Beiträge von Petra

    (hat sich überschnitten; an Tom: )


    Zitat

    Original von Hauke
    Und ich habe vorher schon von der Unterscheidung von Produkten und Kunst gesprochen. Auch wenn es mir sehr missfällt das zu sagen, aber Kinderpornographie wird ausschließlich hergestellt um den Markt zu bedienen. Nicht um Kunst zu erzeugen.


    Also, ehrlich gesagt, bleibt mir da ja jetzt ein bisschen die Spucke weg ...


    Wenn auch keiner auf die Idee käme, Kinderpornographie Kunst zu nennen, so gibt es doch einen Kreis Menschen (meistens Männer), die ihre "Neigung" zu Kindern *Liebe* nennen. Wenn Kunst ein guter Grund ist, etwas zu tun, müsste Liebe doch eigentlich auch ein verdammt guter Grund sein, oder?

    Hallo Hauke,


    Zitat

    Original von Hauke
    Klare Antwort: Es sollte nicht um Unterhaltung gehen. Genauso wie bei Dramen. Gute Horrorfilme sind (leider) in erster Linie eben nicht Unterhaltung, sondern Stress für's Gehirn.


    Was denn nun? Es sollte - deiner Aussage zufolge - gar nicht um Unterhaltung gehen, aber gute Horrorfilme sind leider in erster Linie nicht Unterhaltung ...?!?


    Zitat

    Wir müssen bei solch einer Diskussion immer unterscheiden zwischen Produkten, die lediglich für den Markt hergestellt werden um eine Nachfrage zu bedienen und wirklicher Kunst.


    Was ist denn eigentlich für dich "wirkliche Kunst", bezogen auf den Horrorfilm? Mir ist das noch nicht klar geworden (abgesehen vom Stichwort Läuterung). Sollte das in diesem Thread schon irgendwo stehen, bitte ich um Entschuldigung, dann reicht ein simples Kopieren oder ein Hinweis darauf, wo ich's nachlesen kann.


    Über Kunst sollte man sich eh nicht streiten, aber ich zähle mich zu den Banausen, für die es auch keine Kunst ist, wenn ein "Künstler" den Kadaver eine Kuh aus einem Hubschrauber auf den Asphalt schmeißt oder ein anderer einen Hund in einem Museum ankettet, auf dass der dem Verdursten jeden Tag ein bisschen näher ist.


    Zitat

    Und letztendlich noch einmal zum Reflexionspotential: Warum es jedem antrainiert werden sollte, liegt doch auf der Hand. Diskussion, ob solche Medien existieren sollten oder nicht interessiert nicht, denn sie existieren nunmal. Und damit muss jeder umgehen können. Sollte. Und dafür sind, besonders in den jungen Jahren, nun einmal hauptsächlich die Eltern verantwortlich. Sie MÜSSEN ihrem Kind beibringen, wie ein Film, ein Buch, ein Bild, Musik wahrgenommen werden sollte. Nämlich differenziert und ständig zu hinterfragen.


    Es gibt auch Medien (Filme), in denen werden Kinder vergewaltigt. Oder Tiere. Nun könnte man sagen, zumindest letzteres sind Produkte, die von einem kleinen Kreis kranker Hirne illegal hergestellt und vertrieben werden. Stimmt nicht. Hätte ich dann als Elternteil den Bildungsauftrag meinen (nicht existierenden) Kindern gegenüber, die aufzuklären, warum weshalb wieso die das tun, was sie da tun (ja, in Maßen), aber auch gefälligst unter Zuhilfenahme von aussagekräftigem Bildmaterial?!? - Meine Eltern haben mir früh eingetrichtert, dass kleine Kinder gut daran tun, nicht mit Fremden mitzugehen, und dass es Leute gibt, die Kindern nichts Gutes wollen. Hat gereicht. Das nur zum Thema "Erziehungsauftrag".

    Zitat

    Original von lametta
    bei dem Vergleich Porno/Horror fällt mir ein, dass ...


    Wobei ich festhalten möchte, dass ich nicht Pornos mit Horrorfilmen verglichen habe, sondern Konsumenten des einen Genres mit Konsumenten des anderen Genres bzw. deren Beweggründe, eben diese Filme zu schauen, das ist ein entscheidender Unterschied.


