Beiträge von Manuela

    Ich mache kein Geheimnis daraus, ein Gegner gendergerechter Sprache zu sein. Andererseits sollte jeder selbst entscheiden, wie er sich ausdrückt. Was mir dennoch immer mal wieder auffällt - auch gerade hier in diesem Beispiel - ist die Inkonsequenz in der Nutzung einer gendergerechten Sprache.


    Auch ich bin Gegnerin der politisch verordneten "gendergerechten Sprache". Dazu gibt es einen umfassenden Artikel von Prof. Heinz-Dieter Pohl. Er ist österreichischer Sprachwissenschafter und Namenforscher und war Universitätsprofessor für Allgemeine und Diachrone Sprachwissenschaft an der Universität Klagenfurt. Leider finde ich seinen diesbezüglichen Aufsatz nicht mehr im Internet, habe nur eine Kopie davon, aus der ich mir erlaube, einige Zitate zu präsentieren.


    (sic) Das Genus wird in der deutschen Sprache nur im Singular unterschieden, im Plural gibt es keinen Genusunterschied (oder wenn man so will, bezogen auf Lebewesen: nur genus commune).In vielen Sprachen gibt es Wortbildungselemente, mit denen eindeutig weibliche Begriffe erzeugt werden, meist gibt es mehrere, im Deutschen aber nur eines, nämlich -in – und dieses hat sich krebsgeschwürartig in der feministischen Nomenklatur ausgebreitet, vom Binnen-I, Schräg-strich, Gender Gap (_), Sternchen (*) oder Doppelpunkt (:) bis zur x-Form (z.B. Professx) usw. (sic)


    (sic) Zum vielfach eingeforderten und verordneten "geschlechtsneutralen Formulieren" ist festzustellen, dass "geschlechts-neutrale" Bezeichnungen in der deutschen Grammatik nicht vorgesehen sind und daher in Widerspruch zur Realität stehen, da sie im Singular ohne Artikel gar nicht verwendet werden können und der Artikel immer vom jeweiligen Genus, also dem grammatikalischenGeschlecht, abhängig ist. Im Singular ist nur der/die/eine Lehrende/Studierende bzw. ein Lehrender/Studierender möglich, nur im Plural auch Lehrende/Studierende (ohne Artikel) bzw. die Lehrenden/Studierenden (mit Artikel) – wie ja auch bei Lehrer und Student. (sic)


    (sic) Da eben jedes Substantiv im Deutschen einem der drei grammatikalischen Geschlechter zuzuordnen ist, kann es keine "geschlechtsneutralen" geben. Daran ändern auch Formen wie Lehrende/Studierende nichts; diese entsprechen darüber hinaus keineswegs genau dem Lehrer/Studenten, sind sie doch Partizipia. Lehrende und Studierende sind eben nicht zwingend Lehrer und Studenten! (sic)

    „Ryans Tochter“ (Film von David Lean und, wie ich jetzt lese, eine lose Adaption von „Madame Bovary“)

    Ob lose Adaption oder nicht. Ich gebe jenen Kritikern Recht, die diesen Film für ein übersehenes Meisterwerk halten.

    Dazu fällt mir noch ein: Die Geschichte der O. von Pauline Reage. Erschien unter Pseudonym der Autorin. Viele dachten anfangs, es wäre ein männlicher Autor, unter weiblichem Pseudonym. :evil

    Schade, Ich vergaß die Bezahlschranke. :P

    Kernthema war der enorme Stromverbrauch dieser neuen Technologie. Eine einzige Anfrage bei ChatGP verbraucht ca. 10mal so viel Strom, wie eine Googleanfrage. Würden die ca. 9 Milliarden Googleanfragen durch ebenso viele KI-Anfragen ersetzt, entspräche das dem Stromverbrauch von ganz Irland, zugleich mehr, als alle derzeitigen Elektroautos zusammengenommen. Im US-Bundesstaat Virginia wurden deshalb bereits einige Rechenzentren von den Stromversorgern abgelehnt, weil sie keine sichere Versorgung garantieren können.

