Beiträge von Dorrit

    Liebe Inge,


    okay, das hört sich überzeugend an (ich weiß was Du meinst, deshalb habe ich ja hier angefragt - weil ich eben nicht diese Schreiberfahrungen-malen-und-sich-selbst-dabei-sooo-intensiv-erfahren-Kurse wollte).
    Dann hoffe ich mal nur noch, dass die Seminare noch nicht alle ausgebucht sind und melde mich mal an. Bildungsurlaub hin oder her, wenn mein Arbeitgeber das nicht akzeptiert, mach' ich's eben mit Urlaub, egal. Ich will ja was lernen. Aber ich hab' schon Hoffnung, dass es akzeptiert wird und kann ja meine Erfahrungen hier mal posten - vielleicht ist das ja auch für jemanden anders mal interessant.


    Und jetzt bin ich gespannt auf Wolfenbüttel.
    Herzliche Grüße
    Berta

    Hallo Siempre,


    ja, so etwas in der Art gibt es, ich habe aber leider bisher nichts gefunden, was sich so richtig mit Schreiben beschäftigt.


    Reisen nach Israel oder Japan sind anerkannt (als politische Bildung) oder Sprachkurse in Englisch auf Malta oder diverse Kurse in Präsentation oder so :rolleyes
    Ich fürchte, Schreiben ist eher nicht als Bildung anerkannt, sondern wird als Hobby wie Klöppeln gesehen :frust


    Aber ich suche mal weiter und Wolfenbüttel ist ein guter Ansatz. Und ich schau' mir auch mal die Hamburger Angebote an, vielleicht gibt das ja Ansätze fürs Weitersuchen.


    Danke jedenfalls für den Tipp,
    liebe Grüße
    Berta

    Danke, Blaustrumpf.
    Da sieht das eine oder andere tatsächlich ganz interessant aus. Sind zwar immer nur so Dreitagekurse, aber den Luxus von zwei Wochen Bildungsurlaub haben wahrscheinlich auch nicht allzu viele. Vielleicht kann ich einfach mehrere Kurse belegen.

    Danke auch dafür - ist vom Preis her schon echt "Meisterklasse" oder so. Nicht uninteressant, aber eben teuer und außerdem muss ich mich bewerben. Hm.


    Ich muss wohlaber vor allem wirklich erst einmal rausbekommen, was mein Arbeitgeber als Bildungsurlaub akzeptiert ?(

    Liebe Diana,


    danke auch für das Hilfsangebot mit Übernachtung.


    Aber: ich habe gerade versucht, Deine Website schreibundweise über den Link in Deiner Signatur zu öffnen und das hat nicht funktioniert. Das nur als Hinweis, vielleicht kannst Du das korrigieren. Via Internet hab' ich die Seite aber gefunden ;)


    Herzlich, bis vielleicht demnächst in München.
    Berta

    Liebe Diana,


    danke für Deine Einladung nach München - bei meinem bislang einzigen Besuch dort hat es mir gut gefallen :)


    Was die Anerkennung angeht, muss ich mich in der Tat mal bei meinem Arbeitsgeber erkundigen, vielleicht gibt es Spielräume.
    Ich werde das mal angehen.


    Liebe Grüße
    Berta

    Liebe Alle,


    ich suche gerade nach Workshops, Schreibreisen o.ä., jedenfalls nach etwas, was mich beim Schreiben weiterbringt und mir die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Schreibern gibt.


    Ich habe in diesem Jahr Anspruch auf zwei Wochen Bildungsurlaub und fänd es ja besonders schön, wenn sich das eine mit dem anderen verbinden ließe.


    Eine erste flüchtige Internetrecherche ergab jedoch in diesem Bereich eher gar nichts, deshalb an Euch die Frage, ob Ihr einen guten Anbieter von Kursen zum Thema Kreatives Schreiben oder auch Einführung in verschiedene Bereiche des Schreibens o.ä., der idealerweise auch noch als Bildungsurlaubsanbieter anerkannt ist. Da ich auch nichts dagegen hätte, bei der Gelegenheit einen anderen Teil von Deutschland zu sehen, muss dieser Anbieter nicht zwingend in oder um Berlin sein.


