In meinen Thüringer Wald-Krimis habe ich einen fiktiven Handlungsort, der sich allerdings stark an tatsächlich existierende Orte anlehnt. Mittlerweile rätseln die Leserinnen und Leser sogar, um welche es sich tatsächlich handeln könnte. Das war bei der letzten Lesung besonders witzig, da sie in der Ortschaft stattfand, die Hauptpatin für den Handlungsort gewesen ist und ich mit einigen danach noch in einer Bar war, die ebenfalls (unter anderem Namen) in den Büchern vorkommt. Einige hatten richtig geraten, andere waren überrascht.
Mir ging es darum Distanz zu gewinnen, da sich sonst diverse Personen auf den Schlips getreten fühlen könnten. Auch bei Gastronomischen Einrichtung und/oder Beherbungsunternehmen, würde ich nicht unbedingt reale Lokale nehmen, da sie in der Geschichte eventuell nicht so wegkommen, wie sie es gerne hätten.
Wichtige Orte aus der Gegend, habe ich natürlich so gelassen. Es wäre sinnfrei, den Rennsteig anders zu nennen. Ebenso die dortigen Streckenpunkte. Wie weiter oben schon erwähnt wurde, haben einige Leserinnen und Leser Freude daran, bestimmte Orte aus den Büchern zu besuchen.
Aber so ganz generell, stimme ich Tom zu: Wichtig ist, dass die Geschichte funktioniert und wenn es kurz erläutert wird, sollte das für die meisten auch passen. Ich kenne den Lokalstolz des Ruhrgebiets nicht, aber du wirst es ohnehin nie allen recht machen können.