    Es gibt aber auch positive Nebeneffekte:

    (sic) Dass Rechenzentren nicht nur Energiefresser, sondern auch sinnvoller Teil der Energiewende sein können, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Wien: Hier heizt das größte Rechenzentrum des Landes künftig die benachbarte Klinik Floridsdorf. Die Wien Energie hat dafür eine Wärmepumpenanlage errichtet, die über eine Verbindungsleitung mit dem Kühlsystem des Rechenzentrums von Digital Realty verbunden ist. Mindestens die Hälfte der benötigten Wärme der Klinik Floridsdorf kommt künftig vom energiehungrigen Nachbarn. (sic)

    Genau das, wovor ich beim ersten Auftauchen der KI gewarnt habe, wird langsam aber sicher Realität: Weitgehend unkontrollierbare Manipulation der Öffentlichkeit. Die österreichische Tageszeitung, diePresse, berichtet in ihrer heutigen Ausgabe über ein gefaktes Video Bundeskanzler Scholzens zur AfD, das auf X (Twitter) erschienen ist. Heute ist es die AfD, manche mögen dies im Sinne Maquiavellis beklatschen, aber es kann schon morgen jeden und alles erwischen. Wie lange noch ist es bloße Satire?

    Die Fischer-Variante "Vegan" hat mit "Zick-Zack" so gut wie nichts zu tun. Schon gar nicht inhaltlich. In dem einen geht es um Veganismus, im anderen um kosmetische Operationen.

    Man muss Fischer nicht mögen, ich jedenfalls halte ihn primär für einen begabten Komödianten, Stimmenimitator und Musiker.

    Titel: Die 40 Tage des Musa Dagh

    Herausgeber: Anaconda Verlag

    Sprache: Deutsch

    Gebundene Ausgabe: 992 Seiten


    Es ist ein wahres Mammutwerk Franz Werfels, das sich in drei Büchern, zusammengefasst in einem Band mit knapp 1000 Seiten, offenbart. Im Vordergrund steht der heldenhafte Abwehrkampf gegen den osmanischen Genozid an der armenischen Bevölkerung, begangen im Schatten des 1. Weltkriegs. Als Romanvorlage für seinen Helden Gabriel Bagradian diente ihm dabei die historische Figur des armenischen Widerstandskämpfers Moses Der Kalousdian.

    Die Bewohner einiger armenischer Dörfer, die im heutigen syrischen Staatsgebiet, an der Küste des Mittelmeers lagen, fassen den Entschluss, sich nicht tatenlos ermorden zu lassen. Sie ziehen auf den nahegelegenen Höhenzug des Musa Dagh, graben sich dort ein, errichten Verteidigungsbollwerke und trotzen so den türkischen Angriffen 40 Tage lang, bis ein französisches Kriegsschiff sie in letzter Minute zufällig entdeckt und mit ihren Schiffskanonen deren osmanische Bedränger massiv unter Beschuss nimmt, sodass sie Reißauß nehmen. Die teils schwerkranken, halbverhungerten Armenier werden an Bord genommen und in Sicherheit gebracht.

    Gabriel Bagradian ist geborener Armenier, der seit Jahren mit seiner französischen Frau und ihrem gemeinsamen Sohn in Paris lebt. Er ging dort zur Schule, studierte und führt ein bequemes Leben mittels einer Apanage die er vom väterlichen Handelshaus in Armenien erhält. Als er durch das Ableben seines Bruders gezwungen ist, nach Armenien zurückzukehren, um das Erbe zu regeln, wird er von den osmanischen Dekreten zur endgültigen Ausrottung der Armenier überrascht. Zunächst versucht er mittels seiner politischen Beziehungen das Schlimmste zu verhindern, doch bald muss er erkennen, dass alles vergeblich ist. Deutschland sieht dem wahnsinnigen Treiben seines Kriegsverbündeten tatenlos zu, nicht ahnend, innerhalb naher Zukunft einen noch viel größeren Genozid zu begehen. Frankreich ist mit dem Kriegsgeschehen im eigenen Land überfordert. Aufgrund Bagradians armenischer Abstammung ist eine sichere Rückkehr nach Europa kaum noch möglich.

    Er entdeckt mehr und mehr seine ethnischen Wurzeln, fühlt sich zunehmend seiner Herkunft verpflichtet. Bald fasst er den Entschluss, sich den Türken entgegenzustellen. Seine französische Frau beschließt, wenn auch widerwillig, ihn nicht zu verlassen, ihren Sohn, dominiert von jugendlichem Übermut, lockt das schiere Abenteuer.

