Beiträge von Kiana

    Ich kenne das Thema von unserer Marketingabteilung. Als Unternehmen möchte man natürlich möglichst schnell gefunden werden und je weiter oben man in der Suche auftaucht, desto besser.


    Ich kann deine Bedenken verstehen, aber vielleicht auch nur, weil ich nicht in der Marketingabteilung arbeite und mich damit nicht auskenne. Vielleicht wird die Vielfalt der Texte gar nicht beeinträchtigt, aber es klingt leider schon danach. :/

    Manchmal ist es so eine Sache mit dem Plural.

    In einem Gespräch mit Kollegen kam mal die Frage auf, wie eigentlich die korrekte Mehrzahl von Persona ist. Die meisten sagen einfach "Personas", aber korrekt wäre (laut Duden) Personae.


    Ich würde auch "Wörter" sagen, nachdem ich mal auf den Link von Horst-Dieter geklickt habe.

    Natürlich würde ich das mit der Agentur absprechen und nicht einfach Verlage anschreiben. Mir geht es auch eher um Selfpublishing und evtl. Romanwettbewerbe, die ich immer mal wieder in manchen Foren entdecke. Die Wettbewerbe, über die ich von meiner Agentur schon mal informiert werde, passten bisher noch nicht zu dem, was ich gerade schreibe.

    Wobei ich schon von Autoren gehört habe, dass die Agentur ihnen sogar empfohlen hat, mit einem Manuskript, das bei den großen Verlagen nicht untergekommen ist, eigenständig auf kleinere Verlage zuzugehen.


    Da ich mir keine großen Hoffnungen mehr mache, dass mein genreübergreifender Krimi vermittelt wird, wäre das ja vielleicht ein Plan B, wenn die Agentur dann keinerlei Ansprüche mehr auf dieses Manuskript erhebt. Das würde ich dann natürlich klären, wenn da irgendwann die Rückmeldung kommen sollte, dass sie den Krimi nicht vermitteln können.


    Ich bin nun wieder „agenturlos “. Aber weil i c h gekündigt habe. [...] Und als mit meinen neuen Projekten nichts zu Stande kam, habe ich sogar die mündliche Zusage bekommen, mich selber kümmern zu dürfen und als ich das dann tat und Erfolg hatte, habe ich gekündigt...

    Ich bin ja bisher sehr zufrieden mit meiner Agentur und habe keinerlei Wechsel- oder Kündigungsgedanken. Aber wenn man in der Branche schon erfahren ist und es auch auf eigene Faust gut klappt, ist das natürlich auch eine Möglichkeit.


    Ich fürchte mir geht es auch einfach etwas zu langsam, aber das liegt an der Branche. Wie bei vielen Autoren liegen auch bei mir zig Ideen auf dem Rechner, manche sind teils ausgearbeitet und pausieren aktuell, aber man könnte was draus machen. Aber da die Agentur mit mir ja noch keinen Cent verdient hat, erwarte ich auch nicht, dass die jetzt wöchentlich gleich mehrere Ideen von mir prüfen und konzentriere mich da nun erstmal auf die Leseprobe zum neuen Krimi, bzw. warte ich da gerade auf Feedback.

    Wenn ich im Buchladen nur den Titel gelesen hätte, wäre ich nicht auf die Idee gekommen mir das Buch genauer anzusehen und den Klappentext zu lesen. Sicherlich sind mir dadurch schon einige gute Bücher entgangen, aber nach irgendwelchen Kriterien muss ich mich ja entscheiden.

    Meist sind es also die Titel, die mir ins Auge fallen und bei Fantasyroman auch oftmals die Covergestaltung.

    "Auf Interesse stoßen" klingt danach, als würde man die ganze Zeit vortanzen, bis dann mal eine müde, aber wenigstens halbwegs positive Reaktion aus dem Publikum kommt

    So war es nicht gemeint, sondern wohl eher unglücklich ausgedrückt.

    Ich würde nur irgendwann auch gerne wieder Fantasy schreiben und gehe davon aus, dass da auch weiterhin kein Bedarf seitens der Agentur besteht. Falls sich das ändert, kriege ich es aber sicherlich mit.

    Wenn ich Lust auf Projekte habe, die zeitlich (weil man nicht mehrere Titel gleichzeitig anbietet und die Taktung nicht zu hoch ansetzt) oder irgendwie strukturell nicht so recht passen würden, spreche ich mit der Agentur darüber, bevor ich mir allzu intensive Arbeit mache.

    Ja, das habe ich gemacht bezüglich des Krimis: Idee eingereicht, die fanden sie gut, dann das Exposé geschrieben, fanden sie auch gut, zuletzt also die Leseprobe eingereicht.

    Bzgl. Taktung kann ich nichts sagen, was da üblich ist. Wenn ich eine Idee habe, die passen könnte, würde ich sie der Agentur vorschlagen.

