Beiträge von Kerstin

    Ich habe sie mir gerade in einem Rutsch angesehen und finde sie richtig, richtig gut. Ich hoffe, die baut in der nächsten Staffel nicht ab und es gibt eine schöne Aufklärung. Die zeitpolitischen Anspielungen gefallen mir auch, das böse Wi-Wort (Wikinger), die Trans- und Multitemporalen und die fehlenden Triggerhinweise im Museum auf Altnordisch und Mesolithisch. Hoffentlich kommt die nächste Staffel bald.

    Ja, ich denke, das geht sogar noch tiefer. Um Schmerz bei sich selbst zu vermeiden zum Beispiel, den des Nichtverstandenwerdens, des Belächeltwerdens usw. Oder um sich die Pein unliebsamer Selbsterkenntnis zu ersparen. Oder um dem anderen in einer bestimmten Situation nicht noch zusätzlich einen mitzugeben. Oder ...

    Ich glaub, allein zu dieser Fragestellung könnte man ein ganzes Buch schreiben. :)

    Ah ja, du meintest es eher im zwischenmenschlichen, persönlichen Bereich. Das ist nun allerdings schwerer zu beantworten (zumindest für mich ;-) ). Ich bin nicht sicher, ob es da Wahrheit (die Wahrheit oder eine Wahrheit) überhaupt gibt. Zur Arbeitsweise des Gehirns wurde ja schon etwas gesagt. Im Grunde kann ich die Frage nicht beantworten, aber ich mag es, Wörter auseinanderzunehmen. Und da fiele mir das Wort Wahrnehmung ein. Was nimmt die entsprechende Person für die Wahrheit, und warum? Welche Kriterien führen dazu, dass sie dieses annimmt und jenes verwirft? Vielleicht wäre das ein Ansatz, von dem aus man weiterdenken könnte ...

    Ich glaube nicht, dass Wahrheit bewiesen werden muss. Wahrheit bestätigt sich selbst. Die Frage ist, ob wir die Zeichen erkennen.


    Zum Beispiel fallen Gegenstände immer nach unten (ja, ich weiß, doppelt gemoppelt). Ergo gibt es eine Kraft, die nach unten zieht oder drückt. Das haben wir erkannt. Es wäre aber auch wahr, wenn wir es nicht erkannt hätten, vor Newton fielen die Äpfel auch schon nach unten. Bäume hingegen wachsen nach oben. Es gibt also auch eine Kraft, die entgegengesetzt der Schwerkraft wirkt. Wir vermuten, es ist das Licht. Aber kann Licht ziehen? Oder wirkt da etwas, das wir im Grunde noch nicht erkannt/begriffen haben? Wie auch immer, dass es diese Kraft ebenfalls gibt, ist auch wahr, denn die Bäume zeigen es uns.


    Wir glauben, etwas sei wahr, wenn es sich beweisen ließe. Darauf beruht unsere ganze Wissenschaft, und der Umkehrschluss ist: Solange es sich nicht beweisen lässt, gilt es nicht als wahr. Für mich ist das rudimentäres Wunschdenken des Menschen, der alles auf Logik zurückführen will. Ich glaube, dem, was wahr ist, ist unsere Meinung dazu ziemlich egal.

    Das ist vermutlich reines Wunschdenken. Kleinstverlage können bei Amazon eher nicht an ein sehr gutes Ranking kommen. Wie denn auch? Dazu müssten schon sehr viele Bücher über diese Platform verkauft werden. Solche Ratschläge aus Foren sollten eher mit Vorsicht genossen werden.

    Was ich meinte, ist: Irgendwo muss die Sichtbarkeit ja herkommen. Wenn man die Bücher also weder im (örtlichen) Buchhandel findet noch den Verlag auf einer Messe, noch regelmäßige Hinweise auf Neuveröffentlichungen in verschiedenen Presseerzeugnissen, und die Bücher dann auch auf Amazon nicht sichtbar sind, dann spricht das eher gegen eine Veröffentlichung im Kleinstverlag, so man sein Buch auch verkauft sehen möchte. Das war also kein Ratschlag, sondern lediglich eine Auflistung zur Entscheidungsfindung, ob man so veröffentlichen möchte oder nicht.

    Wie kann man erkennen, ob ein Kleinstverlag mehr ist als nur ein Hobbyprojekt, sondern vielmehr der Start eines ambitionierten Kleinunternehmens?

    Was ich darüber aus anderen Foren gehört habe, ist Folgendes:

    Sie sollten zumindest aufweisen:

    - eine professionell gemachte Webseite

    - eine umfassende und ebenfalls professionelle social media-Präsenz

    - sehr gute Kontakte zur (zumindest örtlichen) Presse

    - da wahrscheinlich kein Anschluss an Barsortimente besteht, ein (sehr) gutes Ranking ihrer schon veröffentlichten Bücher bei Amazon

    - entsprechende Aktivitäten wie Teilnahmen an Messen usw.

