Beiträge von Anja

    Hat sich außer mir schon jemand daran gemacht, die vier Bände über die beiden Freundinnen Lila und Lenu zu lesen? Wenn nicht, dann kann ich nur empfehlen, sich an die "Arbeit" zu machen!

    Ich habe die Bücher angehört, gelesen von Eva Mattes, und sie macht das wirklich großartig.

    Ich habe nur noch wenig zu hören, und dann wird mir dieses ganze arme neapolitanische Viertel, in dem die vier Bände vorwiegend spielen, fehlen. Die Menschen dort auch, selbst wenn sie beileibe nicht alle freundlich sind.


    Es ist die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft zwischen zwei Frauen. Es ist aber auch die Geschichte über ein Stadtviertel und seine Bewohner, über die Machenschaften der Camorra, über Frauenbilder vom Neapel der 50er-Jahre bis in die Gegenwart. Es geht um die Chance auf Bildung, um die Lebenswege der beiden Protagonistinnen, die sich weit weg von Klischees in einem ständigen Auf und Ab bewegen. Wechselnde Geschichten statt einer stringenten Entwicklung.


    Aber ich will gar nicht viel mehr zum Inhalt erzählen, diese Bücher wurden so lange in den Medien herumgereicht, dass inzwischen wahrscheinlich jeder schon mal irgendwas davon gehört hat.

    Ich kann sie nur allen als (Sommer)Lektüre empfehlen. Zwei der Bücher wurden übrigens inzwischen verfilmt. Pro Band sind das ca. 8 Filmstunden, man bekommt die Staffeln auf Amazon Prime. Und sogar die filmische Umsetzung gefällt mir persönlich richtig gut.

    Es endet alles damit, dass man über Nebulöses schreibt. Daher verlinke ich jetzt die Seite allesdichtmachen.de . Da steht eine Einleitung (die auch nicht für alle Teilnehmer steht), und da sind Videos.


    Bitte werden wir doch konkret. Was ist genau das Problem? Ich habe die Videos auf der Seite längst nicht alle gesehen, aber vielleicht kann mich jemand aufklären?

    Ich persönlich finde das Ganze nur insofern "problematisch", als ich der Meinung bin, dass es einfach ist, einer schwierigen Sachlage mit Ironie zu begegnen. Ich denke auch, dass sehr vieles am Coronamanagement falsch gelaufen ist und nach wie vor falsch läuft. Im Grunde ist es sogar so, dass sich für jede Entscheidung, die aktuell getroffen wird, zehn Gegenargumente finden lassen. Da ist es nicht schwer, ironische Stellungnahmen zu veröffentlichen, sie bieten sich geradezu an.


    Ich habe einige der Videos gesehen und kann ihnen inhaltlich zum Teil sogar zustimmen. Aber ich denke fast, Ironie ist hier nicht die passende Antwort, weil man es sich mit Ironie immer auch ein bisschen leicht macht. Im Sinne von "lästern kann jeder".


    Dazu kommt, dass es nicht wenige Menschen gibt, die sich an dem, was Prominente sagen, orientieren. Und da frage ich mich tatsächlich, ob es in dieser emotional explosiven Situation so schlau ist, auf die Coronapolitik mit Süffisanz zu reagieren. Die Bevölkerung ist gespalten: Die einen wollen einen ganz rigorosen Lockdown, um das alles endlich in den Griff zu bekommen, den anderen hängt jede noch so simple Maßnahme nur noch zum Hals raus. Sachlich diskutieren kann man kaum noch, schon deshalb nicht, weil viel zu viele in ihrer materiellen Existenz gefährdet sind.


    Und nun werden, was zu befürchten war, all diese Schauspieler von den Falschen vereinnahmt. Und eventuell in ihrer Ironie von ihnen auch noch als richtungsweisend verstanden: "Wenn sogar Herr Liefers, wenn auch Frau Folkerts das sagt, dann ..." Dabei haben sie oft sogar etwas ganz anderes gesagt, als nun daraus gemacht wird. Weil aktuell jede Fraktion (Maßnahmenbefürworter und Maßnahmengegner) nach prominenten Fürsprechern für ihren Standpunkt sucht und gerade die Gegner der Maßnahmen ihre Fürsprecher hier idiotischweise zu finden glauben.