    Jedenfalls: Wenn ich eine 16-jährige Tochter, einen 16-jährigen Sohn hätte, wäre mir auf jeden Fall lieber, er/sie würde sich "9 Songs" (auch "Kunst", auch ab 16, im Grunde aber durchaus eine Abfolge von explizite gefilmten sexuellen Akten) reinziehen als "Martyrs".

    Präziser: "... die ausschließlich was über Anatomie wissen wollen". :D


    Eins noch:


    Zitat

    Original von Tom
    Früher war das anders, da ging man Tabus subtiler an.


    Apropos "früher", apropos "suptiler": Ich habe vor einem (gefühlten) Vierteljahrhundert "Die Stunde des Jägers", einen Schwarzweißfilm von 1955 mit Robert Mitchum in der titelgebenden Rolle gesehen. Warum auch immer: Im Zuge dieses Threads hat sich bei mir die Erinnerung an diesen Streifen wiedereingestellt - und manche, wenn auch nur noch verschwommen präsente Szenen - lassen immer noch ein äußerst ungutes Gefühl bei mir aufkommen ... Ich wüsste ja schon mal gern, welcher Film mir mehr Schiss einjagen würde - ich werd's nur nie erfahren, da ich mich, wie gesagt, "Martyrs" nicht aussetzen werde.

    Zitat

    Original von Hauke
    Das Problem mit solchen Filmen ist, dass die meisten Zuschauer nicht so denken und fühlen, und daher sensationsgeil auf die nächste übersteigerte Gewaltszene warten (ich erinnere mich an so viele Begebenheiten in Kinos, wo Leute auflachten oder nach mehr verlangten, das war deprimierend).


    So wie die meisten Pornos nicht von Leuten gesehen werden, die was über Anatomie lernen wollen ...!

    Zitat

    Original von Horst Dieter
    Ebensowenig kann ich die Sorge verstehen, dass junge Menschen ab 16 Schaden nehmen, wenn die sich solche Filme ansehen (in Frankreich zum Beispiel). Gerade im Alter zwischen 16 und 18 sind junge Menschen in der Regel sensibel und offen und durchaus Urteils- und Einschätzungsfähig.


    Ich hab meine Zweifel, dass das Gross der 16-jährigen in diesen Film geht, weil es seine Sensibilität schulen will ... :braue

    ASIN/ISBN: 3548257968


    1975: Jimmy, Sean und Dave verleben ihre Kindheit in den Flats, einem Stadtteil von Boston. Eines Tages hält ein Auto neben ihnen am Straßenrand, ein Mann mit einer Polizeimarke am Gürtel steigt aus und weist sie wegen einer Lappalie zurecht. Er und sein im Auto sitzender Kollege wollen ihre Eltern über die Ungezogenheit ihrer Sprösslinge informieren, sagt er. Sean wohnt nicht weit, er kann auf das Haus seiner Eltern deuten. Jimmy, ein gewitzter Junge, lügt, als er behauptet, dass er ebenfalls nicht weit wohne. Dave erzählt wahrheitsgemäß, dass er in einem anderen Stadtteil wohnt. Damit ist die Entscheidung gefallen. Jimmy und Sean bleiben zurück und sehen dem Auto nach, das ihren Freund Dave mit sich nimmt.
    Die beiden Männer liefern Dave nicht bei seiner Mutter ab. Erst vier Tage später gelingt es dem Jungen, sich aus eigener Kraft aus der Gewalt seiner Entführer zu befreien.Es hätte jeden von ihnen treffen können - oder nicht? Zufall oder Schicksal oder Instinkt - dieses Erlebnis prägt nicht nur Dave, sondern hinterlässt auch bei den anderen beiden Jungen ihre Spuren. Wäre einer von ihnen in das Auto gestiegen, ihre Leben wären ganz anders verlaufen.
    Fast 25 Jahre später: Jimmy hat wegen Raubüberfall gesessen und ist mittlerweile ein auf den rechten Weg zurückgekehrter, verheirateter Mann und Ladenbesitzer. Er hat eine Tochter aus erster Ehe, Katie, und zwei weitere Töchter mit seiner neuen Frau Annabeth.
    Sean ist Polizist mit einem kaputten Privatleben, seine Frau hat ihn hochschwanger (vielleicht mit seinem Kind, vielleicht mit dem eines Seitensprungs) verlassen und ruft ihn dann und wann an - allerdings ohne ein Wort zu sagen.
    Dave ist verheiratet mit Celeste, Vater eines Sohnes.
    Annabeth und Celeste sind Cousinen, mit Sean gibt es keinerlei Berührungspunkte mehr.
    Bis zu dem Tag, an dem die Leiche einer jungen Frau in einem Park gefunden wird. Jemand hat sie übel verprügelt und dann in den Hinterkopf geschossen.Sean wird zum Tatort berufen und bekommt den Fall übertragen.In der Nacht zuvor ist Dave blutüberströmt nach Hause gekommen. Er sei überfallen worden, hat er Celeste berichtet, und habe womöglich den Angreifer getötet. Celeste findet seine Geschichte unglaubwürdig, hilft ihm jedoch, seine blutbesudelten Kleidungsstücke loszuwerden.
    Jimmy wartet an diesem Morgen vergeblich auf seine Tochter. Erst im Laden, dann in der Kirche, bei der Erstkommunion einer seiner jüngeren Töchter. Als er inmitten des Polizeiaufgebots den verlassenen Wagen seiner Tochter stehen sieht, weiß er, dass etwas Schreckliches passiert sein muss ... Seine schlimmste Befürchtung bewahrheitet sich: Seine Tochter Katie wurde ermordet. Nach und nach offenbart sich, dass nicht nur Dave lügt. Auch Jimmy hat ein Geheimnis. Als sich die Ereignisse überschlagen, scheut er sich nicht, die gleiche Schuld noch einmal auf sich zu laden ...
    Wäre nicht Dave, sondern Jimmy oder Sean in das Auto gestiegen, ihre Leben wären ganz anders verlaufen ...


