Okay, doch: Es gab da diesen Kumpel,
(…)
Geiler Job, das.
Aus einer so schlechten Erfahrung eine so coole Story machen zu können, ist dann aber auch wieder eine Kunst für sich!
Okay, doch: Es gab da diesen Kumpel,
(…)
Geiler Job, das.
Aus einer so schlechten Erfahrung eine so coole Story machen zu können, ist dann aber auch wieder eine Kunst für sich!
Ich mag ja Listen. Gerade bin ich in einem Essay von Nick Hornby über eine Aufzählung „seiner Leute“ gestoßen. So nennt er, in Ermangelung eines besseren Begriffs, Menschen, die ihn geformt und inspiriert und zum Nachdenken über seine eigene Arbeit gebracht haben - „Einflüsse, Vorbilder, Helden“.
Naturgemäß sind das bei einem Schriftsteller andere Schriftsteller (um nur einige zu nennen: Raymond Carver, Elizabeth Strout und McCracken, Larry McMurtry), und auch andere Kreative, wie Drehbuchautoren, Regisseure, Singer Songwriter, Musiker allgemein, Maler, Fotografen, aber auch - bisschen aus der Reihe - Fußballer. (Wie genau diese Personen in diesem Kreis „seiner Leute“ gekommen sind, was genau ihn an ihnen fasziniert hat, darauf geht er nicht ein.)
So sind es aber alles „Influencer“, im eigentlichen Wortsinn, auf die Person Nick Hornby und dessen Werk. Damit meine ich nicht, dass Hornby „schreibt wie“ Carver oder Strout oder McCracken oder McMurtry oder alle zusammen! Aber sie haben ihn angesprochen und er hat sich sehr mit ihnen befasst. Hätten ihn andere Menschen beeindruckt/zum Nachdenken angeregt, hätte er dann auch anders gelagerte Bücher geschrieben? Und würde dann seinerseits dann anderen Menschen aufgefallen, die wiederum in seinen Büchern Inspiration finden?
Was für ein riesiger - um es mal ganz profan auszudrücken - „Suppenkessel“ das doch ist, was jeden kreativ schaffenden Menschen beeinflusst, wie viele Zufälle und bewusste und unbewusste Entscheidungen da hineinspielen! Abhängig auch davon, was einer überhaupt zur Kenntnis genommen hat, nehmen konnte. Nicht nur in welchem Land, auch in welchen Verhältnissen er aufgewachsen ist und wohin ihn das weitere Leben dann geführt hat. Wer in keiner Phase seines Lebens, ob von kleinauf herangeführt, zum Beispiel unterschwellig, weil die Eltern entsprechende Schallplatten hörten, oder als Erwachsener einen Zugang zur Oper fand, zählt dann auch keine/n Opernsänger/-sängerin zu seinen Einflüssen. Gleiches gilt für Lyrik, Ballett - oder auch, weil es mir gar nicht auf Hochkultur ankommt, halt Fußball, Brotbacken, Tauchen - you name it. Nicht schlimm, natürlich nicht - so kommt es zu einer ungeheuren Vielfalt.
Bleibt das eigene Schreibvermögen hingehen, wenn man keine oder nur eine einzige inspirierende Quelle hat, automatisch „beschränkt“ (im Wortsinn!)? Kann einer, der nie über diesen eigenen Tellerrand guckt, gute Bücher schreiben?
Oder auch: Hat Euch jemand beeinflusst und merkt man (oder merkt Ihr) es Eurem Schreiben an?
Ach, und: Egal, ob der Film nun gut ist oder nicht, ist das ja nicht ausschlaggebend dafür, ob etwas zum Kult wird oder nicht!? „Dirty Dancing“ ist auch kein cineastisches Meisterwerk, und trotzdem Kult 🍿. Umgekehrt gibt’s Filme, die von Leuten gefeiert werden, die sich damit auskennen und nachvollziehbar begründen können, warum ein Film brillant ist, und so ein Film kann trotzdem an den Kinokassen gefloppt sein.
Wahrscheinlich aus dem einen Grund - denn am Autor kann es nicht gelegen haben, weil ich den nicht kannte: wegen des Films. Den habe ich vor Urzeiten zuletzt gesehen. Ich lese/höre auch gern Romane, wenn ich den Film schon kenne.
