Beiträge von Silke

    Ich stecke mitten in einem neuen Romanprojekt, das ich hoffentlich bis Ostern abgeschlossen habe. Tja, und mehr gibt es dazu eigentlich auch nicht zu sagen :/

    Ich wünsche euch allen Frohes Schaffen und Viel Erfolg!

    Ich kaufe nach meinem Umzug einmal um die halbe Welt keine Papierbücher mehr, wenn es sich irgendwie vermeiden lässt. Das hat zwar einige Nachteile, da hast du recht, aber wenigstens durchlebe ich nicht noch einmal dasselbe Trauma.

    Ich weiß nicht ... irgendwie kommt mir das alles komisch vor. Ein Bauchgefühl.


    Die Dame ist mir bereits über die von ihr selbst geschaltete Instagram-Werbung aufgefallen, wo es, entgegen ihrer Aussagen in diesem Artikel, mehr um sie selbst als Autorin als um die Figuren in ihrer Geschichte geht.


    Irgendwie denke ich, dass da doch Vitamin B im Spiel war, und ich hoffe, dass das jetzt nicht gehässig rüberkommt, denn das möchte ich eigentlich nicht sein, wenn jemand sich über seinen Erfolg freut.

    Hallo Tom,


    natürlich spricht in dem Buch keiner so wie im Mittelalter. Da muss ich jedes Mal entscheiden, welche Worte ich nun benutze, und es ist immer nur eine Annäherung an das, was es sein soll. Natürlich habe ich auch versucht, Schimpfwörter usw. zu finden, die der Zeit entsprechen, aber da die Texte, auf die wir uns beziehen können, meist von Mönchen und Kanzleischreibern verfasst wurden, ist die Ausbeute mager. Was ich herausfinden konnte, war, dass die Sprache auch damals schon sehr „blumig“ war, vor allem beim einfachen Volk (ich glaube, Luther nahm auch gern kein Blatt vor den Mund). Aber was damals ein Fluch oder eine Beleidigung war, wirkt heute vielleicht auch nicht mehr so auf den modernen Leser. Also ja, einige Leser mögen meine Wortwahl als zu modern erachten - meine Testleser, einige davon extrem im Genre bewandert, haben es durch gewunken. Absicht war auch, ein lesbares, unterhaltsames Buch zu schreiben, das nicht nur den engsten Kreis anspricht.

    Zur Ursprungsfrage: Ich habe den Ausdruck "lachte sie" tatsächlich letztens in Fontanes "Stechlin" gefunden. Es ist also keine neue Erfindung und wird offenbar allgemein akzeptiert. Jetzt verwende ich es auch :P


    Ich finde, zwischen "flüstern" und "leise sprechen" gibt es einen kleinen, aber feinen Unterschied, den ich nicht näher beschreiben kann. Hat vielleicht was mit der Pointierung und Anstrengung der Sprechenden zu tun - "flüstern" erscheint mir ein bewussterer Akt zu sein.


    Generell wird geraten, spärlich mit sowas umzugehen, es liest sich einfach besser, doch manchmal hat es eben seinen Platz. Ich scheue da überhaupt nicht vor zurück, streiche aber aus meiner Erstfassung immer kräftig heraus, bis nur noch das Gerippe übrig bleibt, ohne das der Dialog unleserlich würde.

    Weißt du, wären es drei gewesen, ohne Kommentar dazu oder, noch schlimmer, ein Verriss, dann würde ich jetzt heulend am Boden liegen. So kann ich nur lachen.


    Es ist doch immer wieder wahr, was Salinger geschrieben hat:


    That's the whole trouble. You can't ever find a place that's nice and peaceful, because there isn't any. You may think there is, but once you get there, when you're not looking, somebody'll sneak up and write "Fuck you" right under your nose. Try it sometime. I think, even, if I ever die, and they stick me in a cemetery, and I have a tombstone and all, it'll say "Holden Caulfield" on it, and then what year I was born and what year I died, and then right under that it'll say "Fuck you." I'm positive, in fact.

