Beiträge von Dorrit

    Also ich bin ja auch kein Profi, aber...


    Bei meinem aktuellen Projekt habe ich die ersten Kapitel sehr sauber gearbeitet und merhfach bis ins Detail überarbeitet - auch, weil ich die als Leseprobe bei Agenturen einreichen wollte. Und dann habe ich mich kapitelweise - sehr langsam - weiter vorgearbeitet. Bis letztes Jahr November mich jemand fragte, ob ich am NaNo teilnehme. Ich habe dann den NaNo 2019 genutzt, die Geschichte tatsächlich einmal bis zum Ende durchzuerzählen und habe mich in diesem Jahr daran Kapitel für Kapitel entlanggehangelt - überarbeitend und neuschreibend.

    Da gab es ganz unterschiedliche Passagen - manche waren wirklich nur zum Wegwerfen, aber einige waren durchaus gelungen und ich konnte viel damit anfangen. Ich empfinde das als gar nicht so schlecht, weil ich damit schon bei den frühen Kapiteln immer so etwas wie Ankerpunkte hatte, auf die ich hinarbeiten konnte, weil ich spätere Ereignisse schon ganz gut kannte.


    Wenn ich am Verzweifeln war, weil das alles schlecht war, pflegte meine damalige Mitbewohnerin - eine australische Autorin - zu sagen: The purpose of first draft is existence.


    Das fand ich durchaus hilfreich und immerhin bin ich jetzt - ein Jahr später - wirklich fertig mit der Geschichte (meint: Ergebnis vor Testlesern =O)


    Ich weiß aber nicht, ob ich dieses Vorgehen auch außerhalb des NaNo praktizieren werde/würde.

    Liebe Anja, danke, aber ich werde wohl nicht fliegen. Seit knapp vier Stunden steht Äthiopien vor einem Bürgerkrieg. Ich denke nicht, dass sich die Situation innerhalb von zwei Wochen so signifikant klärt, dass ich fliegen kann. Ich könnte gerade heulen - nicht wegen der Reise, die nicht stattfindet, sondern weil es einfach furchtbar ist. Für das Land und die Menschen. Ich glaube, heute werde ich mich einfach ganz gepflegt betrinken - wohin man auch gerade schaut in der Welt, ist es furchtbar. Sorry, fürs Jammern an dieser Stelle - wo dies doch mit Corona gar nichts zu tun hat.

    @ Andrea: Danke. Ich werde berichten. Ich fliege aber nicht mit Amis, sondern mit Ethiopian Airlines. Auf die ich irgendwie "stolz" war, als ich kürzlich hörte, sie hätten in den letzten Monaten schwarze Zahlen geschrieben, denn sie haben sofort, als klar war, dass Passagiere jetzt eher rar sind, die Sitzbänke aus einigen Maschinen gebaut und sind auf Fracht umgestiegen. Einer der Chefs sagte: Wir haben keine Regierung, die uns Millionen gibt, damit es weitergeht. Das hat mir imponiert und ich freue mich schon auf den Flug mit denen. Selbst wenn der Flug gecancelt wird und ich meinem Geld hinterherlaufen müsste, würde mich das weniger ärgern als z.B. bei Brussels Airlines, die mir noch immer einen Flug aus März schuldig sind :cursing:

    Äthiopien sollte gehen, es sind von Frankfurt aus nur 6 1/2 Stunden bis Addis, das werde ich hoffentlich gut überstehen. Wenn der Flug am 19. dann überhaupt klappt, ich fürchte täglich, dass die Äthiopier womöglich doch wieder ihre Grenzen zumachen - was ich bei den Zahlen in Europa verstehen könnte. Zitter.

    Die normalen Leute sind auch hier disziplinierter. Es ist immer so eine Sache, ob man seinen persönlichen, beschränkten Eindruck "generalisiert", oder ob man versucht, die tatsächliche Situation einigermaßen in den Blick zu bekommen. In der Liste mit den Neuinfektionen und den Todesfällen durch Corona stehen die USA ganz oben, Deutschland kommt erst ganz weit dahinter.