Arroganz wäre kein Wort, das ich mit Rühmanns Darstellung verbinden würde (aber ich kenne das auch, dass sich Ansichten mit den Jahren ändern). Obwohl … irgendwie, ja, schon. Aber mir ist das nicht unangenehm aufgefallen. Es wäre ja nichts, was unangemessen wäre, ist er doch eigentlich der erfolgreiche Schriftsteller, der dann doch nicht ganz aus seiner Haut kann.
PS: Ich werde mir höchstwahrscheinlich auch „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ anhören - Schullektüre, Böll liest heute auch keiner mehr … aber auch ihn hat man in dieser Reihe mit „Kultbüchern“ eingereiht.
Kann sein, ich liege falsch: Ich bilde mir ein, dass jeder die Vorstellung „Pfeiffer mit drei f“ kennt. Oder das mit der „Dampfmaschin‘“.
Wahrscheinlich ist das aber so ein Boomer-Ding. Denn wer diese Sprüche kennt, hat sehr wahrscheinlich als Kind mal einen damals schon alten Schwarzweißfilm im Fernsehen gesehen: „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann. Und natürlich kann ich mir gleichzeitig sehr gut vorstellen, dass das, Schauspieler und Film, vielen Jüngeren überhaupt nichts sagt. Oder man sich nur mit Unbehagen daran erinnert, aus Gründen.
Ich höre in der ARD-App gerade das von Götz Alsmann vertonte Buch von Heinrich Spoerl. Vielleicht ist es einer großen Portion Nostalgie geschuldet, vielleicht auch dem genialen Vortrag von Alsmann, vielleicht beides zusammen: Ich fühle mich sehr gut unterhalten.
Und gleichzeitig bin ich darin zwiegespalten, denn: Hohe Kunst ist der Roman nicht, was nichts macht, denn immerhin muss es die ja auch gar nicht sein. Die Sprüche sind auch mal gerne Kalauer. Dennoch halte ich den Roman - wenn auch natürlich im Stil gealtert; man kann das altbacken finden - für gut geschrieben. Sehr viel besser als - nein, verallgemeinern will ich das nicht - einige Beispiele heutiger Unterhaltungsliteratur. Die Sätze „sitzen“ einfach. Keiner davon überflüssig.
Zur Handlung: Ein gestandener Mann, Schriftsteller von Beruf, erfolgreich, mit einer Femme Fatale liiert, bedauert, dass er, von einem Hauslehrer erzogen, nie Schüler eines Gymnasiums war, legt alles Weltmännische ab und schlüpft dafür in die Rolle eines Pennälers. Als besagter Hans Pfeiffer mit drei f, einem vor und zweien nach dem ei, durchlebt er eine Phase der Jugend, die er so nie hatte, samt Schülerstreichen, Jungsfreundschaften und Jugendliebe.
So weltfremd, so ausgedacht (und folglich am Ende dann auch relativiert), ein Oberschüler, verkörpert von einem Schauspieler Anfang 40 - und gleichzeitig so gern „geglaubt“. Denn wenn man dem nicht hätte glauben wollen, als Kinogänger und als Leser, dann wären Roman und Film längst nicht so immens erfolgreich gewesen.
Der Autor des Stoffs war im deutschen Sprachraum tatsächlich einer der meistgelesenen seiner Zeit - heute ist er weitgehend in Vergessenheit geraten, nicht aber, gefördert durch die Verfilmung, sein erfolgreichster Stoff.
Heinrich Spoerl galt als „unpolitischer Autor“. Wenn man das Produktionsjahr des Films betrachtet, kommt man allerdings nicht umhin, die Zeitgeschichte mitzudenken: Der Film kam 1944 in die Kinos. Da wurde massenhaft gemordet und gestorben; die Premiere wurde wegen Fliegergefahr nicht auf den Abend gelegt - aber der Film gaukelte eine „gute alte Zeit“ (um die 30 Jahre früher) vor und entführte reihenweise Menschen unserer Großeltern-/Urgroßelterngeneration für eine kurze Zeit in eine heile Welt, wo es nur den Kosmos dieser Schule in der Kleinstadt gab. „Die Feuerzangenbowle“ ist ein Film, der die Zuschauer sehr gezielt „auf andere Gedanken bringen“ sollte. Film und Buch sind damit Paradebeispiele für die Anziehungskraft eskapistischer Werke in Krisenzeiten.
