Beiträge von Horst-Dieter

    Alle Achtung, da wollte ich gerade aufbegehren und schreiben, solche Wörter wie "Beherbungsverbot" (z.B.) gibts längst. Tatsächlich finde ich die nicht im Wörterbuch der Grimms noch im Duden. Vielleicht müsste man letzteren aus der Zeit der 30er und 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts mal prüfen, könnte mir denken, dass es das da drin schon gab, aber im aktuellen "vor Corona" war er nicht vorhanden. Gilt auch für ein paar andere, die ich überprüft habe. Endlich bin ich bei "Epizentrum" fündig geworden. Das Wort ist nicht neu, das gibt es schon lange. :nick


    Ich habe übrigens das Wort "Bill Gates" in der Liste vermisst. ;)

    …– die Möglichkeit gibt es ja auch noch, dass man dann selber auf Verlage zugeht, die für das Projekt infrage komme

    Hängt natürlich auch vom Vertrag ab. Wenn es so eine Art Exklusiv-Vertrag mit der Agentur ist, kann man das nicht so einfach machen, bzw. muss sich dazu mit der Agentur zumindest abstimmen.

    Lieber Thomas,


    die Person mit dieser komische Berufsbezeichnung gab es tatsächlich, deshalb kann ich das jetzt nicht einfach umwidmen, ihn befördern oder degradieren. Ich habe sie bei Josef Zuth gefundenm Tante Wiki ist ungenauer und nennt die Person "Beamter am k.k. Kammerzahlamt in Wien". Inzwischen weiß ich, dass Briefe von ihm in Leipzig liegen. Da kann ich dann nach der Pandemie mal gucken gehen, ist ja nur ein kleiner Abstecher auf dem Weg nach oder von Berlin. Vielleicht erzählt er ja in seiner Korrespondenz, was er da so machte.


    Die Person, um die es sich handelt, ist Leonhard von Call (1765-1815).

    Was tat ein Beamter - ein k.k. Geheimer Kammerzahlamts-Liquidations-Adjunkt - in Wien zu Beginn des 19. Jahrhunderts? Welche Aufgaben hatte er zu erledigen, welchen Einfluss hatte er evtl.


    Für Hinweise - auch auf Quellen - bin ich dankbar.

    Ganz leicht OT: Das haben nicht nur Nazionalsozialisten, sozialistische Regierungen und zuletzt ein amerikanischer Präsident versucht, sondern das geschieht allerorten. Oder sollten Wortschöpfungen wie Abgeordnetendiäten, Entsorgungspark oder Minuswachstum ganz zufällig entstanden sein?

    Sicher nicht, aber es steckt keine so globale Absicht dahinter, sondern immer nur eine spezielle. Aber es ist richtig, das nicht zu unterschlagen.

    Das Bloch nur "Grippe" schreibt, hängt sicher auch damit zusammen, dass die Namensgebung nicht so ganz akzeptiert war. Die Spanier wehrten sich dagegen, weil sie vermuteten, dass dieses Virus aus Frankreich eingeschleppt wurde. Die Allierten behaupteten, es käme von Deutschland, vor allem durch das Medikament Aspirin. Die Amerikaner nannten es three-days-fever, die Britten sagten Flandrische Grippe, die Deutschen Blitz-Katarrh oder "Flandern Fieber" und hierzulande war es auch verboten, über Erkrankungen an den Fronten zu sprechen. Nur zivile Krankheitsfälle durften in der Öffentlichkeit genannt werden. Bloch wird vermutlich so neutral wie möglich geschrieben haben wollen.


    Zusammenfassend: Man war in der Erforschung der Viren noch nicht soweit und man hatte sich auf einheitliche Beschreibungen noch nicht international festgelegt. Von daher ist ein Vergleich mit der heutigen Situation mehr als holprig. Daraus ableiten zu wollen, dass Gefahren nur erkannt werden, wenn sie einen Namen haben, halte ich für sehr verwegen.


    Das Sprachen "Einfluss" auf gesellschaftliche Entwicklungen haben können ist durchaus möglich, andererseits haben auch gesellschaftliche Entwicklungen Einfluss auf die Sprache. Bevor man da (vor)schnell urteilt, sollte das genauer untersucht werden. Die Theorie, dass durch gezielte Sprachentwicklung Bewusstseinsveränderungen vorgenommen werden sollen haben ja schon die Nationalsozialisten probiert (und die "sozialistischen Experimente" des 20. Jahrhunderts). Und zuletzt auf ziemlich grobe Weise ein amerikanischer Präsident. Der amerikanischer Schriftsteller Jack Vance hat sich damit auch in einem seiner Romane (The Languages of Pao, 1957, dt. Die Kriegssprachen von Pao, 1984) auseinandergesetzt.

    Ja, in diversen Fachlexika im In- und Ausland taucht der Name noch auf, aber sonst war er vergessen. Interessanterweise wurde man wieder auf ihn aufmerksam, als er in einem Kriminalroman erwähnt wird: Andreas Nohr schrieb den historischen Kriminalroman stumpf oder: von Städten und Räumen. In Kloster Bronnbach und sogar in Rothenburg ist es in den letzten zwanzig Jahren wieder zu Aufführungen seiner Musik gekommen.

