Hallo erst mal... Der Sören möchte sich vorstellen...

  • Hallo liebe Leute,


    nachdem ich nun schon seit Monaten Zaungast bin, wollte ich mich nun ebenfalls mal unters Volk mischen. Warum ich das nicht schon früher getan habe? Tja, eine Frage - die ich selbst auch nicht beantworten kann.


    Aber hier bin ich nun mal und wollte die Gelegenheit nutzen und mich der Höflichkeit halber mal kurz vorstellen:


    Mein Name ist Sören Prescher, ich bin dreißig (Oh Gott!) und lebe in Nürnberg. Letzten Herbst erschien mein zweiter Roman "Superior" im Brendle Verlag, aber dazu später mehr. Will ja nicht gleich mit der Tür ins Haus fallen. ;)


    Bevor ich mich nun gleich weiter ans Durchstöbern der Threads machen, habe ich auch gleich noch eine Frage auf dem Herzen:


    Hat einer von euch bereits Erfahrungen mit der Scriptzz Literaturagentur aus Berlin gemacht? Nachdem es so schwierig ist, bei einem guten Verlag unter zu kommen, wollte ich mein Glück über eine Agentur probieren und anfangs sah bei Scriptzz auch alles gut aus. Mittlerweile bin ich dort schon gut zwei Monate unter Vertrag, aber außer einigen Vertröstungen am Telefon, dass man sich um meine Sachen kümmern und mir die gewünschten Unterlagen zuschicken würde, gab es bisher nicht. Da komme ich schon ein wenig ins Zweifeln...

  • Hallo, Sören.


    Willkommen bei den 42ern. :)


    Mit Scriptzz habe ich selbst noch keine Erfahrungen gemacht, aber ich habe andernorts gehört, dass sich die Agentur nach einigen Start- und Selbstdarstellungsschwierigkeiten als seriös und sehr engagiert erwiesen hat. Näheres dürfte Dir Susanne Oswald sagen können, die von Scriptzz vertreten wird und hier auch zugange ist. Falls sie hier nicht antwortet - einfach in der Mitgliederliste ("Benutzer") nach "Susanne" suchen und eine Privatnachricht (PN) schicken.


    Grundsätzlich gilt für Agenturen auch, was für Verlage gilt. Es gibt Stoßzeiten und schlechte Planung. Es ist nicht ungewöhnlich, dass mal für ein paar Wochen nichts passiert, denn was für Dich gilt, dem das Manuskript natürlich wichtiger als alles andere auf der Welt ist (oder sein sollte), gilt für die Agentur oder den Verlag (noch) nicht. Trotzdem sollte man, wenn man unter Vertrag ist und das Projekt marktreif vorliegt, nach angemessener Zeit Rückmeldung verlangen können. Viele Agenturen halten sich aber gerade in dieser Phase den Autoren gegenüber bedeckt, um dann plötzlich die Mitteilung rauszurücken, dass das Buch Spitzentitel im Frühjahrsprogramm bei Rowohlt sein wird. 8-)

  • hallo sören,


    herzlich willkommen auch von mir! aus nürnberg kommen ja ein paar vereinsmitglieder.


    aber nicht, dass ihr nun in eurer momentanen aufstiegseuphorie glaubt, im forum die macht übernehmen zu können, wo einer (bernd) sogar die weltherrschaft anstrebt.


    hier werden immer noch die harten konsonanten hart geschrieben.


    viele grüße,
    michael

  • Danke für die herzlichen Willkommensgrüße und die Tipps bezüglich der Agentur.


    Mag sein, dass ich zu ungeduldig bin und lieber noch ein wenig warten sollte. Dass Scriptzz seriös ist, habe ich anderorts auch gelesen und genau aus dem Grund hatte ich den Vertrag mit denen auch unterschrieben.


    Anfang hieß es, dass mein Manuskript und mein Exposé vom Lektorat noch ein wenig überarbeitet werden müssten und mir dann noch mal zugeschickt werden würde. Als längere Zeit nix dergleichen geschah, rief ich an und da hieß es auf einmal, die Sachen wären schon auf den Weg zu den Verlagen. Was prinzipiell ja kein schlechtes Zeichen ist.
    Ich bat um eine kurze Infos, an welche Verlage der Text denn gegangen wäre und die Agenturchefin versprach mir, eine Liste zu schicken. Nichts kam. Das Spiel habe ich jetzt schon dreimal mitgemacht... Stoßzeiten in allen Ehren, aber an Versprechen sollte man sich trotzdem halten.

  • Hallo, Sören.


    Zitat

    Ich bat um eine kurze Infos, an welche Verlage der Text denn gegangen wäre


    Damit rücken Agenturen normalerweise erst raus, wenn Absagen eingetrudelt sind. Wenn überhaupt, denn meistens werden zuerst die Spezi-Verlage angegangen, also die, mit denen man besonders gut zusammenarbeitet, und diese Information wiederum fällt bei vielen Agenturen unter das Betriebsgeheimnis.


    Zitat

    und die Agenturchefin versprach mir, eine Liste zu schicken. Nichts kam. Das Spiel habe ich jetzt schon dreimal mitgemacht...


    Dann gönn Dir doch mal den Spaß und schreib einen Brief, dem ein frankierter Rückumschlag beiliegt. Nur nicht zu viel Porto draufkleben, sonst schicken sie gleich das ganze Manuskript zurück. =)


    Zitat

    Pläne, hier im Forum die Macht übernehmen zu wollen, habe ich vorerst nicht.