    Nein nicht gestorben .... ich probiere es einfach weiter, sowohl andere Agenturen zu finden oder auch Verlage oder irgendeine andere Art und Weise der Veröffentlichung. So lange mich meine Projekte noch interessieren. Manchmal erlischt auch mein Interesse für meine eigenen Projekte. Dann ist es aber auch nicht weiter tragisch.

    Ich habe zwei Projekte, an denen ich bestimmt fünf Jahre nicht gearbeitet habe, jetzt hätte ich wieder Lust darauf. Aber die müssen nun erstmal warten. ;)

    Aber stimmt – die Möglichkeit gibt es ja auch noch, dass man dann selber auf Verlage zugeht, die für das Projekt infrage kommen.

    Meine Agentur ist zurzeit leider nicht interessiert an Fantasyromanen und ein Exposé zu einem anderen Genre war der Agentur noch nicht rund genug. Entschieden hatte sich die Agentur stattdessen für ein Exposé zu einem Krimi, zu dem ich vor ein paar Tagen die Leseprobe eingereicht hatte. Da warte ich nun auf Feedback.


    Wie geht ihr mit Ideen um, die bei eurer Agentur nicht auf Interesse stoßen?

    Sind die für euch "gestorben"? Oder versucht ihr es zu einem späteren Zeitpunkt erneut?

    Oder sind das Geschichten, bei denen ihr über Selfpublishing nachdenkt?

    Ich habe mir gerade die Geschichte "Q'topia" von Frank Schulz angehört, die an Beschreibungen von Details eines Bachlaufs geradezu überquillt. Die Aufgaben dieser Beschreibungen gehen über die Mobilisierung der Leserfantasie weit hinaus. Sie sorgen für den schulztypischen Erzählwitz, die Sprachmelodie, aber auch auf den Verweis auf andere Zusammenhänge, zum Beispiel bekommt anhand dieser Geschichte der Begriff "konkrete Utopie" eine neue Bedeutung. Aber (für mich großes Aber) mir fehlt etwas der allegorische Charakter dieser Details, der Verweis auf die "Geworfenheit" der menschlichen Existenz etc. Kann natürlich auch sein, dass ich vor lauter Binsen und Röhricht den Bruch nicht seh :)

    Danke für den Link, aber das klang mir nun alles zu abschreckend, um reinzuhören. ;) Den Autor kenne ich nicht.

    Klingt aber so, als würden die Details nicht nur der Beschreibung eines Ortes/einer Situation dienen, sondern einen ganz anderen Zweck erfüllen. Und dann ist das ja wieder eine andere Absicht, als ich sie in einem Thriller vermuten würde. Oder aber ich sehe da den Wald vor lauter Bäumen nicht. :/

    Ich mag Details, wenn sie die symbolische Ebene und Atmosphäre generieren, wenn sie Dinge, Orte, Figuren charakterisieren und natürlich wenn sie als Leitmotive ganze Bedeutungskomplexe heraufbeschwören.

    Gilt das für dich als Autor oder auch als Leser?

    In meinen Fantasyromanen beschreibe ich auch etwas mehr als in den Krimis, aber immer noch dezent. Ich habe mal ein Buch von Tolkien angelesen, das war nicht meins. Zum Glück war es nur ausgeliehen, denn je dicker ein Buch, desto mehr kostet es auch. ;)

    Die Bücher von Will Jordan lese ich weiter, weil sie trotz 650-850 Seiten preislich noch im Rahmen sind mit 10-12 Euro. Bei Fantasyroman zahlt man dann schnell 16-18 Euro pro Buch – das wäre mir dann zu teuer, wenn ich so viele Seiten bloß überfliege.

    Ich hoffe dir gefällt das Buch von Tolkien und wünsche viel Spaß beim Lesen.

    Ich lese (eigentlich) sehr gerne die Thriller von Tom Wood und Will Jordan.

    Aber beide Autoren neigen dazu, viele Situationen (für mich) viel zu detailliert zu beschreiben. Im letzten Roman von Tom Wood habe ich zwischendurch manche Seiten nur noch überflogen, ohne was von der Handlung zu verpassen. Bei Will Jordan ist es noch extremer – die Bücher sind sehr dick und ich finde man könnte da locker 10-20 % des Inhalts streichen (je nach Buch).


    Ich lese die Bücher dennoch, weil sie gut geschrieben sind und die eigentliche Handlung spannend ist. Ich frage mich aber:

    Wieso merkt das der Lektor nicht kritisch an? Ja gut, man muss Atmosphäre schaffen, aber ich muss nicht ständig zwei oder drei Seiten mit Kampfszenen lesen, in denen es darum geht, wer wem gerade wohin boxt. Oder wie die Umgebung nun bis ins kleinste Detail aussieht.

    Vielleicht bin ich als Leser bloß zu ungeduldig und ich muss mal nach anderen Thriller-Autoren schauen. ;)


    Aber wie handhabt ihr das als Autor? Seid ihr eher Freunde der detaillierten Beschreibung oder fasst ihr euch kurz und setzt mehr auf Dialoge?

