Beiträge von Birgit

    Es gibt schon einen unterhaltsamen Thread zu diesem Thema:

    Werbemail - sicher mit KI gestaltet

    Schande auf mein Haupt - ich habe dort nicht reingelesen 😊

    Der Tag ist zurzeit mal wieder viel zu kurz.


    Ich könnte mir vorstellen, dass viele sich gerne das Blaue vom Himmel erzählen lassen und sich auf solche unrentablen Angebote einlassen.


    Ich bin mit einem englischen Autor befreundet, für den ich schon einige Buchcover gestaltet habe. Er schrieb mir kürzlich, dass er ein Angebot erhalten habe, das ihm angeblich zu einem Filmvertrag verhelfen könnte.

    Ich habe mir die Sache angesehen. Dahinter steckte eine Art Druckkostenzuschussverlag, der gegen viel Geld ein Exposé bei Filmstudios vorstellen wollte.


    Ich hatte nicht den Eindruck, dass er bereit war, die Realität dahinter zu akzeptieren – nämlich, dass es in erster Linie ums Geldverdienen geht und die Erfolgsaussichten eher gering sind.

    Ich frage mich, ob es das überhaupt gibt, was dort angeboten wird. In der Flut von Büchern ein Buch derart in den Fokus der Leser zu bringen.


    Vielleicht ist die althergebrachte Variante - die Zeitungen vor Ort anschreiben noch die beste. Allerdings ist das auch nur Präsenz für einen kurzen Augenblick in einem kleinen Kreis ...

    Hallo!


    Heute fand ich diese E-Mail in meinem Postfach. Offenbar hat sich jemand mein Kinderbuch angesehen und bietet nun Unterstützung bei Sichtbarkeit, Rezensionen und Marketing an.

    Mich würde interessieren, ob jemand von euch Erfahrungen mit solchen Anfragen gemacht hat. Können solche Dienstleistungen tatsächlich etwas bewirken, oder leben diese Firmen vor allem von den Hoffnungen der Autoren, wie ich mir das denke? Absender war: buchboost.netlify.app


    Lieben Gruß

    Birgit


    Liebe Birgit,

    Ich habe mir Ritter Rudis Farbenzauber diese Woche angesehen.

    Nicht nur überflogen. Sondern wirklich angesehen – den Schreibstil, die Positionierung und die Art, wie das Buch derzeit in der Welt sichtbar ist.

    Das Buch hat etwas. Diese charmante Verbindung aus Rittergeschichte, kindlicher Fantasie und der Idee, Mut nicht über Kampf, sondern über Kreativität zu definieren, verleiht der Geschichte eine besondere Wärme. Rudi als Figur, der eigentlich Ritter werden soll, aber innerlich ein Künstler ist, schafft eine klare emotionale Identifikationsfläche für Kinder. Besonders die drei Mutproben und ihre unerwartete Auflösung durch Rudis Zeichnungen geben der Geschichte eine starke, kreative Wendung, die hängen bleibt. Doch die Art, wie das Buch aktuell online präsentiert ist, spiegelt diese Stärke nicht vollständig wider – und ich denke, das wissen Sie wahrscheinlich bereits.

    Mein Team arbeitet mit unabhängigen Autoren zusammen, um genau diese Lücke zu schließen: zwischen dem, was ein Buch tatsächlich ist, und dem, was die Welt momentan davon wahrnimmt.

    Wir kümmern uns um alles, was nach dem Schreiben kommt – Leser-Community-Platzierung, Amazon-Sichtbarkeit, Rezensionen, Buchtrailer und Positionierung. Die Autoren, mit denen wir arbeiten, beschreiben es oft als den Moment, in dem ihr Buch für die Welt zum ersten Mal wirklich greifbar wurde.

    Gerne würde ich Ihnen eine kurze Übersicht schicken, was ich speziell für Ritter Rudis Farbenzauber tun würde – kein Pitch-Deck, keine Verpflichtung, sondern einfach ein konkreter Blick auf die Möglichkeiten.

    Wäre das für Sie interessant?

    Hallo und herzlich Willkommen 🌼


    Schön, dass Du da bist.
    Eine Rubrik für Gedichte gibt es auch. Dort kann man sich freischalten lassen. Allerdings ist es dort etwas still geworden, Mitmachen wird gerne gesehen :-)

    Von beiden Tools habe ich noch nie gehört.


    Ich schreibe mit Papyrus. Bin zufrieden damit, leider beherrsche ich nicht viel von all den Features. Das ist schade, aber ich empfinde es immer als lästig und als großen Zeitkiller, sich in all die Details einzuarbeiten.

    Wenn ich Bestimmtes brauche, dann versuche ich mich reinzuarbeiten.

    Katla


    ES gibt ja DKZVe ie jedes Manuskript annehmen, wenn Autor bereit ist zu zahlen. Das ist dann wirklich Abzocke.