Bemerkenswert: Das Entstehungsjahr hat nicht verhindert, dass der Film tatsächlich zum Kultfilm wurde und ein solcher blieb.
Die Einleitung hat mich sehr angesprochen. Wer reinhören möchte: Der Roman ist noch bis 8. April in der ARD-Audiothek abrufbar:
Die Fanzösin Nastassja Martin ist Ende Zwanzig, als sie bei einer Wanderung durch die Steppe von Kamtschatka einem Bären begegnet. Aus dieser Begegnung - von einem Angriff spricht Martin im Buch nie - geht sie schwer verletzt und gezeichnet hervor. Zwar konnte sie das Tier mittels eines Eispickels in die Flucht schlagen, aber ein jeder Leser wird sich wohl annähernd den Horror vorstellen können, wie es sein muss, mit dem Kopf im Maul eines Raubtiers buchstäblich den eigenen Kiefer, eigene Schädelknochen brechen zu hören. Mehr als ahnen kann man aber nicht, wie Martin mit dieser Erfahrung weiterlebt, denn sie verarbeitet diese massive Gewalterfahrung, die sie an die Schwelle des Todes gebracht hat, auf ihre ureigene Weise: als die Anthropologin, die sie ist und die nach Kamtschatka gekommen war, um zur Feldforschung mit dem Volk der Ewenen zu leben. Die Ewenen leben als Rentierzüchter und Jäger in der Nähe eines militärischen Sperrgebiets. Sie sind Animisten, das heißt in Kurzform, sie glauben an die Beseeltheit der Natur und betrachten Menschen als Teil der Tierwelt.
Schwer verletzt wird Martin zu dem russischen Militärstützpunkt geflogen, in dem eine alte Frau ihr Gesicht näht, und von dort in ein anderes Krankenhaus, wo man sie weiter behandelt, auf der Intensivstation ans Bett fixiert und mittels Luftröhrenschnitt an ein Beatmungsgerät anschließt, über einen Schlauch ernährt. Als der Chefarzt ihr zum Zeitvertreib einen Fernseher ans Fußende ihres Bettes schiebt, läuft da ein Film, in dem eine Frau mit ihrem Namen - Nastasjenka - im Wald einem Bären begegnet, der in Wahrheit ein verzauberter Mann ist.
So liegt sie da in diesem Krankenhaus, weitgehend zur Untätigkeit verdammt, ohne Handy, ohne Verbindung zu ihrer gewohnten Welt. Sie ist, von Plaudereien im Rahmen ihrer ärztlichen Behandlung und der Pflege ihres Körpers abgesehen, auf Töne und die Welt in ihrem Kopf zurückgeworfen. Sie wird erneut operiert, man ersetzt zermalmte Gesichtsknochen mit Metall, bricht auf und flickt wieder zusammen. Später, in einem Pariser Krankenhaus für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, wird man die russischen Schienen und Schrauben wieder entfernen und durch „westliches“ Material ersetzen. Das Hôpital de la Salpêtrière beklagt die Dicke der Platte, den Winkel - der Kiefer einer Frau wird zum „Schauplatz des kalten Krieges“.
Ich habe für dieses kurze Buch (ca. 140 Seiten) verschiedene Bezeichnungen vorgefunden: Essay, autobiografische Erzählung, Memoir. Alles drei hat womöglich seine Berechtigung, überlappen sich diese Textformen doch und sind im vorliegenden Text auch nicht klar voneinander abzugrenzen. Ich unterstelle, es ist auch (Auto-)Fiktion dabei. Oder besser: dichterische Freiheit. Oder eher noch: die innere Wahrheit. Die Attacke des Bären auf die Autorin ist real, die medizinischen Behandlungen erlebt. Diese Fakten verwebt Martin mit philosophischen, ethnografischen und animistischen Betrachtungen über Menschen/Tiere, Trauma, Genesung, Transformation.
Den Film, den gibt es: Er handelt sich um einen sowjetischen Märchenfilm von 1964 namens „Abenteuer im Zauberwald“.
Nastassja Martin erzählt dicht, ohne unnötige Schnörkel, Ausschmückungen und Umwege, sie verzichtet auf Wertungen, berichtet über weite Teile sachlich, tagebuchartig, durchaus fesselnd. Sie bringt auch eine starke literarische Stimme ein.