    Ich stehe der Aktion kritisch gegenüber, weil von Anfang an die Gefahr bestand, dass sich die Falschen durch die Beiträge in ihrer Position bestätigt sehen. Und da geht es gar nicht mehr um die einzelnen Inhalte einzelner Videos, sondern um die Richtung dieser Aktion im Ganzen.


    Schwer zu erklären, ich merke es.


    Die Aktion hat die breite Masse angesprochen, und die breite Masse hat ganz anders reagiert, als sich die Künstler das vermutlich vorgestellt hatten. Weil im Moment eine sachliche Diskussion (die einzelne Beiträge durchaus anstoßen wollten, etwa der von Herrn Liefers) gar nicht mehr möglich ist.


    Aber Berufsverbot ...? Und Hassmails ...? Und Drohungen ...? In was für einer Gesellschaft leben wir denn? Oder haben wir schon immer in so einer Gesellschaft gelebt, nur haben mit der Verbreitung der sozialen Medien all diese Schwachköpfe endlich die Chance, ihre Parolen unters Volk zu bringen, wann und sooft sie wollen?!

    Ja, das wäre das nächste, was neben den Like-Button verschwinden müsste. Diese Art von unmoderierten "Diskussionsmöglichkeiten" haben in ernsthaften Medien nichts zu suchen. Damit werden nur die Stammtische verlagert und eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Thema unmöglich gemacht.

    In der Kommentarfunktion der Zeitungen natürlich auch.

    Ich hatte mich allerdings eben auf FB bezogen. Manchmal lese ich in die Diskussionen hinein, die unter den Artikeln stehen. Aber ich breche in der Regel gleich wieder ab. Das ist dermaßen unterirdisch zum großen Teil. Und ich habe auch den Eindruck, dass da eine Masse Leute unterwegs sind, die einfach nur aufmischen wollen.

    Es gibt eine ganz einfache Regel: Wenn du etwas erreichen willst, dann wähle die entsprechenden Mittel. Und dazu gehört eine Lageanalyse, welche gezeigt hätte, dass man in der derzeitigen Situation besser keine Späßken macht, weil
    die allgemeine Situation in jeglicher Hinsicht schon länger aufgeschaukelt ist und die Leute inzwischen überall und bei jedem Thema überreagieren (das ist schlimm, aber so ist es im Moment, und deshalb muss man das in seine Aktionen einbeziehen, wenn man ein bestimmtes Ergebnis erreichen will und sich nicht plötzlich auf der entgegengesetzten Seite wiederfinden möchte)
    in dieser speziellen Situation viele Leute noch mehr und stärker am Limit sind als andere, weil die Lebenswirklichkeiten im Moment extrem auseinanderklaffen.

    Weil wir ja von der Like-Kultur wegkommen möchten: Das sehe ich genauso wie Du.

    Und Schauspieler, die sich jetzt auf ironische Weise bemerkbar machen und deren Maßnahmen kritiseiren, in die rechte Ecke schieben zu wollen, finde ich einfach zum Kotzen.

    So wie ich es verstehe, schiebt sie dort auch niemand hin. Sie werden vielmehr von ihnen, von AfD, Verschwörungstheoretikern, Corona-Leugnern, sprich: von dieser ganzen unseligen Truppe aus Hetzern und Spinnern vereinnahmt.

    Und genau deshalb würde ich die Aktion auch als ausgesprochen missglückt bezeichnen. Denn genau DAS hatten all diese Schauspieler ja nun wirklich nicht beabsichtigt. Klar, man weiß nie, aus welcher Ecke plötzlich die Fans kommen. Aber in diesem Fall war das meiner Ansicht nach leider absehbar.


    Nachtrag: Berufsverbot? Weshalb bitte? Weil man sich öffentlich äußert? Vorweg: Das hier ist jetzt Polemik: Hat mal jemand darüber nachgedacht, einigen Leuten, die sich da gerade in den sozialen Netzwerken breitmachen, den Internetzugang zu sperren? Dem Niveau der sogenannten Diskussionen, die mittlerweile unter jedem verlinkten Zeitungsartikel stehen, wäre das sicher zuträglich.