    Danke für Tipps,


    Herzliche Grüße
    Berta

    Ja, ich fand das auch schön, bei Euch einen Platz zum Austausch und zum Ausruhen gefunden zu haben auf dieser riesigen Messe.
    Puh, dat war echt viel. Und bei der Gelegenheit auch mal ein paar Leibhaftige zu sehen :evil oder so ähnlich.
    Ich hoffe, Euch hat es Spaß gemacht und Ihr seid alle gut wieder nach Hause gekommen.
    Bis zum nächsten Mal viele Grüße
    Berta

    Hallo Hugo,


    ich bin zwar nicht in Leipzig (noch nicht, denn ich habe vor, morgen zumindest einmal bei den 42ern vorbeizuschauen), kann Dir aber davon berichten, dass ich vor inzwischen fast 20 Jahren (also genau war es 1995) mal das Vergnügen hatte, mit Feridun Zaimoglu zu arbeiten. Er war damals Bühnenbildner einer Tanzgruppe (tatoeba) mit denen wir für die Internationale Tanzwoche Dresden im Festspielhaus Hellerau ein Stück produziert haben. Und was soll ich sagen: unter den ganzen wirklich teilweise schwer zu ertragenden Künstlern war Feri der angenehmste Typ bei der ganzen Produktion :-) Es war wirklich ein Vergnügen.
    In "German Amok" sind sicher einige seiner Erfahrungen aus dieser Zeit in Hellerau eingeflossen, behaupte ich mal. Ich habe mir das Buch bei einer Lesung gekauft und von ihm signieren lassen, lesen kann ich es wohl aber nicht ...


    Ich weiß natürlich nicht, wie er heute so ist, aber ich kann mir vorstellen, dass er ist noch immer ein sehr angenehmer Mensch ist.


    Dies nur als kleine Anekdote, um Dir die Zeit bis Sonntag zu verkürzen ;) .


    Herzliche Grüße
    Berta

    Hallo Gerald,


    die Telekom gehörte auch schon immer zu meinen Call Center Freunden, aber seit ich in England war, sage ich mir oft, dass es hier in Deutschland doch noch immer ein bisschen besser ist als dort - immerhin haben Call Center Agents manchmal so was wie ein schlechtes Gewissen oder so.


    Wenn ich Geld für jedes "We are aware of it" und "We'll call you back" bekommen hätte, wäre ich jetzt echt reich. Es war völlig egal, wie oft ich irgendwo angerufen habe, es begann immer wieder ganz von vorne. Egal, ob es um das Arbeitslosengeld ging oder einen verlorenen Schal oder was auch immer.
    Ich glaube, dort ist es nur noch eine Frage der Zeit, ehe die Call Center Agents durch Maschinen ersetzt werden. Das hätte den Vorteil, dass man dann sogar wählen könnte, ob eine Frauen- oder Männerstimme einem erzählt, man sei "aware" :D


    "We are aware of it" ist jedenfalls bei mir und meinen Freunden inzwischen ein Synonym für "Leck mich ..."


    Ich drück' Dir jedenfalls die Daumen, dass es bei Dir nicht so lange dauert wie bei mir die Auszahlung von Arbeitslosengeld in England - das hat ein halbes Jahr gedauert und hat auch nur geklappt, weil ich noch zwei weitere Vereine eingeschaltet habe.


    Herzliche Grüße
    Berta

    Liebe Cordula,


    auch von mir ganz herzliche Glückwünsche und einen :strauss


    Für die nächsten 50 Jahre wünsche ich Dir ganz viele Ideen und ein paar veröffentlichte Bücher, neben Gesundheit und Glück natürlich.


    Berta

    Lieber Hugo,


    Glückwunsch! :silvester
    Und viel Spaß in den Vierzigern, laut eines Freundes von mir sollen es die besten Jahre sein.
    Und ich find' die Vierziger bislang auch klasse.


    Ich hoffe, Du feierst gerade feucht-fröhlich :prost


    Alles Gute von
    Berta

    Liebe Barbara,


    ich muss - wenn es mir ein bisschen so geht wie Dir wohl gerade - oft an einen Moment mit einer guten Freundin denken, an einen Abend, an dem ich unbedingt gut aussehen wollte und bei ihr vor dem Spiegel saß und mich schminkte und darüber jammerte, dass das einfach nicht aussieht. Ich war gerade erst fertig mit dem Make up und sah aus wie der Tod oder so ähnlich. Sie winkte nur ab und sagte: "Einfach weitermachen." Und tatsächlich, nachdem dann auch Puder und Eyliner und Lippenstift aufgetragen waren, sah es gut aus.


