Beiträge von Kiana

    Interessantes Thema, da ich mich aktuell auch mit der Frage beschäftige, ob ich Lesungen wirklich anbieten möchte. Aktuell tendiere ich eher dazu, das nicht zu machen. Ich war selber auch noch nie auf einer Lesung.


    Silke Da bin ich gespannt, wie du dich entscheidest. Die Lesung mit einer PP-Präsentation zu kombinieren, finde ich interessant.

    Da mein Krimi im Herbst diesen Jahres veröffentlicht wird, hat mir ein Freund empfohlen, dass ich mich bei der VG Wort anmelden sollte.

    Von einem Bekannten, der eine Doktorarbeit veröffentlicht hat, weiß ich aber, dass manche Verlage die Zusammenarbeit mit der VG Wort wohl nicht gerne sehen. Sein Verlag, bei dem die Doktorarbeit erschien, hat sogar explizit darum gebeten, sich bitte nicht bei der VG Wort anzumelden. Das hat mich irritiert, ich hätte gedacht, die Verlage profitieren auch davon.

    Evtl. ist es auch im wissenschaftlichen Verlagsbereich was anderes?


    Nun bin ich jedenfalls unentschlossen, daher würde ich mich über eure Erfahrungswerte freuen.

    Google mal "Lektor für Biografie". Mir werden dann einige Anbieter angezeigt, die da Erfahrungen haben bzw. auf Biografien/Autobiografien spezialisiert sind. Da ich diese Anbieter aber nicht kenne, kann ich dir keinen empfehlen (und teile deswegen auch keine Links), aber da könntest du ja mal schauen, wer da welche Erfahrungen hat, und ggf. Kontakt aufnehmen.

    Dass diese Person andere mit einem Messer bedroht und angefallen hat, ist eine Tatsache. Willst du sagen, es stimmt nicht, was ich und 20 andere gesehen haben?

    Das habe ich nirgendwo geschrieben, und von so einer Situation stand auch in deinem vorherigen Post nichts.


    Was ich damit sagen wollte, ist, dass Wahrnehmung immer subjektiv ist. Wenn du in dem Buch Situationen schilderst, für die es Zeugen gab, umso besser. Aber du wirst sicherlich auch weitere Situationen schildern, die nicht eindeutig sind. Deswegen gibt es ja auch so häufig Klagen gegen Biografien. Der Autor stellt eine Situation in seinem Buch da, mit der einer der dargestellten Personen nicht einverstanden ist – und dann kann es Ärger geben. Und ja, dann kann auch der Vorwurf der Verleumdung im Raum stehen.

    Daher der Tipp mit Lektoren, die sich mit Biografien auskennen. Eine Anwältin hast du ja schon, die dich beraten kann.


    Ich lese nicht gerne Biografien, aber von veröffentlichten Biografien kannst du sicherlich auch noch einiges mitnehmen, und sehen, wie da mit der Nennung von Personen etc. umgegangen wird.

    zu 4.) wenn das Geschriebene der Wahrheit entspricht, sei es ok, die story zu erzählen. Journalisten und Tageszeitungen würden auch nichts anderes machen. Sie erwähnte berechtigtes Interesse und die Wahrheit zum Ausdruck bringen und sagte, ich soll mir §193 STGB anschauen. Da steht: "Tadelnde Urteile über wissenschaftliche, künstlerische oder gewerbliche Leistungen, desgleichen Äußerungen oder Tathandlungen nach § 192a, welche zur Ausführung oder Verteidigung von Rechten oder zur Wahrnehmung berechtigter Interessen vorgenommen werden, sowie Vorhaltungen und Rügen der Vorgesetzten gegen ihre Untergebenen, dienstliche Anzeigen oder Urteile von seiten eines Beamten und ähnliche Fälle sind nur insofern strafbar, als das Vorhandensein einer Beleidigung aus der Form der Äußerung oder aus den Umständen, unter welchen sie geschah, hervorgeht." Damit kann ich wenig anfangen. Jemand von euch vielleicht?

    Wessen Wahrheit – deine, oder die der anderen? ;)


    Es gibt immer mal wieder Klagen gegen Biografien (Verleumdung, Unterlassungserklärung etc.). Ich habe mich aber nie damit beschäftigt, wie die ausgegangen sind.

    Dabei ist es übrigens völlig egal, ob die Betroffenen dein Buch lesen oder nicht – deren Persönlichkeitsrecht ist dennoch zu wahren.


    Grundsätzlich solltest du dein fertiges Manuskript gründlich prüfen lassen. Es gibt Lektoren, die auf Biografien spezialisiert sind, und im besten Falle auch juristische Kenntnisse haben.

    §193 wird verständlicher, wenn man sich den ebenfalls genannten § 192a durchliest.

    Ich schließe mich den anderen an. Die Wörter "bestimmt/bestimmend" passen für mich nicht so gut zum Kontext.


    "Er hielt ihre Hände bestimmend/bestimmt fest."

    -> Energisch kam ja schon als Vorschlag, oder auch entschlossen.

    Meine Nebenfiguren entwickeln sich oft anders als geplant. ;) Zumindest früher, bevor ich mit Exposés arbeiten "musste".

    Zu den Protagonisten habe ich dagegen immer eine sehr genaue Vorstellung bzgl. ihrer Entwicklung. Ich finde das hilfreich für den Verlauf der Geschichte.

    Zu einem Exposé gehört es ja, die ganze Story schon mal vorauszudenken. Wenn das eigentlich gar nicht nötig ist, vielleicht hilft es dir, auch eher zu schauen, welche Entwicklung die wichtigsten Figuren durchmachen sollen und diese zu planen.


    Dieses Eigenleben der Nebenfiguren hat deren Entwicklung übrigens immer gutgetan (behaupte ich jetzt einfach mal ;)).

    Da ich sehr viel Fantasy lese, bin ich natürlich neugierig, unter welchem Pseudonym du veröffentlichst, aber gut – man muss es akzeptieren, wenn jemand das nicht preisgeben möchte.

    Ich hatte bisher immer angenommen, dass du als Selfpublisher unterwegs bist, weil deine Beiträge immer sehr agentur- und verlagskritisch klingen. ;)

    Interessante Diskussion. :)


    Ich habe studiert, weil das, was ich beruflich machen wollte, nur mit einem Studium möglich war.

    Hätte ich eine Ausbildung gemacht, würde ich sicherlich dennoch schreiben (denn damit habe ich schon vor dem Studium angefangen).


    Bei Prominenten fällt mir oft auf, dass es heißt "hat xy studiert", aber von einem Abschluss steht da häufig nichts. Irgendwer hatte in der Diskussion schon darauf hingewiesen, dass viele Autoren vielleicht mal studiert haben, aber ohne Abschluss. Akademiker wären sie dann aber nicht.


    Aber die meisten Autoren, die ich bisher in Foren oder sozialen Netzwerken "kennengelernt" habe, lesen selber auch sehr gerne. Ich finde es nicht abwegig, dass Menschen, die gerne lesen, eher an einem Studium interessiert sind. Wer nicht gerne liest, schreckt davor vielleicht eher zurück und macht eine praxisnähere Ausbildung.