Aber was ist das nun, dieses „folkloristische Moment“, der Animismus? Esoterik? Muss man selbst spirituell sein, um das Buch zu schätzen? Letzteres kann zumindest nicht schaden. Der „Begegnung“ mit dem Bären geht eine starke innere und äußere Beschäftigung mit dieser Tierart voraus. Das hat nicht zwangsläufig faktische Glaubwürdigkeit, dafür aber erzählerische Folgerichtigkeit.
Ich habe mein Dilemma damit - ich denke: du läufst durch Bärengebiet, kann passieren, dass du von einem Bären attackiert wirst, nothing more to it - für mich aufgelöst, indem ich es als ein Stück Prosa gelesen habe, das in sich folgerichtig ist, in sich funktioniert - wie man an ein Märchen oder eine Fabel ja auch allenfalls im übertragenen Sinne Ansprüche auf Realität stellen würde. Ich musste mich auf das Buch einlassen.
Was bliebe dem Buch ohne diese Anteile? Ein unbekanntes fernes Land, ein überlebter Raubtierangriff, eine Entstellung, eine langwierige medizinische Rekonvaleszenz - fair enough: ginge auch. Aber: anders. Was passiert ist, musste vielleicht einer Anthropologin passieren, um genau dieses literarische Werk daraus zu machen.
Bei Amazon ist einiges verkehrt eingestellt beim E-Book. Da steht auch eine komplett andere Beschreibung des Buchinhalts. Den Link „Ein Problem mit diesem Produkt melden“ gibt’s noch.
Ich habe gerade ein Exemplar von Peter Rühmkorfs „Über das Volksvermögen“ in der Hand, 1967, Auflage von 1974. Die schon genannte Werbung für Pfandbriefe und Kommunalobligationen ist - wahrscheinlich immer so gewesen - mit einem Text verknüpft, der auf genau das Buch eingeht, in dem die Werbung erschien. Heutzutage machen das Influencer/Podcaster ähnlich, wenn sie für ein Produkt so Werbung machen, dass es (vermeintlich) irgendwie mit ihnen als Person oder ihrem Produkt verknüpft ist 😜
„Die Totdenkerin“ von Fran Dorff? (Jahrzehnte her, könnte aber passen.)
Meine deutschsprachigen Lese-Highlights 2025 waren (wobei ich nicht nach Listen oder Veröffentlichungsjahr gehe und ich deshalb nie up-to-date bin):
- Uwe Timm: „Ikarien“ und
- Norbert Scheuer: „Winterbienen“
- Bernhard Schlink: Das späte Leben
hat mir auch gut gefallen (obwohl ich bei Schlink manche immer wiederkehrenden Wendungen etwas … ja, was? altertümelnd, aus der Zeit gefallen, gedrechselt finde; immer wieder schön „sie nahm ihn zu sich“, was sich für mich eher nach nem aufgelesenen streunenden Hund anhört 😬)
- Es gibt auch wasserzeichenähnliche Verfahren (z. B. versteckte Muster in der Wortwahl), aber die funktionieren nur, wenn der generierende KI-Anbieter sie absichtlich einbaut.
Daran hatte ich gedacht - und gleichzeitig habe ich wenig Hoffnung, dass das (politisch) um- bzw. durchgesetzt würde.
Interessant, danke fürs Verlinken!
Zitat
Elsberg: Noch sehr zögerlich. Das Tabu, KI zu nutzen, besteht weiterhin, aus verschiedenen Gründen. Einer ist sicher der Authentizitätsanspruch vieler Autorinnen und Autoren. Gleichzeitig verändert sich der Literaturmarkt rasant.
ZEIT: Inwiefern?
Elsberg: Die Textflut ist längst da. Amazon hat beim Selfpublishing inzwischen eine Upload-Grenze eingeführt, weil täglich Tausende KI-generierte Bücher auftauchen.
Zitatende
Bloß: Dieses angeführte „Tabu“ besteht dann nicht, wenn sich der Ersteller von KI-Texten nicht als Autor versteht, sondern - mit ebenfalls zusammengebasteltem Profil - lediglich ein paar schnelle Euro verdienen will. (Ob das klappt oder eher doch in der Masse untergeht, steht auf einem anderen Blatt.)
