Beiträge von IngridH

    Herzlich willkommen, Tjan!


    Ich arbeite als freie Lektorin und könnte dir Kolleginnen empfehlen, die sich speziell mit dem Genre Fantasy beschäftigen. Und die auch nur ein paar Seiten bearbeiten, falls du das möchtest. Vieles ist individuell vereinbar. Falls du Bedarf hast, melde dich bei mir.


    Ich bin keine Spezialistin im Genre, aber ich habe den Eindruck, dass Fantasy im Jugendbuch sehr gut geht. Unser Ex-Forumsmitglied Jenny Benkau zum Beispiel ist mit ihrem aktuellen Titel "One True Queen" erfolgreich. Und eine meiner Kundinnen hat eine Trilogie bei Carlsen untergebracht, eben ist der dritte Teil erschienen.


    Probier's einfach aus!

    Na ja, aus eigener Erfahrung: Freie Lektorinnen werden von Verlagen in der Regel so schlecht bezahlt, dass sie sicher nicht übererfüllen. Aber die eigenen Vorlieben lassen sich bei aller Professionalität nicht abstreifen.


    Mit gefällt die Szene, Monika, und ich lasse bei Liebesszenen auch gern Raum. Ich (als freie Lektorin) würde das nicht ausbauen.

    Für mich stellt sich die Frage noch allgemeiner: Was heißt überhaupt, irgendwo "angekommen" zu sein? Auch dafür sehe ich keine allgemeingültige Definiton, sondern nur eine individuelle. Das gilt aber auch für andere Branchen. Ich habe über zwanzig Jahre in der IT gearbeitet (verkauft), aber nie wirklich etwas davon verstanden. War ich jemals "angekommen"?


    Und wenn ich länger darüber nachdenke, frage ich mich sogar, ob ich überhaupt irgendwo "ankommen" will, außer bei mir zu Hause.

    Fragen kostet doch nichts. Mehr als ein Nein riskieren die Fragenden nicht, und mit ein paar blöden Kommentaren können sie bestimmt umgehen. Wer was an den Mann oder die Frau bringen will, darf nicht zimperlich sein.

    Ich kenne einen Autor, der seinen ersten Roman so finanziert und veröffentlicht hat. Warum denn nicht? Kann doch jeder selbst entscheiden, ob er mitmachen will und wie viel ihm das wert ist. Reich wird damit sicher niemand, aber das gilt wohl für Literatur allgemein.

    Ich finde Heikes Post weder oberlehrerhafter noch ungehöriger als andere. Und Didis Statement, in dem er mit Nachdruck das Wort wiederholt, das uns die ganze Zeit aufstößt, und das mit "wer das macht, hat 'ne Meise" endet, finde ich auch nicht besonders konstruktiv.


    Dieser Fred hat sich nicht gerade dadurch ausgezeichnet, dass "wir" andere Meinungen aushalten. Das ist mein - natürlich subjektives - Fazit aus den letzten Tagen, und ich kann mir in Ruhe überlegen, wie ich damit umgehe.

    Lieber Tom,


    du hast diesen Text geschrieben, mit all den Provokationen und Hau-drauf-Witzen. Wie wäre der denn zu trennen von dir als Person? Das ist kein sachlicher, differenzierter Text, der alle Seiten beleuchtet. Ich verstehe, dass dir die Kritik nahegeht, aber ich kann nicht erkennen, dass Heike dich in ihrem Post persönlich angreift.


    Zwischen Diktat, Tyrannei und sanftem Druck ist ein himmelweiter Unterschied, das weißt du. Und davon, dass "alte weiße Männer" – oder Männer überhaupt – nichts mehr sagen dürften, weil eine Marschrichtung vorgegeben wird, sind wir Lichtjahre entfernt. Wer sollte die Richtung denn vorgeben? Die anderen, die Frauen, die Emanzen, die Genderwahnsinnigen, die Politik oder wer sonst? Du kannst immer noch alles sagen und schreiben, was du willst. Dass das Ergebnis unter Umständen nicht allen gefällt, ist dir bestimmt bewusst.


    Vielleicht lacht keiner mehr, weil es nichts zu lachen gibt. Weil es einfach nicht lustig ist. So wie die Auftritte des viel zitierten Dieter Nuhr, den ich früher mochte, aber inzwischen unerträglich finde. Und das hat nichts damit zu tun, dass er alt, weiß und ein Mann ist. Er ist schlicht nicht witzig.


    In einem Kommentar zu deinem Text stand sinngemäß: "Vielleicht fällt den Leuten, die sich lautstark darüber beschweren, dass sie nichts mehr sagen dürfen, einfach nichts Neues mehr ein." Da ist was dran.


    Viele Grüße

    Ingrid

    Ja, Tom, der Text war für'n Arsch. Meiner Meinung nach. Dir geht es im Kern um Freiheit, das nehme ich dir ab. Weil ich dich schon länger kenne. Für die breite Öffentlichkeit hast du das, was dir so wichtig ist, in einem viel zu langen und pointengeilen Text versteckt. Und dabei hast du den Bogen so überspannt, dass hauptsächlich die groben Pointen hängen bleiben.


    "Ich will immer noch alles sagen dürfen, aber trotzdem in keine Schublade gesteckt werden." Echt jetzt? Ich habe diesen Maulkorb noch nie erlebt und überlege mir auch nicht proaktiv, ob ich jemanden verletzen oder mich jemand für meine Äußerungen blöd finden könnte. Stattdessen vertraue ich auf meinen gesunden Menschenverstand, der mich hoffentlich nicht verlässt. Und ich entschuldige mich, sollte ich mich damit vertun.


    Auf Twitter gab’s eben keinen Shitstorm zu deinem Text, nur (meistens gesittete) negative Kommentare und ein bisschen Wind um die Frau, die sich plagiiert fühlt. Hast du nicht genug provoziert? Oder gibt’s die große Gruppe derer, die sich so überzogen um politische Korrektheit kümmert, gar nicht? Du schreibst selbst, dass es zum Beispiel bei Stefan Schwarz nur um eine Kritikerin ging.


    Zum Thema Verletzen: Du hast mir (zu einem anderen Thema) geschrieben, wer sich verletzt fühle, sollte an der Diskussion einfach nicht teilnehmen. Wirklich? Denkst du das auch noch, wenn kaum mehr jemand mitdiskutiert?


    Viele Grüße

    Ingrid

    Ich schiebe keinen neuen Aufsatz hinterher, sondern schließe mich allem an, was Heike geschrieben hat. Auch ihrem ersten Absatz. Danke, Heike! Du sprichst aus, worüber ich nachdenke.


    Ich sehe bei Twitter übrigens negatives Feedback zu deinem Artikel, Tom, aber weder einen Sitstorm noch eine Person, die sich als Multiplikator für negative Kommentare betätigt. Obwohl es meine Filterblase durchaus hergeben würde.