    J.D. Salinger, The Catcher in the Rye

    Vielen Dank euch allen. Mittlerweile ist auch die erste Bewertung beim großen A eingetroffen. Wenn ich mich ganz doll anstrenge, vielleicht kommen ja noch vier weitere Sterne hinzu, damit sich der eine nicht ganz so einsam fühlen muss. 😂

    Es sollte vielleicht nicht unerwähnt bleiben, dass King in vergangenen Jahrzehnten mit einer erheblichen Drogen- und ich glaube auch Alkoholsucht zu kämpfen hatte, was sich eindeutig auf seinen künstlerischen Output ausgewirkt hat. Ich denke, nicht anders lassen sich manche Szenen erklären, wie die von Kindern durchgeführte Sex-Orgie, um ES zu bekämpfen ...

    Bei Stephen King bange ich immer, ob er es diesmal vollbracht hat, zu einem "guten" Ende zu kommen. Leider sind die Enden meistens eher schlecht, so als hätte er eine zündende Idee und würde einfach drauflos schreiben in der Hoffnung, dass zum Schluss alles irgendwie magisch zusammenfällt. Das war bei "The Stand" so und bei "Es" und auch "The Dome".


    Am besten gefällt mir immer noch "Friedhof der Kuscheltiere", weil es tatsächlich von vorn bis hinten durchdacht erscheint und keine spürbaren Längen hat (ein weiteres Problem, das ich mit King habe). Letztens habe ich auch "Das Attentat" gelesen, wo es um Zeitreisen und das Kennedy-Attentat geht, und das hat mir auch gut gefallen. Mit seinen Fantasy-Büchern kann ich gar nichts anfangen.

    Ich sehe hier drei Fragen.


    1. Wie viele Arbeitsstunden? Keinen blassen Schimmer. Viel zu viele, wollte man das gegen das Geld aufrechnen, das man dadurch erhofft zu verdienen. Zum Thema Geld gab es jetzt zwei interessante Folgen beim Schreibzeug-Podcast, da wurde etwas erwähnt, das ungefähr auf einen Stundenlohn von 49 Cent oder so zurückgerechnet worden war. Man macht es einfach nicht fürs Geld. Punkt.


    2. Ich versuche, jeden Tag zu schreiben, aber manchmal geht das einfach nicht, und das ist auch ok. Es muss fließen. Wenn es nicht fließt, wird es mühselig, schmerzhaft und bringt nicht die erhofften Ergebnisse. Ich habe das unwahrscheinliche Glück, dass ich mich komplett aufs Schreiben konzentrieren darf (abzüglich Haushalt, Familie und was sonst noch so anfällt). Alle anderen müssen zweifellos mehr Disziplin an den Tag legen, vor allem, wenn sie nach einem langen Arbeitstag todmüde zu Hause ankommen. Ich schreibe so viel oder so wenig, wie es passt, dann mache ich was anderes. Das kann eine Stunde sein oder auch sechs (nicht am Stück).


    3. Nein, nichts davon kann man bemessen. Stephen King oder Ken Follett - da weiß ich, dass die total routiniert und diszipliniert an die Sache rangehen. Bei mir persönlich sieht es anders aus.


    Aber noch mal zum Punkt "Arbeit" - für mich ist das einfach keine Arbeit. Es ist etwas, das ich wahnsinnig gerne mache. Wäre es Arbeit, würde ich es nicht freiwillig tun. Und auch das "Überarbeiten" ist für mich keine Arbeit, sondern eine knifflige Aufgabe, die mich immer wieder überrascht und aufs Neue fordert. Wahrscheinlich zähle ich deshalb nicht die Stunden. Ich kenne für mich jedenfalls keine bessere Aufgabe, um die Zeit einfach so an mir vorbeifliegen zu lassen.