Beiträge von Dorrit

    Liebe Barbara,


    ich muss - wenn es mir ein bisschen so geht wie Dir wohl gerade - oft an einen Moment mit einer guten Freundin denken, an einen Abend, an dem ich unbedingt gut aussehen wollte und bei ihr vor dem Spiegel saß und mich schminkte und darüber jammerte, dass das einfach nicht aussieht. Ich war gerade erst fertig mit dem Make up und sah aus wie der Tod oder so ähnlich. Sie winkte nur ab und sagte: "Einfach weitermachen." Und tatsächlich, nachdem dann auch Puder und Eyliner und Lippenstift aufgetragen waren, sah es gut aus.


    Heute weiß ich nicht einmal mehr, warum ich an dem Tag gut aussehen wollte und die Freundin ist inzwischen auch nicht mehr meine Freundin, aber an dieses: "Einfach weitermachen" muss ich immer mal wieder denken, wenn ich völlig verzweifelt vor irgendwas stehe oder sitze und meine, dass sowieso nie etwas daraus wird.


    Und übrigens: manchmal ist eine Schreibpause auch nicht schlecht, dann kommt nämlich nach einer Weile wieder Lust auf's Schreiben. Jedenfalls hat das jetzt gerade bei mir ganz gut funktioniert.


    Außerdem erinnere ich mich noch gern an Deinen Hundefriedhof-BT und ich will wissen, wie es da weitergeht ;)


    Herzliche Grüße
    Berta

    Nach dem Tod von Christa Wolf habe ich „Nachdenken über Christa T.“ wieder gelesen. Ich habe ein paar Wochen dafür gebraucht, denn es braucht ein wenig Muße, der Ich-Erzählerin zu folgen, die über eine Freundin, Christa T., schreibt, die früh gestorben ist.


    Die Ich-Erzählerin und Christa T. haben sich in den Kriegsjahren als Teenager kennen gelernt und blieben, mit einer kriegsbedingten Unterbrechung befreundet bis zum Tod von Christa T. 1964. Beide sind im Osten Deutschlands aufgewachsen und dort geblieben. Dieses Buch ist keine ideologische Auseinandersetzung mit der Frage Ost oder West. Es erzählt die Geschichte einer Frau, die vor allem versucht hat, sie selbst zu werden. Dem Buch vorangestellt ist eine Zitat, eine Frage: „Was ist das: das Zu-sich-selber-Kommen des Menschen?“
    Christa T. ist nach dem Krieg Lehrerin geworden. Sie hat studiert und sie hat unterrichtet. Sicher war sie nicht. „Sie gab sich ja Mühe hineinzupassen, sie fiel nicht aus bloßem Übermut heraus. Sie hatte ja den guten Willen, sich einen Namen zuzulegen, die auf andere so vorzüglich zutrafen, sie hat es sich als Mangel angekreidet, dass sie nicht fröhlich wie aus der Pistole geschossen erwidern konnte: Lehrerin, Aspirantin, Dozentin, Lektorin. Ach sie traute ja diesen Namen nicht.“
    Christa T. studiert Germanistik, schließt ihr Studium ab, unterrichtet, heiratet und wird Landarztfrau in Mecklenburg, bekommt Kinder. Die Ich-Erzählerin versucht nach dem Tod der Freundin, ihrem Weg dorthin nachzuspüren. „Und bloß nicht vorgeben, wir täten es ihretwegen. Ein für allemal: Sie braucht uns nicht. Halten wir also fest, es ist unseretwegen, denn es scheint, wir brauchen sie.“
    Christa T. braucht niemanden mehr, sie ist mit 35 an Leukämie gestorben.
    Das Buch versucht, genau zu sein in der Erzählung dessen, wer Christa T. wirklich gewesen ist. „Sie ist, für sich selbst, jemand mit Aussichten, mit geheimen Möglichkeiten geblieben. Wer sich jetzt wegwendet, wer die Achseln zuckt, wer von ihr, Christa T., weg und auf größere, nützlichere Lebensläufe zeigt, hat nichts verstanden. Mir liegt daran, gerade auf sie zu zeigen. Auf den Reichtum, den sie erschloß, auf die Größe, die ihr erreichbar, auf die Nützlichkeit, die ihr zugänglich war.“


    Ich habe dieses Buch vor inzwischen fast 25 Jahren zum ersten Mal und irgendwann damals auch zum letzten Mal gelesen und hatte es immer als mein Lieblingsbuch von Christa Wolf in Erinnerung behalten. Jetzt hatte ich Angst davor, dass sich dieser Eindruck nicht bestätigen könnte. Dass die Fragen nur zu meinen jungen Jahren in einem anderen Land gehört haben. Ich freue mich, dass diese Angst unbegründet war und möchte dieses Buch denjenigen empfehlen, die sich nach dem Tod von Christa Wolf gefragt haben, ob es nicht an der Zeit sei, (noch) etwas von ihr zu lesen.

    Ich freue mich auch, die verschiedenen Beiträge hier lesen zu können und bis ganz überrascht davon, wie die anderen die Aufgaben gelöst haben ...


