Beiträge von Katze

    Ich glaube nicht, daß es auf ein paar zusätzliche Manuskripte im ohnehin schon überfüllten Markt ankommt. Wenn ihr zwei statt einen Lottozettel ausfüllt, verdoppelt sich eure Chance zwar, aber dennoch werdet ihr kaum gewinnen.

    Alles, was an Asterixstories nach René Goscinnys Tod herauskam, war schwach, wurde immer schwächer und auch nach Uderzos Ausstieg konnte bislang die Reihe nicht mehr zum Leben erweckt werden.

    So lange man damit noch Leuten das Geld aus der Tasche ziehen kann, wird es immer weitere Fortsetzungen geben, so wie es auch noch in 30 Jahren neue Star Wars-Filme geben wird.

    Pecunia non olet. :rolleyes:


    Es ist tatsächlich schon lange her, daß ich zuletzt einen Asterix gelesen habe. Vielleicht sollte ich bei Gelegenheit doch mal wieder dem Comic-Buchladen einen Besuch abstatten und in nostalgischen Erinnerungen schwelgen. :)

    Aber warum sollte man sich dann überhaupt mal bei einem Verlag beworben haben? Irgendwie war doch da der kommerzielle Aspekt zumindest mal vorhanden, oder? Hätte der Verlag damals zugesagt, wäre das Werk dann tatsächlich "beschmutzt" gewesen?

    Ich war damals noch sehr jung und unerfahren und hatte sehr wenig Ahnung, wie es im Literaturgeschäft tatsächlich zugeht.


    Das "Beschmutzen" bezieht sich vor allem darauf, daß Manuskripte so gut wie nie originalgetreu publiziert werden, sondern immer eine mehr oder weniger starke Bearbeitung durch den Verlag erfahren, oder diese zumindest dem Autor nach Vorgaben des Lektorats nahegelegt wird. Und auch daß Autoren durch die Forderungen der Verlage in bestimmte Richtungen gedrängt werden, indem sie gewisse Themen oder Stile gar nicht publizieren dürfen, weil sie nicht der Mode entsprechen bzw. den kommerziellen Erwartungen der Verleger.

    Die letzte Absage von einem Verlag habe ich 1998/99 bekommen. Seitdem habe ich nie wieder etwas eingereicht. Ich schreibe nur zu meinem privaten Vergnügen. Ist etwas fertig und nach meinem Dafürhalten gut genug gelungen, bringe ich es im Selfpublishing heraus.

    Wenn man sich von anderen abhängig macht, ist man fast immer der Verlierer. Doch die Freude und den Stolz etwas eigenes erschaffen zu haben, liegt in der Schöpfung selbst und nicht in deren kommerzieller Verbreitung. Wieso sollte ich die Reinheit meines Werkes durch andere beschmutzen lassen, indem ich es zum Objekt merkantiler Interessen mache? Wenn andere meine Bücher nicht kaufen, haben sie etwas verpaßt, nicht ich. Ich hatte meinen Spaß, und den kann mir keiner mehr wegnehmen.

    Wozu braucht man Rezensionen, wenn nicht um das Buch zu verkaufen? Also sind sie nur eine besondere Form der Reklame. Und wer gute Reklame will, muß dafür auch Geld ausgeben. So einfach ist das.

    Welchen Sinn hätte es, Bücher zu verschenken, in der vagen Hoffnung, jemand würde vielleicht etwas freundliches, werbewirksames dazu posten? Und wenn ihm das Buch nicht gefällt, und er es verreißt, geht der Schuß nach hinten los. (Natürlich kann man negative Kritiken nicht verhindern, aber es wäre durchaus verkaufsfördernder, wenn die positiven zuerst kämen und in der Merhzahl wären.)

    Ich frage mich, wieso noch keiner einen Anti-Duden herausgebracht hat: Ein Wörterbuch, das nicht die häufigsten, sondern die seltensten Wörter enthält. Ich würde das sofort kaufen, denn ich brauche keinen der mir sagt, wie man Hund, Katze oder Maus schreibt und was sie bedeuten, sondern mir Wörter erklärt, die man nur ganz selten in alten Büchern findet usw.


    Zitat

    Warum lügt mich mein Duden eigentlich an? Er erzählt mir z.B. zum Wort: süperb, dass es im Deutschen soetwas wie: vorzüglich und prächtig hieße. Im Latein hieße superbia aber z.B.: Arroganz und Überheblichkeit (Hybris im klass. Sinn)

    Vielleicht, weil das Wort nicht aus dem Lateinischen in die deutsche Sprache kam, sondern aus dem Französischen importiert wurde, wo es bereits einen Bedeutungswandel erfahren hat?

    Sie würden das Pseudonym dann als Vorschlag mit aufnehmen, wenn sie auf die Verlage zugehen.

    Genau das wäre für mich der Grund, nie unter meinem Realnamen an Verlage oder Agenten heranzutreten. Denn dann brauche ich nicht um Erlaubnis zu fragen, ob ihnen dieser oder jener Künstlername vielleicht genehm sei.


    Es ist heute durchaus möglich, seine Identität geheim tzu halten, aber man muß eben aufpassen und konsequent sein. Und vor allem, nicht unnötig andere Leute einweihen. Denn im Zweifel kann man sich nur auf sich selbst und nicht auf die Verschwiegenheit anderer verlassen.

