Beiträge von Kaelo

    Gerade bei FB entdeckt; ein wunderbares Beispiel für die hirnrissigen Auswüchse bei dem Versuch, auf Biegen und Brechen hinter jedem Furz, der irgendwo getan wird, Verstöße gegen den Popanz Political Correctness zu wittern:


    Natürlich sind das ganz armselige Würstchen, die sich für so einen Dreck zur Verfügung stellen. Nicht, weil sie vor laufenden Kameras Känguruh-Hoden und Krötenschleim fressen und die voyeuristischen Gelüste des sabbernden Prekariats befriedigen, sondern weil ihr Intellekt nicht nur nicht für die Erkenntnis ausreicht, daß sie als Pseudopromis, für deren Kategorisierung man den alphanumerischen Bereich bemühen müßte, assoziativ von dem Begriff "Star" beinahe so weit entfernt sind wie Helmut Kohl von Aufrichtigkeit und Charakter, sondern weil sie pathologisch an dem Wahn leiden, tatsächlich Stars zu sein.
    Ich werfe meistens einmal pro Staffel einen Blick in das in sicherer Zivilisation künstlich angelegte Dschungelsurrogat, um mich darüber zu informieren, welche abgewrackten Pflegefälle denn aktuell nach RTL-Konsumentenniveau als "Stars" gelten, zappe aber in der Regel bereits vor der nächsten reklamefernsehüblichen Störung angewidert weiter. Ailton und Eike Immel, die durch ihr Mitwirken in vergangenen Staffeln das weitgehend vergessene Vorurteil, nach dem es Bundesligaprofis selbst an rudimentärster Gehirnsubstanz mangelt, wiederaufleben ließen, waren mir zumindest noch bekannt, von Desirée Nick war ich ob ihrer Präsenz regelrecht enttäuscht, und diesmal schaltete ich bereits wieder um, nachdem ein geschätzter Zwei-Meter-Typ, der aussah, als sei er mit seiner Fresse im Tuschkasten gelandet, mit einem unförmigen, weiblichen Botox-Produkt über dem Bildschirm huschte, dessen "Star"-Qualifikation darin bestand, daß ihr Vater Schauspieler war (für diese Erkenntnis waren ihr Leibchen mit dem Namensaufdruck "Allegra" und Google sehr hilfreich).
    Fazit:
    1. Allein die Tatsache, daß man strunzdämlich ist, sollte nicht davor schützen, mit der Wahrheit konfrontiert zu werden. Insofern, Frau Saß, well done!
    2. Die Grimme-Jury hat diesen bislang recht ehrwürdigen Preis allein durch die Nominierung des Buschtheaters der Lächerlichkeit preisgegeben
    3. Ist Marcel Reich-Ranicki Grimme-Preisträger? Ich könnte mir vorstellen, daß er das Ding in den Müll schmeißt.

    Herzallerliebste Ulli, ich habe der Überschrift entnommen, daß Du Dich in den Wechseljahren befindest. Zu diesem Anlaß alles Gute und viele Grüße aus'm Pott - und laß Dich nicht verrenken. :punk:slz:pfeif (Translation: Wind of Change) ;)

    Zum erfundenen "Rocker-Krieg" siehe hier.


    Wer dieses Drecksblatt liest, gehört sowieso entmündigt. Ich setze 'nen Hunnie darauf, daß die Ärzte und die Fanta 4 eher "Die schwarze Barbara" covern und Heino als Gast auf die Bühne holen, als daß sie sich über diese Aktion aufregen oder gar vor Gericht ziehen. Passend zum Thema: 8-)

    … auf dem Schulhof riefen ihm andere Kinder nach "Negerkind! Negerkind!" (Übrigens türkische und phillipinische Kinder.) So - soll ich jetzt meinem zu dem Zeitpunkt siebenjährigem Kind sagen, weißt Du mein Lieber, da gehören ja immer zwei dazu, nach dem Motto, du bist ja irgendwie mit Schuld an der Diskriminierung, sprích an deiner Hautfarbe?


