Beiträge von Sven

    Ich möchte bei der Gelegenheit auf den Film "Die letzten Amerikaner" von Walter Hill hinweisen. Am Schluss des Films gibt's eine Feierszene, wo eine Cajun-Kapelle für Stimmung sorgt.

    Hi Wolf,


    meine Vorschläge:


    Aus Fehlern lernen oder Erfahrung einstellen. Zum Beispiel Mitarbeiter über 50.


    In Sachen Berufserfahrung gib's jetzt auch Frischzellen. Mitarbeiter über 50.
    (Oder andersrum und kürzer: Frischzellen in Sachen Berufserfahrung. Mitarbeiter …)


    Made in Germany - wir haben's erfunden. Mitarbeiter über 50.


    Mitarbeiter über 50: Der schnellste weg zu drei Jahrzehnten Berufserfahrung.
    http://www.keineahnungwas.de


    Hofffe, es hilft,
    Sven

    Hallo,


    ich arbeite gerade an einer Fantasy-Kurzgeschichte. Ob der Plot funktioniert , hängt ganz entscheidend davon ab, ob es in der fantastischen Literartur oder in Mythen (egal welchen) oder im Märchen irgendwo einen Gärtner gibt. (Egal, ob die Geschichte nur als Film oder als Buch) existiert.
    Also: Kennt ihr einen Gärtner in der Welt der Märchen, Mythen und Legenden - ob Film oder Buch?


    Vielen Dank,


    Sven

    ASIN/ISBN: 3453771052


    Kurzbeschreibung (amazon)
    Gerade aus dem Gefängnis entlassen muss Leibwächter Marty Strauss seinen Arbeitgeber, einen der reichsten Männer der Welt, vor dessen schlimmstem Feind beschützen – doch dieser ist kein Mensch. Eine grauenhafte Macht des Bösen ist hinter den beiden her, und ihr Schicksal scheint unausweichlich.



    Meine Meinung:
    Vollwertkost für Leichenfledderer


    Clive Barker serviert das Grauen abgehangen und vakuumverpackt: Seine Beschreibungen sind so eindringlich, wie das Summen eines Fliegenschwarms. So etwa, wenn eine Frau sich in der dunklen Abgeschiedenheit ihres Zimmers in Zentral-London darüber klar wird, dass sie nicht nur tot, sondern im Verwesungsprozess schon weit fortgeschritten ist. Oder wenn er einen Gegner mit den Worten schildert: „(er sah aus) wie ein Mann, aus dem gleich Schmetterlinge hervorquellen. Ihre Flügel schlugen von Innen gegen die Hülle, ihre Emsigkeit zerschmetterte seine Knochen.“


    Auf den ersten Seiten wird klar, was der Roman bietet: Verwesung aus der Madenperspektive. Egal, ob es sich dabei um sozialen, psychischen oder physischen Verfall handelt – der Leser erlebt hautnah die gelangweilten Exzesse der „Reichen und Schönen“ oder die verspießte Dekadenz der „Kleinen Leute“, die mit „Nutten, Drogen und ‚Tausend ganz legalen Steuertricks’“ ihr Los erträglicher machen wollen. Darüberhinaus werden Ehen gebrochen, ein Hotel verbrannt, Unternehmen zugrunde gewirtschaftet, Hunde getötet, Menschen getötet und Kinder gegessen. Barker gelingt es, das Thema „Verfall“ bis in die letzte Metapher zu transportieren – so gekonnt, dass ich mich frage, ob Beschreibungen wie „geduldig wie ein Geier“ nicht allgemeiner Sprachgebrauch sind?


    Manchmal bekam ich den Eindruck, dass Barker seinem „Inneren Zensor“ die Extremitäten abgeschnitten und in den Hintern geschoben hatte: Es kommen Szenen vor, die in der filmischen Umsetzung wie eine Hardcore-Porno-Version von Buttgereits „Nekromantik“ aussehen würden.
    Dennoch habe ich nicht den Eindruck, es ging Barker um den kalkulierten Tabubruch oder um den „Effekt um des Effektes willen“. Seine Motivation ist eher die eines mittelalterlichen Kirchen-Malers, der die Schrecken der Hölle besonders konkret und detailliert darstellen wollte – um den Himmel umso begehrlicher erscheinen zu lassen. Der ist bei Barker nicht mehr, als ein paar kalt funkelnde Sterne über unseren Köpfen und der Hoffnung, dass der nächste Tag nicht ganz so düster wird: Der Horror in
    „Spiel des Verderbens“ ist nichts, was man bezwingen kann - unsere Existenz endet zwangsläufig im Albraum des Verfalls. Die einzige Rettung besteht darin, den Tatschen in Augen zu blicken und sich damit abzufinden. Die Frau, die einsam ihren Verfall bemerkt, gehört zu keinem fiktiven „Monstren-Stadel“, wie beispielsweise bei S. King. Sie ist die mit Implantaten aufgepolsterte, Fett abgesaugte, geliftete und auf RTL II eifrig nach Aufmerksamkeit heischende „Gesellschaftsdame“.


