Beiträge von Silke

    Was Verlage dazu wohl sagen werden, das wissen nur die Verlage. Ich kann allenfalls spekulieren.


    Um konkret deine Fragen zu beantworten:


    - Ich kann mir nicht vorstellen, dass das per se ein Ausschlusskriterium bei der Verlagssuche ist. Warum sollte es das sein? Unterm Strich geht es doch um verkäufliche Geschichten. Was hat ein Preis für eine frühere Geschichte damit zu tun, wenn man bei einem Verlag eine neue Geschichte einreicht?


    - Ein Preis beweist nicht, dass man massentauglich schreiben kann. Verkaufszahlen zeigen das. Es gibt etliche Gewinner von Literaturpreisen, die bleiben nur einer kleinen Nische von Connaisseuren bekannt, selbst nach Preisgewinn. Aber es könnte darauf hindeuten, dass jemand sein Handwerk insofern versteht, dass er eine runde Geschichte geschrieben hat. Aber ob sie massentauglich ist, sei einmal so dahin gestellt. Es gibt wunderschöne Geschichten mit tollen Figuren und spannenden Ideen, aber sie treffen vielleicht derzeit nicht unbedingt den vorherrschenden Massengeschmack. Und das ist es, was gewinnorientierte Verlage immer im Hinterkopf behalten müssen (abgesehen mal von ihren Programmen usw.) Außerdem fließen noch andere Kriterien in diesen Preis mit ein, die über den Inhalt hinaus gehen, d.h. die eigentliche Buchgestaltung, die ja auch in die Aufgabe bzw. den Verantwortungsbereich des Selfpublishers geht, anders als bei Verlagsbüchern.


    Ist der Gewinn eines solchen Preises also schädlich? Ich denke nicht. Ich hätte mich gefreut, wäre ich auf die Longlist gekommen. Denn damit kann man immer werben. Ich glaube auch nicht, dass es meiner Karriere zurück in die Verlagswelt geschädigt hätte. Eventuell wäre es sogar förderlich gewesen.

    Erstmal Glückwunsch zur Fertigstellung deines ersten Manuskripts!


    Ja, genau so ist es, wie magico das sagt. Suche dir im Internet andere Autoren und mache es auf Quid-pro-Quo-Basis. Das ist zwar immer noch nicht halb so gut wie ein echtes Lektorat, aber es hilft, Schwächen und Fehler in der Erzählung zu finden. So habe ich das auch gemacht, bevor ich auf Agentursuche gegangen bin. Ich habe mein Manuskript an eine Handvoll Leute geschickt (nicht unbedingt Freunde und Familie, sondern tatsächliche Leser und auch andere Autoren) und um Feedback gebeten. Das war enorm hilfreich. Nicht jeder Testleser ist da gleich gut für geeignet, aber es ist ein Anfang, und im Laufe der Zeit lernen beide Seiten, was der andere an Feedback benötigt.


    Für Grammatik und Rechtschreibung könnte ein Korrektorat reichen. Das ist günstiger.

    Ab heute ist "Der Schwur der Gräfin" überall erhältlich als Taschenbuch (21,95 EUR) und als eBook exklusiv bei Amazon (4,99 EUR).


    Ich möchte mich an dieser Stelle auch noch mal ganz herzlich bei der fleißigen BT-Runde des 42er Forums bedanken, die mir wesentliche Hilfestellung bei den ersten beiden Kapiteln geleistet hat und die mich dazu ermuntert hat, die Sache weiterzuverfolgen. Eventuell habe ich sogar daran gedacht, die BT-Runde ganz am Ende auf der Dankesseite zu erwähnen ... Also hier auch nochmal: Danke!

    Hallo Fabio,


    willkommen im Forum!