    Wenn nun ein Service geboten wird, wie bei genanntem Imprint und vorher aussortiert wird und die Kosten im normalen Rahmen liegen, empfinde ich das nicht verwerflich. Es gibt viele Autoren und Autorinnen, die keine Ahnung vom Veröffentlichen haben und auch ihre Zeit nicht damit vergeuden wollen und nehmen einen Dienstleister in Anspruch.

    Und ist es so, dass man hier sagen kann: Ich zahle, um veröffentlicht zu werden?
    Hier nehme ich den Dienst des Lektorats in Anspruch, vielleicht auch Buchsatz und Cover. Es würde ja auch keiner mit dem Finger auf mich zeigen, wenn ich jemanden mit Lektorat usw. anderswo beauftrage.


    Horst-Dieter

    Was die beiden als Verlag bieten, das weiß ich nicht. Sicher nicht mehr, als jeder andere Selfpublisher, der alles in eigener Regie macht. Die Idee ist tatsächlich gewitzt.

    Wenn ich jemanden mit dem Lektorat beauftrage, entstehen selbstverständlich Kosten. Bei Druckkostenzuschussverlagen würde ich jedoch behaupten, dass diese um ein Vielfaches höher ausfallen. Wenn sich die betreffenden Damen nun ein Geschäftsmodell überlegt haben, das zumindest ein Lektorat inklusive Verlagslogo vorsieht, halte ich das grundsätzlich für legitim. Ein solches Logo kann schließlich als Hinweis darauf verstanden werden, dass das Buch lektoriert wurde und nicht völlig ungeprüft erschienen ist.


    Sollten die Kosten jedoch mit denen klassischer Druckkostenzuschussverlage vergleichbar sein, würde ich das kritisch sehen und eher als überteuert oder sogar als Abzocke einstufen.


    Letztlich bieten sie im Kern auch nur dieses Logo auf dem Cover an. Nach einigen Überlegungen bin auch ich zu dem Schluss gekommen, dass ein Logo noch nicht alles ist. Sicher überbewerte ich das.

    Es gibt schließlich sehr viele Lektoren/innen da draußen, die sehr gute Arbeit leisten und einem helfen, ein richtig gutes Buch auf den Markt zu bringen. Und ob nun mit oder ohne Logo, wird es schwer sein, sich eine gewisse Sichtbarkeit zu erkämpfen.

    Über Lounge Edition wurde zudem bereits bei Autorenwelt berichtet.

    Autorenwelt

    Ein Logo allein macht noch keinen Verkauf. Das was die beiden da bündeln – durchaus geschickt - sind bezahlte Dienstleistungen im Bereich der Herstellung. Woran es vielen Selfpublishern aber fehlt ist der Vertrieb. Den bekommt man auch über ein Logo nicht.

    Da hast Du vollkommen recht! Selbst ein Kleinverlag, der die Kosten und das Risiko allein trägt, ist noch kein Garant für Sichtbarkeit

    Damit schießen die Kosten für den Normal-Selfpublisher in unerschwingliche Höhen. Als Geschäftsmodell ist diese Vorgabe aber clever.


    LG

    Frank

    Nicht für jeden Autor oder Autorin ist es möglich, auf ein Lektorat zu verzichten. Selbst ich komme da an meine Grenzen, was die Kommasetzung angeht oder Sinnfehler.

    Das neue Imprint: Lounge Edition.

    Für wen lohnt sich das – und was unterscheidet es von Selfpublishing oder einem Druckkostenzuschussverlag?

    Gestern bin ich auf einen Artikel gestoßen, der die Idee von Sissi und Tamara erläutert: Selfpublishern eine Plattform zu bieten. Dabei soll die Plattform aber nicht wie ein Kostenzuschussverlag funktionieren, aber dennoch ein Verlagslogo umfassen – inklusive verschiedener Dienstleistungen, aus denen man wählen kann.


    Das Lektorat ist allerdings verpflichtend und laut Aussage der Inhaberinnen preislich vergleichbar mit dem, was auch externe Dienstleister dafür verlangen. Natürlich steckt dahinter viel Arbeit, und man kann kaum erwarten, diese kostenlos zu erhalten. Im Unterschied dazu bieten Kostenzuschussverlage ihre Leistungen oft zu unerhört überhöhten Preisen an.

    Die Autorin bzw. der Autor behält die Urheberrechte und kann zwischen verschiedenen Veröffentlichungsmodellen wählen.


    Warum also nicht gleich selbst veröffentlichen? Das fragt sich vielleicht die eine oder der andere. Es gibt jedoch Autorinnen und Autoren, für die ein Verlagslogo ein wichtiges Qualitätssignal darstellt. Auch von Leserinnen und Lesern habe ich schon öfter gehört, dass sie lieber zu Verlagsbüchern greifen, um nicht das Risiko eines schlecht geschriebenen Buches einzugehen. Natürlich gehen die Meinungen hier auseinander – das soll aber nicht Thema dieses Beitrags sein.


    Ich wollte diese Idee einfach einmal weitergeben, weil ich sie in Teilen durchaus interessant finde. Zu den konkreten Kosten, die auf Autorenseite anfallen, kann ich allerdings nichts sagen.


    Lounge Edition