    Wie Cordula B. freue ich mich auf Revanche im nächsten Jahr :D


    Auch von mir ein Dank an alle, die sich die Mühe des Ausdenkens und des Lesens gemacht haben :blume

    So, ich habe eben auch etwas gespendet.
    Ich habe hier bisher schon einiges gelernt, eine Menge guter Tipps bekommen und bin gern im Forum unterwegs und dafür finde ich eine kleine Spende angemessen.


    Um bei Cordulas Bild der Stammkneipe zu bleiben: ich sitze meist irgendwo recht still und unauffällig in der Ecke und gebe nur manchmal meinen Senf dazu. Trotzdem bin ich gern hier und freue mich sehr, diese "Kneipe" in diesem Jahr entdeckt zu haben.


    Herzlich,
    Berta


    P.S. Meine Adresse für die Spendenbescheinigung schicke ich an Kaelo, richtig?

    Dank an H-D für den Tipp, ich habe mir diese Sammlung gerade zu Weihnachten geschenkt bzw. schenken lassen.
    Und: es hat alles bestens funktioniert, auch das Überspielen als epub auf meinen Hanvon-Reader.


    Sehr fein, da habe ich ja schon die Lektüre für den nächsten Urlaub. Dumm nur, dass ich noch nicht einmal weiß, wann der sein wird ...

    Liebe Andrea,


    Glückwunsch zum beendeten Text! Und es freut mich, dass Dir der NaNo Spaß gemacht hat.


    Ich hatte auch viel Spaß, bin am 23. November über die 50k-Grenze gekommen. Da war meine Geschichte aber auch noch nicht einmal zur Hälfte fertig. Ich habe allerdings dann nicht weitergeschrieben und bin auch noch nicht sicher, ob ich diese Geschichte fertig schreiben will. Ich gebe auch zu, dass ich in diesem Jahr ein bisschen geschummelt habe, weil ich eine Art Episodenroman versucht habe und von Anfang an dachte, dass ich das nicht unbedingt als Roman zu Ende schreiben will, sondern als Materialsammlung für Kurzgeschichten nutzen will. Dieses Ziel habe ich auf alle Fälle erreicht: viel geschrieben und Freude daran gehabt. Deshalb war es für mich erfolgreich.


    Dir wünsche ich viel Freude beim Lesen Deines Textes und beim Überarbeiten.


    Liebe Grüße
    Berta

    Liebe Cordula,


    auch von mir herzliche Glueckwuensche zum Geburtstag - aus Rom, also aus der Sonne in die Sonne (und deshalb auch mit ausgeschriebenen Umlauten).


    Auch von mir vielen Dank fuer das nette Telefonat, was wir fuehren durften - auf dass Du auch im neuen Lebensjahr Freude an den Neulingen im 42er-Forum hast und natuerlich am Schreiben und hoffentlich Veroeffentlichen *daumendrueck dafuer* (ich finde gerade keinen passenden Smiley).


    Alles Gute,
    Berta

    Hallo AIL,


    willkommen hier und viel Spaß dabei, Dich erst einmal einfach umzusehen. Es gibt echt viel zu entdecken für Schreiberlinge und solche, die es werden wollen.


    Herzlich,
    Berta

    Liebe Barbara,


    auch von mir für die nächsten 55 Jahre: Gesundheit und Glück und überhaupt nur das Beste. Viele gute Einfälle und Spaß am Schreiben. :strauss


    Liebe Grüße von Berta

    Von mir auch unbedingt liebe Grüße, verbunden mit dem Wunsch, alles möge gut gehen und Cosmea möge sich schnell erholen und wieder hier bei uns sein.
    Berta

    Hallo Andrea,
    ich wollte wirklich nicht mitmachen dieses Jahr. Ich wollte nicht ab September an Figuren und Plot basteln und dann wie verrückt im November an etwas schreiben, was ich mir extra für diesen Wahnsinn ausdenken muss ...
    Aber jetzt, vor ein paaar Tagen flog mir doch echt noch eine Idee zu, die sich geradezu für den NaNo anbietet. Und dann habe ich dem deutschen NaNo-Forum einen Besuch abgestattet und da hat man auch schon wieder mit meinem Lieblingsspiel ("Das letzte Wort") begonnen und außerdem mit dem Austausch darüber, was man so alles zur Vorbereitung macht (Vorkochen, zum Friseur gehen, Freunde um Geduld bis Dezember bitten usw.) und nun freue ich mich darauf, dass es im November dann wieder das Morgengrüppchen geben wird, in dem wir uns morgens um 6 virtuell Kaffee servieren und dann wird es die Threads zu den Meilensteinen geben, ...
    Kurz: nun hat mich das NaNo-Fieber doch wieder gepackt. :freutanz
    Vielleicht "sehen" wir uns ja dort im anderen Forum gelegentlich im November. :gimme5
    Herzliche Grüße
    Berta

    Hallo Tortitch,


    Glückwunsch :silvester


    Und viel Glück bei dem, was Du als nächstes mit dem fertigen Roman anstellst: Verlagssuche, Überarbeitung, ....


    Herzliche Grüße
    Berta