Beiträge von Alexander R.

    Kommt drauf an. Auf vieles.


    Unterbricht man die direkte Rede mit einem Einschub, erschwert das die Verständlichkeit. Der Leser muss an den Teil davor anknüpfen. Daher kann man den ersten Teil wiederholen, wenn das zum Sprecher passt. Vielleicht ist er geschwätzig, oder der Erzähler hat einen blumigen Stil. Oder ... So wie bei Anjas Hoffmann-Zitat: "Das bringt nichts mehr", er sah aus dem Fenster. "Das bringt nichts mehr, in zehn Minuten regnet es sowieso."


    Tucholsky treibt dieses Inquit auch ins Extrem, im Text "Ein älterer, aber leicht besoffener Herr": "Jestern morjen sach ick zu Elfriede, wat meine Jattin is, ick sahre: "Elfriede!" sahr ick, "heute is Sonntach, ick wer man bißken rumhörn, wat die Leite so wählen dun, man muß sich auf den Laufenden halten", sahr ick - "es is eine patt... pathologische Flicht!" sahr ick. Ick ha nämlich 'n selbständjen Jemieseladn. Jut."


    Dieses ständige: Dann sagte er ... und dann sie ... und dann ich so ... und dann der Brockhövel ... stammt ja aus der alltäglichen mündlichen Rede. Um die wiederzugeben, eignen sich solche Inquit-Formeln vorzüglich.


    Aber nicht nur.


    Es wäre langweilig, direkte Rede immer nur mit "sagte sie/er" zu kommentieren. Andererseits lesen sich reine Dialoge nicht mehr wie Prosa, sondern wie ein Theaterscript ohne Nennung des Sprechers.


    Wenn es nicht um offensichtliche Fälle wie ein ", fragte sie" nach einem Fragezeichen geht, dann kann man solche Inquit-Formeln aber nur im Kontext beurteilen. Isoliert ist das schwierig. Toms Beispiel mit dem roten Punkt am Krater könnte gut zu einem humorvollen Stil passen.

    Wer gerne einmal Burgschreiber werden möchte, der kann sich einmal die Ausschreibung von Burg Beeskow ansehen. Der Vorstand erhielt eine Mail, die ich gern veröffentliche:


    "Sehr geehrte Damen und Herren,


    seit 1993 wird das Amt des Burgschreibers zu Beeskow ausgeschrieben. Das Literaturstipendium wird alljährlich wird vom Landkreis Oder-Spree und der Stadt Beeskow für die Dauer von fünf Monaten verliehen. Es ist verbunden mit einem monatlichen Stipendium in Höhe von 1.000,00 € und freiem Wohnraum auf der Burg Beeskow.


    In diesem Jahr wird das Literaturstipendium bereits zum achtundzwanzigsten Mal vergeben.


    Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Ausschreibung - siehe Anlagen - auf Ihrer

    Website veröffentlichen bzw. diese an Interessierte weiterleiten.


    Auch auf der Homepage der Burg Beeskow sind alle relevanten Informationen zum Stipendium

    zu finden:

    https://www.burg-beeskow.de/Informationen/AusschreibungenBurgschreiberrichtlinien neu.pdfAusschreibung_Burgschreiber_2021.pdf



    Mit freundlichen Grüßen


    Susann Müller

    Burg Beeskow



    Kultur- und Sportamt des Landkreis Oder-Spree

    Burg Beeskow

    Frankfurter Str. 23

    15848 Beeskow

    Tel: +49 3366-352714

    Fa: +49 3366-21117

    http://www.burg-beeskow.de

    http://www.operoderspree.de"


    Burgschreiberrichtlinien neu.pdf Ausschreibung_Burgschreiber_2021.pdf

    Hallo Steputat


    und herzlich willkommen! An wen hast Du denn Deine Mail geschickt? Du hast Dich ja schon informiert, dass es hier Besprechungsgruppen gibt, ganz prima. :-)


    Ich füge Dir mal einen Auszug aus unseren "Ersten Schritten" (Startseite oben) hier ein: "Besonderen Schutz genießen die Besprechungs- und Analysegruppen. Die entsprechenden Foren sind ausschließlich Mitgliedern der jeweiligen Gruppe zugänglich. Als Voraussetzung für die Mitgliedschaft in diesen Gruppen muß die Anonymität der Teilnehmer gegenüber dem Vorstand des 42erAutoren e.V. als Betreiber dieses Forums aufgehoben sein. Dazu muss der vollständige Name und Anschrift in einer PN (Persönlichen Nachricht) oder per mail (administrator@42erautoren.de) dem Administrator des Forums mitgeteilt werden. Wenn diese Daten verifiziert sind, wird dem Antrag auf Teilnahme an den Aktivitäten an dieser Gruppe stattgegeben. Diese Maßnahme ist nötig, um den Schutz des Urheberrechts der jeweiligen Autoren an den zu besprechenden Texten zu sichern!"


    Der Administrator ist Christian. Wenn Du auf der Startseite auf die Sprechblasen gehst (Konversation), kannst Du Christian eine PN schicken. (Einfach Namen eingeben. Nach ein paar Buchstaben kannst Du auch auf den Namen klicken, den das Programm Dir anzeigt.) Üblicherweise legitimiert man sich wohl mit seinem Personalausweis.


    Noch einmal herzlich willkommen! Alexander

    @Jefferson: Du bist kein Don Quijote, der plötzlich entdeckt, dass seine Dulcinea keine edle Dame ist. Dulcinea ist nicht das Problem. Du bist es.


    Du hast Dich hier unter aller Sau benommen und willst hier auch noch den edlen Ritter spielen. Zum Speien.

    Die Gesellschaft für Deutsche Sprache hat wieder die Wörter des Jahres gewählt. Im Plural. Es gibt mehr als eins, wie aus dem Link hervorgeht:


    "Die Wörter des Jahres 2019

    1. Respektrente

    2. Rollerchaos

    3. Fridays for Future

    4. Schaulästige

    5. Donut-Effekt

    6. brexitmüde

    7. gegengoogeln

    8. Bienensterben

    9. Oligarchennichte

    10. Geordnete-Rückkehr-Gesetz"

    Mag sein, aber Konsum ist außerdem das Rückgrat des Systems. Und es ist schwer bis unmöglich, dieses System zu ändern, ohne dass alle heftige Opfer bringen müssen.


    Aber ich will den Kapitalismus gar nicht abschaffen.

    :-) Meine Kritik ist vollkommen kapitalistisch gemeint. Ich bin überzeugter Kapitalist.


    Dieses Buch kann ich zum Beispiel empfehlen:


    ASIN/ISBN: 3959720882


    Das ändert aber nichts daran, dass dieser Konsumterror Murks ist, Leute massenhaft zu Schulden verführt und die Umwelt ruiniert. Das Bildchen oben mit der Conclusio "Stay home and save 100 %" stammt von meinem "Guru" Tim Schäfer, einem Finanzjournalisten aus New York. Der schreibt im Prinzip immer dieselben simplen Wahrheiten auf seinem Blog. Hier zum Beispiel.