    Heute weiß ich nicht einmal mehr, warum ich an dem Tag gut aussehen wollte und die Freundin ist inzwischen auch nicht mehr meine Freundin, aber an dieses: "Einfach weitermachen" muss ich immer mal wieder denken, wenn ich völlig verzweifelt vor irgendwas stehe oder sitze und meine, dass sowieso nie etwas daraus wird.


    Und übrigens: manchmal ist eine Schreibpause auch nicht schlecht, dann kommt nämlich nach einer Weile wieder Lust auf's Schreiben. Jedenfalls hat das jetzt gerade bei mir ganz gut funktioniert.


    Außerdem erinnere ich mich noch gern an Deinen Hundefriedhof-BT und ich will wissen, wie es da weitergeht ;)


    Herzliche Grüße
    Berta

    Nach dem Tod von Christa Wolf habe ich „Nachdenken über Christa T.“ wieder gelesen. Ich habe ein paar Wochen dafür gebraucht, denn es braucht ein wenig Muße, der Ich-Erzählerin zu folgen, die über eine Freundin, Christa T., schreibt, die früh gestorben ist.


    Die Ich-Erzählerin und Christa T. haben sich in den Kriegsjahren als Teenager kennen gelernt und blieben, mit einer kriegsbedingten Unterbrechung befreundet bis zum Tod von Christa T. 1964. Beide sind im Osten Deutschlands aufgewachsen und dort geblieben. Dieses Buch ist keine ideologische Auseinandersetzung mit der Frage Ost oder West. Es erzählt die Geschichte einer Frau, die vor allem versucht hat, sie selbst zu werden. Dem Buch vorangestellt ist eine Zitat, eine Frage: „Was ist das: das Zu-sich-selber-Kommen des Menschen?“
    Christa T. ist nach dem Krieg Lehrerin geworden. Sie hat studiert und sie hat unterrichtet. Sicher war sie nicht. „Sie gab sich ja Mühe hineinzupassen, sie fiel nicht aus bloßem Übermut heraus. Sie hatte ja den guten Willen, sich einen Namen zuzulegen, die auf andere so vorzüglich zutrafen, sie hat es sich als Mangel angekreidet, dass sie nicht fröhlich wie aus der Pistole geschossen erwidern konnte: Lehrerin, Aspirantin, Dozentin, Lektorin. Ach sie traute ja diesen Namen nicht.“
    Christa T. studiert Germanistik, schließt ihr Studium ab, unterrichtet, heiratet und wird Landarztfrau in Mecklenburg, bekommt Kinder. Die Ich-Erzählerin versucht nach dem Tod der Freundin, ihrem Weg dorthin nachzuspüren. „Und bloß nicht vorgeben, wir täten es ihretwegen. Ein für allemal: Sie braucht uns nicht. Halten wir also fest, es ist unseretwegen, denn es scheint, wir brauchen sie.“
    Christa T. braucht niemanden mehr, sie ist mit 35 an Leukämie gestorben.
    Das Buch versucht, genau zu sein in der Erzählung dessen, wer Christa T. wirklich gewesen ist. „Sie ist, für sich selbst, jemand mit Aussichten, mit geheimen Möglichkeiten geblieben. Wer sich jetzt wegwendet, wer die Achseln zuckt, wer von ihr, Christa T., weg und auf größere, nützlichere Lebensläufe zeigt, hat nichts verstanden. Mir liegt daran, gerade auf sie zu zeigen. Auf den Reichtum, den sie erschloß, auf die Größe, die ihr erreichbar, auf die Nützlichkeit, die ihr zugänglich war.“


    Ich habe dieses Buch vor inzwischen fast 25 Jahren zum ersten Mal und irgendwann damals auch zum letzten Mal gelesen und hatte es immer als mein Lieblingsbuch von Christa Wolf in Erinnerung behalten. Jetzt hatte ich Angst davor, dass sich dieser Eindruck nicht bestätigen könnte. Dass die Fragen nur zu meinen jungen Jahren in einem anderen Land gehört haben. Ich freue mich, dass diese Angst unbegründet war und möchte dieses Buch denjenigen empfehlen, die sich nach dem Tod von Christa Wolf gefragt haben, ob es nicht an der Zeit sei, (noch) etwas von ihr zu lesen.