    Darüber würde ich mir Gedanken machen, wenn ich Vater wäre. Bin ich aber nicht. Ein Freund von mir, der durch ein Adoptivkind in einer vergleichbaren Situation war wie Du (mittlerweile ist die Kleine erwachsen) hat seiner Tochter erklärt, daß jemand, der ihr wegen ihrer Hautfarbe "komische Namen gibt" nur neidisch ist, weil sie so schön braun ist und er nicht. Bereits im zarten Alter von vier Jahren hat sie also stets mit "Käsemichel" gekontert, wenn mal wieder jemand so einen wahnsinnig originellen Spruch losließ. Für gewöhnlich war der Drops damit bereits gelutscht, gelegentlich folgte dann noch eine weitere Äußerung, der sie ebenfalls eine weitere folgen ließ (im Laufe der Jahre legte sie sich ein beachtliches Repertoire an Entgegnungen zu), und irgendwann fiel einem der Kombattanten nix mehr ein, dann war Ruhe. Und weil sie sich nichts gefallen ließ, war seine Tochter von Anfang an akzeptiert und befand sich nie in einer Außenseiterrolle.


    Vielleicht wär's anders gelaufen, wenn er seiner Tochter beigebracht hätte, daß es gar keine "komischen Namen" sondern Beleidigungen oder gar Diskriminierungen waren - aber das wird sie nie erfahren. Gott sei Dank.

    Zu Kaelos Verteidigung: vor lauter verdrängtem Mitgefühl für die Mitmenschen, die ihm jeden Tag acht Stunden lang furchtbar viel Arbeit machen, bekommt er manchmal touretteähnliche Anfälle. Die äußern sich dann wie oben. :nick


    Schon wieder die Therapiestunde geschwänzt?


    Interessant, dass Du von "Anpöbeln" ausgehst, hatte ich doch das wertfreie "Bezeichnen" gewählt.


    Quer über den Schulhof funktioniert nur laut, oder? Deshalb hab ich's entsprechend negativ aufgefaßt, wie ich's bei permanenter Großschreibung im Forum auch tun würde.


    Ich meine, "Schwuler, schwul" etc. wäre lt. einer Meldung im letzten Jahr eine der Top-Beleidigungen unter Jugendlichen gewesen.


    Maybe. Zumindest taucht "schwul" in jedem zweiten Satz von Jugendlichen auf, wenn auch häufig, möglicherweise meistens, in anderer Bedeutung: Ähnlich wie "geil", das ursprünglich einen Grad sexueller Erregung beschrieb und heute quasi als Synonym für alles Positive steht, wird "schwul" bei den Jugendlichen (und um jetzt a priori in einem Kuhdorf gemachte und zum weltweit verbindlichen Dogma erhobene Gewohnheiten auszuklammern: im Ruhrpott), mit denen zu tun zu haben ich gelegentlich nicht vermeiden kann, als Antonym zu "cool" verwendet, womit es einerseits zweifellos eine negative Bedeutung besitzt, andererseits aber nicht als Diskriminierung benutzt wird. Wenn man schon permanent darauf herumreitet, daß die deutsche Sprache eine sich entwickelnde ist, darf man auch ruhig akzeptieren, daß ein Jugendlicher, der sein(en) iPod 3 schwul findet, seit er den, die oder das coole (-n) iPod 4 besitzt, mitnichten eine diskriminierende Äußerung zu tätigen beabsichtigen muß.


    Trotzdem darf daran gezweifelt werden, dass ein Junge, der quer über den Schulhof als Schwuler bezeichnet wird, sich gebauchpinselt fühlen sollte.


    Daran muß man nicht zweifeln, das wird ihn ganz sicher stören. Genau so wie es jemanden stören würde, quer über den Schulhof Fettsack, Spaghetti, Asi, Kanake, Feuermelder oder wie auch immer tituliert zu werden. Wer quer über den Schulhof angepöbelt wird, ist in aller Regel ein Außenseiter, und für solche findet sich immer eine Bezeichnung. Wenn's keine per se beleidigende ist, wird sie halt im Kontext dazu erhoben. Und wenn ein pädagogisch angehauchter Pauker die Schüler dazu verdonnert, einander als gleichwertige Mitschüler zu behandeln, wird im Zweifelsfall auch dies im negativen Kontext Verwendung finden ("Komm her, gleichberechtigter Mitschüler, ich verbiege dir jetzt deine Hakennase!").


