Beiträge von Dorrit

    Das hat viel Lob bekommen. Und ich hatte mich geirrt, es waren nicht 70, sondern 156 Stunden. Ich habe es mir im Audible-Abo runtergeladen, da war es - glaube ich - in 8 Teile oder so aufgeteilt. Naja, wenn ich mal in Rente bin oder so.


    Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 20.10.2010

    Vorsicht akute Suchtgefahr!, warnt uns Christiane Zintzen dieses Proust-Hörgenuss, eingelesen von Peter Matic. Auch weil Zintzen die "Suche nach der verlorenen Zeit" zu den bekanntesten nicht gelesenen Werken der Weltliteratur zählt, kommt ihr die diskrete Meisterschaft Peter Matic' im Umgang mit der Proustschen Syntax mehr als gelegen. Doch auch als "Steigeisen" zum Einstieg in das Mammutwerk scheint ihr das nun abgeschlossene, insgesamt 156 Stunden umfassende CD-Paket geeignet. Retour bekommt die Rezensentin, so im gerade ausgelieferten letzten Teil der "Wiedergefundenen Zeit" (19 Stunden), ein erstaunlich selbstironisches Sittenbild der Pariser Aristokratie um 1914. Also auf zum Zeitverlust mit dieser Edition!

    Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.10.2010

    "Prächtig", "aristokratisch" - Wolfgang Schneider findet kaum Worte, um seine Begeisterung für dieses von Peter Matic eingelesene Hörbuch zu Marcel Prousts Roman "Die wiedergefundene Zeit" zu beschreiben. In diesem Band, der das "bedeutendste Hörbuchprojekt der letzten Jahre" beschließe, zeige Matic alle Facetten rezitierenden Könnens: Prousts Ausbrüche zwischen "Distinktion und Dekadenz" bringe er genau auf den Punkt, "individuelle Sprachmanieren" werden treffend wiedergegeben, und immer wieder erzeuge Matic eine strahlende Komik. Einzig Prousts parodistische Passagen von "schwülstigen Beschreibungsorgien" findet der Rezensent zu "trocken" vorgelesen. Nichtsdestotrotz erhofft sich Schneider für dieses imposante, 160 Stunden dauernde Hörwerk die verdiente Resonanz.

    Lesen Sie die Rezension bei buecher.de


    Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 24.08.2010

    Feierlich vermeldet Alexander Kissler den Abschluss der Hörbuchfassung von Marcel Prousts "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit", sage und schreibe 156 Stunden und 20 Minuten auf 128 CDs (Die "Wiedergefundene Zeit" allein bringt es auf neunzehn Stunden auf 15 CDs). Dabei würdigt er Peter Matic, der dieses monumentale Werk über die Zeit vor dem Hintergrund des Ersten Weltkrieges eingelesen hat, für seine Genauigkeit und, angesichts der enorm verschachtelten Sätze Prousts, für seine bewunderungswürdig konzentrierte Vortragsart. Kissler demonstriert dies anhand eines langen Satzes, indem er sämtliche Lesepausen mitnotiert, und er freut sich an der "noblen Geschmeidigkeit", mit der Matic liest. Und so findet der begeisterte Rezensent, dass diese Hörbuchfassung dem großen Roman über die "verlorene Zeit" wunderbar gerecht wird.

    Hach ja.

    Ich träume ja seit Jahren davon, eines Tages irgendwo in Südfrankreich am Meer zu sitzen und wochenlang nichts zu tun als Proust im Original zu lesen. Das ist für mich der Inbegriff von Idylle.

    Vermutlich heißt das aber, dass ich Proust nie lesen werde, weil ich weder wochenlang Zeit habe noch mein Französisch in diesem Leben gut genug werden wird.

    Hach ja.


    Ich habe es auch als Hörbuch auf deutsch, mit ca. 70 Stunden, glaube ich, aber ich vermute, dass das nicht funktioniert. Jedenfalls nicht wie andere Hörbücher, die ich beim Joggen laufen lasse oder so. Vielleicht, wenn ich mal krank sein sollte und wochenlang liegen muss. Oder so. Aber das hoffe ich ja gerade nicht.

    Liebe Monika, ich hatte mich gefragt, ob Deine Frage sich um Erinnerung dreht und schon heute Nachmittag überlegt, etwas dazu zu schreiben. Aber dann war ich mir nicht sicher, ob ich damit nicht schief liege. Aber offensichtlich ja nicht so sehr.


    Ich habe ja das Adane-Buch geschrieben und bin manchmal echt verzweifelt, weil diverse Erinnerungen von Adane schlicht nicht zusammenpassten, z.B. zeitlich oder auch einfach unlogisch erschienen. Und dann habe ich mich gefragt, ob das am - mir durchaus bekannten - anderen Umgang mit "Wahrheit" in Afrika zu tun hat und/oder ob ich mir einfach einen Bären habe aufbinden lassen.

