Beiträge von Horst-Dieter

    Den Film habe ich gesehen, schon damals - 2014 - als er in den Kinos lief (weiß noch jemand, was Kinos sind?). Sehr beeindruckend. Aus dem Landschaftsmaler haben sie einen Fotografen gemacht, aber das ist sowieso nur Beiwerk. Das man einen Western auch in den Alpen ansiedeln kann, wurde mit dem Film eindrucksvoll vorgeführt. Das keine Indianer vorkamen, hat überhaupt nicht gestört. ;)

    In einem Interview mit der SZ (Nr. 82, 10/11.4.21, S. 17) geht der französische Pionier der elektronischen Musik auch auf das Thema "EU-Urheberrechts-Richtlinien" ein. Die Antwort auf die "heiß geführte Debatte dazu:


    Zitat

    Debatte? Welche Debatte denn bitte? Was gibt es beim Schutz von Copyrights und Autorenrechten ernsthaft abzuwägen? Wer die Gültigkeit solch natürlicher Ansprüche relativiert, hat einfach nichts verstanden, nichts. Gerade die Pandemie müsste das doch glasklar gemacht haben: diese Zeit, in der die meisten nicht viel gemacht haben außer Filme zu schauen, Musik zu hören und Pizza zu essen."


    Die Antwort auf die vermutete Gefahr, dass die Gesetze Internet-Kreativität vernichten:


    Zitat

    Das ist Blödsinn, den Konzerne wie Google, Apple, Facebook und Amazon mithilfe von Millionen Lobby-Dollars in die Welt streuen! Die These, dass Copyrightschutz die Redefreiheit beeinträchtigt, ist so absurd wie die Forderung, alle auch ohne Führerschein auf die Autobahnen zu lassen, um den internationalen Straßenverkehr nicht zu behindern."


    Der Verweis, dass dies in Deutschland ernsthaft erwogen wird bringt Jarre zu folgender Antwort:


    Zitat

    Ich weiß, und ich bin sehr enttäucht von euch Deutschen. Die Punkte, die ihr Deutschen euch etwas beim Thema Umweltschutz verdient habt, habt ihr so bereits wieder verjubelt …

    Der Schriftsteller, Satiriker, Psychiater, Psychiatriekritiker, Religionskritiker und Reformorthograph Oskar Panizza (1853 - 1921) gehörte zu den Schriftstellern, deren Werk das Los traf, gleich nach der Veröffentlichung verboten, vernichtet oder gar nicht erst zur Veröffentlichung zugelassen zu werden. Entsprechend lang ist auch der Eintrag zu Panizza bei Wikipedia. Wer sich da nicht durcharbeiten möchte, kann ab frm 15.4. an einer Online-Ringvorlesung zu diesem Dichter teilnehmen.

    Klappentexte verraten nichts, sollen nur neugierig machen. In einem Exposé ist aber tatsächlich eher so etwas wie ein "Teaser" gefragt, also die Zusammenfassung der Geschichte in wenigen Sätzen. Dies jedoch zusätzlich zur Inhaltsbeschreibung des gesamten Romans, die ausführlich sein muss und das Ende (die Auflösung, den Plot) nicht unterdrückt.

    … Ich ärgere mich als Frau schon lange über diese blöden Tussen, denn es gibt viele Frauen, die ganz bestimmt Jobs verdammt gut machen würden, die nur Männern zugetraut werden. Aber es gibt eben auch sehr viele, die wegen einer Quote in Spitzenpositionen gehoben werden, die sie nicht angemessen erfüllen können.

    Und wie sieht es bei den Männern aus? Füllen alle Männer in gehobenen Positionen ihren Platz angemessen aus? Wenn es eine Lösung dafür gibt, den richtigen "Menschen" auf den jeweiligen Platz zu bekommen, braucht es keine Quoten mehr. Solange aber nur einseitig männliche Luschen nach oben befördert werden, finde ich Quoten richtig. Wennschon, dann sollen ausgeglichen männliche und weibliche Luschen auf die angestrebten Positionen gehievt werden.

    Es reicht aber auch schon ein gutes Lektorat. Bei meinem letzten Manuskript kam zwei Mal das böse Z*-Wort vor, einfach weil das in vielen Akten des 18. und 19. Jahrhunderts so drinsteht. Ich hatte selbst aufgepasst und es weitgehend vermieden, aber die Lektorin wurde eben doch noch fündig. In einem Fall habe ich dann geändert in "Jenische", das zweite habe ich gelassen, weil es erkennbar ein Zitat ist, aus einem zweihundert Jahre alte Dokument. Das muss ausgehalten werden können. Wer das nicht kann, soll das Buch nicht lesen, muss aber auch aufpassen, dass er in der Wikipedia nicht über das Wort stolpert.

    Die Rolle der Kunst war immer zwiegespalten. Es gab (und gibt) solche, die auf Widersprüche der gesellschaftlichen Entwicklung zeig(t)en, und solche, die sich den gesellschaftlichen Forderungen anschlossen bzw. anschließen. Vor fast neunzig Jahren beispielsweise mussten die einen ins Exil (oder Konzentrationslager) gehen, oder wurden wenigstens mit Publikationsverbot belegt, die anderen ließen sich in eine besondere Liste aufnehmen und schrieben Lobgedichte auf den Führer.


    Was von denen zu halten ist, die heute glauben gegen Diskriminierung von welchen Gruppen auch immer mit Mitteln der Diskriminierung vorgehen zu müssen, mag sich jeder selbst überlegen.

    Äh. Danke fürs Spoilern, HD. 8)

    Da ist nicht viel gespoilert. Es ist noch alles offen. Allein der Verdacht, der indirekt auch am Anfang schon aufklingt ist da. Es wird dir beim Anschauen nicht die Spannung nehmen. Ich verstehe das eher als Andeutung für die folgende(n) Staffel(n).

    Ich habe es mir letzte Woche schon angesehen und war, entgegen der Vorurteile, mit der ich mir die Serie angeschaut habe, doch eher positiv überrascht. Allerdings blieb am Ende ein etwas fader Nachgeschmack. Diese Andeutung, dass "geheime Experimente" der Regierung für diese Zeitlochgeschichte und deren Unfälle damit verantwortlich sein könnten, gefällt mir micht. Das ist zu ausgelutscht und es bedient auch zu sehr die Verschwörungstheorien, mit denen etliche Querdenker und Qanon-Idioten die Welt "beglücken".