Beiträge von Caro;Papier

    Ich habe mir die Videos nicht angesehen, sondern nur grob über ihren Inhalt gelesen. Eigentlich halte ich mich aus jeglichen "Skandalen" raus, weil es mir völlig egal ist, was irgendwelche Promis von den Maßnahmen halten.

    Was mich stört und das bezieht sich auf alle Themen, egal ob Corona, Klimaschutz oder what ever, ist, dass es nicht mehr um Diskussion geht. Man kann, darf und sollte alles, jegliche Ansichten diskutieren. Ganz egal wie abwegig etwas aus meiner Sicht scheint. Aber das passiert nicht mehr. Es geht nicht mehr um den Austausch von Argumenten, sondern um bloßes Fertigmachen voneinander. Auf Aussagen wie "Ich halte Maßnahme XY für überzogen" oder "Ich ernähre mich vegan" mit "Du bist da geistig behindert" zu antworten, ist keine Diskussion. Ich bin bereit, mit jedem, der eine andere Meinung hat als ich, zu diskutieren, ganz egal, worum es geht. Aber das funktioniert nicht. So scheinen die sozialen Medien nicht zu funktionieren, weil dort jeder (anonym) seinen Mist absondern kann.

    Hallo ihr Lieben,


    der Grünschnabel hier hat eine Frage, die sich beim Suchen im Forum und im ominösen Internet nicht so richtig beantworten ließ. :weiss

    Es ist vielleicht noch etwas früh dafür, aber ich traue mich ganz vorsichtig an Manuskript-Einsendungen heran. Dazu gehört natürlich - wem sag ich das? - ein Exposé. Jetzt steht bei einigen Agenturen in den Anforderungen zum Exposé noch etwas wie "ein Kurzinhalt von wenigen Zeilen, ähnlich einem kurzen Klappentext".

    Zuerst habe ich also etwas geschrieben, was sich wie ein Text auf einem Buchrücken ließt und nur die Handlung dessen spannend umreißt, was etwa den ersten 30-50 Normseiten entspricht. Ich habe wie gesagt auf mehreren "Ratgeber-Seiten" gestöbert und bin mir inzwischen nicht mehr sicher, ob der Text nicht eher eine komplette Inhaltsangabe auf etwa 4-5 Sätzen sein soll. Ich habe nämlich Unterschiedliches gelesen: manche schrieben, dass der Text spannend sein soll, ohne zu viel zu verraten, manche haben dagegen die ganze Handlung mit Schluss/Auflösung relativ unspektakulär zusammengefasst.:kratz2


    Was meint ihr dazu? Was für Erfahrungen habt ihr gemacht und gibt es den einen, richtigen Weg oder ein no-go?


    Danke euch schon mal und liebe Grüße,

    Caro:saint:

    Da gibt es sicher noch eine Menge mehr. Nennt man das Clickbait?

    Ja, ist es. Und das gibt es in noch "schlimmeren" Varianten, z.B. "Diesem Mann geschieht etwas Unglaubliches!" oder mein persönlicher Favorit "Nur 1% der Bevölkerung schafft diesen Test!" :D Aber das Tolle ist ja, es funktioniert!


    Zur ursprünglichen Frage: Ich kriege immer einen kleinen Krampf, wenn jemand "zeitnah" sagt.

    Schwierige Frage. Erstmal würde ich sagen "Wahrheit" oder "die Wahrheit" gibt es nicht. Für mich ist "Wahrheit" ein Konstrukt der Menschen, so ähnlich wie "Realität". Das ist aber wahrscheinlich eine philosophische Antwort, auf die du glaube ich gar nicht hinaus willst.

    Pragmatisch gesehen würde ich sagen, dass "wahr" ist, was "erwiesen" und "rational" ist. Beispielweise (hatten wir lustigerweise gerade heute in Statistik) ist es wahr, dass ein Gegenstand auf den Boden fällt, wenn ich ihn loslasse. Natürlich kann ich aber niemals wirklich "beweisen", dass das auch beim 1.000.000.000.000.000sten Versuch passiert (deshalb ist "Wahrheit" für mich ein Konstrukt und nicht zu erreichen). Ähnliches gilt für "Die Erde ist rund", "Pflanzen produzieren Sauerstoff" oder "Ich bin die Tochter meiner Mutter". Nicht zu beweisen (weil man nichts beweisen kann), aber trotzdem "wahr".