    Weil ich nicht reflektieren kann, während ich noch mittendrin stehe - das wäre wie die Zigarette danach mitten beim Sex. Für mich ist Kunst Verarbeitung, ein bisschen auch Therapie (Wahnsinn, dass ich das mal schreiben würde!), Traumabewältigung, Kommunikation über eine gemeinsam bewältigte Krise, meinetwegen alles zusammen.

    [...]

    Oder? :hau

    Ich kann ja auch über eine Beziehung reflektieren oder wie es mir im Job geht, ohne dass ich mich vorher trennen oder den Job kündigen muss.


    Zum coronesken Selbstmarketing: Da finde ich, dass es deutlich schlimmere Formen des Selbstmarketings gibt. Da sind mir die lieber, die ein Liedchen über Corona singen.

    Letzten Endes ist es ja immer eine Form des Selbstmarketings, sobald jemand sein Schaffen (freiwillig) der Öffentlichkeit preisgibt.

    Ich kann Silke zustimmen, im Zweifelsfall sind Testleser an dieser Stelle gute Ratgeber, weil sie einen frischen Blick auf das Manuskript haben.

    Oder eben die BT-Runde, zu der du dich ja schon angemeldet hast. ;)

    Für mich ist das Stöbern ein beinahe unverzichtbarer Teil des Buchkaufs, fast eine Art Schatzsuche

    Es gibt Genres, die ich überhaupt nicht lese, deswegen gucke ich lieber gezielt und das meist im Bereich Krimi, Thriller oder Fantasy. ;)

    Und das ist dann auch die größte Gefahr bei strikter Genretreue: Dass Du mit dem Genre stirbst. Dass Du aus der Wanne nicht mehr rauskommst, dass Dich der Strudel mit in den Abfluss zieht.

    Das ist dann wie bei Schauspielern, die mit einer Rolle bekannt geworden sind und dann auf diese Art Figur festgelegt werden (und auch oft keine Chance mehr bekommen, mal jemand völlig anderen zu spielen).

    Heute habe ich die Nachricht erhalten, dass die Agentin, die mich bisher betreut hat, die Agentur verlässt. Ihre Nachfolgerin kenne ich auch von unserem ersten Telefonat, da waren sie beide sehr sympathisch. Trotzdem bin ich mal gespannt, wie sich das nun auf die weitere Zusammenarbeit auswirkt. Aktuell hänge ich ja eh noch in der Warteschleife bzgl. Rückmeldung der Verlage.

    Da sich meine Agentin aber, auch bzgl. Exposé/Leseprobe etc., immer mit ihrer Kollegin beraten hat, gehe ich mal davon aus, dass sich in der Zusammenarbeit evtl. nicht so viel ändern wird. 🤔


    Habt ihr bereits Erfahrungen damit gemacht, dass innerhalb der Agentur euer Ansprechpartner wechselte?
    Und wenn ja: nur Positives bitte. :D (nur Spaß ;))

    Hallo Kerstin, das ist sehr schade und klingt auch ein bisschen so, als wäre es nicht nur das Problem mit dem Verzetteln.

    Vielleicht hören wir ja dennoch mal wieder hier von dir. Bis dahin alles Gute.

    Zunächst mal: Als Leser finde ich zumindest eine grobe Zuordnung hilfreich, damit ich im Buchhandel weiß, in welchem Regal ich jetzt suchen muss, wenn ich gerne was Spannendes lesen will, aber ohne Horrorelemente (dann suche ich gezielt nach einem Thriller oder Krimi). ;) Ich benötige dann aber keine Subgenres mehr.


    Die Verlage habe den Vorteil, dass sie allein schon aufgrund des Genres eine Vorstellung von der Zielgruppe haben und diese gezielter mit Werbung etc. ansprechen können. Auch können sie besser abschätzen, wie groß die Zielgruppe etwa ist.

    Meine Agentur hat mir im Spätsommer direkt gesagt, dass es mit meinem Krimi bzgl. der Vermittlung schwieriger wird, weil dieser genreübregreifende Elemente enthält. Bisher hat sie mit der Einschätzung recht. Ich bekomme zwar positives Feedback (auch von den Verlagen), aber dennoch Absagen und immer aufgrund dieses genreübergreifenden Elements, das "zu speziell" sei. Ein Verlag schrieb, dass sie den Schreibstil toll und die Story spannend findet, aber damit keine ausreichend große Zielgruppe erreichen können.

    Ich denke mal, wer schon einen Namen als Autor hat, kann auch mit solch "speziellen" Geschichten punkten, als Neuling wird es schwierig. Um hoffentlich erstmal einen Fuß in die Tür zu bekommen, schreibe ich aktuell an einem Krimi ohne genreübergreifendes Element und schicke diese Woche die Leseprobe an die Agentur.

    Wenn sich für den anderen Krimi kein Verlag findet, veröffentliche ich diesen notfalls selbst. ;) Ich kann mir nicht vorstellen, das genreübergreifende Element zu entfernen, dazu wäre ich dann nicht bereit.


    Aber an welche internationalen Bücher denkst du denn, wenn du schreibst, dass es in anderen Ländern weniger Schubladendenken gibt?