    HD, warum so angefressen? Ich habe lediglich seinen Eindruck wiedergegeben, den er im Vergleich beider Länder in den Dingen hatte, die ihn betrafen: Restaurants, Fitnessstudios, etc. Das könnte man auch einfach mal so stehen lassen als einen persönlichen Eindruck von jemandem, der nun gerade beides gesehen hat. Und ich kann zumindest für mich auch sagen, dass ich dieser Tage wieder merke, wie Leute auf der Straße Bögen umeinander machen oder auch im Supermarkt wieder mehr ausweichen. Die Tatsache, dass mir das jetzt gerade wieder verstärkt auffällt, bedeutet, dass das in den letzten Wochen/Montaten wohl eher weniger passiert ist. Was die Beobachtung meines Freundes über die Nachlässigkeit in Deutschland unterstreichen würde.


    Und möglicherweise ist da ja etwas dran: Weil eben die Zahlen in Amerika so hoch sind, nehmen "normale Leute" es im Alltag ernster. Während bei uns die Tatsache, dass es ja eigentlich zwischenzeitlich ganz gut aussah, zu mehr Nachlässigkeit führt. Wie gesagt, es ist nur eine Möglichkeit oder Idee, die ich nicht generalisiere.


    @ Tom: Ja, vielleicht ist NY ein Sonderfall, dieser Freund lebt nur eine halbe Stunde von Manhattan entfernt. Und vielleicht sitzt der Schock vom Frühjahr dort tiefer.

    Ich habe heute mit einem Freund gesprochen, der in New Jersey lebt und im September für ein paar Tage bei seinen Eltern in Deutschland war. Er sagt, er war sehr überrascht, wie unvorsichtig die Leute in Deutschland seien. In Ami-Land sei man sehr viel vorsichtiger als in Deutschland. Jedenfalls meinte er, ihn würde überhaupt nicht wundern, dass die Zahlen hier so in die Höhe gegangen sind. Er sagt, dort wäre viel mehr möglich, weil Restaurants, Fitnesstudios etc. viel mehr darauf achten, dass sie nur eine gewisse Anzahl an Leuten reinlassen, so dass immer genug Abstand herrscht. Dass sie dort insgesamt viel disziplinierter sind. Das fand ich sehr interessant.


    Deshalb hat er auch nicht die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, als ich ihm erzählte, dass ich einen Flug nach Äthiopien gebucht habe. Ich musste nicht einmal ausführlich begründen, warum ich mich jetzt so entschieden habe. - Ich habe das gemacht, weil ich einen ganzen Winter hier in Berlin weitgehend eingesperrt nicht aushalte. Weil ich das Adane-Buch jetzt fertighabe (bis auf das letzte Kapitel, aber bis ich fliege, ist das auch fertig) und mit ihm daran arbeiten muss, damit es rund wird und ich damit nicht warten kann, bis Corona irgendwann vielleicht vorbei ist. Weil Adane jetzt Zeit hat und wenn Corona vorbei ist, nicht mehr. Weil dort die Sonne scheint und es warm ist und man viel besser Abstand halten kann, wenn man den ganzen Tag draußen sein kann. Weil die Zahlen dort niedriger sind als hier und die Leute mit der Erfahrung von Ebola und ähnlich üblen Krankheiten vermutlich ziemlich brav Masken tragen und so, weil sie einfach glauben, dass es besser für die Gesundheit ist, wenn Verantwortliche das sagen. Sie kämen nicht auf die Idee, sich deswegen über mangelnde Freiheit zu beklagen.


    Das ist meine Strategie für den Umgang mit der Pandemie. Ich bin extrem vorsichtig, treffe so gut wie niemanden mehr, weil ich das Virus nicht dort einschleppen will. Selbst wenn ich mir um mich selbst vergleichsweise wenig Sorgen mache (vielleicht auch nur, weil ich mich jünger und gesünder und unverwundbarer fühle als ich bin), will ich das vor allem nirgends hinschleppen und Schuld sein, wenn jemand anders es bekommt.


    Und ich blende ziemlich viel aus. Partys, große Treffen, etc. registriere ich am Rande, aber ich versuche, das alles nicht zu bewerten. Ich habe keine Energie, um mich aufzuregen. Ich bin traurig für die Restaurants, die jetzt wieder schließen müssen und denke auch, dass das nicht die glücklichste Entscheidung war. Traurig für die Künstler und alle in der Veranstaltungsbranche Tätigen, für die es weiterhin nicht gut aussieht. Aber ich freue mich, wenn Freunde aus eben diesen Branchen ihren Mut und ihre Gelassenheit behalten. Es hat so wenig Sinn, sich der Frustration hinzugeben.