    Meistens steht hinter solchen Äußerungen die genau gegenteilige Intention. 8-)

  • Zitat

    Original von fictionmaster
    @ Michael: Pläne, hier im Forum die Macht übernehmen zu wollen, habe ich vorerst nicht.
    Vorerst.
    ;)


    Sowas kann man auch ungeplant und plötzlich machen :D


    Trotzdem - herzlich Willkommen


    Horst-Dieter

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Sagen & Legenden aus Franken

    ASIN/ISBN: 3955403602


    Mit Büchern können Sie meistens nicht viel verdienen. Aber ich komme in Kontakt mit anderen Menschen, und Buchveranstaltungen sind sehr viel besser als Rockfestivals.


    Billy Bragg (* 1957)

    Süddeutsche Zeitung Nr. 281 – 4. Dezember 2020, S. 26

  • Vielen Dank für die weiteren Willkommensgrüße. Ich glaube, ich fühle mich hier gut aufgehoben. :)


    Was etwaige Eroberungspläne betrifft: Ein bisschen Planung und Vorbereitung bedarf so etwas schon. Und dann kommt man am besten heimlich, still und leise durch die Hintertür. Aber ich will nicht zu sehr ins Detail gehen und schon jetzt all meine Karten auf den Tisch legen. 8-)

  • Zitat

    Original von Tom
    Damit rücken Agenturen normalerweise erst raus, wenn Absagen eingetrudelt sind. Wenn überhaupt, denn meistens werden zuerst die Spezi-Verlage angegangen, also die, mit denen man besonders gut zusammenarbeitet, und diese Information wiederum fällt bei vielen Agenturen unter das Betriebsgeheimnis.


    Wenn ich etwas nicht verraten will und etwas unter das Betriebsgeheimnis fällt, würde ich das dem Autor mitteilen und nicht einfach Dinge versprechen, die ich ohnehin nicht einhalten werde. So was spricht in meinen Augen nicht unbedingt für Zuverlässigkeit.


    Zitat

    Original von Tom
    Dann gönn Dir doch mal den Spaß und schreib einen Brief, dem ein frankierter Rückumschlag beiliegt. Nur nicht zu viel Porto draufkleben, sonst schicken sie gleich das ganze Manuskript zurück. =)


    Das mit dem frankierten Rückumschlag ist keine schlechte Idee. Fürs Erste warte ich aber noch ein bisschen. Vielleicht geschehen ja noch Zeiten und Wunder...

  • Hallo, Sören.


    Am Rande - der Nick "fictionmaster" ist Understatement pur, wie ich finde. 8-)


    Zitat

    Wenn ich etwas nicht verraten will und etwas unter das Betriebsgeheimnis fällt, würde ich das dem Autor mitteilen und nicht einfach Dinge versprechen, die ich ohnehin nicht einhalten werde. So was spricht in meinen Augen nicht unbedingt für Zuverlässigkeit.


    Meiner unmaßgeblichen und sehr bescheidenen Erfahrung nach sagen Agenten am Telefon viel, um die drängenden und unbedingt preiseabräumenwollenden Autoren ruhig zu stellen. Wenn sie dann aufgelegt haben, setzen sie ihr Tageswerk unbehelligt fort - und schmeißen keineswegs alles beiseite, um stantepede die Veröffentlichungschancen des jungen, neuen Klienten zu verbessern, der sich gerade mal bemüßigt sah, telefonisch nachzufragen. Sie lassen sich genausowenig in die Arbeit reinreden wie Du wahrscheinlich auch. All das ist nicht überzubewerten. Es ist weder ein Zeichen für Unzuverlässigkeit, noch für Faulheit oder Autorenabzocke.


    Es ist durchaus anzunehmen, dass die Agentur nach einer oder zwei erfolglosen Vermittlungswellen mitteilt, wen sie angegangen ist, möglicherweise auch, um gemeinsam mit dem Autor nach weiteren Möglichkeiten zu suchen. Bis dahin halten sich so gut wie alle (wie gesagt: meiner völlig irrelevanten Erfahrung nach) zurück, schlicht weil das ihr Geschäft ist. So wird in Agenturen gearbeitet. In den meisten.


    Dennoch - hiervon unabhängig - sollte man darauf drängen, dass Zusagen eingehalten werden. Wenn die Agentur mitteilt, sich innerhalb eines bestimmten Zeitraums zu bemühen und dann zurückzumelden, sollte man das auch einfordern. Schlimmstenfalls muss man sich kurz danach nach einer neuen Agentur umschauen. ;)

  • Zitat

    Original von Tom
    Am Rande - der Nick "fictionmaster" ist Understatement pur, wie ich finde. 8-)


    Mittlerweile ist mir der Name ja schon fast peinlich. Den hatte ich mir vor über zehn Jahren mal im jugendlichen Leichtsinn für irgendein Internetprojekt überlegt. Seither hatte ich den Benutzernamen schon so oft in anderen Foren verwendet, dass er zu einer Art ID wurde. Aus der Nummer komme ich so einfach also nicht mehr heraus. ;)


    Zitat

    Original von Tom
    Meiner unmaßgeblichen und sehr bescheidenen Erfahrung nach sagen Agenten am Telefon viel, um die drängenden und unbedingt preiseabräumenwollenden Autoren ruhig zu stellen. Wenn sie dann aufgelegt haben, setzen sie ihr Tageswerk unbehelligt fort - und schmeißen keineswegs alles beiseite, um stantepede die Veröffentlichungschancen des jungen, neuen Klienten zu verbessern, der sich gerade mal bemüßigt sah, telefonisch nachzufragen. Sie lassen sich genausowenig in die Arbeit reinreden wie Du wahrscheinlich auch. All das ist nicht überzubewerten. Es ist weder ein Zeichen für Unzuverlässigkeit, noch für Faulheit oder Autorenabzocke.


    Vermutlich ist es genauso. Ich werde mal versuchen, die ganze Sache nicht überzubewerten...