Alles anzeigenDank dem Gruß, hab zunächst nicht 'drauf geantwortet... deine aktuelle, an "Flaschengeist" gerichtete Frage:
"es würde mich wirklich brennend interessieren, welche ungeahnten Möglichkeiten ein Verzicht auf Großbuchstaben und Interpunktion eröffnet, die durch einen korrekt verfassten Text nicht zu erreichen sind"
kann ich dir aus meiner Sicht mit 1 Beispiel beantworten (ohne auf deine drei, in dieser Frage lauernden Unterstellungen einzugehen). Also ganz konkret:
Wenn ich (oder jede andere Autor der sich dafür interessiert) z.B. Substantivierungen von Verben mache, oder umgekehrt die Verbalisierung von Substantiven, sind das Autorenentscheidungen die mit dem Duden relativ wenig zu tun haben, und sich konsequenter Weise auch der Großschreibung entziehen (können). In der Absicht soetwas sprachlich und wohlmöglich sogar sprachpolitisch machen zu wollen, ist der Grund für die spätere Entscheidung der Schreibweise bereits vorhanden und diese Absicht kann man so oder so ausdrücken, dass ist freilich auch immer ein Stück weit Sache der Textthematik und wird sich beispielsweise in einem Roman gewiss nicht in dieser Konsequenz ereignen (müssen), in einem Essay aber z.B. wohlmöglich schon eher. Es gibt sicher auch sehr viele Leser aber auch Autoren, die sich für die komplette Gattung der Prosa überhaupt nicht interessieren, wohlmöglich ist es sogar so, dass die Leute unter Literatur eh nur Romane verstehen. Ich weiß nicht, ich weiß nicht...
MFG
Hallo Jochen,
vielen Dank für Deine Ausführungen - in denen ich aber leider keine Antwort auf meine Frage entdecken kann.
Trotzdem viele Grüße
Kaelo