    Ich wünsche Euch allen Gelassenheit und gute Strategien.

    Hallo Kiana,

    als ich vor eineinhalb Jahren einsehen musste, dass ich wirklich regelmäßig Rückengymnastik machen muss, habe ich mich schon ziemlich alt gefühlt:oma

    Aber mein Rücken dankt es mir.


    Ich habe aber noch einen anderen Tipp: Im Büro hatte ich einen höhenverstellbaren Schreibtisch (habe den Job nicht mehr), den ich mir für zu Hause nicht leisten kann. Aber ich habe mir im Arbeitszimmer neben meinem Schreibtisch einen Klapptisch in der Höhe eines Stehpults angebracht. Das ist ziemlich cool, da kann ich nämlich zwischendurch auch immer mal im Stehen gut arbeiten. Das findet mein Rücken auch sehr nett.

    Bibi, keine Ahnung, was Du in meinen Post reininterpretierst, aber ich habe nur versucht, eine Erklärung dafür zu liefern, warum Dein Post möglicherweise noch nicht freigeschaltet wurde. Wenn Du das schon unfreundlich findest :achsel

    Nach dickem Fell klingt Dein Auftritt heute Abend jedenfalls nicht.

    Hilfreich wäre eines ganz sicher. - Was ich auch nicht unfreundlich meine, aber wenn man Unfreundlichkeit lesen will, dann findet man sicher auch eine")"

    Hi Bibi, wir sind hier ja ein bunter Haufen von Leuten, von unveröffentlicht bis Bestseller-Autor ist alles dabei und auch letztere haben mal angefangen. Wir nehmen also - eigentlich meistens - alle erst einmal halbwegs ernst in ihrem Bestreben, sich als Autor aufzustellen und zu entwickeln.


    Aber allein in diesem kurzen Text, der wohl eine Art Klappentext sein soll, sind so viele Fehler, dass ich nicht glauben kann, dass Du wirklich ein veröffentlichtes Buch damit anpreisen willst.

    Auch hier: Es gibt Leute, die haben ein Problem mit Rechtschreibung, das kommt vor und ist erst einmal nicht soooo schlimm. Aber wenn jemand ein Buch verkaufen will (das willst Du ernsthaft mit dem Klappentext !oo-)), dann sollte derjenige auch wenigstens einen Korrektor bemühen. So ist das schlicht unlesbar.


    Nichts für ungut - Du hast nicht danach gefragt, aber ich empfinde es für mich als potentielle Leserin als eine Zumutung. Und möglicherweise liegt es ja auch daran, dass sich das Buch nicht so verkauft wie Du es Dir wünschst.

    Ja, hat sich einiges getan seither.

    Ich habe nur Erfahrungen mit dem Tolino, kann also keinen Vergleich bieten. Bin aber mit dem Tolino durchaus zufrieden, wenn auch das französische Wörterbuch ziemlich beschränkt ist. Ich glaube, das englische ist besser.

    Was gut funktioniert ist die Onleihe - die soll mit dem Kindle schwieriger sein, habe ich gehört.

    Und ja, ich wollte auch deshalb den Tolino, weil ich auch fand, Amazon muss nicht noch mehr Geld haben.


    Erzähl mal, wofür Du Dich dann entscheidest.

    Lieber Jürgen,

    ich würde auch sagen: Einfach mal machen. Du wirst nach einer Weile Schreiben merken, ob die Begeisterung weiterträgt oder ob Du nach einer Weile Arbeit daran feststellst, dass es eben doch nicht Deins ist. Da verlierst Du doch prinzipiell nichts bei, außer schlimmstenfalls ein bisschen Zeit. Aber wer weiß, vielleicht findest Du Deine Berufung in einem ganz anderen Genre. Ausprobieren, würde ich sagen.

    Alles Gute.

    Okay, ich habe ja keine Ahnung, wie das bei Belletristik so läuft mit Lektoraten, aber ich habe zumindest in meinem Sachbuchbereich die Erfahrung gemacht, wie gut meinem Buch das Lektorat getan hat. Und ich kenne es auch von Blogtexten, dass ich immer sehr froh bin, wenn die Kollegen meinen Text noch einmal durchsehen und nicht nur einmal denke ich bei ihren Anmerkungen/Korrekturen: "Da hätte ich selbst drauf kommen können, wie gut, dass sie das noch einmal bearbeitet haben."