    Einen festen Zeitplan habe ich eigentlich nicht, aber ich muss mich auch nicht "zwingen", etwas zu Papier zu bringen, weil ich es ganz einfach gern mache. Es ist also eher so, dass der Alltag mir im Weg steht, sonst könnte ich noch viel produktiver sein. Aber ja, insgesamt schreibe ich auch eher "in einem Rutsch", wenn ich erstmal schreibe (ich muss viel planen und recherchieren, bevor ich auch nur ein Wort zu Papier bringen kann). Das finde ich auch wichtig, denn sonst vergesse ich noch, was ich zu Beginn geschrieben habe und komme durcheinander.


    Unterm Strich geht jeder wohl mit seinem ganz eigenen Ansatz an die Sache ran. Ich würde dir aber auch raten, dich nicht in Einzelheiten zu verzetteln, sondern erstmal das "Große Ganze" zu Papier zu bringen. Eine fertig geschriebene Geschichte ist noch lange nicht fertig, sondern will etliche Male überarbeitet werden. Da bleibt noch genug Zeit, diese Fehlerchen, Ungenauigkeiten und losen Enden auszubügeln.


    Und ich stimme Tom zu. Es ist nicht so, dass sie NICHT SUCHEN. Aber es sind ganz einfach sehr, sehr viele da draußen, die gern einen Verlagsvertrag unterschreiben wollen, deshalb muss man hart kämpfen und sich von der Masse abheben. Nein, man muss nicht total abgedreht sein oder mit einer Idee daher kommen, die selbst einem Literaturnobelpreisträger noch nicht einfallen ist. Man muss etwas schreiben, was VERKÄUFLICH ist. Denn Verlage wollen Geld machen und das mit möglichst wenig Risiko. Da hilft es, sich als Autor mit der Masse an gut verkäuflichen Büchern vertraut zu machen, um ein Gefühl für den Markt zu bekommen. Wer das nicht möchte, der kann immer noch zum Weg des Eigenverlags greifen.


    Der Tipp mit der BT-Runde ist gut. Darüber habe ich selbst viel lernen können!


    LG,

    Silke

    Hallo ihr beiden,


    schön, Euch kennenzulernen! Hier werdet ihr bestimmt einen guten Austausch finden. Worum geht es denn so ungefähr in eurer Geschichte? Und wie teilt ihr die Arbeit daran unter euch beiden auf?

    Lieben Gruß


    Silke

    Am 7.11.23 erscheint mein drittes Buch, "Der Schwur der Gräfin" im Eigenverlag.


    Diese Geschichte liegt mir ganz besonders am Herzen: Es sind vier Jahre Recherchearbeit eingeflossen. Meine Hauptperson, Jakobäa von Bayern-Holland, lebte und wirkte im Zentrum des Geschehens rund um solch illustren Persönlichkeiten wie Henry V. von England, Königin Isabeau von Frankreich, Catherine de Valois, Humphrey of Lancaster und Herzog Philipp dem Guten. Sie erbte ein Land, das tief in einen Bürgerkrieg verzettelt war, bedroht von zwei mächtigen Reichen, die ebenfalls einen Hundertjährigen Krieg ausfochten, und den eigenen Verwandten. Eine so gut wie aussichtslose Lage für eine junge, unverheiratete Frau des 15. Jahrhunderts.


    Kurzbeschreibung:

    Anfang des 15. Jahrhunderts wütet in Holland ein blutiger Bürgerkrieg. Jakobäa, das einzige Kind des verstorbenen Grafen, bangt um ihr Erbe. Nur mit einer Heirat kann sie als Frau ihren Anspruch durchsetzen.
    Als ihr erster Gatte ermordet wird und der zweite sich als unfähig herausstellt, beschließt sie, auf eigene Faust Verbündete zu suchen.
    Am Hof in London scheint ihre Mission von Erfolg gekrönt. Was sie nicht ahnt: Fataler noch als jede Schlacht ist ein Mann, der es vermag, ihr Herz zu erobern …


    Das eBook kann bei Amazon bereits vorbestellt werden, der Print wird zeitnah erscheinen und ist dann überall da erhältlich, wo es Bücher gibt. Weitere Infos zum Thema und Fotos gibt es auf meiner Webseite: http://www.silkeelzner.de


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