    Ich habe Dennis Lehane bislang als Krimi-Autor kennen und schätzen gelernt. "Mystic River" ist nicht "nur" ein Krimi, sondern ebenso Charakterstudie, eine "moderne griechische Tragödie". Bis in die Nebendarsteller werden die Charaktere sehr gut eingeführt - manchmal vielleicht sogar zu detailliert. Auf im ganzen knapp 500 Seiten schürft Lehane oft tief in der Vergangenheit seiner Figuren.


    Das Buch ist unter der Regie von Clint Eastwood verfilmt worden. Der Film wird häufig für seine brillante Besetzung bis in die Nebenrollen gelobt. Sean Penn überzeugt in der Rolle des Jimmy, Kevin Bacon stellt den Polizisten Sean dar, und Tim Robbins verkörpert den traumatisierten Dave.
    Eastwood selbst sagte über seinen Film: "Besser kann ich's nicht."
    Der Film hält sich eng an die Romanvorlage, rafft aber natürlich (wie es jeder Film gut, der auf einem - umfangreichen - Roman basiert), vereinfacht einige Zusammenhänge. Der vielleicht gravierendste Unterschied zum Buch ist, dass sowohl die Figur des Dave als auch die des Jimmy nicht so vielschichtig rüberkommen wie im Roman. Im Roman kämpft Dave z. B. mit dem Trauma seiner Entführung als Kind auf mehr als nur einer Ebene. Dies bleibt - verständlicherweise, da ein Film nicht immer das transportieren kann wie ein Roman, dessen Erzähler in die Köpfe aller handelnden Personen schauen kann - im Film bloß angedeutet.


    ASIN/ISBN: B001C4R55Q

    Hallo Hauke,


    mittlerweile habe ich zwei Trailer gesehen und weiß nun, dass es einen gibt, der noch haarsträubender ist als der andere ... Zombies, Vampire, meinetwegen auch Ghouls, die Leichen verspeisen - kann ich mir inzwischen angucken und dabei Pizza essen und Kreuzworträtsel lösen. Aber diese Gewaltorgie - nee, da ziehe ich jeglichen nicht vorhandenen Schwanz ein.


    Stephen King? Der ist dagegen ja fast harmlos. Ich kenne nicht alle seine Romane, vor allem nicht die neueren, aber ich kann mich an keinen Roman erinnern, der mich verfolgt hätte. (Obwohl die gruselige Mutter in "Carrie" damals schon nicht ohne war ...)
    Richard Laymon? Ich kenne nur "Parasit". Harter Stoff, aber nicht uninteressant.
    Clive Barker: "Hellraiser" hat mich vor 10 Jahren schon arg gebeutelt, und einge seiner Kurzgeschichten nicht minder.
    Das "Härteste", was ich bisher gelesen und wirklich geschätzt habe, war "Die Wespenfabrik" von Iain Banks (welcher - immerhin, ha-ha - auch schon auf dem Index stand, der Roman, nicht der Autor). Und "Baise-moi" von Virginie Despentes.


