Beiträge von IngridH

    Ich kenne zwei Frauen, die selbst publiziert haben und dann von einem Verlag bzw. einer Agentur gecastet wurden. Und ich kann mich daran erinnern, dass Bastei-Lübbe vor ein paar Jahren die Autorensofa-Autorinnen (vorwiegend Liebesroman- und Krimiautorinnen im Selfpublishing) auf deren FBM-Stand per Speed-Dating abgeklappert hat.


    Die Verlage haben den Selfpublishing-Markt im Blick. Wer dort Erfolg hat und auch noch die Zielgruppe eines Verlags bedient, ist sicher interessant.


    Mach mit, Friecko :thumbup: Da gibt's nichts zu verlieren.

    Ich habe eben irgendwo gelesen, dass es im Englischen eine bestimmte Reihung der Adjektive gibt. Aber eine so granulare Regelung, wie ChatGPT sie aufführt, habe ich noch in keiner Sprache gesehen. Ich stelle die Frage bei Gelegenheit mal im VFLL.


    Wahrscheinlich machen wir es in der jeweiligen Muttersprache intuitiv richtig. In der Logik, die Sabine beschreibt.

    Ich bin auch da und hätte noch Codes. Bei Bluesky ist viel los, finde ich, aber es ist kein Ersatz für Twitter in seiner früheren Vielfalt.

    Ich würde mich auch schwertun, dem Roman Sterne zu verleihen. Aber eher zwischen 3 und 4, denke ich.


    Das Corona-Thema ist mir bewusst, aber das „immer schon“ war es seltsamerweise nicht. Asiaten waren immer schon diskriminiert, genau wie Afroamerikaner und Latinos – wie könnte es auch anders sein. Celeste Ngs Eltern – als Hongkong-Chinesen auch unter den Chinesen speziell – haben alles dafür getan, nicht aufzufallen, und das an ihr Kind weitergegeben. Das ist existenziell und sicher prägend, auch wenn es Celeste Ng nicht anzumerken ist. Ihr zuzusehen und zuzuhören war rundum bereichernd.

    Ich hatte im Dezember die Gelegenheit, Celeste Ng im Münchner Amerikahaus live zu erleben. Sie hat nicht selbst gelesen, aber viel aus ihrem eigenen Leben erzählt – locker, klug und eloquent. Die Veranstaltung war unmittelbar vor den dramatischen Midterm-Wahlen in den USA, also politisch noch stärker aufgeladen und für mich noch interessanter. Celeste Ngs Eltern sind Hongkong-Chinesen, die vor vielen Jahren in die USA migriert sind, und die Familie hat alles an Diskriminierung erlebt. Mir war nicht bewusst, wie diskriminiert asiatisch gelesene Menschen in den USA sind, nicht erst sein Corona.


    Langer Einleitung kurzer Sinn: Die Autorin selbst erlebt zu haben, schafft mir etwas mehr Zugang zu ihrem neuen Buch. Ich habe vor allem „Was ich euch nicht erzählte“ geliebt. Aber mit dem neuen Roman bin ich nicht recht warmgeworden, auch wenn er versiert geschrieben ist. Du sprichst mir mit deiner Bewertung ein wenig aus der Seele, Tom. Aber ich würde doch mehr als zwei Sterne vergeben.

    Das sind doch Fotos von dir, also bestimmst du mit. Für die vorhin erwähnten Interviews (Autorenportraits in einem Magazin) liefern die Kandidatinnen immer eigene Fotos. Aber vielleicht macht das eine Tageszeitung anders. Den Versuch ist es wert, denke ich.


    Zu den Kosten: Richtig gute Porträtfotos kosten Geld, weil eine versierte Fotografin nicht nur drei Fotos macht, sondern eher 300, und dann die besten aussucht und bearbeitet. Presse- bzw. Printqualität sollten sie auf jeden Fall haben, dann kannst du sie vielfältig nutzen.

    Such dir selbst einen Fotografen oder eine Fotografin und lass ein paar gute (printfähige!) Fotos von dir machen. Dann hast du das Ergebnis selbst in der Hand, kannst die Fotos auf deine Website stellen und für verschiedene Zwecke nutzen. Das ist nicht billig, aber du kannst als Autorin die Kosten von der Steuer absetzen.


    Ich würde niemals Fotos in meiner Wohnung machen lassen, mein Wohnzimmer geht niemanden was an. Die Fotografin meines Vertrauens hat mich einmal in unserem Garten und im nahen Park aufgenommen, letztes Mal (im Winter) vor einer weißen Wand in ihrem eigenen Wohnzimmer.


    Dazu gab's im Magazin der selfpublisher einen Artikel von Birgit-Kathrin Duval, den ich damals redigieren durfte. Ich mache für das Magazin immer noch Interviews und brauche von jedem Autor und jeder Autorin ein printfähiges Foto.

    Für fundierte Originalität braucht's ein Händchen. Und jemanden in der Agentur oder im Verlag, der genau darauf anspringt.


    Alle Ehre, dass es der Frau gelungen ist! Ich kenne auch zwei andere, die das erfolgreich hinkriegen. Eine davon schreibt darüber im Uschtrin-Handbuch.


    Aber mir graut davor, eine Regel abzuleiten. Ich kann mir all die superoriginellen Werke lebhaft vorstellen ... :rolleyes:

    Flüstern finde ich hier genau passend, Christian J. Im Beichtstuhl spricht man nicht leise, sondern flüstert. Und das ist ein korrektes Inquit, weil es „tonlos sprechen“ ist.


    Ich reagiere nur allergisch auf zu viele Adverbien und auf Ausdrücke wie „lachte er“, die nichts mit Sprechen zu tun haben. Als freie Lektorin sehe ich ziemlich viel „Vielfalt“ 8)

    Flüstern ist flüstern, also tonlos. Leise sprechen hat mehr Nuancen, ist für mich nicht das Gleiche. Ist dein Protagonist oder die Protagonistin im Beichtstuhl, Christian J. ? Dann würde er flüstern, meine ich.


    Silke , nur weil‘s irgendwo steht oder allgemein anerkannt ist, wird‘s nicht besser. Ich ärgere mich über so etwas immer, unabhängig vom Verfasser.