    Wie gesagt, zum Diskriminieren gehören immer mindestens zwei. Die Frage ist, wie die Betroffenen damit umgehen. Ein hervorragendes Beispiel wird für immer der Fußballer Anthony Baffoe (Ansprache an seine Mitspieler, nachdem er zum VfB Stuttgart gewechselt war: "Eines sag ich euch gleich, ich bin nicht euer Neger.") bleiben. Hier ein älteres Sport-Studio-Interview mit ihm.


    Mein Fazit daraus: Diskriminierung bekämpft man nicht durch die Reinigung der Sprache (oder gar der Literatur) von bösen Worten. Solange die Diskriminierung als solche erhalten bleibt wird auch der neue Begriff sehr schnell genauso als diskriminierend empfunden, wie der alte. Die Schwulen und Lesben habe es richtig gemacht, indem sie die früheren Schimpfworte "schwul" und "Lesbe" positiv besetzt haben ...


    :like Wie ich schon Seiten vorher schrub: Zum Diskriminieren gehören immer mindestens zwei.

    Aufgabenstellung vom 15. Dezember 2012:



    Verschachteln erwünscht
    Bitte schreiben Sie eine Geschichte aus nur drei Sätzen. Jeder Satz muss aus genau 42 Wörtern bestehen.
    Bewertet wird neben dem Inhalt inbesondere, wie wenig "erzwungen" sich die drei (Schachtel-)sätze zu einem harmonischen Text zusammenfügen. Also, Sätze mit Füllwörtern aufzubauschen, bringt hier wenig Punkte ;-)



    Zitat

    Simone Keil: ohne Titel



    Wir hätten nicht den Weg durch die Schornsteine nehmen sollen, wir hätten wissen müssen, dass das zu gefährlich ist, aber wir waren jung, ungestüm und dumm, wir hielten die Zeit für eine Konstante, den Weg für eine Nebensächlichkeit; jetzt sind wir tot.
    Tja, würde mein Vater in einem solchen Fall sagen und dabei die Augenbrauen hüpfen lassen, als hätten sie ein Eigenleben, dann würde er seine Pfeife anzünden, die Augen vor dem aufsteigenden Rauch leicht zusammengekniffen, die Tageszeitung aufschlagen und sich änderbaren Dingen zuwenden.
    Mein Vater starb an Altersschwäche, Rudolf, weil er so lange auf dem Dach auf mich gewartet hatte, bis es verhungert war; es gibt viele mögliche Todesursachen, meine Körperfülle war keine davon, das möchte ich klarstellen, die verdammten Schornsteine sind einfach zu eng!



    Zitat

    Bettina Klusemann: Süße Früchtchen


    Während Anita am Herd stand und das bräunliche Pflaumenmus rührte, das bei zunehmender Hitze blasenbildend über den Rand des Topfes und ab und zu auf Anitas Hand spritzte, so dass auch dort sich Blasen bildeten, allerdings schmerzende Brandblasen, las Josef die Tageszeitung.
    Auf die Idee, seiner Frau bei der mühseligen und wohl auch quälenden Arbeit zu helfen, war er nie gekommen, denn er hatte das Mus nicht bestellt, verabscheute es gar und würde es heimlich verschwinden lassen, wenn sie es auf den Tisch brächte.
    Schon das Pflücken der Pflaumen von den zugegebenermaßen auf seinen Wunsch gepflanzten Bäumen machten ihn zornig , und als er Anita zwei Waschkörbe vor die Füße geknallt hatte, fasste sie den Plan sich zu rächen und ihn später im Pflaumenmus zu ertränken.


    Und wie immer, so auch heute: Die Punktzahlen gibt's auf unserer Facebook-Seite.