    Anders würde ich es sehen bei Aussagen wie "Dieser Apfel ist rot". Das ist eine subjektive Empfindung und nicht "die Wahrheit", für jemand anderen könnte er schließlich eher orange wirken. Wenn du jetzt aber ein Messgerät verwendest und sagst "Der Apfel reflektiert Licht von 650nm und wirkt damit auf uns rot", ist das keine subjektive Empfindung mehr.


    Das Ganze ist aber natürlich trotzdem immer ein schmaler Grad.:saint:

    Elfin? Hm, das ist mir so noch nicht eingefallen. Sagt man das wirklich so? Elfin?

    Hört sich irgendwie merkwürdig an ...

    Ich glaube, man könnte es schon sagen, aber erstens hört es sich total blöd an und zweitens ist ja "die Elfe" schon weiblich:/

    Zu deiner Frage würde ich aber auch sagen "Der Elfe Herz" .

    Ich habe (auf mich bezogen) inzwischen gelernt, dass Dinge aus meinem Leben einbeziehen bei mir nicht funktioniert. Denn, wie du schon sagst, da kommt nur unbrauchbarer Mist raus. Dass in meine Texte keine "echten Leute" reinkommen, ist so eine Art eiserne Regel geworden. Wobei sich natürlich trotzdem Anlehnungen finden, allerdings eher in ganz abstrakter Form. Beispielsweise habe ich das ulkige Outfit meines Lieblings-Restaurantbesitzers genommen und es aufgepeppt einem Gangsterboss verpasst^^


    Eine Seminarwoche in Frankfurt wurde so beispielsweise zu: "Leben auf Planet X - Ein Schwabe auf Abwegen"

    Hey, da könnte ich den Gegenpart zu schreiben: "Leben zwischen Spätzle und S21 - Eine Frankfurterin auf Abwegen" :oo)

    Dein Frage ist für mich insofern schwer zu beantworten, als dass ich eigentlich meine "Welt hier draußen" nicht mit meinem Schreiben vermische. Wenn ich einen richtig schlechten Tag habe und mich gar nicht auf das Schreiben konzentrieren könnte, dann schreibe ich auch nicht; dann schaue ich einen Disney Film und ess Schokoeis. 8o

    Wenn ich mich an mein Projekt setzte, dann bin ich in dieser "Welt" drin, und meine Probleme von "außen" treten zurück. Mal abgesehen davon, dass ich beim Schreiben automatisch eine bessere Stimmung kriege. Um meine Stimmung der Szenerie anzupassen, würde ich wie Kiana auch auf Musik zurückgreifen. Ich suche mir allerdings szenische, thematische Musik; was zum Mitsingen würde mich nur ablenken. Einmal hatte ich eine dramatische Szene auf einem Schiff, da hab ich dann den "Fluch der Karibik"-Soundtrack angemacht :D

    In meinem "Hauptwerk", das ich momentan mehr oder minder professionell zu überarbeiten versuche, benutzte ich Perspektivwechsel. Ich schreibe hauptsächlich aus der Sicht meiner Protagonistin im Ich-Erzähler. Dazu kommt, dass ich immer mal wieder Szenen (keine ganzen Kapitel, sondern maximal eins bis zwei Seiten) aus der Sicht meiner wichtigsten Nebencharaktere schreibe. Das sind bisher 4 verschiedene, nicht mehr. Es gibt noch eins zwei Stellen, da mache ich einen Sprung zur "Antagonistin" und benutze da den personalen Erzähler.

    Jetzt zu meiner Frage: Ich habe an diesen Stellen, wo ich von der Protagonistin zu jemand anderem springe, bisher immer so kleine, kursive Überleitungssätze geschrieben, damit man merkt "Ah, jetzt kommt jemand anderes". Jetzt bin ich mir inzwischen aber nicht mehr so sicher, ob das so "professionell" aussieht. Am liebsten würde ich diese Zweizeiler streichen und z.B. einfach nur ein Trenn-Symbol setzen, z.B. ein * in der Mitte der Zeile. Haltet ihr das für eine bessere Idee? Alternativ könnte ich die Überleitung auch weglassen, denn man merkt meist nach ein, zwei Sätzen, wer da gerade spricht. Allerdings will ich nicht das Risiko eingehen, dass man doch davon verwirrt wird. :/