    Bagradian überzeugt die Mehrheit der Bevölkerung von sieben armenischen Dörfern sich auf den Musa Dagh zurückzuziehen und lieber im Kampf zu sterben, als sich wehrlos erschießen zu lassen, bzw. auf Todesmärschen in die mesopotanische Wüste zu verhungern. Er verfügt über militärische Ausbildung und und übernimmt die Führung der Verteidigung.

    Bereits Tage vor dem Eintreffen der osmanischen Horden werden Lebensmittel, Waffen, Wasser, Hühner und Schafe sowie anderes Überlebensnotwendige auf den Berg geschafft. Nicht lange und der verzweifelte Kampf beginnt. Soweit der Kern der Handlung.

    Dieser Roman ist nicht nur ein spannender Tatsachenbericht, vielmehr eine Anklage des ersten und bis dahin größten geplanten Genozids der Menschheitsgeschichte, der in Detail und Brutalität phasenweise kaum zu ertragen ist; Werfel hält in sorgfältig ausgearbeiteten Figurenprofilen vielmehr der ganzen Menschheit einen Spiegel vor. Der Roman wirkt nicht zuletzt deshalb so lebendig, weil die meisten Opfer Gesichter erhalten, nicht bloß als namenlose Zahlen erscheinen. Gut wie Böse steckt in uns allen. So zeigen sich auch innerhalb der Dörfler, die sich am Musa Dagh befinden, Eigenschaften wie Eifersucht, Gier, Hass, Feigheit, Missgunst und Neid ebenso wie Mut, Selbstlosigkeit, Liebe und Mitgefühl. Es ist kein ausschließlich einseitig angelegter Roman, obwohl der brutale Genozid im Mittelpunkt steht. Werfel zeigt auch rührende Beispiele von Menschlichkeit und Mitgefühl seitens osmanischer Bürger. Nicht alle waren derart blutrünstige Täter, wie ihre politischen Verführer.

    Als Werfel in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts Damaskus besuchte, dauerten ihn die vielen halbverhungerten, teils verstümmelten, armenischen Kinder, die dort als Zwangsarbeiter in sklavenartigen Verhältnissen lebten. Er beschloss, sich dem Thema des Genozids an den Armeniern zu widmen und schrieb dieses Jahrhundertwerk innerhalb von nur sieben Monaten. Zu einem Zeitpunkt, als dessen Thematik in Mitteleuropa kaum bekannt war. Der Roman erschien kurz vor der Machtübernahme Hitlers, wurde unmittelbar danach verboten und wie viele andere Werke jüdischer Autoren öffentlich verbrannt.

    Spät entdeckt, aber ich könnte mich über seine zahlreichen Youtube-Clips, wie hier am Beispiel Rammstein: So geht Musik zu Tode lachen. Marti Fischer ist in vielerlei Hinsicht hochtalentiert, aber die Art und Weise wie er diverse Musikstile bzw. deren Vertreter imitiert ist wohl unnachahmbar. Wem die Entstehung des obig verlinkten "Rammsteinverrisses" zu lange dauert, der möge gleich bei Min. 5:50 einsteigen und sich den fertigen Song anhören.

    Es geht mit Calibre, aber nur wenn zuvor ein Plug-in installiert wurde. Dann wird der Kindle Schutz automatisch beim Einlesen entfernt, zurück bleibt ein offenes Mobi, das dann in jedes gewünschte Format konvertiert werden kann. Wenn ich mich recht erinnere, heißt das Plug-in "Alf". Einfach mal danach googeln. Anbei: Diese Erweiterung entfernt nicht nur Amazons AZW3 sondern auch alle anderen DRMs.

    Leider habe ich deinen ersten Kommentar gestern noch vor dem Schlafengehen gelesen. Ich wollte anfangs nicht, weil ich mir schon dachte, ich würde mich möglicherweise darüber ärgern, und dann lange nicht einschlafen können. Und so geschah es leider auch.

    Man kann alles in irgendeine Richtung hin uminterpretieren. Ich denke, die allermeisten Leser verstehen, was im Schlussatz gemeint ist. Aber eventuell stelle ich ihn um, damit es auch wirklich jeder richtig versteht. 8)

    Überraschenderweise laufen hier in Auroville nahezu täglich aktuelle Kinofilme. Manche davon in deutscher Sprache. Hatte gestern das Vergnügen, mir Marie Kreutzers letztes Werk, Corsage, anzusehen. Der vielfach preisgekrönte, österreichische Film, wegen des mittlerweile strafrechtlich verurteilten pädophilen Darstellers, Florian Teichtmeister, umstritten und von vielen ehrenwerten Bürgern deshalb verachtet und boykottiert, spielt in der K.u.K-Zeit der zweiten Hälfte der 70er Jahre des 19. Jahrhunderts. Noch vor dem erweiterten Suizid Kronprinz Rudolfs, wenngleich sich der langsame Zerfall der Donaumonarchie bereits ankündigte.