    Das Gegenteil ist der Fall. Diese "technischen" Tricks hat Google im Laufe der Zeit in einem Katz-und-Maus-Spiel ausgemerzt. Heute geht es vor allem um die Verwendung der richtigen Begriffe in günstiger Verteilung, eine leichte Lesbarkeit, eine sinnvolle Gliederung, usw. Zum Glück geht es nicht mehr darum, eine Webseite voll zu schreiben mit weißer Schrift auf weißem Grund, Pixeltricks, Keyword-Stuffing, Link-Farming und ähnliches. So gesehen, hat es sich also gebessert. Selbst ein Normalsterblicher kann einen SEO-freundlichen Text verfassen, wenn er ein paar logische Grundregeln befolgt. Jedes Kind könnte es erlernen, so wie man auch das Schreiben anderer Textarten erlernen kann.

    Ich schrieb ja oben, dass diese technischen Tricks zum Glück mittlerweile bekannt sind und eher zu einer schlechteren Positionierung führen.


    Der Typ vom SEO-Team war total nett. Und er sagte auch, dass die Keywords oft fachlich gar keinen Sinn ergeben - aber die Leute suchen halt damit. Warum sollte dieser Kelch an der Belletristik vorbeigehen?

    Das klingt jetzt allerdings nicht so, als hätten die Schlagwörter noch viel mit dem Text zu tun. Insofern ...

    Da gibt seit langer Zeit eine Menge Möglichkeiten (die mittlerweile aber auch dazu führen, dass man ganz unten landet, weil sie als unfair be- und erkannt worden sind). Beispielsweise kann man ja zu jedem Bild, das man in seine Seite einbaut, Meta-Tags schreiben. Teilweise wurden dann Unmengen von Schlagwörtern zu jedem Bild kreiert, wobei "Bild" ein einzelnes Pixel in der Hintergrundfarbe sein konnte, und davon dann eben tausende. Oder man schrieb mit weißer Schrift auf weißem Grund einen Text voller Schlagwörter bzw. nur noch die Schlagwörter.


    Mittlerweile haben sich die Tricks geändert, aber als Normalsterblicher ohne große Ahnung von SEO hat man heutzutage keine Chance mehr, da noch irgendwie nach oben zu kommen. Schlagwörter allein bringen es schon lange nicht mehr.

    Was man aus dem Yoga weiß (nicht dem gymnastischen Rumgehüpfe, sondern aus der jahrtausendealten Körperwissenschaft), hat jede Emotion eine bestimmte Vibration bzw. Schwingungsfrequenz. Es gibt Methoden, die zu erhöhen, unter anderem über das Produzieren von Sounds (das ist der eigentliche Sinn von Mantren). Insofern könnte man zumindest wissen, in welchem Gefühlszustand sich eine Person befindet, wenn man bestimmte Frequenzen misst. Beeinflussung geht natürlich auch.

    Auch ich verabschiede mich vorerst wieder aus dem Forum.
    In einer PN an den Admin habe ich meine Gründe noch etwas genauer ausgeführt. Ein Grund: Ich bin auch noch anderweitig unterwegs und merke, ich beginne mich zu verzetteln.

    Vielen Dank an alle, die hier mit mir in den Austausch gegangen sind.

    Und viel Erfolg mit euren Projekten.


    Kerstin

    Als Leser finde ich zumindest eine grobe Zuordnung hilfreich, damit ich im Buchhandel weiß, in welchem Regal ich jetzt suchen muss, wenn ich gerne was Spannendes lesen will, aber ohne Horrorelemente (dann suche ich gezielt nach einem Thriller oder Krimi).

    Genau das ist der Grund, zumindest ein gewichtiger. Die Buchhändler wissen ansonsten nicht, wo sie dein Buch einordnen sollen, und jeder Leser, der es deshalb nicht findet, weil es beim anderen Genre steht, ist ein verlorener (zumindest für den Verlag, der deshalb auf die Genrefestlegung pocht).

    Warum kann nicht jede Geschichte für sich selbst stehen?

    Weil es dafür nicht genug Regelböden gibt, s.o. ;-)

    Die Papierstufe ist mir zu papierintensiv :-). Was ich in der Endphase der Überarbeitung oft mache: Formatierung ändern. Normalerweise schreib ich in Calibri, die gefällt mir einfach am besten. Da formatiere ich dann also in irgendeine andere Schrift, Arial, TimesRoman, ComicSansSerif ... Da sieht man plötzlich andere Fehler, bleibt an anderen Stellen hängen. Am Ende packe ich dann alles in eine schöne (sic!) Normseite.