    Ich denke, diese Aktion führt uns vor allem das Elend der sogenannten "sozialen" Medien vor Augen, die zunehmend zu asozialen Medien verkommen oder noch nie etwas anderes waren.


    Sicher, man KANN FB und Co nutzen, ich bin ja selber dort aktiv und auch gerne aktiv. Allerdings ist es eben auch so, dass jeder, der immer schon mal was sagen wollte und der Meinung war, dass ihm viel zu wenig Leute zuhören, sich dort jetzt auslässt. Jeder, der irgendwie die Tastatur bedienen kann, tut das auch, auf welchem Niveau, lässt sich meistens (wenn auch nicht immer) schon an der Orthographie erkennen.


    Insofern glaube ich, diese Aktion ist gründlich nach hinten losgegangen. Jeder Vollidiot gibt seinen Senf dazu ab, und oft ist es nicht mal Senf, sondern noch viel Schlimmeres. Allen beteiligten Schauspielern hätte zum einen klar sein müssen, dass ihre Ironie längst nicht von allen verstanden wird und dass sie zum anderen von der falschen Seite vereinnahmt werden könnten, wie es jetzt geschieht.


    Diese ganze hassgeladene Diskussion, die wir jetzt erleben, ist, damit bin ich wieder beim Anfang, symptomatisch für die Gesprächskultur auf FB. Und inwieweit diese Gesprächskultur ihrerseits die Fähigkeit zu vernünftigen Diskussionen bei weiten Teilen unserer Gesellschaft widerspiegelt, das möchte ich lieber gar nicht erst wissen.


    Man kann den sozialen Medien viel Gutes abgewinnen und es auch dort finden. Man kann aber auch das absolute Gruseln bekommen.

    Meinst Du, es gibt auch Stipendien für Recherchen in Norwegen:)? Ich würde SOFORT einen Norwegenroman schreiben. Vom Schreiben alleine, ohne Stipendium, bleiben Fjorde und Co. allerdings noch weit entfernt. Außer, ich bekomme das mit dem verd... Bestseller endlich mal hin.

    Ich denke, bei den Podcasts ist es inzwischen wie mit Blogs: Jeder kann sie produzieren, viele tun es auch, aber nur wenige sind interessant.

    Soweit ich mich bisher auskenne, gibt es da von Vorträgen über professionell durchgeführte Interviews oder laienhaftere Gespräche bis hin zum Feature so gut wie alles.


    Ich selber höre sie deshalb ganz gerne, weil man sie eben jederzeit abrufen kann. Ich finde es allerdings mühsam, die Spreu vom Weizen zu trennen. Was mich allerdings am meisten interessiert, sind Podcasts im Stil guter Radiofeatures, also keinen reinen Vorträge oder Interviews, sondern die Form von Hörbeitrag, die auch Atmosphäre einfängt, also im weitesten Sinne "Kopfkino".


    Da ich so gut wie gar kein Radio laufen habe (mich stört eine permanente Geräuschkulisse), finde ich es sehr praktisch, dass man sich einen Podcast eben anhören kann, wenn man dafür Zeit, Ruhe und Konzentration hat. Außerdem (aber das vermute ich nur) können sie eine große Themenvielfalt abdecken, gerade WEIL sie oft aus Liebhaberei produziert werden und wenig kommerzielle Interessen im Blick haben (müssen).

    Das ist fies. Ich wäre nämlich auch gerne wieder an der Ostsee!

    Auf Hiddensee waren wir im vergangenen Jahr für einen kurzen Ausflug. Viele Leute haben da aber nicht gerade gewohnt.:)

    "Irgendwie" habe ich es dort gemocht, ich war aber trotzdem ganz zufrieden, nachher wieder auf das idyllische Rügen zurückzukommen.


    Viel Erfolg Euch beiden!

    Ich habe erst geschrieben (schon sehr lange, schon als Kind), dann irgendwann angefangen, Schreibratgeber zu lesen. Ja, genau die Dinger, die so nach "Malen nach Zahlen" klingen. Anhand dieser so oft verschrienen Lektüre ist mir noch einiges klargeworden, was mir bis dahin nie so bewusst war.


    Das ist allerdings meiner Ansicht nach nur ein erster Schritt. Und diese Bücher machen auch längst noch keinen Schriftsteller, auch wenn sie das suggerieren.