    Und dann erzählte mir ein Freund, dass seine Ex-Frau ein Buch geschrieben habe, in dem sie u. a. ihre Hochzeit erwähnt. Und dabei die Trauzeugen erwähnt, von denen mein Freund sicher gewesen ist, dass die bei der Hochzeit gar nicht dabei gewesen wären.

    Das hat mich dann auch die "Unschärfen" in Adanes Erzählungen etwas gelassener hinnehmen lassen. Ich bin mir sicher, dass seine Erinnerungen für ihn richtig sind, dass sie im groben Rahmen, den ich für meinen Roman genutzt habe, stimmen. Gleichzeitig ist mir klar, dass er sie geschönt hat. So wie wir alle unsere Erinnerungen schönen.

    Mit meiner Ex-Mitbewohnerin Lucie sprach ich auch darüber. Sie erzählte, dass sie gerade ein Buch über das Gedächtnis gelesen hatte, in dem es hieß, dass sich unsere Erinnerungen verändern. Jedes Mal, wenn wir ein Erlebnis erzählen, verändern wir - ganz unbewusst - eine Winzigkeit und wir erinnern uns das nächste Mal nicht an das Erlebnis sondern an die letzte Erzählung/Erinnerung daran.


    Jedenfalls habe ich beim Schreiben des Buches einiges über Erinnerung und deren merkwürdiges Verhalten in unseren Köpfen erfahren - neben all den anderen Dingen, die ich dabei gelernt habe.

    HD, obwohl ich kein Krimiautor bin, wollte ich gern etwas über die richtige Leiche wissen (man weiß ja nie, wozu man das mal brauchen kann)

    Aber der Link funktioniert nicht - der führt zum Erstellen eines neuen Themas hier im Forum :kratz2

    Tja, da lerne ich also nichts über Leichen heute :achsel

    Schade, Kerstin.

    Ich fand es schön, Dich hier zu haben, selbst, wenn wir nicht oft Berührungspunkte hatten. Aber ich fand, das hatte Potential;)

    Viel Erfolg und vielleicht schaust Du ja doch mal wieder vorbei. Das würde mich freuen.

    Oh, Peter, das ist ja schade.

    Ich verstehe das mit dem Verzetteln und dass Du Dich um ein paar andere Dinge kümmern musst.

    Aber schau doch trotzdem zwischendurch mal wieder vorbei, entweder auf dem Weg zum fiktionalen Text oder einfach mal so.

    Erst einmal viel Erfolg bei dem, was da noch so auf Deinem Schreibtisch liegt.

    Unterschreib :write

    Und wie sind die Ergebnisse? Entsteht dabei auch etwas, an und/oder mit dem man gut weiterarbeiten kann?

    Eben das habe ich ja versucht zu sagen, keine Ahnung, ob ich mich so missverständlich ausgedrückt habe: Es funktioniert gut, um in einen Fluss zu kommen.

    Ich hatte vor November 2019 ca. 3 Kapitel für das Adane-Buch fertig und habe dann beim NaNo 2019 die Geschichte einmal durcherzählt. Daran habe ich dann im letzten Jahr gearbeitet und überarbeitet. Es gab einige Szenen, die schon richtig gut waren, es gab einige Abschnitte, die überhaupt nicht gingen und trotzdem gut und nützlich waren, weil sie mir eine Richtung angezeigt haben (in meinem Fall war es ja so, dass ich aus einer Menge "Rohstoff" wählen musste, was ich wie erzählen will).


    Klar hätte ich mich dem Roman bzw. der weiteren Arbeit auch anders nähern können (was ja aufgrund diverser Umstände zu der Zeit nicht einfach war), aber für mich war es zu der Zeit ziemlich gut, eben einmal komplett durch den Stoff zu kommen, um mich an dem, was ich da geschrieben habe, entlanghangeln zu können. Das hat mir im letzten Jahr wirklich sehr geholfen, den Roman fertig schreiben zu können, weil etwas da war, an dem ich weitermachen/rumpuzzeln konnte. Es hatte dann ein bisschen was von der Methode "Bildhauer" - nämlich aus einem Granitblock mit feinem Werkzeug Details herausschlagen. Aber immerhin hatte ich nach dem NaNo einen Granitblock.


    Sicher gibt es da ganz unterschiedliche Arbeitsweisen, und ich bin ja jetzt auch nicht die mit fünf Romanen Erfahrung im Hintergrund. Ich würde sicher wieder am NaNo mitschreiben, wenn es für ein Projekt gerade Zeit ist, viel "Rohstoff" zu schaffen. Was natürlich theoretisch auch ohne NaNo ginge, aber der funktioniert halt besser als sich allein im kleinen Kämmerchen zu motivieren.


    Ich lese ja z.Zt. Face to Face - Gespräche von Thomas David mit diversen literarischen Größen - mit großem Vergnügen. U.a. Philip Roth, der sagte, die erste Fassung eines Buches mache überhaupt keinen Spaß zu schreiben, sei unscharf. Er schrieb seine Bücher offensichtlich vier, fünf Mal um und bei jeder Fassung wurde es schärfer und klarer. Und für eben diese erste Fassung ist der NaNo gut, würde ich sagen, weil man da in guter Gesellschaft ist, wenn man diesen mühseligen ersten Entwurf schreibt.

