Beiträge von Katze

    Ich finde, man sollte es mit den Örtlichkeiten schon möglichst genau nehmen, ebenso wie mit den Ereignissen und Personen in einem hostorischen Roman. Ich deke, daß viele Leute solche Bücher gerade wegen des Lokalkolorits lesen, und es schätzen, Dinge zu finden, die sie selber kennen.


    Vielleicht bin ich zu penibel, aber mich stört es sehr, wenn ich Fehler oder Unstimmigkeiten in Geschichten oder Filmen entdecke, weil sie die Immersion zerstören und mir auch das Gefühl vermittlen, die Macher hätten unsorgfältig und schlampig gearbeitet, oder würden das Publikum einfach für ungebildet halten.

    Ich wußte gar nicht, daß es so etwas gibt. Ist das neu?


    Ich habe einen Eintrag gefunden, aber ohne zugeordnete Werke. Ich habe keine Ahnung, wer damit gemeint ist, da ich einige Namensvettern auf der Welt besitze. Vermutlich ist es ein anderer, denn ich habe nie eine Nummer beantragt und auch noch nie ein Buch an die Nationalbibliothek abgeliefert. :/

    Warum kauft jemand für 6,5 Millionen eine Banane, wenn er sie sich für einen Euro selber mit Tesafilm an die Wand pappen kann? :D


    Die Leute werden sich keine eigenen Bücher herstellen lassen, weil sie auf Konsum getrimmt wurden, und ihnen das eigenständige Denken abgewöhnt wurde.


    Was hingegen geschehen wird, ist, daß nicht nur die Autoren, sondern auch die Verlagsanstalten obsolet werden, denn keiner weiß besser, was die Leute wollen, als Google, und keiner hat mehr Rechenzentren und die Technologie, KI zu nutzen, außer vielleicht noch Amazon. Die werden dann die gesamte Wertschöpfungskette einnehmen, da sie auch über die Infrastruktur und Logistik verfügen, diese Bücher zu drucken und zu verschicken.


    Ich denke, langfristig, wird es eine große Masse an besitzlosen Nutzvieh-Menschen geben, die im Alltag überall mit KI und Robotern abgespeist werden, und eine kleine Elite, die sich leisten kann, mit echten Menschen zu kommunizieren und menschengemachte Dinge und Kunst zu konsumieren. (Es sei denn bei uns übernimmt das Kalifat und der Kalif verbietet alle gottlose moderne Technologie.^^")

    Die Informationen sind aber frei im Netz verügbar, und stehen somit allen zur Verfügung. Die Ki verarbeitet Informationen, sie kopiert keine Werke und gibt diese als eigene aus. Informationen wiederum stehen nicht unter dem Schutze des Urheberrechtes. Wenn ich ein Buch lese und daraus Italienisch lerne, muß ich auch nicht dem Autor irgend etwas zahlen oder ihn um Erlaubnis bitten, Italienisch zu sprechen.

    Nutzt nicht jeder Dichter und Autor alle Werke, die er in seinem Leben irgendwann gelesen und alle Filme, die er einmal geschaut hat, um daraus seine eigenen Geschichten zu kreiren? Ideen gehören keinem. So lange keine Texte unverändert kopiert werden, gibt es keine Verletzung von Rechten. Lernen ist frei. Egal ob durch Maschine oder Mensch.

    Am Ende steht ein vollständiger und nicht wieder gutzumachender Qualitätsverlust, und aus Kultur wird etwas, das den Wert von gebrauchtem Klopapier hat.

    Sind wir da nicht schon längst angekommen? In einer Zeit, da man eine Banane an die Wand pappen koder drei Farbkleckse auf die Leinwadn spritzen kann, und dafür Millionen bekommt (und mit man meine ich einige wenige vom Establishment gepushte Privilegierte.), hat Kultur keinen Wert mehr.


    Verlage sind in erster Linie kommerzielle Unternehmungen, also wird ein Verleger immer den gut verkäuflichen Schund einem guten Buche vorziehen, und ein den Zeitgeist und das herrschende Narrativ bedienendes Produkt, mit dem man renommierte Preise abgreifen kann, einem unbequemen und unangepaßten Werk.


    Und immer daran denken: Von den 15 €, die euer Buch im Laden kostet, bekommt ihr höchstens einen, aber die restlichen 14 € stecken sich andere ein. Der Autor ist stets das kleinste und wertloseste Glied in der Verwertungskette.

    Ich würde sagen, daß sich die Auflage stets auf das gedruckte Buch bezieht. Bei Ebooks gibt es keine Auflage, weil sie nicht physisch existieren.