    Ein wenig hänge ich an diesen Überleitungen, weil teilweise Erklärungen zu der Fantasy-Welt gegeben werden, von denen ich nicht weiß, wie ich sie sonst unter bringen soll, aber das ist wohl das kleinste Problem. Bitte nicht vergessen, dass ich keinen Hausfrauen-Krimi schreibe, sondern Jugendbuch-Fantasy||


    Vielen Dank schon mal für eure Hilfe:saint:

    Caro

    Liebe Birgit,

    Ich kenne mich mit der Veröffentlichung von Gedichtbänden zwar nicht so aus, aber ich würde sagen, es kommt eher auf die Gesamtdicke/-länge (und Format) des Buches an. Wenn du nur Gedichte mit einer Strophe und vier Versen schreibst, können es wahrscheinlich auch 150 sein :/ Grob über den Daumen gepeilt würde ich eine "Taschenbuchdicke" nicht überschreiten.

    Die Grafiken habe ich aus dem Internet.

    Dass du da natürlich mit dem Urheberrecht aufpassen musst, wirst du wahrscheinlich wissen, ich erwähne es nur sicherheitshalber. :saint:

    LG Caro

    Ja, aber beide Varianten haben unterschiedliche Bedeutungen.

    Ja, ich weiß, deshalb hatte ich extra nochmal nachgeschaut. Aber es kann natürlich auch sein, dass ich die Bedeutung in diesem Fall falsch deute. Bzw. ich hatte im Duden keine Bedeutung gefunden, bei der ausschließlich "Wörter" der einzig richtige Plural ist.

    Gab's denn den Ausdruck Schlafschafe schon vor Corona?

    Wenn ich das schon höre, läuft's mir kalt den Rücken runter :D Bei mir ist "schwurbeln" in den geistigen Duden aufgenommen worden, auch wenn es das wohl vorher sicher schon gab.

    Müsste der Thread nicht "Lauter neue Wörter" heißen?

    Laut Duden ist beides legitim :saint:

    Auch wenn ich mich mit dieser These nicht näher befasst habe, würde ich denken, dass der Reduktionismus schon zutrifft, aber die multiple Realisierung mit hineinspielt. Auch nicht jedes menschliche Gehirn ist exakt gleich. Neurone werden unterschiedlich verknüpft, sonst wären wir ja alle genau die gleiche Person (in Bezug auf Traits und Erinnerungen etc.). Aber wahrscheinlich ist der Grundbaustein der Verarbeitung von z.B. Schmerz der selbe und übertragbar. Das Gehirn des Lurches ähnelt unserem schließlich, es ist ähnlich aufgebaut und besteht aus Neuronen, die mit den gleichen Neurotransmittern arbeiten. Nur, dass das menschliche Gehirn weiter entwickelt ist (das heißt, mehr zusätzliche "Funktionen"/Areale besitzt).

    Deswegen halte ich das

    Es könnte sein, dass Schmerzen bei Menschen durch das Feuern von C-Fasern realisiert werden, bei Lurchen jedoch durch etwas völlig anderes.

    für unwahrscheinlich, insofern, als dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es etwas völlig anderes ist.

    Aber das finde ich so spannend auf diesem Gebiet und was mich eben auch an dem Buch fasziniert hat. Vieles ist noch reine Spekulation (das meinte ich übrigens mit philosophischen Themen), auf die wir noch keine Antworten haben.

    Auf der anderen Seite des "Gleichheitszeichens" stehen allerdings die Begriffe Rückkopplungsschleife und Ziel. In welchen Sinn Rückkopplungsschleife hier verwendet wird, weiß ich nicht.

    Die Rückkopplungsschleife sind hier die Prozesse, die in unserem Gehirn (unbewusst) ablaufen. Bedeutet, dass wir einen "Sensor" und einen "Soll-Wert" haben. Beispiel: Soll-Wert wäre die Körpertemperatur von 37,5 Grad. Mein Körper misst meine Temperatur ständig, damit ich am Leben bleibe (das ist übrigens das primäre Ziel), und vergleicht diese mit meinem Soll-Wert. Ist es zu warm, fange ich an zu schwitzen, ist es zu kalt, zu zittern. In dieser Rückkopplungsschleife werden Soll- und Ist-Wert immer wieder abgeglichen und ggf. regulierend eingegriffen.