Beiträge von Jochen

    Liebe alle,


    ich mache einfach mal da weiter wo ich aufgehört habe, wenngleich ich weiß, dass sich hier die wenigsten für Christoph Ransmayr interessieren, noch seinen Namen kennen. Nach einem fabelhaften Jahrgang 2010 mit der Dozentin Juli Zeh und einer kaum zu überbietenden (Anti-)Poetik-Vorlesung (siehe entsprechender Thread aus 2011) freut es mich, dass ich an dieser Stelle auf die Veranstaltungen mit Christoph Ransmayr hinweisen darf, ein von mir sehr geschätzter Autor.


    Die Veranstaltungen von und mit Christoph Ransmayr finden vom 10. - 14. Dezember 2012 im Audimax der Universität Tübingen statt. Für mich als Stuttgarter ein Heimspiel, und obwohl Unternehmensberater nach wie vor einen 12-14-Stunden-Tag haben, habe ich mir vorgenommen an den Tagen der Veranstaltung Dienst nach Vorschrift zu machen und ab 20:00 Uhr im Audimax der wie üblich dann komplett überfüllten Uni zu sitzen und zuzuhören.


    An dieser Stelle komme ich denn auch nicht umhin noch eine Literaturempfehlung abzugeben. Es handelt sich hierbei um "Drei polnische Duette" mit dem Titel "Der Wolfsjäger". Ransmayer schafft es, bereits im ersten Abschnitt ein Dutzend Schafe zerfleischen zu lassen - was im Übrigen meinen Geschmack voll und ganz trifft. Um Plagiatsdebatten im Vorfeld abzuschmettern: Damals, als ich meinen BT schrieb, kannte ich das Buch nicht - es erschien Ende November 2011.


    ASIN/ISBN: 3100629507


    Der erste Satz lautet wie folgt:

    Zitat

    Wie blutig die Herde war. Ein Dutzend Schafe drängten sich in einem abgezäunten Teil des morastigen Innenhofes so angstvoll aneindander, daß auf den ersten Blick zwischen verletzten und unversehrten Tieren nicht zu unterscheiden war.


    Allen, denen die 80 Seiten (S. Fischer Verlag) zu teuer sind (14,00 Euro physikalisch, 11,99 Euro Kindle), denen empfehle ich das Buch "Foreign Affairs" von Ariane Sommer : gibt's bei amazon gebraucht ab 0,01 Euro und es geht darin in einer höchst poetischen Sprache garantiert nur um Geld, Sex und Drogen:


    ASIN/ISBN: 3940888451

    Vielen Dank Euch für die Grüße und Beildeidsbekundungen zu meinem neuen Nachnamen, der im Prinzip nichts weiteres ist, als eine Hommage an eine unvergessliche Weinprobe in der Pfalz, bei der auch die grundsympathische Weinkönigin zugegen war, aus deren Nachname mein Pseduonachname abgeleitet ist. Ihr seht also: Es hat sich nichts verändert: Wein, Weib und Gesang. Schade, dass TWJ dieses Jahr keine Zeit hatte, mitzufeiern.


    http://www.pfalz.de/wein-und-g…ie-weinhoheiten-der-pfalz

    Oder weiter unfertig?

    Hi Michel, leider weiter unfertig. Ich habe festgestellt, dass die Form des Romans nichts für mich ist. Rein vom Umfang her habe ich mehrere geschrieben, aber es fehlt die Geduld, das Ganze rund zu machen. Deshalb Kurzgeschichten.

    schön, dass Du Dein wahres Gesicht direkt in Öl präsentierst, oder ist es Acryl?

    Hi Sabine, Öl natürlich. Du bist die erste, die mein Selbstbildnis erkannt hat. LG zurück!

    Bei mir heißt die Anete (sic!) und kennt (nach eigenen Aussagen) "die besten Puffs Stuttgart". Ich würde aber sagen wir diskutieren das zu einem späteren Zeitpunkt in einem anderen Thread. Sonst heißt es wieder: Kaum ein paar Stunden da, geht's schon wieder nur um das Eine. (Aber auch für Anete würde Dein Satz natürlich fabelhaft passen. Mir fällt ein, dass sie immer so einen ähnlichen Satz sagt, wenn ich sie besuche, was mich jetzt nachdenklich stimmt.)

    Lieber Horst-Dieter, der Satz ist perfekt. Ein Roman in zwei Sätzen.
    Die Annahme, dass Du sie aus Godot kopiert haben könntest, habe ich gerade mithilfe einer (biomechanischen) Volltextsuche falsifiziert.
    Kompliment!
    LG J. A.

    Hallo Sabrina-Saskia, natürlich darfst Du mich so abkürzen, solange ich Dich nicht analog abkürzen muss, passt das.

    Schön, dass du wieder da bist. Ich hoffe, die Schreibpause war ertragreich.

    Ertragreich im produktiven Sinne war sie überhaupt nicht. Ich habe wie gesagt viel gelesen, sofern es mein Job als Unternehmensberater zugelassen hat. Der Ehrgeiz, etwas veröffentlichen zu müssen ist gottseidank flöten gegangen, dafür habe ich glaube ich ein paar ganz gelungene Kurzgeschichten geschrieben.

    Griaß di, schön, dass't wieda do bist.

    Jo Servas Manuela, des is leiwand dass't a no do san.

    Ich habe immer darauf gewartet, dass noch was passiert. Jetzt ist was passiert.

    Hallo H-D, Deine Grüße aus dem nicht fernen Taubertal freuen mich besonders. Herzliche Grüße zurück.
    P.S. Dein zitierter Satz stammt doch von Samuel Beckett, oder? Ich tippe auf Estragon.

