Beiträge von Sören Prescher

    Tom: Ich bin großer Fan vom MCU. Im Vergleich mit Marvel kann DC natürlich nicht mithalten. Zacks Snyders Trilogie "Man of Steel", "Batman vs. Superman" und "Zack Snyders Justice League" hat sicherlich seine Schwächen. Dennoch ist zumindest der Abschlussfilm DEUTLICH besser als die vorherige 90-Minuten-Version. An Marvel reicht aber auch das nicht heran.

    Ich habe den Film auf dem Fernseher angeschaut und dort wäre mir 16:9 lieber gewesen. Dann hätte ich nicht die breiten schwarzen Balken links und rechts gehabt. Aber an der Qualität des Films ändert der Punkt zum Glück nichts ...

    Ich habe mir den 242 Minuten lange Snyder-Cut des Films "Justice League", für den die Fans und der Regisseur jahrelang gekämpft haben, weil ihnen die verstümmelte 92-Minuten-Version von Joss Whedon nicht gefallen hat, vor kurzem ebenfalls angeschaut. Wenig überraschend ist der Snyder Cut ein völlig anderer Film. Nicht so sehr Popcorn-Kino wie der kurze Kinoschnitt, dafür etliche ruhigere Momente, die die Charaktere hervorheben, haufenweise Hintergrundgeschichten und mehrere Subplots. Die Grundstory ist zwar gleich geblieben, wirkt in der neuen Version aber sehr viel fülliger und auch stimmiger. Satte vier Stunden hätte es zwar nicht unbedingt gebraucht, aber auch mit ein paar Kürzungen hier und da wäre der Film nicht unter drei Stunden herausgekommen. Und sehenswert ist die neue Fassung durchaus. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob dieses ellenlange Epos jemals im normalen TV laufen wird. Mit Werbeunterbrechungen würde der Streifen mehr als fünf Stunden gehen. So was schaut sich doch da keiner mehr an.

    Aus irgendeinem mir nicht nachvollziehbaren Grund wollte Zack Snyder, dass seine "Justice League"-Fassung im 4:3-Format ausgestrahlt wird. Was er da an 16:9 nicht mochte, weiß ich nicht. Vielleicht war es als Statement für oder gegen irgendwas gedacht.

    Heute frisch erschienen:

    "Mord mit Alpenblick - Der vierte Fall für Herrchen Schrödinger und Boxer Horst“ von Silke Porath und Sören Prescher.


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    Worum es im Buch geht:

    Tuttlingen steht unter Wasser. Ganz Tuttlingen? Nein – aber immerhin die Wohnung von Schrödinger und seiner Liebsten Marion. Solange die Handwerker damit beschäftigt sind, die morschen Rohre in Ordnung zu bringen, wird Urlaub gemacht. Ferien auf dem Biobauernhof im Allgäu, mit Kindern, Hund, Kaninchen und Schwiegermutter! Doch der Urlaubstraum wird jäh zerstört, als eines Morgens der Biobauer Gerwin tot im Stall liegt. So beginnt wieder einmal ein Fall für Hobbyermittler Schrödinger und seinen klugen Boxer Horst. Und bald zeigt sich, dass das ländliche Idyll auch seine düsteren Seiten hat …


    Autoren: Silke Porath , Sören Prescher

    416 Seiten, Maße: 12,5 x 18,7 cm, Flex. Einband

    Verlag: Weltbild Deutschland

    ISBN-10: 3963776927

    ISBN-13: 9783963776922

    Erscheinungsdatum: 02.06.2021


    Hier geht's zum Buch:

    https://www.weltbild.de/artike…=U3VjaGV8U3VjaGVyZ2Vibmlz

    • Herausgeber : KiWi-Paperback; 1. Edition (4. März 2021)
    • Sprache : Deutsch
    • Broschiert : 448 Seiten
    • ISBN-10 : 3462001574
    • ISBN-13 : 978-3462001570


    ASIN/ISBN: 3462001574



    Biografie:

    Tom Hillenbrand studierte Europapolitik und war Ressortleiter bei Spiegel Online. Seine Krimis um den Luxemburger Koch Xavier Kieffer ("Teufelsfrucht", "Rotes Gold", "Letzte Ernte", "Tödliche Oliven", "Gefährliche Empfehlungen", "Bittere Schokolade") sind Bestseller.

    Für seine Scifi-Thriller "Drohnenland" und "Hologrammatica" wurde Hillenbrand mit dem Friedrich-Glauser-Preis, dem Kurd-Laßwitz-Preis, dem Bremer Krimipreis sowie dem Deutschen Science-Fiction-Preis ausgezeichnet. Er lebt in München. Mehr Infos unter tomhillenbrand.de



    Inhaltsangabe:

    Wer das Geld hat, hat die Macht.

    Sein Geld hat der spleenige Start-up-Unternehmer Gregory Hollister größtenteils in der Kryptowährung Bitcoin angelegt. Als er bei einem Unfall ums Leben kommt, beginnt die Suche nach seinem Privatvermögen. Das hat der paranoide Kalifornier gut versteckt. Wo befindet sich der digitale Schatz, den die Medien bereits Montecrypto nennen? Hollisters Schwester beauftragt den Privatdetektiv Ed Dante, das verschwundene Geld aufzuspüren. Dante recherchiert und stellt bald fest, dass etliche Personen hinter Montecrypto her sind. Das ist angesichts der kolportierten Summe von mehreren Milliarden Dollar nicht weiter verwunderlich – aber die anderen Interessenten sind keine gewöhnlichen Schatzsucher. Warum interessieren sich ausländische Geheimdienste, das FBI und die Mafia für den Schatz? Dante erkennt, dass Hollisters Vermächtnis aus mehr besteht als aus einem Haufen digitaler Münzen. Möglicherweise ist Montecrypto der Schlüssel zu einem immensen Finanzskandal, der die gesamte Weltwirtschaft in den Abgrund reißen könnte. Wird es Dante gelingen, das Geheimnis von Montecrypto zu lüften, bevor der digitale Schatz in die falschen Hände gerät? Eine weltweite Suche beginnt, die von Los Angeles über New York und Frankfurt bis nach Zug führt, ins sogenannte »Crypto Valley« der Schweiz.


