Beiträge von Horst-Dieter


    Natürlich kann bei Death Metal noch von Musik gesprochen werden, aber hallo :schmoll.Und dass da recht oft so Incels mit Karohemd auf der Tanzfläche stehen und sich die Schuppen aus den Haaren schütteln, ist kein Gegenargument ... :evil


    Mein Lautstärke-Statement: Wenn man eher auf kleine Konzerte geht, nicht die großen Gigs, dann kommt man irgendwann drauf, dass Lautstärke sehr oft dort verwendet wird, wo es an Klang, Volumen, Originalität und Stimme fehlt. Bei maximalem Luftdruck klingt Schrott dann halt wie Indie, besonders im Metal-Bereich. Und nicht selten kriegt das die Hardware einfach nicht gebacken, und dann übersteuert der Sound auch noch wie sonst was.

    Auf großen Festivals oder Konzerten namhafter Bands ist das natürlich anders, meistens.

    So ist das! Ich bin in den 70ern auf vielen Festivals und Veranstaltungen gewesen, nicht nur bei den großen Namen (die konnte ich mir damals nicht immer leisten), und da zeigte sich oft, dasss laut und differenziert durchaus keine Gegensätze waren. "Taste" zum Beispiel, da war jede Nuance gut zu hören und leise waren die bei weitem nicht. Später Rory Gallagher alleine, da hat es deutlich mehr gekracht, war aber auch noch immer gut und zum Aushalten. Dann gab es solche Bands wie "Nektar" (einer sagte damals: Pink Floyd für Arme - was ein bisschen böse und ungerecht war), oder Mini-Bands wie "Hardin & York". Da musste man sich nicht anschreien, wenn man seinem Nachbarn was sagen wollte, aber flüstern hat auch nicht funktioniert.

    …e, dass jemand, der sich über die Lautstärke von Rockkonzerten beschwert, einem wesentlichen Missverständnis erliegt. Aber ich kann mit Deiner Knurrigkeit leben. Und Du? 8)

    Ich habe mich nicht beschwert, ich habe es erwähnt.


    Ja, so ein bisschen anknurren dann und wann tut nicht weh. ;)

    …der sollte nicht hingehen. Und nicht umgekehrt erwarten, dass sich die Bands auf jeden vorhandenen Wohlfühlpegel einstellen. …

    Ich habe nicht geschrieben, dass ich das erwarte. Überhaupt finde ich deine "Befindlichkeit" bezüglich meiner Anmerkungen - die sehr persönlich sind und niemandem etwas aufdrücken - als bevormunden und überheblich.


    Mit dem Bewußtsein, dass Rockveranstaltungen laut sein können und dürfen, bin ich jahrelang zu diversen Veranstaltungen gegangen. Bei einigen, wo das Maß für mich überschritten war, habe ich mich verabschiedet und weder das Eintrittsgeld zurückverlangt noch irgendwelche Forderungen an Veranstalter oder Bands gestellt.


    Keine Ahnung, was dich gerade wieder gebissen hat.

    Ich mag es auch gerne, wirklich zu hören, was gespielt wird, also die Musik live zu erleben, und es gibt sehr, sehr viele Bands, die ich mag, zu denen es einfach nicht passen würde, den Pegel zu hoch zu ziehen. Aber wer nörgelnd davonläuft, wenn's zu laut auf einem verdammten Rockkonzert ist, der hat m.E. einen wesentlichen Aspekt ganz einfach nicht verstanden.

    "Laut" und "viel zu laut" sind schon Aspekte, die man berücksichtigen darf. Man muss sich nicht sein Gehör schädigen. Und es gibt auch keinen Grund, deshalb gleich zu Schlager oder sonst etwas zu konvertieren. Ich denke, wer das nicht mehr differenzieren kann, dem sind schon mehr als ein paar Flimmerhärchen verloren gegangen. ;)

    Mir fallen einige Konzerte in den Siebzigern ein, von denen ich nicht mehr genau weiß, wie ich dahin gekommen bin und was dort so alles abging. :D

    Bloß an die anhaltenden Vertäubungen erinnere ich mich noch gut. Sie hielten oft bis zum nächsten Tag an. Gegen die übertriebene Lautstärke vieler damaliger Gruppen halfen nur Oropax. Grand Funk Railroad schossen diesbezüglich wohl den Vogel ab. Once and never!