    Wie gesagt, ich kann ja auch (noch) nix belletristisch Publiziertes vorweisen, aber oft, wenn ich Leute klagen höre, dass sie keinen Lektor an ihr Werk lassen wollen, muss ich an den Fuchs mit den zu sauren Trauben denken.

    Liebe Elisa,


    Dein Ansatz ist löblich.


    Allerdings ist die Frage, was eine Aggression ist. Für manche fängt Aggression schon sehr früh an, für andere später. Manchmal ist es halt einfach nur die Art von jemandem, sich etwas deutlicher auszudrücken. Das muss gar nicht immer aggressiv gemeint sein, wird aber trotzdem von manchem so empfunden.

    Wer entscheidet dann darüber, was eine Aggression ist. Und darf jemand, der nun mal die Art hat, etwas schärfer zu formulieren, jetzt hier nichts mehr schreiben?

    Schwierig ?!?


    Prinzipiell wäre auch schon viel gewonnen, wenn wir uns darauf einigen könnten, anderen nicht so oft zu unterstellen, sie wollten dem anderen etwas Böses. Manchmal sind wir einfach zu empfindlich und zu schnell geneigt, jemandem Bosheit zu unterstellen.


    Du siehst, so einfach ist das nicht.


    Ich hoffe, das erschreckt Dich nicht. Aber wenn Du schon einmal hier warst, dann kennst Du diesen Haufen ja schon ein wenig und weißt eigentlich auch, dass wir allermeistens ziemlich nett sind <3

    Ach Kerstin, der Stein des Anstosses hat sich ja schon verzogen:(

    So dass Du das nicht auch noch tun musst.

    Das war ein Gewitter und ist wieder vorbei.


    Wir haben hier halt alle (einige) schon eine etwas längere Geschichte miteinander und da gibt es halt Reibung. Aber das hat ja mit Dir nichts zu tun und sollte kein Grund für Dich sein, zu verschwinden.

    Allerallermeistens geht es bei uns nicht so zu.


    Naja, schau einfach mal :achsel

    Wäre schade, wenn Du jetzt gleich wieder gehst.

    Weil ich hinsichtlich der inflationären Nutzung des Begriffs "Schreibblockade" durch bestimmte "Autoren" eine Meinung vertrete, die natürlich von denjenigen nicht geteilt werden kann, die ich gemeint habe? Das hieße ja, dass man, um hier gelitten zu sein, nur noch das artikulieren sollte, was niemandem gegen den Strich gehen könnte. Ich bitte dich, liebe Dorrit, das kann doch nicht in Ordnung sein. Was für eine Art Forum ist das denn?

    Nein, Didi.


    Weil Du mit der Art, wie Du es sagst, all denen in die Magengrube haust, die in diesem Forum sind, weil sie sich weiterentwickeln wollen. Weil sie arbeiten, schreiben, sich entwickeln und trotzdem - noch - keinen messbaren Erfolg haben. Weil das Quentchen Glück fehlt, das auch dazu gehört. Weil Deine Äußerung eben denen das Gefühl gibt, sie seien eben einfach nicht gut genug, weil sie nichts vorzuweisen haben. (Was in der Tat auch zu Motivationsproblemen - man könnte es Schreibblockade nennen - führen kann, aber das nur nebenbei.)


    Und es eben nicht hilfreich ist, weil einer, der hier und da etwas mehr Glück hatte (und natürlich auch arbeitet), einem dann unterstellt, man würde halt nicht genug an sich und seiner Schreibe arbeiten. Und in der Kombination mit früheren Äußerungen von Dir ist genau das bei einigen angekommen. Und das finde ich nicht in Ordnung, dass Du die Leute hier so abwatscht. Manche Leute haben ein anderes Tempo. Manchen fällt es schwer sich zu verkaufen. Was auch immer... es gibt verschiedene Gründe, warum es nichts messbares gibt. Aber dieses Forum ist genau für diese Leute da, um sich hier und da Rat zu holen. Und nicht, um abgewatscht zu werden.


    Du unterstellst vielen hier - zu Unrecht - sie würden einfach nicht arbeiten. Und das tut weh, weil es in vielen Fällen nicht stimmt.


    Ich wiederhole mich: Schade.

    Ich schätze Dich und fühle mich persönlich nicht angegriffen, aber ich fürchte, so wird das nichts mehr mit Dir und den 42ern :(