Beiträge von IngridH

    Anfrage starten, Angebot einholen! Den Link zum VFLL findest du in meinem letzten Post.


    Du bestimmst, was du haben möchtest. In der Regel errechnet sich der Preis des Korrektorats aus der Qualität des Textes: Wenn jede Zeile fünf Fehler enthält, wird es deutlich zeitaufwendiger und teuerer sein, als wenn auf jeder Seite ein paar Fehler zu finden sind.


    Das ist keine Bereicherung, sondern ein Abschätzen das Aufwands. Normales Geschäftsgebaren von Leuten, die ordentlich bezahlt werden wollen.

    Ist denn dein Lektor länger krank, Sondengeher? Es gibt im Verband VFLL bestimmt Leute, die einspringen könnten, dabei sind Umfang und Preis immer verhandelbar. Dort findest du auch seriöse Korrektorinnen und Korrektoren.


    Bereichern ... Lektorat und Korrektorat sind echte, anstrengende Arbeit, die eher schlecht bezahlt ist. Sich dabei zu bereichern, halte ich fast für unmöglich.

    Wer super Marketing macht und gleichzeitig ein Produkt verkauft, das nicht gut ist, verkauft in der Regel nur ein einziges Mal. Danach ist der Ruf bei diesem Kunden zumindest angeschlagen. Das ist meine Erfahrung aus vielen Jahren im Vertrieb -- und gesunder Menschenverstand, würde ich sagen.


    Ich möchte nichts bewerben und verkaufen, was nicht gut ist. Und ich möchte auf der anderen Seite auch nichts Derartiges kaufen und lesen.

    Für den Besuch in Florenz (und Venedig) empfehle ich Dan Brown's Inferno. ^^


    Wir waren vor Jahren mal kurz in Florenz, und ich habe mich dort auch wohlgefühlt. Ich mag auch Venedig sehr gern, weil man dem Trubel gut aus dem Weg gehen kann. Die Basilika und das Museum haben wir uns angesehen, als wir mal Anfang Dezember dort waren. Es gab in der Stadt kaum Vorweihnachtliches, und viele Restaurants waren geschlossen, aber es war grandios, die Plätze, Gassen und Kanäle bei winterlichem Sonnenschein so leer zu erleben.


    Alles eine Frage des Timings, zumindest im Süden. Aber wahrscheinlich gibt's in jeder Stadt eine Haupt- und Nebensaison.

    ... oder, deutlich profaner, Dan Brown, in dessen Romanen die jeweilige Stadt eine zentrale Rolle spielt. Manche Kapitel sind so detailgetreu, dass sie sich lesen wie Texte aus einem Reiseführer. Und manchmal -- sehr manchmal -- habe ich dabei fast vergessen, dass die Story ziemlich hanebüchen ist.


    Und wenn ich nachdenke, fallen mir auch andere ein, zum Beispiel die New-York-Klassiker von Paul Auster, Siri Hustvedt, Meg Wollitzer ...


    Ich finde den Ort auch wichtig, aber eher all das, was der Ort ausstrahlt, wie er sich anfühlt: Geräusche, Gerüche, Besonderheiten, Historisches ...

    Noch einmal zum Verkaufstalent: Vor allem für Selfpublisher ist es wichtig, das eigene Werk auch verkaufen zu können. Wer den Markt nicht versteht oder nicht verstehen will, kann eine perfekt polierte Perle produziert haben, die trotzdem untergeht. Gleiches gilt, wenn man nicht dauernd Nachschub generiert. Und Ähnliches gilt vermutlich für alle, die nicht gerade einen Spitzenplatz in einem namhaften Verlag ergattern.


    Aber das ist nicht die wichtigste Eigenschaft für einen Schriftsteller oder eine Schriftstellerin. Der oder die sollte zuallererst schreiben können, mit allem, was hier schon aufgezählt wurde.

    Ich denke mir oft und in ganz unterschiedlichem Kontext: Was vor einem Aber-Satz kommt, kann man in der Regel komplett vergessen.


    Eine Bekannte hat von ihrer Psychologin gelernt, Aber-Sätze mit "Und gleichzeitig" zu beginnen. Das ändert nicht viel. Und gleichzeitig (!) ist es für mich eine gute Übung, weil ich das nicht so hinwerfen kann, sondern genauer überlegen muss, was ich sagen will.

    Ich will erst mal gesund bleiben und wieder fit werden. So eine Radiusfraktur wie im Juli ist gar nicht so lustig, hat aber einiges zurechtgerückt.


    Literarisch betrachtet:

    Ich möchte immer noch gerne einen Verlag für eins meiner fertigen Projekte finden und habe Ende des Jahres ein Exposé an einen Verlag geschickt. Ich habe wenig zu verlieren, und schließlich konnte ich mit diesem Projekt schon mal eine Agentin überzeugen. -- Außerdem will ich an dem Romanprojekt, das ich schon lange im Kopf habe, weiterschreiben und probieren, ob es dramaturgisch so aufgeht, wie ich es mir vorstelle. Und ja, vielleicht probiere ich auch wieder das Kurzgeschichtenschreiben und schaffe es doch mal, an einem Wettbewerb teilzunehmen.

    Ich habe im letzten Jahr (zufällig) einige deutschsprachige Romane gelesen, zum Beispiel von Marc-Uwe Kling, Ursula Poznanski, Caroline Wahl, Peter Grandl, Jennifer Benkau. Einige Werke fand ich gut, andere haben mich nicht überzeugt, etwa das gehypte "Reset".


    Mein Highlight das Jahres war "Für Polina" von Takis Würger, ebenfalls deutschsprachig.


    Also keine Ahnung, woran es bei dir lag. Vielleicht hat sie dir ein Algorithmus vorenthalten.

    Ich mochte Babel nicht besonders. Es war mir zu trocken, zu wissenschaftlich für ein fantastisches Werk, wenn ich mich richtig erinnere.


    Nach euren positiven Kommentaren will ich es trotzdem bald mit Yellowface probieren. Es liegt schon auf dem virtuellen Stapel. Und vielleicht habe ich dann noch Lust auf Katabasis.

    Ich finde das Foto nicht martialisch, sondern einfach nur ernst. Er erzählt aus seinem Leben, und da er als Nato-Generalsekretär in den letzten Jahren vermutlich wenig zu lachen hatte, finde ich das Bild sehr passend. Es gefällt mir, und über meinen Kopf sieht er auch nicht hinweg, als wäre ich Luft.


    Jens Stoltenberg habe ich immer als professionell und ausgleichend empfunden, nie in irgendeiner Form als cäsarisch.