Beiträge von Katze

    Ich denke, es kommt auf die Art der Literatur an. Es gibt elitäre, verkopfte Romane, die von studierten Germanisten für studierte Germanisten geschrieben wurden; und es gibt unterhaltsame, spannende, amüsante Geschichten, die in der Regel von Autoren mit etwas mehr Erfahrung in der Lebens- und Arbeitswelt stammen. Erfolgsautoren müssen so schreiben, daß viele Menschen mit ihren Geschichten etwas anfangen können. Nur dann erreichen sie auch die Massen. Aber zugleich müssen ihre Werke auch ein gewisses Niveau haben, damit sie Bestand haben.

    Ich frage ich, wie diese Preise vergeben werden, wenn der Autor in einer Sprache schreibt, die wohl die meisten Mitglieder des Preiskommitees nicht verstehen. :/ Aber vemutlich ist das auch egal, da hier wohl eher politische Erwägungen eine Rolle spielen. Man braucht halt einen Afrikaner; da ist es egal, ob den im Rest der Welt kein Schwein kennt und er nur marginalen Einfluß auf das Kultur- und Geistesleben hat.

    Und da der Preis mit so viel Geld verzuckert wird, und (elitäre) Autoren fast nie reich sind, wird somit auch sichergestellt, daß keiner den Preis zurückweist, und die Öffentlichkeit ein großes Tamtam darum macht. (Wenn der Preis nur aus einer Urkunde und einem Blumenstrauß bestünde, würde keiner auch nur 3 Zeilen in der Zeitung darüber schreiben.)

    Gleichwohl gönne ich dem alten Herrn das Geld und hoffe, daß er noch lange leben und seines Reichtums und Ruhmes genießen kann. :)

    Selbstverständlich müssen Künstler moralisch sein, denn sonst produzieren sie volksverderbenden Dreck. Die von ihnen geschilderten Charaktere hingegen müssen es nicht unbedingt sein.

    Ich frage mich, warum Hörbücher fast nie von den Autoren selber gelesen werden. Dabei könnte das für die Käufer durchaus ein Anreiz sein. Vielleicht sogar noch mit kleinen Anmerkungen und Kommentaren.

    Es gibt m.E. durchaus legitime Gründe für das Kürzen: neben der Eliminierung von Geschwafel und Langatmigkeiten, können lange Schachtelsätze, abschreckend wirken. Kann man einen schwer verständlichen Satz im Buch zur Not mehrmals oder langsam lesen, ist es sehr mühsam, jedesmal das Hörbuch zurückzuspulen.

    Ebenfalls zu berücksichtigen ist, daß viele Konsumenten von Hörbüchern, nebenbei etwas anderes tun (Auto fahren, Hausarbeit verrichten, usw.), und daher ihre Aufmerksamkeit nicht so ungeteilt ist, wie die eines Lesers. Und nicht zuletzt gibt es technische Vorgaben durch die maximale Kapazität eines Tonträgers. Wegen zehn Minuten eine zusätzliche Kassette oder CD zu bespielen, lohnt sich nicht, also wird auf die passende Länge gekürzt. (Vieles, was heute als Download verkauft wird, wurde ursprünglich für Tonträger produziert.)

    Daß hier eine gewisse Asymmetrie vorliegt, werdet ihr doch nicht bestreiten.

    Der Verlag braucht gar nichts zu tun, weil ihm die Autoren die Tür einrennen, wohingegen der Autor Klinken putzen muß, um sein Manuskript verkaufen zu können. So lange ein Verlag mehr gute Manuskripte angeboten bekommt, als er Programmplätze zu füllen hat, kann er sich die Autoren aussuchen, die weniger Fisimatenten machen und brav unterschreiben, was man ihnen vorlegt, statt, zeitraubende und kostspielige Nachverhandlungen zu fordern. Allein die Tatsache, daß so viele Autoren mittlerweile sich eines Agenten bedienen, spricht dafür, daß es eben nicht so leicht ist, auf Augenhöhe mit einem Verlag zu verhandeln. Schließlich verschenkt niemand freiwillig 15%-20% seines Verdienstes.

    Theoretisch ist das eine gute Idee. Doch so lange auf ein gekauftes Manuskript 500 (oder mehr) abgelehnte Manuskripte kommen, hat der Autor in der Praxis ungefähr die gleiche Chance, wie mit seiner Bank oder Versicherung, oder Telekom über deren AGB zu verhandeln. Take it or leave it.

    Die zahlreichen Druckkostenzuschuß-Verlage beweisen doch zur Genüge, daß viele Autoren sogar bereit sind, tief in die Tasche zu greifen, um ihr Elaborat gedruckt zu sehen. Wie viele mehr wird es dann geben, die für einen echten Verlagsvertrag, der ihnen ein bißchen Geld verspricht, jede Kröte schlucken?

    Oder wie viele mag es geben, die den Mut haben, nein! zu sagen und lieber auf eine Veröffentlichung verzichten, als einen unvorteilhaften Vertrag abzuschließen?

    Ja. Herzinfarkt im Fitnessstudio. Seit ich das gehört habe, gehe ich nicht mehr in solche Etablissements.8)

    Dann solltest du aber besser nie mehr zu Bett gehen. Wie viele Leute da schon gestorben sind! Ein sehr gefährlicher Ort. =O

    Wenn ich Amerikaner wäre, würde ich in diesem Unsinn keinen Ausdruck einer degenerierten Endzeitgesellschaft sehen, sondern sogleich eine glänzende Geschäftsidee erkennen.

    Wie wäre es wenn man eine Art von kommerzieller privater Zertifizierungsstelle einrichtete? Nennen wir sie mal provisorisch BFS - Bundeszentrale Freiwillige Selbstzensur. Diese könnte gegen ein Entgelt Schriftwerke auf die korrekte Anwendung von Neusprech, Genderismen und Political Correctness untersuchen, bewerten und zertifizieren. Damit wäre der Verfasser (pardon das Verfassende) stets auf der sicheren Seite und bräuchte keine Anfeindungen oder schlechte Noten u.ä. zu gewärtigen. Konsumenten könnte das prominent auf dem Umschlag angebrachte Gütesiegel BFS - Seal of Approval™ ein Garant für unverdächtige und geprüfte Literatur sein und einen zusätzlichen Kaufanreiz bieten. 8)

    Bei Gedichten macht sich eine etwas größere Schrifttype oft besser. Außerdem kann man sie ggf. auch mit Illustrationen oder Bildern auflockern.

    Ich habe ein Buch bei epubli und bei Amazon. Und mit Amazon verdiene ich fast viermal soviel. Epubli bietet aber dafür die Option Hardcover, die es bei Amazon nicht gibt. Bei Amazon gibt es dafür umfangreichere Verkaufsberichte.

    Zitat

    Die Forderung war, diese im Stück auftretenden Ethnien mit Schauspielern entsprechender Herkunft zu besetzen und ging letztlich sogar soweit, den Winnetou bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg von einem Indianer spielen zu lassen.

    Das war dann hoffentlich auch ein echter Apatsche und nicht etwa ein Sioux oder Komantsche. Das wäre sonst höchst rassistisch. :S


    Ich finde, dann sollten aber in Krimis auch nur noch echte Kriminelle und in Nazifilmen echte Nazis mitspielen dürfen. Alles andere wäre nicht tragbar. Wird höchste Zeit, daß endlich fähige Polit-Kommissare in den Verlagen und Redaktionen installiert werden. :evil