Das mit der Upload-Grenze finde ich bezeichnend dafür, dass man sonst keine Handhabe gegen KI-generierte Texte hat. (Was man auch kaum wollte, wenn sie sich denn gut verkauften.) Man siebt, aber es kommt immer noch genug durch.
Frag ChatGPT, der wird Dir das bestätigen.
Mit dem rede ich nicht.
Ich muss Dinge nicht toll finden oder wenigstens mögen, um zu fürchten, dass eine Reise in eine bestimmte Richtung geht. Was ich gerne wissen würde: wie man diese Entwicklung eindämmen soll.
Mir ist das Erstellen von Texten mittels KI hochgradig suspekt. Ich frage mich auch, wie ein Verlag oder der Ausrichter eines Wettbewerbs noch unterscheiden soll, ob ein Text von einem Menschen oder einer Maschine kommt, wenn ich mir die Beispiele in dem anderen Thread ansehe. Indem man eine Versicherung einholt? Als ob es darauf dann noch ankäme, wenn man schon beim Text selbst bescheißt. Also wie? Gibt es verlässliche Kriterien, anhand derer man einen menschgemachten von einem KI-generierten Text unterscheiden kann?
Irgendwie erinnert mich eine Diskussion um KI-gemachte Geschichten an Warnungen, dass der menschliche Körper nicht mit den Kräften umgehen könne, die bei einer Zugfahrt entstehen. Oder die Mahnung, dass man Pudding doch lieber auf die altmodische Art und nicht mittels Pulver aus einer Tüte kochen sollte.
Mich stimmt das durchaus nicht froh, das mit den KI-gemachten Wunschgeschichten für Kinder (machen das Leute?). Ich würde dem wahrscheinlich nicht trauen. Also, jedenfalls nicht ohne Prüfung und Bearbeitung.
Aber irgendwann, wenn solche Geschichten richtig, richtig gut ausfallen sollten: dann ist das wahrscheinlich der Lauf der Welt.
Also, wenn das eine KI geschrieben hat (ich beziehe mich auf die Leseprobe von „Rosen ohne Stolz“), dann muss die noch viel trainieren …!
Eigentlich war mein Vorschlag nicht ernst gemeint.
Ach.
Mittlerweile ist der Fokus in diesem Thread eh vom Ursprungsthema weg, von daher …:
Kunst imitiert das Leben, soll mal jemand gesagt haben, und darum ging es mir auch in meinem ersten Post. Schon heute erzählen Menschen munter intimste Dinge, wenn sie dafür von einer KI - einer vermeintlichen Person - Antwort bekommen. Zuspruch, Aufmerksamkeit, Interesse, Freundschaft , Liebe - vermeintlich. Für einen überschaubaren Betrag konfiguriert man sich eine KI, kann mit ihr chatten und telefonieren. Tatsächlich telefonieren. Man wartet zwar ein paar Sekunden auf Antwort, die Stimme ist etwas künstlich, was gesagt wird, ist mehr Horoskop als fundierte Entgegnung, aber dafür steht diese „Bezugsperson“ auch nicht unangekündigt auf der Matte, hat keine eigenen Probleme, ist immer freundlich und zugewandt. Hat man die Nase voll, zieht man einfach den Stecker. Das alles hat ja auch was für sich?! Ich kann es nicht nachvollziehen, aber das wird heute schon, mit den genannten Einschränkungen, tatsächlich gekauft. Und gelebt. Die Kunden der Apps wähnen sich in einer echten Beziehung mit der KI. Alles Freaks? Ich glaube eher nicht.
So gut wie nicht von einem echten Menschen zu unterscheiden.
Die Gestik ist ausbaufähig, Mimik auch. Richtig gruselig wird’s erst, wenn mit bloßem Auge tatsächlich kein Unterschied mehr bemerkt werden kann.
Einmal das. Und sich immer wieder zu sagen, wie schlimm man etwas findet, trägt dazu bei, dass man sich dem nie und nimmer annähern wird wollen oder können. Wie es mir bei jemandem aus meinem nahen Umfeld wiederholt auffällt, der einem Vortrag, der mit vielen „Ähems“ durchsetzt ist (was sich wahrscheinlich bald um mit „genau“ erweitern wird), nicht folgen kann, will, was auch immer: Wer nicht in der Lage ist, sich damit abzugeben (von „anfreunden“ will ich gar nicht sprechen) oder das herauszufiltern, zu überhören, dem könnte das eine oder andere entgehen.