    Aber das alles (außer dem Roman von Despentes) ist abstrakt und daher für mich erträglich. Nicht nur erträglich, manchmal hat's sogar zu einer guten Leseerfahrung getaugt. Dieser Film hier scheint alles andere als abstrakt zu sein. Und wenn ich höre, dass der Film in Frankreich ab 16 war und zudem einige der Kommentare im Internet lese, dann frage ich mich, welche Katharsis so der gemeine 16-jährige-Horror-Fan durchlebt ...


    Wie gesagt, ich bin dem Genre durchaus nicht abgeneigt und immer neugierig, aber zu dem Film fehlt mir jegliche Traute.


    Gruß,
    Petra

    Na, das ist mal ein Trailer, der nicht mit Details geizt ... :bye


    Nachdem Jack Ketchum's "Evil" noch immer halb gelesen hier liegt (auch davon gibt es einen Film), werde ich den Teufel tun und mir diesen Film angucken.


    Dabei hab ich nichts gegen Horrorfilme - im Gegenteil. Allerdings gerate ich an meine Grenzen, wenn der Horror zu real wird. Und das scheint in dem Film der Fall zu sein ...


    Ohne moralisierend einen Zeigefinger heben zu wollen frage ich mich dann, ob das wirklich sein "muss". Und bin mir bewusst, dass diese Frage eigentlich obsolet ist. Wer es nicht sehen, nicht lesen will, wird nicht dazu gezwungen. Trotzdem finde ich's fragwürdig, dass offenbar immer irgendwelche Grenzen überschritten werden müssen.

    "Tangentenuniversum" - aaah ja! Auf jeden Fall danke für die Erwähnung hier im Forum, aufgrund dieses Beitrags habe ich mich bei Wikipedia erstmals dazu umgesehen.


    Als nächstes klappere ich dann mal die Erklärung zu "Inland Empire" von David Lynch ab ... (noch ein kryptischer Film mit Menschen mit Hasenköpfen ...)


    Da lob ich mir "The 13th Floor": kryptisch aber verständlich (was jetzt nicht wirklich was damit zu tun hat, sorry, ich weiß ... :D)

    Zitat

    Original von lametta
    Dabei habe ich gestern lediglich die Struktur des Filmes, den Aufbau geschnallt. Den Film inhaltlich zu interpretieren, dauert da noch. So viele Bedeutungsebenen lassen zu, das der Betrachter des Films freie Wahl aus vielen Möglichkeiten zu haben scheint.


    Hallo Lametta,


    ich habe den Film (vor ca. einem Jahr) zweimal gesehen - und auch nach dem zweiten Mal nicht vollends begriffen. Wenn ich zu einer Interpretation gefunden hatte, ging die nicht vollends auf bzw. gab es Haken und Ösen, warum es 'so' dann eigentlich doch nicht sein konnte ... :dumm


    Gruß,
    Petra

    Zitat

    Original von Jayden
    Ich hab nichts dagegen einzuwenden, wenn hübsche Menschen auf Titelblättern abgebildet sind - ich fänds nur gut, wenn die ab und zu mal männlich wären. 8-)


    Immerhin wird die gestresste Hausfrau diese Woche von Kiefer Sutherland aus einer Reihe gutgeschminkter bzw. -retouchierter Titelblattschönheiten angelacht.

    Zitat

    Original von habibi
    Wenn etwas nicht in meinem Kopf fertig ist und danach schreit, aufs Papier resp. in den PC gebracht zu werden, lasse ich es einfach drin. Deshalb kann ich auch all die nicht verstehen, die sich mit der Niederschrift ihres Romans quälen, Schreibblockaden haben, mittendrin nicht wissen, wies weitergeht etc. Bei der geringen Chance, einen anständigen Verlag zu finden, möchte ich all denen zurufen: Warum quält ihr euch? Lasst es doch einfach und genießt das Leben!


    Hallo Habibi,


    :D


    ist das, was in deinem Kopf danach geschrien hat, aufs Papier gebracht zu werden, denn auch (immer) gut?