    Aber wie gesagt, es gibt da sicher sehr unterschiedliche Arbeitsweisen.

    Ja, klar, wenn man erstens viel Erfahrung mitbringt und zweitens wirklich gute Vorarbeit macht, ist das sicher möglich.

    Um also meine Aussage zu präzisieren: Für jemanden, der noch nicht so wahnsinnig viel Erfahrung hat, ist es vermutlich eher schwierig, einen guten Roman in einem Monat zu schreiben. Ich weiß von anderen - auch durchaus erfahrenen - Autoren, dass sie trotz aller Erfahrung mit zwei Jahren für einen Roman rechnen. Das mag aber mit unterschiedlichen Arbeitsweisen zu tun haben und dass man möglicherweise unterschiedliche Stadien anders abarbeitet.


    Ich würde nur für eher Unerfahrene ein bisschen den Druck rausnehmen, dass das am Ende dann einen wirklich lesbaren Roman ergeben muss.

    Aber auch das muss natürlich jeder selbst mit seiner eigenen Erfahrung ansehen und ausmachen.

    Das wäre vielleicht eine Möglichkeit, mal diese unausgegorene Romanidee, die man schon die ganze Zeit mit sich herumschleppt, zu realisieren ...

    Genau dafür ist der NaNo gut geeignet. Natürlich schreibt man in einem Monat keinen guten Roman, aber ein gutes Gerüst, an dem man sich dann beim Überarbeiten entlanghangeln kann, allemal. Wie meine Ex-Mitbwohnerin, eine australische Autorin zu sagen pflegte: The purpose of first draft is existence.

    Und um dieses Existieren ohne ständige Zweifel hinzukriegen, ist der NaNo echt gut, wenn man sich eine kleine oder größere Gruppe sucht, in der man sich halbwegs regelmäßig - am besten täglich - über seine Fortschritte austauscht. Nicht über Inhalte oder so, nur über: Ich habe heute das Tagesziel erreicht oder nicht oder so. Ich kann das jedenfalls sehr empfehlen.

    Unbedingt.

    Als ich vor inzwischen einigen Jahren bei Lea Korte einen Romankurs belegt hatte, haben wir immer als Hausausgabe zur jeweiligen Lektion eine Szene schreiben müssen - natürlich eine sieben Mal korrigierte, so wie wir es bei Lea gelernt hatten. (Nein, das ist kein Zeichen von: Ich lasse mir alles einreden, aber tatsächlich stimmt das mit den sieben Schleifen etwa, die eine Szene bei mir braucht.) Als ich meine Hausaufgabe einmal von unterwegs ablieferte, wo ich keinen Drucker zur Verfügung hatte und also die letzten beiden Schleifen ohne Papierausdruck machen musste, bekam ich meine korrigierte Szene von Lea mit der Bemerkung zurück: "Ich habe das Gefühl, dass Du diesmal nicht so gründlich überarbeitet hast wie sonst."

    Das hat mich jedenfalls noch einmal darin bestärkt, dass ich immer auf dem Papier korrigieren muss. Ich habe das aber sowieso auch vorher immer schon gemacht.

    Herzlichen Glückwunsch, Dorrit, das ist klasse!

    Hach, schön wär's, wenn ich gemeint wäre ;)


    Aber ich gratuliere Dorit natürlich sehr und drücke auch die Daumen dafür, dass es weitergeht - vielleicht wirst Du am 4. Februar verkündet, das wäre toll. (Ich suche immer noch den Daumendrücksmiley, den Du Dir jetzt an dieseer Stelle denken musst.)

    Hallo Kerstin,


    zumindest steht da, dass Du Dich dafür gesondert anmelden musst und damit der Zugang zu diesen Gruppen schon eingeschränkt ist. Das ist doch schon mal was, oder?


    in der Besprechungsgruppe sind alle Leute, die sich aus dem Forum für das Unterforum anmelden bzw. alle Vereinsmitglieder der 42er haben Zugang dazu. Aktiv sind derzeit vielleicht 10 bis 15 Leute, das schwankt aber.


    Pro Woche wird in das entsprechende Forum ein Text eingestellt, um den sich dann alle die "kümmern", die gerade Zeit und Lust dazu haben. Deshalb mein Tipp: Melde Dich doch erst einmal dafür an und schaue Dich in dem entsprechenden Forum um, damit Du siehst, wie das so abläuft. Dann kannst Du immer noch entscheiden, ob Du mitmachen willst oder nicht. Dafür musst Du ja auch selbst erst einmal keinen Text einstellen.


    Ja, alle haben Zugang zu allen Texten - das wirst Du dann auch sehen, wenn Du Dich da anmeldest. Du dann nämlich auch. Ich weiß nicht, was Deine Bedenken dabei sind. Vielleicht können wir Dir Deine Bedenken nehmen, wenn Du sie etwas deutlicher formulierst?