    Den Plot tragen in erster Linie die weiblichen Hauptfiguren. Florian Teichtmeister, der darin den Kaiser Franz Josef mimt, nimmt in diesem Streifen bloß eine größere Nebenrolle ein.

    Im Mittelpunkt steht die Kaisergattin Sisi, gespielt von Vicky Krieps, sowie ihrer Hofdame Marie Festetic, dargestellt von Katharina Lorenz. Sisis innere Zerrissenheit, stete Unruhe und Angst vor dem Älterwerden, sie ist mittlerweile 40 Jahre alt geworden, bilden und treiben primär die Handlung. Immer engere Corsagen, begleitet von qualvollen Hungerkuren und verbissenen Turnübungen sind die Folge. Einerseits liebt sie es, aufgrund ihrer Schönheit vom Volk bewundert zu werden, andererseits ist ihr das zu wenig, vor allem vergänglich.

    Sie leidet unter dem strengen höfischen Zeremoniell, ihrer unmaßgeblichen diplomatischen Rolle, ist sie doch bloße Repräsentantin, hat keinerlei politisches Gewicht. Zitat des Kaisers: „Während ich das Reich lenke, hast du zu repräsentieren. Dafür habe ich dich ausgewählt.“

    Mehr als ein zwanghaftes Lächeln auf Banketten und Empfängen, karitative Schul- Lazarett- und Irrenhausbesuche stehen ihr nicht zu. Das ist einer intelligenten Frau wie Sisi zu wenig. Dagegen lehnt sie sich auf, daran läuft sie Gefahr, innerlich zugrunde zu gehen.

    Häufig flieht sie aus dem Kaiserhaus, begibt sich auf teils lange Reisen, krampfhaft bemüht, um Selbstfindung. Nur ihrem Tagebuch vertraut sie, fast immer in Gedichtform, ihr Seelenleben an. Ein Faktum, das in diesem Film (leider) kaum zur Sprache kommt.


    Resumé: Ein krasser, in seiner nüchternen Realität harter Gegenentwurf zur süßlich/kitschigen „Sissi-Trilogie“ der 50er Jahre. Auch wenn der Film historisch nicht ganz einwandfrei ist, da und dort etwas zu plakativ angelegt erscheint, zeigt er die Kaiserin als eine starke, selbstbewusste Frau, die allen inneren und äußeren Widerständen zum Trotz versucht, ihren Weg zu finden. Ein feministischer Streifen, mag sein, ein Frauenfilm. Jedenfalls ein künstlerisch anspruchsvolles Werk, das allein deshalb für Filmliebhaber beiderlei Geschlechts von Interesse sein könnte.


    Hinweis für Interessierte an Sisis literarischen Werken: Das poetische Tagebuch

    Als ob derjenige, der den Krieg verurteilt und für Waffenlieferungen in die Ukraine ist, automatisch mit den Amis, Guantanamo und dem Irakkrieg total fein ist. Jetzt mal ehrlich, was soll das? Was bringt's?


    Ich habe mich zu diesem Krieg gar nicht geäußert. Das würde wohl den hiesigen Rahmen sprengen. Mir fällt nur das grüne Wahlplakat zur letzten Bundestagswahl dazu ein. Das mit der weißen Friedenstaube im Hintergrund:


    "Keine Waffenlieferungen und militärische Ausrüstung an kriegsführende Länder. Auf uns könnt ihr euch verlassen!" Ach ja. 8)


    Etwas von Karl Kraus fällt mir auch noch dazu ein:

    Ich weiß genau, dass es zuzeiten notwendig ist, Absatzgebiete in Schlachtfelder zu verwandeln, damit aus diesen wieder Absatzgebiete werden“

    Oder: … den Hut vor der Monstranz zu ziehen, ist bei weitem keine so große Genugtuung wie ihn jenen vom Kopf zu schlagen, die andersgläubig sind.“


    Mehr habe ich nicht zu sagen. Nochmal: Schönen Sonntag!