    Bin ich einer von den Zauderern, den Haderern, den Ständig-an-sich-und-ihrer-Schreibe-Zweiflern, wenn ich spontane Geistesergüsse (die sich nach dem Akt des Schaffens oft gar nicht so brillant lesen, wie sie mir zuerst vorgekommen waren) nochmal überarbeite?


    Also, ich finde: Nicht alles, was aufs Papier geschleudert wird ist gut, und nicht alles, was einige Mühe kostet, geschrieben zu werden, ist Scheiße. Umgekehrt aber selbstverständlich auch nicht.


    Gruß,
    Petra

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    Original von Maren
    Von Schreibratgebern halte ich nur sehr, sehr wenig. Ich besitze einen für romances (auf Englisch, gibt es leider nicht in Deutsch), der wirklich wunderbar ist, aber von den anderen halte ich nichts, die sind mir zu allgemein gehalten und meines erachtens Geldverschwendung. In ein Schreibforum zu gehen ist da weit sinnvoller. ;)


    Hallo Maren,


    na, wenn das nicht eine allgemein gehaltene Aussage ist :D (Vorhebung von mir)


    Ich gestehe, ich habe mich durch ungefähr zwei Regalmeter Bücher über das Schreiben gelesen. Und da gibt es garantiert bessere und schlechtere, verallgemeinerndere und welche, die von 08-15-Ratschlägen à la "Wie verfasse ich den nächsten Bestseller" erfreulich abweichen.


    Ich kann für mich auch nicht behaupten, dass Foren generell besser sind. Immerhin liefert da jeder seine Meinung ab - die kann fundiert sein (und mir als Verfasser des abgelieferten Texten trotzdem nicht zugänglich :D), die kann aber auch völliger Quark sein.


    Also, ich lese *solche* Bücher gern, ohne mich drauf zu verlassen, dass die das Geheimnis, wie man gute Literatur oder einen schnellen Bestseller verfasst, beinhalten.


    Gruß,
    Petra

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    Original von Silke Porath
    Wer sich mal damit auseinander gesetzt hat, wie ein solcher später Schwangerschaftsabbruch von statten geht - also, wer das DENNOCH tut... kann ich nihct verstehen. Wenn ein Kind wirklich so schwer behindert ist, dass es keine Chance hat, dann lasst doch die Natur das regeln.


    Guten Morgen, allerseits,
    guten Morgen, Silke,


    schwierig, so was die "Natur" erledigen zu lassen in unserem System ... Im "Stern" war jüngst jedenfalls zu lesen, dass "Natur" dann so aussieht, dass ein schwerstbehindertes Kind, das einen späten Schwangerschaftsabbruch dennoch überlebt, manchmal in einem Abstellraum oder gleich in einem Kühlschrank zum Sterben "abgelegt" wird. Was gesetzwidrig ist. Aber ist das dann "natürlich" ...?


    Komplexes Thema ...


    Gruß,
    Petra

    Hallo Hauke,


    Zitat

    Original von Hauke
    Wir haben im Kurs das erste Kapitel von Murakamis Buch im Original gelesen, übersetzt und dann mit der deutschen Version verglichen (ich studiere Japanologie im Nebenfach) und sind darauf gestoßen, dass die deutschen Übersetzer sich wirklich bei den englischen Fassungen der Bücher bedienten.


    Is' wahrscheinlich billiger ... :rolleyes Englischübersetzer gibt's wahrscheinlich wie Sand am Meer (?), weshalb deren Arbeit auch um einiges schlechter bezahlt werden wird, denke ich mir. Darunter leidet dann aber manchmal auch die Qualität ...


    Vielen Dank für die Tipps!


    Gruß,
    Petra

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    Original von Hauke
    Ich lese nur die englisch-sprachigen im Original und teilweise die japanischen. .


    Au, fein! Vielleicht stellst du ja mal ein paar (auch in der Übersetzung erhältliche) japanische Romane hier vor, die meinen Horizont dahingehend erweitern. Ich bin einer der größten anwesenden Banausen, was japanische Literatur angeht :)


    Zitat

    Original von Hauke
    Aber bei allen Übersetzungen ist das ja nicht das gleiche wie beim Verfassen von Literatur.


    Mit Sicherheit nicht. Aber ein schlechter Übersetzer kann das beste Buch verhunzen.


    Gruß,
    Petra