    Ich würde es als Neuausgabe bezeichnen. Allerdings dürfte es auch ziemlich egal sein, wie man es bezeichnet. Das sind keine gesetzlich vorgeschriebenen Bezeichnungen. Die Auflagenbezeichnung ist nur bei gedruckten Verlagausgaben wichtig, weil dort u.U. eine Auflagenzahl vertraglich vorgesehen wurde, und natürlich auch, weil der Autor nachkontrollieren können muß, wie viele Bücher tatsächlich gedruckt wurden, damit ihn der Verleger nicht um sein Honorar bescheißen kann, bzw. der Autor auch weitergehende Rechte hat.

    Ich weder ein Befürworter noch ein Gegener von Prologen. Wenn sie angebracht und sinnvoll sind, kann man sie gerne verwenden. Was ich nicht mag, ist wenn sie nur aus, sagen wir, modischen Gründen verwendet werden, obwohl sie eigentlich überflüssig wären.

    Ich selbst habe ihrer erst zweimal gebraucht: einmal bei einer Fortsetzung, um kurz die Ereignisse des ersten Bandes zu rekapitulieren, und ein andermal, um ein Ereignis zu schildern, daß einige Jahre zurück liegt, und in einem indirekten Zusammenhang mit der aktuellen Geschichte steht.

    Ich denke, wie bei jedem neuen Trend, werden sich nur die Ersten die Taschen füllen können. Oder jene, die ganz besonders gut den Zeitgeist und Nerv der Käufer treffen. Denn je geringer der zu betreibende Aufwand ist, desto mehr werden sich ein Stück von diesem Kuchen abschneiden wollen, bis am Ende keiner mehr richtig satt wird.


    Außerdem sehe ich noch eine weitere Entwicklung voraus. Wenn die KI Geschichten schreiben kann, wozu brauche ich als Konsument noch Autoren und Verlage und Bücher, für die ich Geld zahlen muß, wenn ich selber die KI nutzen kann, um mir das schreiben zu lassen, was mir gefällt? Das wären dann maßgeschneiderte Bücher.

    Bei Literaturpreisen geht es nicht um gute Literatur? Nein! - Doch! - Oh! :rolleyes:


    Ich habe grundsätzlich kein Problem damit, wenn sie ihre woke Agenda durchziehen, oder sich die Amigos gegenseitig Preise zuschachern, so lange sie damit nicht so tun, als würden sie das beste Buch küren. Wer freilich mit einer gewissen Attitüde zu Werke geht, muß sich daran letztlich auch messen lassen.


    Grundsätzlich sollte man diese Preise einfach nicht so ernst nehmen. Ob nun Literatur-, Musik-, Film- oder Wissenschaftspreis: jeder weiß, daß dabei hinter den Kulissen geschoben, geschachert und getürkt wird; und selten jene, die es wirklich verdient hätten, den Preis bekommen. Je weniger Beachtung man diesen Veranstaltungen und ihren Ausrichtern schenkt, umso eher werden sie auch wieder in der Versenkung verschwinden.


    Mich interessieren diese Preise schon lange nicht mehr, und sie beeinflussen auch meine Kauf- und Konsumentscheidungen nicht.


    Ich würde aber auch niemals irgend einen Preis entgegen nehmen. Wobei ich als alte, weiße, konservative Katze, ohnehin nicht in diese Gefahr geriete, selbst wenn ich noch so gut schriebe. (Was ich nicht tue ^^").

    Warum sollte man für etwas bezahlen, was man auch selber machen kann? Wenn ich für alles das bezahlen wollte, würde ich zu einem Druckkostenzuschußverlag gehen und am besten noch mein Manuskript von einem Ghostwriter verfassen lassen. :rolleyes:

    Die Verlage haben den Selfpublishing-Markt im Blick. Wer dort Erfolg hat und auch noch die Zielgruppe eines Verlags bedient, ist sicher interessant.

    Fragt sich, ob man es dann noch nötig hat. Wenn man berücksichtigt, daß man im SP normalerweise ein Vielfaches pro Buch verdient, müßte der Verlag schon sehr viele zusätzliche Exemplare absetzen, um das wettzumachen. Vor allem wenn man bedenkt, daß die Verlage sich immer an die erfolgreichsten SP-ler heranwanzen, die schon aus eigener Kraft sich eine große Fangemeinde herangezogen haben und entsprechend viel verkaufen. Es würde mich daher sehr interessieren, wie viele tatsächlich sich haben "abwerben" lassen und wie viele davon später wieder zurück ins SP gegangen sind.