    Denn dann hatte ich meinen ersten Roman fertig, war sehr zufrieden mit mir, habe den ausgedruckt, um zu sehen, wie super ich das jetzt hinbekommen hatte. --- Und habe mich dermaßen gelangweilt beim Lesen. Irgendwas hat gefehlt.


    Dann habe ich mich noch mal auf das zurückbesonnen, was ich mir an Wissen angelesen hatte. Und habe mir meinen eigenen Text sehr, sehr kritisch noch einmal vorgenommen. Und plötzlich, ich kann gar nicht sagen, wie das kam, war mir klar, warum der so schleppend und so wenig ansprechend war. Ob das nun das Ergebnis meiner Lektüre war oder einfach eine ganz eigene Erkenntnis, kann ich nachträglich gar nicht mehr sagen.


    Ich glaube aber, dass es gut und richtig ist, die wesentlichen Regeln (etwa die zur Dialogführung) zu kennen. Anwenden muss man sie dann aber eben doch noch selber. Und ob einem das gelingt oder nicht, ich glaube, das kann man weder durch die Lektüre dutzender Bücher lernen noch in einem Schreibkurs.

    Ich habe mal Ballett gemacht, konnte auch die ganzen Schritte, wir konnten die alle. Und dann sagte die Lehrerin dazu: So, und jetzt das Ganze noch mal GETANZT.

    Das ist für mich der Unterschied zwischen dem Kennen der Regeln und auch ihrer korrekten Anwendung und zwischen dem Schreiben selber.


    Nicht alles, was da zur Regel gemacht wird, ist zwingend notwendig, ich würde aber vieles als Handwerkszeug betrachten, ohne das es oft genug auch nicht wirklich funktioniert.

    Hallo Silke,


    ich habe da ein einfaches Unterscheidungskriterium für mich: WILL ich, dass man mir ein Buch zuordnen kann, dann mache ich das mit meinem Klarnamen, allerdings führe ich da auch ausschließlich meinen Mädchennamen. Doppelnamen fände ich doof, und auf die Idee, nur mit meinem zweiten Nachnamen zu veröffentlichen, bin ich nie gekommen.


    Und bei allen anderen Büchern verwende ich Pseudonyme, auch wechselnde.


    Ich denke aber, dass Du Dir weder schadest noch nützt, wenn Du Dich für die eine oder andere Variante entscheidest. Es mag Leser geben, die es eigenartig finden, wenn eine Autorin mal Sachbücher, mal Romane schreibt. Aber ich habe die Vermutung, das irritiert vor allem bei den "ganz großen Namen". Und da ich selber absolut nicht in diese Liga gehöre, ist es eigentlich egal.:)

    Ganz besonders gefressen habe ich auch die Formulierung "Herr und Frau Österreicher" für "die österreichische Bevölkerung". Dazu gibt's nichts Vergleichbares für Deutschland. Aber diese unselige Wendung liest man hier dermaßen oft, die müsste dringend mal ausgemistet werden.

    Eine meiner absoluten Hass-Wendungen ist:


    "den Gürtel enger schnallen" (für Sparen müssen)

    "Tendenz steigend"

    "lustvoll inszeniert/gespielt" (bei Theaterkritiken. Falls Du gestern noch da warst, wirst Du das sicher erkennen)

    Als ich beim "Bayerischen Fernsehen" gearbeitet habe, gab es für besonders abgegriffene (Mode)Formulierungen den Tipp, sie doch mal für eine Weile ins Sanatorium für erholungsbedürftige Wendungen/Wörter zu schicken. Manche gehörten auch einfach nur in den Müll, weil sie die sprachliche Zumutbarkeitsgrenze definitiv überschreiten.


    Und tatsächlich passieren diese abgenutzten Begriffe und Wendungen wahrscheinlich jedem von uns irgendwann mal, auch wenn man noch so sehr darauf achtet, immer neu und unverbraucht zu formulieren.

    Dazu gibt es noch diese scheußlichen Modewendungen, die jeder total "in" findet und meint, er müsse sie jetzt unbedingt auch noch strapazieren. Mit dem Ergebnis, dass die einen sich damit total angesagt fühlen und die anderen beim Zuhören/Lesen Ohrenkrämpfe bekommen.


    Sammeln wir doch mal!

