Beiträge von Christoph

    Ihr Lieben,

    ich habe hier nur sehr, sehr unzuverlässig Internet. Das hat keinen Tau und darum klinke ich mich aus unserer Geschichte aus. Ab dem 24.08. bin ich wieder dabei — wenn die Story dann nicht bereits beendet ist. Sorry, ist einfach zu stressig von hier aus. Schreibt weiter! :)

    Ich finde interessant, wie sich das entwickelt hat und wäre auch bei der nächsten Runde dabei. Ich bin aber auch dafür, die bisherige Geschichte zu lektorieren und dann öffentlich zu machen.

    Weiterer Vorschlag: Fortsetzung nach dem Putlitz Wochenende.

    Ich hätte auch Lust, weiterzumachen, gerne nach Putlitz. Und wir sollten das, was wir haben, ins Lektorat geben. Wird sonst auch zu viel für die Blog-Redaktion, sag ich mal.

    Beate, sorry, jetzt habe ich doch weitergeschrieben und klebe meinen Teil an.


    Nach der Lektüre war ich etwas - äh - erstaunt, das Ding eiert ordentlich vor sich hin. Gut, dass ich das nicht lektorieren muss. ;-)

    Mir blieb nur das Lotto-Prinzip: Wähle 6 aus 49 aus und warte auf Samstag.

    Hallo Ariiool,

    es gibt hier im Forum einen geschützten Bereich, in dem man eigene Texte besprechen lassen kann, die sogenannte BT-Runde.

    Man muss sich freischalten lassen, kann dann Texte vorlegen und wer will (nur namentlich registrierte Nutzer) können kommentieren.

    Hier steht dein Text ein bisschen verloren herum. ;)

    Ich finde ja, es ist absolute Königsdisziplin, wenn es eine Autorin oder ein Autor schafft, seine LeserInnen mit einem Buch zum Weinen zu bringen. Mir ist das bisher 1,5 mal aus Leserperspektive passiert.


    Was sind eurer Meinungn nach die Mechanismen hinter einer solchen Geschichte, die so große Gefühle beim Lesen auslösen? Kann man das als AutorIn forcieren?

    1,5 Male? Im Ernst? ;)

    Ich habe schon unzählige Male beim Lesen geheult, oder war zumindest kurz davor. "Ein Mann namens Ove" war für mich eine absolute Achterbahnfahrt aus Heulen, Lachen, Mitfiebern. "Ein ganzes halbes Jahr" hat mich auch sehr berührt, peinlich, aber wahr. Also, äh und selbstverständlich noch viele, viele weitere Bücher, die beiden fallen mir spontan ein. Ich glaube, ich bin einfach so gestrickt, eine latente Heulsuse quasi. Auch wenn im realen Leben Menschen (oder auch Tieren) schlimme Dinge geschehen, geht mir das unter die Haut und ich leide mit. Mein Problem ist eher das Gegenteil, und mir fehlt gerne mal die (angemessene) innere Distanz.


    Und ich würde sagen, das ist auch schon die Antwort auf deine zweite Frage, das große Geheimnis, das natürlich gar keins ist. Man muss es schaffen, dass der Leser so richtig mitgeht, mitempfindet. Ihn mit auf die Achterbahnfahrt nehmen. Alle Menschen - ok, bis auf sehr wenige Ausnahmen - sind empathiefähig. Ich glaube, damit fängt es an. Und ja, das kann man forcieren, das ist kein Zufall. Wie das genau geht, weiß ich allerdings auch nicht, tut mir leid. ;)

    Der Dan-Brown-Effekt. Nach dem Erscheinen von Sakrileg haben offenbar etliche Leser den im Buch gegebenen Hinweisen nachgespürt und sind dafür auch mal über die eine oder andere Absperrung geklettert. Ist nicht ganz dasselbe, klar... Trotzdem.


    Könnte sogar ein persönliches Merkmal werden, die ganz ganz ganz genaue Recherche.

    Es ist andersherum, magico. Der Roman spielt in Bochum. (Das Manuskript ist etwa zur Hälfte geschrieben.) Ich habe eine Figur, die von der Umwidmung von ehemaligem Industriegelände zu Baugrund profitiert. Da lief im Vorfeld nicht alles ganz sauber und nun ist die Figur erpressbar. Die Erpressbarkeit ist das tragende Element und dieses zu ersetzen, wäre schon aufwendiger. Und es soll in dem Roman (auch) um Grund und Boden gehen, den Wert davon, die Geschäftemacherei damit, solche Dinge. Die Kokerei bzw. der Phönixsee wäre ein Hingucker für den Roman gewesen, ein (schönes) Stück Kulisse. Aber vielleicht kriege ich das auch trotzdem noch hin. Vermutlich. Muss mal schauen, wie genau. Denn es stimmt, im Grunde ist das hier alles eine Sauce, Bochum, Essen, Dortmund usw. Stimmiger und runder wäre es allerdings, wenn diese rückgebaute Industrie in Bochum liegt, weil sie in Tatortnähe liegen sollte. Und der Tatort liegt wie gesagt in Bochum. Da steckt schon viel Recherche drin, darum werfe ich das nicht mal so eben wieder um. Ich denke, ich kriege es auch so hin.


    Es ging mir (auch) um die grundsätzliche Frage der "Kulisse" und inzwischen ist mir auch aufgegangen, dass es gerade bei einem Regionalkrimi unsinnig wäre, sich hier eine Schwäche einzubauen, anstatt mit genau diesen Dingen, dem Lokalkolorit, zu punkten. Denn das ist ja gerade das Merkmal dieses Genres, ein Grund, warum Leser solche Romane kaufen, die Anknüpfung an die Region, das Wiedererkennen und auch die Identifikation mit diesen Dingen.


    Ganz am Anfang stand allerdings tatsächlich die Überlegung, mir Recherche zu ersparen. Ich habe ich die Handlung einfach in meine Heimatstadt gelegt, weil ich mich hier bereits gut auskenne. Dass dabei ein Regionalkrimi entsteht, war mir nicht bewusst und auch nicht der Plan, darauf haben mich erst später andere aufmerksam gemacht.

    Danke für die vielen und schnellen Rückmeldungen!

    Ja, nee, dann muss ich das doch noch einmal umstellen, da hatte ich einfach nicht genug drüber nachgedacht und habe einfach getippt und getippt und dachte noch wow, ja, das ist ja eine richtig tolle Idee. Ist es aber wohl doch nicht. Zumindest nicht die Verlegung nach Bochum. ;-)

    Dann wird das eben eine Nummer kleiner, ich suche mir eine andere stillgelegte Industrieanlage hier in der Umgebung und stricke das um. Das gleiche Problem betrifft dann wohl auch noch ein, zwei andere Handlungsorte, die ich irgendwie so im Vorbeigehen hingeballert (und auch nett in Szene gesetzt habe, wie ich finde ;-).


    Es soll Bochum sein, da kenne ich mich gut aus und hier ist der Roman nun angesiedelt. In Dortmund kenne ich mich einfach nicht gut genug aus. Ist ja auch eher Sauerland als Ruhrgebiet. Ha!

    Hallo,

    angenommen, jemand wollte einen Regionalkrimi schreiben und würde dazu gerne die Wahrheit verändern. Sagen wir mal, den Rückbau der Kokerei Kaiserstuhl in Dortmund nach Bochum verlegen. Und das wäre auch noch ein tragendes Handlungselement.

    Gute Idee oder keine gute Idee?

    Wie tolerant sind Leser mit so etwas?


    Christoph