    ... Dann war das Foto von früher eine Maske und das jetzige Bild ist real? Meine Güte.
    Welcome back!
    (Und gibt's inzwischen ein paar Kapitel mehr aus dem Hegau?)

    Hi Michel, edler Recke! Allein das Wort Hegau löst so viele positiven Gefühle in mir aus, dass Dir hierfür an dieser Stelle tausendfach gedankt sei. Meine Heimat, das Feuer meiner Lenden Seele, mein alles! Der Roman ist so unfertig wie eh und je. Freut mich aber, dass Du Dich noch daran erinnerst! Herzliche Grüße in die (in diesen Tagen sicherlich brodelnde) Küche Breisgau!

    Auch von mir einen schönen neuen AKTIVEN Start hier im Forum, lange genug so leidlich unerkannt mitgelesen hast Du ja nun. Jetzt wird es Zeit, dass Du mal wieder mitmachst

    Hi Anja, auch Dir herzlichen Dank für Deine Grüße. Da ich nach wie vor eher Leser als Schreiber bin, werde ich das auch hier so halten. Auf einen BT hätte ich mal wieder Lust, aber: schau'mer mal, ned?! Da mein Personalausweis abgelaufen ist, werde ich auf die BT-Freischaltung noch etwas warten müssen. Herzliche Grüße nach Soizburg!

    Hi Marvin,


    ich wage zu behaupten, 90% aller Drehbücher zu besitzen, die jemals in deutscher Sprache publiziert wurden. Es gibt leider nicht wirklich viele davon. Ganz zu schweigen von guten. (Mit Kindle & Co. kenne ich mich nicht aus. Ich lese bis zum heutigen Tag ausschließlich Papier.) Wenn Du Drehbücher in englischer Sprache lesen magst, findest Du von Basic Instinct bis Zorro alles im Web. Die Deutsche Filmakademie gibt seit 2-3 Jahren Drehbücher heraus. Ansonsten gibt es antiquarisch das Drehbuch zur Blechtrommel von Grass, das Leben des Brian, als seichtes Gegenstück die "Zweiohrküken" der jungen attraktiven und herzallerliebsten Anika Decker, die zwei-drei Drehbücher für Til Schweiger geschrieben hat, dann Inglorious Basterds von Tarantino, St. Pauli Nacht von Frank Göhre (ziemlich abgefahren), das Leben der anderen von Florian Graf Henckel von Donnersmarck, einige Drehbücher zu "Stromberg" und eines von Fatih Akın: Gegen die Wand. Syd Field habe ich auch gelesen, ist aber für die Katz, es taugt nicht wirklich was, viel oberflächliches Geschwafel. Dein Geld ist bedeutend besser angelegt mit STORY von Robert McKee. Finde ich aber eine klasse Idee: Drehbücher lesen (und schreiben) macht Spaß! Man sollte sich aber nicht der Illusion hingeben, ohne entsprechend (gute) Connections jemals eines verkaufen zu können.


    Die Drehbücher der Deutschen Filmakademie.
    http://www.amazon.de/s/ref=ntt….V.&search-alias=books-de


    Herzliche Grüße,
    J. A.

    Wir alle wissen, dass das 42er Forum bekannt dafür ist, Menschen, die gerne Romane veröffentlichen und reich, berühmt, gelesen und bewundert werden wollen (in dieser Reihenfolge), davon abzuhalten, genau selbiges zu tun. Genau deshalb habe ich vor etwa einem Jahr meinen Account stilllegen lassen. Dieser Stammtisch, diese Kneipe, dieses Literatencafé, das die einen mit einer Fischer-Dieskau-Schallplatte unter ihrem Arm betreten, die anderen mit einem Stapel Hesse, Süskind und Melville und wieder andere mit nichts anderem als einer Zeitschrift, auf deren Rückseite der verschissene Arsch des Papstes abgebildet ist, dieser bunte, umtriebige Ort ist und bleibt ein seltsames, oft interessantes, meist verschrobenes Original, dem ich mich nicht weiter entziehen kann, nachdem ich festgestellt habe, dass es auch außerhalb der digitalen Abgründe genügend Gründe existieren, nicht zu schreiben. Nach einem abrupten Abschied mit dem Agrument mehr schreiben zu wollen, habe ich kaum etwas anderes getan, als zu lesen (und zu malen): Meine Vorbilder sind (und bleiben) Raymond Carver, Ernest Hemingway, Günter Grass, Handke, Bernhard, Javier Marás, Philip Roth, Dostojewski, Bodo Kirchoff, Ralf Rothmann (vor allem Ralf Rothmann), und "junge", bewundernswerte Autoren wie beispielsweise Lutz Seiler oder die von mir sehr geschätzte und verehrte Juli Zeh, mit der ich neulich das Vergnügen hatte einem Hamburger Taxifahrer (der in der Tat sehr schlecht Deutsch sprach und mit Sicherheit einen Salafisten-Koran im Handschuhfach liegen hatte) zu verklickern, wie man denn von Winterhude aus am besten das Schanzenviertel erreicht. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass ich die letzten Monate hier immer mal wieder mitgelesen habe und von verschiedenen interessierten Kolleginen und Kollegen angeschrieben wurde: Heute finde ich nun endlich Zeit, mich auch den neuen Mitgliedern nochmals vorzustellen, sorry, dass ich so lange nur ein dunkler Leser war (um nicht zu sagen: auf dem schwarzen Rücken der Zeit agierte) und wahrscheinlich auch ein dunkler Leser hier bleiben werde - jetzt mit abgelegter Maske.


    Vielen Dank und herzliche Grüße,
    J. A. Hochdorf-Dudenhofen
    formerly known as
    JochenAlexander