Beiträge von IngridH

    Ich bin immer noch in der "Selfpublishing"-Gruppe, die sehr oft nervt, aber dank Matthias Mattings Moderation nicht ganz entgleist und auch gute Tipps liefert. Echt brauchbar und professionell ist "Lektorat und Korrektorat", wo sich lauter Sprach-Nerds tummeln. In Diana Hillebrands Gruppe "Heute schon geschrieben" ging es auch gesittet zu, aber die Gruppe ist eingeschlafen, denke ich.


    Die Gruppe, die allen gerecht wird, gibt's nicht. Die Bedürfnisse sind zu unterschiedlich, und die Toleranzschwelle ist sowieso höchst individuell.

    Und was ein Lektorat angeht: Das nutzt erst etwas, wenn das Manuskript etwas taugt. Bei vielen Manuskripten wäre der Aufwand derart hoch, dass es einfacher wäre es von jemand anderem neu schreiben zu lassen. Welcher Verlag würde sich so etwas antun?

    Das gilt auch für den Weg ohne Verlag (z. B. Selfpublishing): Manche Manuskripte sind so schlecht, dass sie auch eine freie Lektorin nicht anfassen würde. Der Aufwand, aus einem "ungenügend" wenigstens ein "befriedigend" zu machen, ist nicht zu bezahlen.

    Wie wird denn da heuzutage gearbeitet? Als ich mich vor zwanzig Jahren damit etwas beschäftigte, gab es normierte Korrekturzeichen, die man in eine nach Normvorgabe erstellte Papierseite einfügte. Wie macht man denn das in Zeiten der Textverarbeitungsprogramme? Gibt es da Standards?

    Word mit Änderungsmodus ist quasi der Standard. Je nach Kundenvorgaben bzw. -wünschen und Aufgaben gibt es auch Redaktionssysteme, gemeinsames Arbeiten in Papyrus Autor, PDF, OpenOffice, Excel usw.


    Ob die Dokumente dann über Mail, Post, Dropbox oder irgendwelche anderen Wege ausgetauscht bzw. gemeinsam bearbeitet werden, ist auch abhängig davon, was die Parteien vereinbaren.

    Mal eine Hausnummer zum Grübeln: Ein seriöser Lektor bzw. eine seriöse Lektorin schafft zwischen 8 und 12 Normseiten pro Stunde, bei einem annehmbaren bis sehr guten Text. Und es klappt so gut wie nie mit einem einzigen Durchgang. Aus einem schlechten Text - davon gibt's mehr als genug - einen brauchbaren zu zaubern, ist Schwerstarbeit. Wenn du das hier mal eben so erledigt haben möchtest, vergiss es gleich wieder!


    Und: Buchsatz, Cover und Korrektorat braucht's immer, egal, welches Format du anstrebst. Nur Qualität lässt sich irgendwie vermarkten. Ja, Ausnahmen bestätigen die Regel, manche Genres verzeihen alles. Aber hier will niemand Schund produzieren.

    Ich schließe mich an: Es ist wichtig, sich nicht alles gefallen zu lassen und das abzulehnen, was nicht passt. Wer sich immer nur runterhandeln lässt, traut sich irgendwann gar nichts mehr zu. Das kommt dem Gegenüber dann entweder gelegen oder dessen Respekt schwindet komplett. Ich habe in meiner Zeit als IT-Vertriebsfrau um die Preise gekämpft und mache das auch als Lektorin. Es ist schwer, lohnt sich aber.


    Im Verlagswesen gibt es sehr viel mehr Manuskripte als Programmplätze. Das heißt aber nicht, dass deine Zeit nichts wert ist. Und wenn du das Warten aushalten kannst, kommt ganz sicher etwas Passendes nach. Alle Daumen sind gedrückt, Nina!

    Ich würde auch nicht über Corona schreiben und auch nichts darüber lesen wollen. Eine Bekannte hatte ein derartige Umfrage bei Facebook gestartet, und nur ein Drittel der Antwortenden (aber immerhin) hatte Interesse an solchen Geschichten.


    Mir fällt es gerade schwer, überhaupt fiktional zu schreiben. An meinem Roman weiterzuschreiben und das Personal einander naherücken und ungetrübt feiern zu lassen, ist irgendwie befremdend. Ich bin auch optimistisch, dass wir die Pandemie überstehen werden, aber die Eindrücke werden sich in unseren Geschichten wiederfinden. Wir haben auf einmal ganz unmittelbar mit Beschränkungen, Existenzängsten und Angst um unsere Gesundheit und die unserer Lieben zu tun. Die meisten von uns kannten das bisher nicht in der Tragweite. Die Eindrücke werden sich in unserem Unterbewusstsein einnisten und das Schreiben beeinflussen. Vielleicht ist es ein guter Weg, mit dem Monströsen um uns herum umzugehen.

    Schön, dass du uns gefunden hast, Franz. Magst du dich erst im Vestibül offiziell vorstellen? Danach kriegst du sicher auch Antworten auf deine Fragen.

    Das sich leicht googeln, Birgit.


    Beispiele, die sich eignen:

    Primrose = Primel, Daffodil = Narzisse, Dandelion = Löwenzahn, Snowdrop = Schneeglöckchen, Snowflake = Märzenbecher


    Ivy = Efeu gefällt mir auch gut.

    Sehr empfehlenswert ist der tägliche Podcast des Virologen Prof. Dr. Drosten beim NDR, hier zu finden und auch schriftlich zu haben.


    Drosten spricht offen und unaufgeregt über die neuesten Entwicklungen. Es macht ein bisschen Angst, aber beruhigt auch - so paradox es klingt. In der heutigen Folge erzählt Drosten unter anderem, dass es bei den Vorsichtsmaßnahmen darum geht, ältere und kränkere Menschen nicht anzustecken. Über 60 wird's exponenziell gefährlicher. In der Gruppe über 80 sterben zum Beispiel 25 % der Infizierten, insgesamt etwas mehr Männer als Frauen.

    Ich habe Petra Reskis Facebook-Post letzte Woche gesehen und ihren Blogbeitrag überflogen. Danach geht es nicht nur um die Danksagung, sondern darum, dass die Herren von ihr abgeschrieben und sie hintergangen haben.


    Was wahr ist, kann ich nicht beurteilen. Aber es ist komplexer, als der Post suggeriert.