    Lohnt sich das denn tatsächlich? Ich meine damit nicht den Effekt durch Spaß an der Freude, sondern im rein nüchternen kommerziellen Sinne von Zeit- und Geldaufwand versus Einnahmen durch zusätzlich verkaufte Produkte. (Ich glaube, der Betriebswirt nennt das heute Return on Investment.)


    Wie gesagt, ich habe mir einige Autorenwebseiten angeschaut, und bei nicht wenigen den Eindruck erhalten, daß sie nicht aus einem eigenen inneren Bedürfnis, sondern vielmehr dem (zumindest gefühlten) Drang adabei zu sein, entspringen. "Die Leute sagen, man müsse eine Webseite haben, also mache ich mir halt auch eine." (Vielleicht liegt das aber auch daran, daß alle heute dieselben Tools und Vorlagen verwenden, und die Seiten demenstprechen alle irgendwie gleich steril ausschauen.)

    Vielleicht ist es eine Frage des Alters. Als ich noch ein junges Kätzchen war, habe ich auch von Ruhm und Reichtum geträumt. Inzwischen bin ich alt und weiß, daß ich (relativ) bald sterben muß, und nichts von alledem Ruhm und Geld mitnehmen kann. Und ich habe gesehen, wie Leute, denen man eben noch zugejubelt, schon gekreuzigt wurden. Es ist also alles vergänglich. (Oder wie man zu meiner Zeit sagte: Nihil sub sole perpetuum.)

    Mag sein, daß ich auch von meinem Wesen her asozial bin und mir nicht viel aus Menschen und ihrer Gesellschaft mache. Ich weiß wohl, daß der Mensch ein Herdentier ist und als solches von Natur aus bestrebt ist, sich einen Platz unter seinesgleichen zu erstreiten. Insofern verurteile ich niemanden, wenn er gefallen möchte, wenn er gelobt, und anerkannt sein will und den Wettbewerb sucht. Es ist nur eine Eigenschaft, die mir weitgehend wesensfremd ist. Als Außenstehender beobachte ich die Menschen gerne, aber ich nehme nicht an ihren Unternehmungen teil. (Und ja, ich bin mir der Ironie bewußt, diese Aussagen in einem sozialen Medium zu tätigen, das dem Austausch unter Menschen dient. Aber manchmal ist eine Katze eben auch nur eine Art Mensch. ^^")

    Wenn jemand Freude daran hat, so etwas zu programmieren und zu unterhalten, dann sei es ihm unbenommen. Die Frage ist halt, ob es auch effizient ist, oder ob man durch die Nutzung vorhandener Plattformen wie Facebook, Twitter, Tinder, usw. nicht mit weniger Aufwand mehr Menschen erreicht.

    Die Frage kann ich dir ganz leicht beantworten: so lange die ca. 6000 Verlage in Deutschland nicht alle komplett gleichgeschaltet sind, wird es immer irgend einen geben, der dich nicht nimmt, weil du den falschen Namen, das falsche Alter, die falsche Nationalität, das falsche Geschlecht hast, oder die falsche Partei unterstützest. Oder er deine Art zu Schreiben und deine Geschichten nicht ausstehen kann. Und aus genau den gleichen Gründen wird ein anderer dich nehmen.

    Mit anderen Worten: In der Theorie sind Verleger Geschäftsleute, welche die besten Manuskripte kaufen um daraus die profitabelsten Produkte für den Markt zu generieren - in der Praxis sind alle irgendwie Menschen, die mehr oder weniger irrational und somit unberechenbar handeln.

    Kurz gesagt: der Preis kann dir nützen, er kann dir schaden, oder er interessiert keinen.


    (Und um die persönliche Frage zu beantworten: Ich nehme grundsätzlich an keinen Preisausschreiben teil, und würde auch grundsätzlich keine Preise, Ehrungen, Orden oder andere Auszeichnungen entgegen nehmen. Der Literaturmarkt interessiert mich nicht. Ich schreibe aus rein privatem Vergnügen. Ruhm und Anerkennung bedeuten mir nichts. Allerdings liebe ich Geld. (Und letzteres wäre auch der einzige Grund, wieso ich überhaupt je mit einem Verlag ins Geschäft zu kommen versuchen würde. Da ich aber weiß, daß meine Kunst nicht den Massengeschmack trifft, ich aber mit Nischenprodukten kein Geld mache, sehe ich keinen Sinn darin, es überhaupt zu versuchen.))