Beiträge von Horst-Dieter

    Ja, die BT-Ecke ist gut geeignet zur Diskussion von Kurzgeschichten, vor allem weil es in einem geschützten Raum stattfindet und nicht gleich öffentlich ist. Der Austausch von Kurzgeschichten, bzw. das gegenseitige Lektorat findet auch schon statt, ich tausche derartiges zum Beispiel mit drei 42ern aus, insbesondere auch, wenn es um das Einreichen von Texten für Wettbewerbe geht.


    Wie sieht es aus, wenn das Werk zwar gut geschrieben ist (laut Testlesern), aber sich dennoch schlecht verkauft? Schmälert das nicht _als Autor_ die Chance, später von einem Verlag genommen zu werden (auch mit einem komplett anderen Buch), da der eigenen Name dann schon einen "Fleck" hat, wenn man etwas im SP versucht hat und die Verkaufszahlen nicht hinauen? Wie genau soll man in diesem Fall den Verlag auf das SP-Experiment, das man gemacht hat, hinweisen?…

    Das auch gut geschriebene Bücher von Selfpublishern sich schlecht verkaufen ist eher die Regel, denn die Ausnahme. Es wird nämlich immer übersehen, dass Bücher sich nicht von alleine verkaufen.

    Ich sitze mit Kollegin M. aus B. gerade an einer Umarbeitung eines Romans, der bereits veröffentlicht wurde. Für einen anderen Verlag. Der weiß aber Bescheid. Dieser Roman (und ein zweiter, der bereits in der Produktion ist) ist aber nicht als Selfpublishing "verbrannt", sondern bei einem anderem Verlag erschienen, der vor einiger Zeit die E-Book-Sparte aufgegeben hatte. All das war bereits bei der Kontaktaufnahme mit dem neuen Verlag bekannt und Kollegin M. aus B. hatte mit diesem Verlag bereits Erfahrung mit der Veröffentlichung von Werken, die andere Verlage aus der Backlist gestrichen hatten. So etwas geht natürlich nur mit "zeitlosen" Werken und nicht mit solchen, die nur für kurze Zeit interessant sind. Wenn ich zu einem zeitaktuellen Thema einen Roman schreiben wollte, dann würde ich vor dem Schreiben mti einem Verlag einen Vertrag zu machen versuchen - einmal, weil es dann mit dem Veröffentlichen auch schneller geht (die ganze Sucherei im Nachhinein fällt ja weg) und dann auch, um selbst auf der sicheren Seite zu sein und nicht für die Katz zu schreiben. Veröffentlichen dauert seine Zeit, meistens aus guten Gründen. Auch Selbstpublishing macht man nicht mal eben an einem Wochenende, wenn man mit dem Ergebnis ernst genommen werden will. Es braucht Lektorat, Layout, Marketing, denn von alleine verkauft sich nichts.

    Veröffentlicht man ein Buch selbst, sinken die Chancen gegen Null, das Manuskript noch bei einem Verlag unterzubringen. Es gibt wenige Ausnahmen, aber nur dann, wenn das Buch einen sichtbaren Erfolg erzielt, sich nicht nur gut verkauft, sondern auch Aufmerksamkeit erregt. Jetzt ein Buch im Selfpublishing herauszugeben, damit es im Weihnachtsgeschäft noch eine Rolle spielt, ist sowieso aussichtslos. Dafür ist es zu spät. Die Bücher werden nicht zu Weihnachten verkauft sondern im Weihnachtsgeschäft und das läuft bereits.

    Heute eine Glosse von Elke H. in der SZ und mittendrin eine "Anlehnung" (oder soll man sagen, eine "Ausleihung") von Rilke.


    Zitat

    Wer jetzt kein Geld hat, der kriegt keines mehr,

    Wer jetzt ein Buch schreibt, kann es nicht vertreibern …


    Und letztendlich dreht sich alles um C., das sie dann nicht nennen will. Und doch tut.

    Aber nur, wenn man blindlings und ohne selbst zu denken seinem Führer hinterherrennt.

    Was tut ein Schwarm anderes? Um das tiefer zu behandeln müsste man einen eigenen Fred aufmachen. Wer sich ernsthaft mit dieser Thematik beschäftigt, vermeidet das Wort Schwarmintelligenz und nutzt lieber Kollektive Intelligenz. Bei näherer Untersuchung wird man dann feststellen, dass es sich dabei weniger um Intelligenz, als um erweiterte Funktionalität handelt, zumindest dann, wenn man den Begriff Intelligenz ernst nimmt.

    ich lese kindle-bücher, die es sonst nicht als e-book gibt, auf dem iPad. Die kindle-app gibt es außer für das Lesegerät für Windows, macOS, android und iOS.

    Ich habe meinen tolino wieder verkauft. Eine Zeitlang habe ich intensiv damit gelesen, dann wurde es immer weniger. Zu den Vorteilen kamen für mich der Nachteil, das ich nicht alles, was ich lesen wollte, für den Tolino bekam. Zudem ärgerte mich die Adobe-Schranke, also das bei Wechsel des E-Book-Readers sehr umständlich alle bislang gekauften EBooks mit Adobesicherung neu freigeschaltet werden mussten (ich war von Sony zu Tolino gewechselt). Das geht, ist aber umständlich. Inzwischen lese ich gelegentlich E-Books auf dem iPad (sehr sehr selten auf dem iPhone). Das ist für mich (vorläufig) ausreichend. Wenn sich aber die Häufigkeit des E-Book-lesens wieder steigern sollte, werde ich sicher wieder einen Toline kaufen (niemals ein kindle!).

    Ich würde mich auf solch eine Situation, dass nur einer das Honorar bekommt und mit anderen teilen muss, nicht einlassen.


    Musterverträge für solch eine Co-Autorenschaft kenne ich nicht.

    Ich habe sowohl im Sachbuchbereich auch bei Belletristik schon Projekte mit anderen Autoren umgesetzt (bei Belletristik hauptsächlich mit der sehr geschätzten Monika D. aus B.). In allen Fällen gab es entweder einen Vertrag mit dem Verlag, den beide Autoren unterschreiben mussten oder es gab für jeden Autoren einen Vertrag. Das Honorar wurde geteilt, wenn eindeutig ein Autor mehr zu tun hatte als der zweite, auch durchaus andere Regelungen (z.B 2/3 und 1/3).

    Ich hatte letztens eine Absage, in der mich die verantwortliche Lektorin beschwor, das Buch trotzdem fertigzuschreiben, dass ich angeboten hatte. Dass es nicht in das Programm des Verlages passen würde, daran ließe sich nichts ändern, aber lesen würde sie es gerne.


    Absagen nehme ich schon lange nicht mehr schwer, ich habe mehr erhalten, als ich zählen kann. Dem gegenüber stehen die Zusagen, weniger an der Zahl, aber jedesmal weitreichender und motivierender. Dass eine Absage auch "motivierend" sein kann, habe ich aber auf diese Weise auch einmal erfahren dürfen.