    Ich musste erst einmal nachschlagen. Von einem Rapskäfer hatte ich noch nie gehört, geschweige denn einen gesehen. Ich wusste also nicht, wie groß die sind. Tante Wiki wusste es: 2 mm. Jetzt bin ich schlauer und weiß auch, dass die sogar Töne erzeugen können. :)

    DeepL kann es besser: :)


    Franz-Vollrath Buttstadt, Enkel von Jean-Henri Buttstedt, einem gelehrten Musiker und berühmten Organisten in Erfurt, wurde 1735 in dieser Stadt geboren, obwohl er heute wenig bekannt ist, obwohl er genug Verdienste hatte, um nicht ganz vergessen zu werden. Zwei Brüder seines Vaters, des Organisten der Marienkirche, gaben ihm Cembalo- und Geigenunterricht. Begabt mit einer fröhlichen Veranlagung und harter Arbeit, erwarb er ein großes Können auf diesen beiden Instrumenten.

    Im Alter von einundzwanzig Jahren und gezwungen, sich entweder eine Stelle als Geiger in einer fürstlichen Kapelle oder als Organist in einer Kleinstadt zu suchen, zog er 1756 aus Erfurt weg. Nach seiner Ankunft in Leipsick, wo er ein Jahr lang ziemlich armselig lebte, studierte er dort Komposition bei Doles, dem Kantor der St. Thomas Schule. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, eine Stelle zu finden, wurde Buttstedt 1760 zum Organisten in Weikersheim, im Fürstentum Hohenlohe, ernannt. Dort verbrachte er zwanzig Jahre, in denen er eine ziemlich große Anzahl von Werken für Violine, Orgel und Cembalo schrieb, von denen die meisten in Manuskriptform erhalten geblieben sind. Als er schließlich 1780 als Musikdirektor und Organist nach Rothenburg (Bayern) berufen wurde, erlangte er endlich eine seinem Talent würdige Stellung. Er verbrachte dort den Rest seines Lebens und starb dort in den letzten Jahren des achtzehnten Jahrhunderts.

    Buttstedt war einer der höchstgebildeten deutschen Musiker seiner Zeit; leider hat sich nach seinem Tod niemand darum gekümmert, seine Manuskripte zu sammeln, um seine Werke vor dem Vergessen zu bewahren: sie sind verstreut und wahrscheinlich für immer verloren. Von seinen vielen Sonaten und Stücken für Klavier und Violine ist nur das bekannt, was in Bosslers Anthologie und Haffners Gemischte Werke aufgenommen wurde. Zwei Oratorien desselben Künstlers werden von mehreren Biographen zitiert, aber sie geben die Titel nicht an, und alle meine Recherchen nach einem Hinweis darauf in den Katalogen der großen Bibliotheken waren erfolglos.


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    Oder was?


    Reflektieren kann man immer, auch wenn man mittendrin steht. (Möglicherweise kann man auch beim Sex rauchen, wenn auch nicht die Zigarette danach). Ich würde aber keine Hand für die Ergebnisse solcher Überlegungen ins Feuer legen. Beobachten scheint mir die bessere Alternative zu sein, möglichst auch ohne kurzfristige Urteilsfindung. Corona-Sondersendungen und Talkshows zur Pandemie schaue ich mir nicht an. Berichte in der Zeitung lese ich meist nur an. Satire zur Pandemie bin ich bis jetzt aus dem Weg gegangen, auch das verlinkte Video habe ich nur bis zur Hälfte gehört. Thomas Brussig schrieb letzte Woche in der SZ, dass man in solchen Zeiten "mehr Diktatur wagen" solle. Daniel Kehlmann antwortete darauf wenige Tage später mit der Behauptung, dass mehr Freiheit die bessere Variante sei, die Menschheit hätte schon vieles bewältigt (sinngemäß). Das erste, was mir nach der Lektüre bei beiden Artikeln durch den Kopf ging war: "Sind die noch ganz dicht?". Entwicklungen zu mehr Diktatur können wir schon seit einigen Jahren in einigen benachbarten europäischen Ländern erleben. Mir scheint nicht, dass ein solches Wagnis irgendwie hilfreich ist - auch und gerade in Situationen wie einer Pandemie nicht. Was mehr "Freiheit" in einer solchen Situation bedeutet können wir sehen, wenn wir auf solche Länder schauen, die Beschränkungen nicht oder nur unvollständig vorsehen. Bei längerem Nachdenken habe ich mein erstes Urteil dann revidiert. Es wurden ja von beiden Autoren nur die extremen Pole dessen abgesteckt, was Menschen derzeit für richtig ansehen. Irgendwo dazwischen, in einem mehr oder weniger breiten Mittelfeld, bewegen sich die meisten in unserer Gesellschaft. Randgruppen zu diffamieren war schon immer die bequemste Lösung. Sich darüber Gedanken zu machen, wie man Randgruppen einbezieht und so vielleicht die extremen Positionen ein wenig näher heranholt, ist eher unbequem und wird leicht mit der Bemerkung "Funktioniert ja sowieso nicht!" abgetan. Ich müsste lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich auch nur ansatzweise eine Lösung sehe, aber wenigstens kann ich mich zurückhalten mit abwertenden Urteilen, die dazu noch meine eigene Position verschleiern. Genau deshalb habe ich aber im Augenblick kein Auge und kein Ohr für Satire und Parodie. Ich glaube, dass niemand im Moment einen Standpunkt hat, von dem aus sie oder er die ganze Angelegenheit so überschauen kann, dass echte Satire möglich wäre.