    Werde ich dann mitangeklagt, weil Acki Strunzböld aus Jena-Paradies nach der Axt gegriffen hat, nachdem er zuvor einen satirischen Text von mir über einen vergleichbaren Vorgang gelesen, aber nicht verstanden hat?

    Damit befändest Du dich, wenn auch in etwas anderer Form, in ziemlich prominenter Gesellschaft: Nachdem Goethe seinen "Werther" geschrieben hatte, kam es zu einer Suizidwelle unter jungen Männern. Goethes Schuld?

    Ich würde sagen, nein.


    Andererseits kann man ja durchaus einen Zusammenhang bemerken zwischen Gewaltfilmen oder -videos und der Verrohung der Gesellschaft. Da wäre vielleicht manchmal eine Art Selbstzensur der Filmemacher oder Spieleerfinder gar nicht so schlecht. Es hat eben doch alles zwei Seiten.

    Dann müssten sie aber Grimms Märchen erst recht entkanonisieren. Die Hexe hat grundsätzlich rote Augen. Und gewaltfrei ... naja.

    Ich würde eher sagen, das Tat und Bestrafung in etwa auf einer Ebene stehen.

    Nehmen wir mal "Hänsel und Gretel": Die böse Hexe will Hänsel braten, dafür wandert sie selber direkt in den Ofen.


    Und: Kinder finden das VÖLLIG in Ordnung, wenn man ihnen das vorliest!


    Dabei könnte man genauso gut mit der Hexe einen therapeutischen Gesprächskreis gründen und mal darüber reden, ob Kannibalismus wirklich zum guten Benehmen gehört. Ok, sie in den Ofen zu schieben, natürlich auch nicht. Aber Hänsel und Gretel müssten an dem Gespräch ja teilnehmen.


    Da fällt mir ein: Ein Bekannter von mir hat lange als Solist (Tenor) in Stockholm an der Oper gearbeitet. Die Hexe in Humperdincks Oper "Hänsel und Gretel" wird meines Wissens IMMER mit einem Tenor besetzt. Und in diesem Fall war er als Dame im Chanel-Kostüm zurechtgemacht. 1a fies zur Frau geschminkt, mit Hütchen und Handtäschchen.


    Vielleicht sehen die das Schweden ja etwas cooler. Oder die Inszenierung ist schon ein bisschen älter.:)

    Wenn man nämlich nur diese Frage stellt, folgt man der Unterstellung, dass jede negative Darstellung eines Einzelnen immer für die gesamte Gruppe gelten soll.

    Darum geht es ja. Dann darf es nämlich auch überhaupt keine Psychopathen mehr geben, erst recht nicht als Täter (schlechte Karten für Herrn Fitzek:D). Und es darf keine überforderten, alleinerziehenden Mütter mehr geben. Und keine prügelnden Väter. Und und und.

    Wo landen wir denn dann? Was für Geschichten darf man da noch erzählen?

    Übrigens hat ja der Darsteller des Mörders im Wien-Tatort auch in die Rolle eingewilligt. Das nur mal als Gegenargument, wenn man Christine Urspruchs Argumente gelten lässt. Gut, sie ist tatsächlich selber kleinwüchsig, der Darsteller des Wiener Mörders wird sich in seiner Freizeit aber vielleicht keine Frauenkleider anziehen und ein Psychopath dürfte er wohl auch nicht sein.


    Ich fürchte ja wirklich, was Google mit dem SEO-Texten nicht schafft, das schafft die PC-Bewegung mit ihren Tabus.8)


    Da lob ich mir ja die Antike. Ich schreibe gerade an meinen Römischen Sagen: Mann, ging es da zu: Männer mit Männern, Frauen mit Frauen, hetero ohnehin. Betrug, Inzest, Sodomie ... Letzteres will ich natürlich nicht rechtfertigen, aber irgendwie ist es gerade recht entspannend, über diesen Lotterladen zu schreiben.


    Noch zur Ergänzung: Wenn man sich mal die ganzen Metamorphosen des Herrn Jupiter anschaut, nur damit er jemanden flachlegen kann, der/die das eigentlich nicht will, dagegen kann die ganze Transgender-Debatte einpacken. Geschlechterwechsel ist da noch eine seiner leichtesten Übungen.;)