, wie man Hund, Katze oder Maus schreibt und was sie bedeuten, sondern mir Wörter erklärt, die man nur ganz selten in alten Büchern findet usw.


    Zitat

    Warum lügt mich mein Duden eigentlich an? Er erzählt mir z.B. zum Wort: süperb, dass es im Deutschen soetwas wie: vorzüglich und prächtig hieße. Im Latein hieße superbia aber z.B.: Arroganz und Überheblichkeit (Hybris im klass. Sinn)

    Vielleicht, weil das Wort nicht aus dem Lateinischen in die deutsche Sprache kam, sondern aus dem Französischen importiert wurde, wo es bereits einen Bedeutungswandel erfahren hat?

    Sie würden das Pseudonym dann als Vorschlag mit aufnehmen, wenn sie auf die Verlage zugehen.

    Genau das wäre für mich der Grund, nie unter meinem Realnamen an Verlage oder Agenten heranzutreten. Denn dann brauche ich nicht um Erlaubnis zu fragen, ob ihnen dieser oder jener Künstlername vielleicht genehm sei.


    Es ist heute durchaus möglich, seine Identität geheim tzu halten, aber man muß eben aufpassen und konsequent sein. Und vor allem, nicht unnötig andere Leute einweihen. Denn im Zweifel kann man sich nur auf sich selbst und nicht auf die Verschwiegenheit anderer verlassen.

    Es ist eine vierstellige Zahl, Katze, keine dreistellige. Und man ist ja einer der wenigen, die ein gutes Manuskript anbieten. ;)

    Bei rund 100'000 Neuerscheinungen müßten dann jährlich über 100 Millionen Bücher geschrieben werden?!! Oder meinetwegen 10 Millionen, wenn wir davon ausgehen, daß jeder im Schnitt etwa zehn Verlage anschreibt. =O Mit anderen Worten: es gibt mittlerweile fast mehr Autoren als Leser. 8|

    Sind nicht die meisten Rezensionen mehr oder weniger erkauft?

    Es soll mir keiner erzählen, daß es Leute gibt, die spontan und ohne Gegenleistung seitenlange Sermone auf Amazon absondern. Nach meiner Erfahrung kommt auf ca. 80-100 verkaufte Exemplare eine 1-Satz-Rezension. Wenn ich also Bücher von irtgendwelchen unbekannten Selfpublishern sehe, die 20 oder 30 Rezensionen haben, manche fast eine A4-Seite lang, dann kann ich mir denken, wo die herkommen. :|

    Wenn auf ein gekauftes Manuskript >500 abgelehnte kommen, ist man irgendwie dennoch eine Art Bittsteller - zumindest wird man so behandelt. Und daran ändert sich erst etwas, wenn man fünfstellige Verkaufszahlen generiert, oder man schon vorher prominent war.

    Wäre es nicht einfacher, einen Profi damit zu beauftragen, solche Accounts zu betreiben und pflegen?

    Mit diesen ganzen Netzwerken habe ich nichts am Hut. Da kann man noch mehr Zeit vergeuden als beim Anschauen von Katzenvideos auf Youtube. :D


    Ich muß gestehen, daß ich vor ein paar Jahren mal versucht habe, einen Account auf Facebook zu eröffnen. Hauptsächlich damit ich anderer Leute Seiten dort lesen kann, aber schon die Anmeldung hat irgendwie nicht geklappt, und dann wurde der Account noch bevor er fertig gestellt war, gesperrt, und damit ist der Name auch vergeben, und diese Seite somit für mich gestorben.

    Wieso darf man Autorenexemplare nicht verkaufen? Der Rabatt ist auch nicht höher, als wenn eine Buchhandlung sie bestellt. Und was für einen Unterschied macht es, ob man als Autor oder als Buchhändler Bücher beim Verlag bestellt? Schließlich herrscht Handels- und Gewerbefreiheit, so daß mich keiner daran hindern kann, einen Buchhandel zu betreiben.

    80 Stück sind ungefähr 2-2,5 Regalmeter. =O Bei meinen bislang drei Büchern müßte ich ein komplettes Bücherregal dafür anschaffen. Oder die Kisten im feuchten Keller lagern, wo sie allmählich vor sich hin schimmeln können. ^^"