    1970 Halle Münsterland: The Who. Sie brachten auch Tommy live. Ich war hin und weg und nach dem Konzert fast taub. Um uns zu verständigen, mussten wir uns anschreien. Vierteljahr später Deep Purple mit ihrem Programm von der LP "In Rock". Bei Child in time wären wir fast niedergekniet. Allerdings war auch eine Fraktion da, die hat die Bestuhlung der Halle zerlegt. Das war meines Wissens das letzte mal, dass sie bei Rockkonzerten Stuhlreihen aufboten. Genau so laut wie bei The Who und ich schwor mir, künftig solche ohrenbetäubenden Veranstaltungen nicht mehr zu besuchen. Dann überredeten mich die Freunde, zu Pink Floyd mitzukommen. Wieder Halle Münsterland. Aufgeführt wurde auch Atom Heart Mother. Keine Stühle, wunderbau ausgeschallt - ich bin heute noch dankbar dafür, dass man mich mitgenommen hat. Ein Jahr später Traffic, war auch gut auszuhalten. Wenn ich später unversehens in Veranstaltungen geriet, die zu laut waren, habe ich mich verdrückt. Wer weiß, ob ich sonst heute noch hören könnte (mal abgesehen davon, dass meine Eltern schon vorher der Meinung waren, ich könne nicht hören).

    Ich finde es auch dramaturgisch nicht gut. Viel zu viele Cliffhanger bei viel zu kurzen Kapiteln. Und für sich genommen ist jede einzelne Geschichte nicht wirklich auserzählt. Inhaltlich - also was die Bienen betrifft - bringt es auch nichts neues. Man wusste das alles schon. Die Situation ist Gebietsweise in China schon längst so wie beschrieben. Nur die Situation in Peking dürfte SF sein.


    Die Folgebände der Autorin werde ich nicht lesen.

    Es ist ja immer eine sehr individuelle Sache, ob man sich von bestimmten "Bildern" in Texten stören lässt oder nicht. Ich habe auch eine Toleranzgrenze, bei der ich über nicht so stimmige Details hinwegsehe, wenn mich die Lektüre fesselt oder sonst alles stimmt. In diesem Fall haben mich sowohl die "Augen hinten" als auch die "Augenwinkel" rausgeworfen, – die zerschnittene Luft war da gar nicht mehr nötig – ,obwohl ich das Buch nicht still für mich, sondern vorlese.


    Auch ein Beispiel dafür, dass nicht immer das Lektorat bei renommierten Verlagen greift.

    Es kann vorkommen, dass ich ein Buch mit Begeisterung oder wenigstens gesteigertem Interesse lese, und dann kommt eine Szene , die mich vollkommen raushaut. Hier ist ein Beispiel:


    Zitat

    Doch ich lief nicht schnell genug. Denn jetzt schlüpfte etwas hinter mir aus dem Hauseingang. Nur aus den Augenwinkeln konnte ich sehen, wie sich ein langer, ungelenker Körper auf mich zubewegte. Ein kurzer Pfeifton zerschnitt die Luft. Im nächsten Moment sah ich zwei weitere Menschen hinter mir auftauchen, auf jeder Straßenseite einen, ohne eine Ahnung zu haben, wo sie sich bisher versteckt hatten.


    Ich werde später, wenn über diese Textstelle diskutiert wurde, sagen, aus welchem Buch sie stammt.

    Es gab einen offenen Brief dazu, den prominente AutorInnen unterwschrieben haben (u.a.) und es gab Erwiderungen vom Bibliotheksverband. Auch anderswo wird darüber heftig gestritten. Die Kontroverse kann man zusammengefasst beim Literaturcafé nachlesen. Hinsichtlich der Fakten sieht es bei den Argumentationen jedoch oft mau aus. Das Netzwerk Autorenrechte hat dazu Fakten zusammengestellt. Eine Kurzfassung und eine Langfassung sind abrufbar.

    … Wenn wir ins Kino gehen, sehen wir alle genau den gleichen Film. Aber wenn wir ein Buch lesen, "sehen" wir dabei selten das gleiche.

    Wir lesen aber alle den gleichen Text. :-)


    Wenn man mit verschiedenen Menschen über einen Film spricht, den sie gerade gesehen haben, stellt sich durchaus manchmal die Frage, ob alle den gleichen Film gesehen haben.


    Jeder Film-sehende und Buch-lesende betrachtet die Erzählung aus seiner eigenen Perspektive und von seinem eigenen Standpunkt aus und nimmt die Manipulationen der Autoren/Filmmacher unterschiedlich auf. Bei allen Unterschieden sind doch diese Gemeinsamkeiten - oder vielleicht besser: Schwierigkeiten vorhanden, wenn man daran geht eine Erzählung (ob als Film oder Buch) fertig zu stellen. Erreicht die Erzählung die Zuschauer/Leser so, wie AutorIn/FilmemacherIn sich das vorstellt?