    »Montecrypto« ist ein raffinierter literarischer Thriller über die neue internationale Finanzwirtschaft. Wer hat in Zukunft das Geld? Und wer die Macht? Hochspannend und aktuell: Tom Hillenbrand erweist sich mit diesem Buch als Meister des politischen Spannungsromans.


    Meine Kritik:

    Privatdetektiv Ed Dante erhält den Auftrag, das versteckte Vermögen des verstorbenen Bitcoin-Millionärs Gregory Hollister aufzuspüren. Doch kaum hat er mit den Nachforschungen begonnen, meldet sich Hollister mit vor seinem Tod aufgezeichneten Videobotschaften und stachelt die ganze Welt zu einer Schnitzeljagd rund um den Globus an. Wer seine Rätselbotschaften knacken kann, dem winkt ein sagenumworbener Bitcoin-Schatz. Auf einmal kann sich Dante vor Konkurrenten kaum retten und hat alle Hände voll zu tun, mit den anderen Schatzsuchern Schritt zu halten.

    Anfangs dachte ich, bei „Montecryto“ würde es sich um den dritten Teil der „Hologrammatica“-Reihe handeln. Doch trotz des futuristischen Themas spielt Tom Hillenbrands neuster Thriller im Hier und Jetzt und zeigt deutlich aus, wie futuristisch es auch heutzutage bereits zugeht. Mehr noch: sein „Montecrypto“ ist ein nahezu perfekter Roman mit spannender Handlung und einer Spur Humor. Die gängigen Klischees hat er dabei nahezu komplett umschifft. Selbst die vielen theoretischen Erklärungen über zum Beispiel Cryptomining werden interessant verpackt. Es macht Spaß, der Geschichte zu folgen und in sie einzutauchen. Hier stimmt einfach alles.

    Was die Ich-Perspektive betrifft: Es gibt viele tolle Bücher aus der Ich-Perspektive, ebenso wie es viele Bücher gibt, in denen die Autoren bewusst darauf verzichtet haben. In meinen Augen ist das einfach ein Stilmittel, für das man sich entscheidet.


    Interessant in dem Zusammenhang der Autor Lee Child und seine Jack-Reacher-Reihe. Eine Handvoll der bislang zwei Dutzend Bände der Reihe sind in der Ich-Perspektive geschrieben. Der Rest sind Bücher, in denen die Geschichte in personaler Form erzählt werden. Und in beiden Varianten gibt es Kapitel, die aus der Sicht der Antagonisten geschrieben sind. Bei Child funktioniert das alles wunderbar.

    Eines vorneweg: Ich LIEBE Stephen Kings "Es". Sowohl den Roman, als auch die zwei (bzw. drei) Verfilmungen.


    Wäre das einer von Kings ersten Romanen gewesen, hätte das wahrscheinlich kein Verleger verlegt. Aber als "Es" Mitte der Achtziger rauskam, war King bereits der "King of Horror" und hätte unter seinem Namen auch ein Telefonbuch veröffentlichen können. Solche Freiheiten würde ich heute nicht mehr bei jedem Verlag erwarten (außer man ist tatsächlich bereits Bestseller-Autor).


    Kings umfasst in der ungekürzten deutschen Fassung 1.200 Seiten. So was kommt nicht ungefähr. Es ist die Geschichte einer Kleinstadt und sämtliche sieben Mitglieder des "Clubs der Verlierer" sind Protagonisten. Dazu gibt es noch zig Nebenfiguren, aus deren Sicht ebenfalls geschildert wird. Je mehr Charaktere du in einem solchen Buch hast, desto größer ist die Gefahr, dass es den Leser verwirrt. Bei Kings "Es" (oder seinem "Needful Things", wo es ebenfalls sehr viele agierende Figuren gibt) hat mich das nicht verwirrt. Aber bei Joanne K. Rowlings Ein plötzlicher Todesfall war es irgendwann anstrengend. Liegt vielleicht auch daran, dass ich diesen Roman nicht ganz so gelungen finde.


    Was deine ursprüngliche Frage betrifft, Silke: Versuche dich auf zwei, drei Protagonisten festzulegen und schildere ausschließlich aus deren Sicht. Auch auf dem Weg kannst du etliche Nebenfiguren einführen und agieren lassen.

    Kleinverlage sind nicht partout schlecht, aber große Verkaufszahlen braucht sich da keine(r) zu erhoffen. Meist kann man da schon über Verkaufszahlen im dreistelligen Bereich freuen. Aber für den Anfang ist es trotzdem keine schlechte Anlaufstelle. Durch solch eine Veröffentlichung kannst du viel lernen, auch was Zusammenarbeit mit Verlagen und Marketing betrifft. Letzteres ist bei Kleinverlagen eher schwierig, außer du gerätst an einen sehr engagierten Verleger.