    Clive Barkers „Spiel des Verderbens“ ist ein Buch, das mir im Nachhinein viel besser erscheint, als während des Lesens. Vielleicht deshalb, weil der Horror nicht in portionsgerechten Happen serviert wird, sondern in einem blutigen, verknorpelten Brocken, den man ersteinmal verdauen muss. Umso besser, dass Barker es versteht, sein Thema schmackhaft zuzubereiten und sich auch nicht für den ein oder anderen Witz zu schade ist. Zum Beispiel wie in folgendem Dialog, in dem es um Whiteheads Zeit in Warschau geht:
    „Schrecklich, was sie getan haben.“
    „Die Deutschen?“
    „Die Städteplaner.“
    Der Horror ist allgegenwärtig.

    Hallo,


    ich bin seit etwa 2 Monaten "stolzer" Besitzer von Writers Cafe. Hab' aber bisher nur mit dem mitgelieferten StoryLines gearbeitet. Das Programm ist super. (Allerdings kenne ich auch keine anderen "Autoren-programme").
    Ich habe bisher nur Kurzgeschichten geschrieben und mehrere Roman-Anläufe irgendwann schon in der Planung erschöpft aufgegeben. Mit StoryLines bin ich einen guten Schritt weiter gekommen (Hört sich an wie ein Spruch aus Best direct).
    Das Programm
    - ist so einfach, das man gleich loslegen kann. (Man verfranst sich also nicht in einem Wust von Bedienbarkeiten)
    - ist so übersichtlich, dass man alle paralellen Handlungsstränge leicht im Blick behält.
    - ermöglicht einfaches hin- und hertauschen von Szenen
    (Aber das steht wahrscheinlich alles auf der Website von WritersCafe)


    Einziger Nachteil: Es ist nicht unicode-fähig. Also aus den Umlauten werden Leerzeichen. Ach ja: Und die Dateienverwaltung ist mir noch etwas schleierhaft. Sprich: Wenn man an mehrern Projekten gleichzeitig arbeitet, wirft "WritersCafe" die irgendwie zusammen. (NICHT StoryLines) Das liegt möglicherweise daran, dass es für den MAC nur eine Beta-Version gibt (mit der ich arbeite) oder daran, dass ich manchmal unter Technik-Legasthenie leide und die offensichtliche Lösung übersehe.


    Alles in allem: Unbedingt empfehlenswert. (Sagt glaube ich auch der Herr Eschbach)
    :)


    Gruß,


    Sven

    Ein absolutes lehreiches Buch für alle, die wissen wollen, wie man wirklich jede Spannung kaputt macht. :)


    Gruß,


    Sven


    Der Dante Club von Matthew Pearl
    oder „Der verschenkte Thriller“
    (dtv, 2005)


    Ich kaufte mir das Buch wegen des Etiketts „Thriller“ und einer Empfehlung von Dan Brown auf dem Titel. Die Empfehlung schloss mit den Worten „Sie werden dieses Buch lieben“. Ich hatte noch nie etwas von Dan Brown gelesen und werde es jetzt auch in Zukunft nicht mehr tun: „Der Dante Club“ wirkt so „kullissig“, wie eine Historiendokumentation auf dem zweiten Programm – ist dabei aber leider längst nicht so spannend.


    Mitte der Sechziger Jahre des 19. Jahrhunderts, kurz nach dem Bürgerkrieg, wird Boston von einer unheimlichen Mordserie erschüttert. Der Killer orientiert sich dabei an den Vorlagen aus „Dantes Göttlicher Komödie“. Ist es ein Zufall, dass zur selben Zeit fünf Harvard-Gelehrte die „Divina Commedia“ aus dem Italienischen ins Amerikanische übersetzen? Schnell zeigt sich, dass nur die fünf Dante-Experten in der Lage sind, den Killer zu schnappen. Unterstützt werden sie dabei von dem ersten schwarzen Polizisten der USA.


    Bürgerkrieg, Rassendiskriminierung, eine unheimliche Mordserie, die Anfeindungen des akademischen Establishments gegen das „katholische Machwerk“ Dantes – eine explosive Mischung, die Mathew Pearl zusammenstellt. Leider entpuppt sie sich als Blindgänger. Das hat vor allem handwerkliche Gründe: Pearls Charaktere wirken so hölzern, als hätte sie ein Dreizehnjähriger erdacht, dessen Menschenkenntnis ausschließlich aus Heftromanen stammt. Dabei fehlt es den Hauptpersonen nicht an „biografischen Hintergründen“ – sie tragen alle ihr „Päckchen“ – aber sie tragen es irgendwie alle auf die gleiche Weise. Auch die jeweiligen Eigenheiten sind so ohne Konturen, dass die Personen erst auf der Hälfe des Buches – und es hat über 500 Seiten – wenn nicht an Tiefe, so doch ansatzweise an „Textur“ gewinnen.


    Eine Ausnahme bildet dabei Rey, der farbige Polizist. Leider spielt er nur eine untergeordnete Rolle in diesem Roman – und damit tut sich das nächste handwerkliche Manko auf: Pearl verhält sich in Bezug auf Spannungsbögen wie eine Abrissbirne. Kaum, dass eine Szene packend wird, verschüttet er sie mit wahlweise: Der US-Geschichte der Dante Rezeption oder der Einführung eines neuen langweiligen Charakters.


    Damit ist das Hauptproblem von „Der Dante Club“ meiner Meinung nach, dass angerissen wird, wo gebohrt werden sollte. Das einzig Gute an dem Buch ist, dass man Lust bekommt, gleich weiterzulesen: Dantes „Göttliche Komödie“ – aber auf keinen Fall Dan Brown.