    Natürlich verteidigst du die Energiepolitik deiner Heimat. :)

    Aber bloße Behauptungen?

    In den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres waren die Importe aus Frankreich stark zurückgegangen – laut destatits.de wegen „Problemen in den dortigen Kernkraftwerken“. Damals hat Deutschland sogar mehr Strom nach Frankreich geschickt als umgekehrt.

    Jetzt laufen die Kernkraftwerke dort wieder reibungslos und volle Pulle. Prompt stieg der deutsche Stromimport aus Frankreich so stark wie aus keinem anderen Land: um satte 147,8 %. Allein in Frankreich wurden im ersten Halbjahr 2023 4,4 Mrd. kWh eingekauft.

    Im zweiten Quartal dieses Jahres – also in den Monaten April bis Juni 2023 – haben die letzten betriebenen drei Kernkraftwerke Deutschlands fast keinen Strom mehr geliefert, sie wurden am 15. April abgeschaltet. In dieser Zeit hat Deutschland mit 18,5 Mrd. kWh deutlich mehr Strom importiert, als exportiert wurde (11,4 Mrd. kWh).


    Dazu schreibt nun destatis.de, Zitat:

    „Dieser Importüberschuss von 7,1 Milliarden Kilowattstunden entspricht etwa der Strommenge, die im 2. Quartal 2022 noch von den drei Kernkraftwerken eingespeist worden war (7,3 Milliarden Kilowattstunden).“


    Meine Conclusio: Deutschland holt sich praktisch den gesamten Strom, den es vorher mit seinen Kernkraftwerken selbst produziert hat, jetzt aus dem Ausland.


    Aber damit genug. Schönen Sonntag!

    Aber Tom. Du musst vor Wut und Hass gegen "den Russen" schier platzen. Und auch gegen die "doofen Weiber", diese ollen Putinversteher.

    Lass es raus! Mach dich frei! Gut, dass du mittels deines Postings wenigstens ein kleines Ventil geöffnet hast. In dir muss es ja zischen und brodeln wie aus den ehedem gesprengten Nordstream-Pipelines.

    Ich empfehle Squash. Das ist eine gute Methode, um Aggressionen aus sich rauszuprügeln. Kann nix passieren, wird nur ein Ball gegen eine Mauer gedroschen.

    Schönen Gruß aus dem indischen Süden, wo ich grade bin. Die haben hier mit unseren Sanktionen eine Riesenfreude. Hört man allerorten. Kriegen sie jetzt doch neben einigen anderen Gütern mehr Öl als je zuvor. Und das auch noch billiger. Indien hat große Raffinerien, wo dieses Öl teilweise in Diesel verwandelt wird, um dann mittels nachhaltiger Tanker wiederum nach Europa transportiert und verkauft zu werden. Anbei: Die USA, unser treuer Freund und steter Hetzer gegen Ost, kaufte in der ersten Jahreshälfte 2023 die doppelte Menge Uran von Russland als im Jahr zuvor. Bis Ende Juli immerhin 416 Tonnen. Gegen Ende des Jahres kommt nochmal soviel dazu. Das ist insgesamt ein Drittel dessen, was sie für ihre Atomkraftwerke benötigen, die Deutschland grade abgewrackt hat und dafür lieber massenhaft Atomstrom aus Frankreich sowie Steinkohle aus Kolumbien, Russland, Australien und Südafrika importiert. Und natürlich umweltfreundlich gewonnenes Frackinggas aus den USA. So geht Umweltschutz!

    Anbei: Deutschland und Österreichs Anteil am weltweiten CO2 Ausstoß liegt zusammengenommen bei ca. 2,3 Prozent. Würden unsere beiden Länder von heute auf morgen von diesem Planeten verschwinden, das Weltklima würde dies nicht einmal bemerken. Und den Hauptsündern ist es ohnehin egal.

    Der Kurs für einen Bitcoin liegt derzeit bei ungefähr 26.000 $, damit wäre man mit 0,3 davon bei ungefähr acht Riesen. Je nach Kreuzfahrtanbieter kann man damit eine bis zwölf Wochen rumschippern.

    Da wüsste ich mir was Besseres drum, als mit diesen Umweltbomben durch die Gegend zu schippern. Obwohl, die Flüssiggastanker, die jetzt so in Mode kommen, sind auch nicht besser. Von Katar nach Genua verbrennt so ein Ding 1.000.000 Liter Schiffsdiesel.