    Es ist eine vierstellige Zahl, Katze, keine dreistellige. Und man ist ja einer der wenigen, die ein gutes Manuskript anbieten. ;)

    Bei rund 100'000 Neuerscheinungen müßten dann jährlich über 100 Millionen Bücher geschrieben werden?!! Oder meinetwegen 10 Millionen, wenn wir davon ausgehen, daß jeder im Schnitt etwa zehn Verlage anschreibt. =O Mit anderen Worten: es gibt mittlerweile fast mehr Autoren als Leser. 8|

    Sind nicht die meisten Rezensionen mehr oder weniger erkauft?

    Es soll mir keiner erzählen, daß es Leute gibt, die spontan und ohne Gegenleistung seitenlange Sermone auf Amazon absondern. Nach meiner Erfahrung kommt auf ca. 80-100 verkaufte Exemplare eine 1-Satz-Rezension. Wenn ich also Bücher von irtgendwelchen unbekannten Selfpublishern sehe, die 20 oder 30 Rezensionen haben, manche fast eine A4-Seite lang, dann kann ich mir denken, wo die herkommen. :|

    Wenn auf ein gekauftes Manuskript >500 abgelehnte kommen, ist man irgendwie dennoch eine Art Bittsteller - zumindest wird man so behandelt. Und daran ändert sich erst etwas, wenn man fünfstellige Verkaufszahlen generiert, oder man schon vorher prominent war.

    Wäre es nicht einfacher, einen Profi damit zu beauftragen, solche Accounts zu betreiben und pflegen?

    Mit diesen ganzen Netzwerken habe ich nichts am Hut. Da kann man noch mehr Zeit vergeuden als beim Anschauen von Katzenvideos auf Youtube. :D


    Ich muß gestehen, daß ich vor ein paar Jahren mal versucht habe, einen Account auf Facebook zu eröffnen. Hauptsächlich damit ich anderer Leute Seiten dort lesen kann, aber schon die Anmeldung hat irgendwie nicht geklappt, und dann wurde der Account noch bevor er fertig gestellt war, gesperrt, und damit ist der Name auch vergeben, und diese Seite somit für mich gestorben.

    Wieso darf man Autorenexemplare nicht verkaufen? Der Rabatt ist auch nicht höher, als wenn eine Buchhandlung sie bestellt. Und was für einen Unterschied macht es, ob man als Autor oder als Buchhändler Bücher beim Verlag bestellt? Schließlich herrscht Handels- und Gewerbefreiheit, so daß mich keiner daran hindern kann, einen Buchhandel zu betreiben.

    80 Stück sind ungefähr 2-2,5 Regalmeter. =O Bei meinen bislang drei Büchern müßte ich ein komplettes Bücherregal dafür anschaffen. Oder die Kisten im feuchten Keller lagern, wo sie allmählich vor sich hin schimmeln können. ^^"

    Da keiner weiß, daß ich schreibe, bin ich auch noch nie angeschnorrt worden. Ich könnte auch keine Bücher verschenken, da ich nie mehr als zwei bis drei Beleg-Exemplare bestelle. Ich habe gar keinen Platz, um kistenweise Bücher zu horten. Eines kommt in mein Archiv, eines zum selber Lesen und das dritte bekommt eventuell die hiesige Bibliothek nach meinem Ableben vermacht.

    Wenn es für die Geschichte nicht essentiell ist, kann man doch historische oder sachliche Fehler auch korrigieren. Rechtschreibe- und Tippfehler korrigiert man doch auch und stellt sich nicht auf den Standpunkt, daß eine gute Geschichte auch mit schlechter Ortografie klar kommt, oder daß es Ausdruck künstlerischer Freiheit sei, wie ein Sechsjähriger zu schreiben.


    Mich als Leser stört es, wenn ich merke, daß der Autor entweder ungebildet ist (ungebildeter als ich zumindest) oder, (was ich noch schlimmer finde) schlampig und unsorgfältig arbeitet. Da habe ich nämlich das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden, frei nach dem Motto: "Für die Idioten, die meine Bücher kaufen, reicht es; da muß ich mich nicht besonders anstrengen." Dasselbe ärgert mich auch bei schlampig produzierten Filmen, die von visuellen oder inhaltlichen Fehlern strotzen.

    Ich finde, ein Autor darf alles. Auch sich als ungebildeter Depp outen. :P

    Es ist Sache des Lesers, sich ein Urteil über das Werk und seinen Schöpfer zu bilden.

    Die Tatsache, daß man so viele sachliche Fehler in Büchern findet, sagt allerdings auch viel über die Qualität des Lektorats in den Verlagen aus.

    Wer als prominenter Autor wirklich anonym bleiben will, sollte nicht versuchen, sich zu verstecken, sondern der Öffentlichkeit einen Doppelgänger anbieten, der absolut langweilig und uninteressant ist. Geheimnisse sind interessant und wollen ergründet werden.

    Und wenn man teuere Immobilien kauft, sollte man schon so gescheit sein, das nicht auf den eigenen Namen zu tun, sondern über eine Briefkastenfirma, am besten im Ausland. Offiziell ist man nur Mieter. Das spart erst noch Ärger mit der Steuer. ;)

    Im Zweifel beim zuständigen Archiv anrufen und fragen, wie es dort um die Schutz- und Sperrfristen bestellt ist. Fragen kostet nichts.