Beiträge von Tom

    Weil's zum Thema paßt: Ich habe gestern Abend eine erotische Geschichte fertiggestellt, die im April im Ferienreader "Summerlove" bei Aufbau erscheint:


    ASIN/ISBN: 3746621739


    Mein Lektor hat sie heute bereits korrigiert (und für gut befunden). Es ging darum, tatsächlich "explizit", sogar "drastisch" zu werden. Die Story handelt von einer gelangweilten Ehefrau, die nach Geburt des ersten Kindes vom eigenen Mann alleine in den Urlaub geschickt wird. Sie trägt den Titel "Don Johann". Ich bin recht zufrieden mit dem Ding, aber es war nicht leicht, explizit erotisch zu sein (also ohne Andeutungsebene auszukommen), ohne die Grenze zur Pornographie zu überschreiten. Diese Biege habe ich durch einen recht ironischen Unterton hinbekommen, wie ich hoffe.


    Nunwohl, weil's zum Thema paßte. 8)

    Huhu, Ulrike.


    Zitat

    Huch, welche fehlt denn?


    Meinen alten Freund Jack mußten wir im vergangenen Sommer einschläfern lassen. Nierenleiden und Bluthochdruck; er hat ziemlich lange mit dem Krempel ausgehalten, aber zum Schluß nichts mehr gefressen, ist ständig umgefallen usw. Fünfzehneinhalb ist er geworden. :(

    Hallo, Tasso.


    Zitat

    Hallo Tom, noch eine Frage! Bist du noch bei der wwg dabei?


    Was war das noch gleich? ?(


    Pearl: Für vierzig Euro kann man sich bei Schläcka ein gebundenes Fotobuch aus seinem Digitalfotokrempel machen lassen. Ist auch was feines. 8)

    Gerade reingekommen:


    Das Literaturhaus Hamburg veranstaltet in Zusammenarbeit mit der ZEIT-Stiftung ein Schreiblabor für alle zwischen 14 und 21.


    Infotext:


    In eurer Schreibtischschublade schlummert ein Romananfang? Ihr träumt davon, Schriftsteller zu werden? Unter der Federführung der Autoren Mareike Krügel und Kristof Magnusson - beide Absolventen des Deutschen Literaturinstituts Leipzig - bietet das Literaturhaus Hamburg ab April 2006 Kurse für Kreatives Schreiben an. Im Schreiblabor lernen künftige Autoren in Theorie und Praxis, wie man aus Texten Literatur macht. (Anm. Tom: Merkwürdige Unterscheidung)


    Kursvolumen: 10 Nachmittage
    Gebühr: 25 Euro je Kurs
    Teilnahmerzahl: Je max. 25
    Veranstaltungsort: Literaturhaus Hamburg, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg


    Kontakt: Johanna Salfner, Telefon 040-22 70 20 22, jsalfner@l-h-h.de


    http://www.l-h-h.de


    Im Frühjahr ab 3. April wöchentlich ein Termin
    Im Herbst ab 11. September dito


    Es gibt eine Anschlußlesung im Literaturhaus, Bewerbungsschluß für das Frühjahr ist der 20.2., für den Herbst der 21.8.

    Hallo, Claudia.


    Erstmal: Congrats! :blume


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    1. Kann ich nachfragen, ob der Vorschuss erst im September ausgezahlt wird ( das Buch soll im November erscheinen ) Oder aber sind Wünsche dieser Art ( Vorschuss zum Wunschtermin ) absolut unüblich, und es gibt nur annehmen oder ablehnen? Was meint ihr dazu?


    Verstehe ich richtig, daß Du willst, daß der Vorschuß später ausgezahlt wird? :wow Üblicherweise sind Vorschüsse bei Vertragsabschluß fällig (und das wäre ja demnächst), werden dann aber ein paar Wochen später ausgezahlt, weil die Buchhalterbürokratie ihre langen Wege hat und der Verlag die paar Prozent Zinsen noch einstreichen will, die die Verzögerung bringt. Es gibt auch die Variante, daß Vorschüsse teilweise bei Vertragsabschluß und teilweise bei Erscheinen ausgezahlt werden. Ist alles eine Verhandlungssache. Und wenn Du einen Wunschtermin hast, der nach dem Vertragsabschlußdatum liegt (vorher macht ohnehin keinen Sinn), könntest Du Deinen Agenten bitten, zu versuchen, das in den Vertrag aufzunehmen. Verstehen muß ich das ja nicht. :D

    Zitat

    2. Kann ich dem Verlag selber mit Vorschlägen zum Marketing kommen, dh. selbst - zumindest hier in München - Lesungen organisieren, oder aber ist es üblich, auch dies voll und ganz dem VErlag zu überlassen? Was habt ihr da für Erfahrungen?


    Iris hat's schon angedeutet. Natürlich kannst Du tun und lassen, was Du willst, sofern nicht explizit etwas anderes vereinbart ist. Üblicherweise fragen Buchhändler beim Verlag nach Lesungen an, oder die Vertreter vereinbaren Lesetermine. Aber zusätzliches Marketing auch noch auf eigene Kosten sieht natürlich jeder Verlag gerne. 8)

    Huhu, Anja.


    Zitat

    Oft gegrinst oder gekichert, trotzdem gut, dass die Kleenexbox in Reichweite war. Dieses distanziert-lapidare Understatement nimmt mich ja immer viel mehr mit, als alles andere.


    Ich habe wirklich, wirklich große Angst gehabt, daß die etwas ... traurigeren Szenen zu stark herausgrätschen und/oder die Grenze zum Klischee überschreiten, aber die Resonanz bisher stimmt mich diesbezüglich sehr fröhlich. Und das mit dem distanziert-lapidaren Understatement hast Du schön gesagt. :anbet


    Zitat

    Hab's wirklich gern gelesen und, obwohl im Westen aufgewachsen, so manches wiedererkannt. Das Einkaufengehen mit Brustbeutel im Tante Emma Laden, die Krachledernen. Bei uns war 'Polen verloren', was die westliche Sicht der Dinge vielleicht mehr unterstreicht als so manches andere.


    Ich meine, "Jetzt ist Polen offen" geschrieben zu haben. Tatsächlich aber diente in vielen deutschen Mittelstandshaushalten eine derartige Redewendung der unbewußten Unterstreichung der inneren wie äußeren Abkapselung.


    Zitat

    Die Detailtreue, das akribisch beobachtete und dann atmosphaerisch stimmig verpackte, ist das, was ich schon an Radio Nights so mochte. Und es hat mich wieder eingefangen. Gut gemacht. Mehr. :o)


    Ich danke Dir! :blume Und ich werde mein bestes geben - es sind zwei Projekte in Arbeit, eine familiensagaartige Ost-West-Geschichte, die ich aber sehr wahrscheinlich zurückstellen werde, und ein Motiv, das ich schon sehr lange mit mir herumtrage, und für das ich eine zeitgemäße Adaption glaube gefunden zu haben. Verkürzt gesagt geht es um mein altes "So cool", aber auf dem Land - und mit mehr Geschichte, weit weniger nihilistisch und ... ach was. Ich mache es einfach. :D

    Hi, Jo.


    Es ist eine recht einfache Rechnung. Trotz des scheinbar enormen Aufwands beim Casting sind solche Veranstaltungen - von Lizenzrechten abgesehen - vergleichsweise billig herzustellen (insbesondere im Honorarbereich), und der Zuschauer zahlt gleich mehrfach, nämlich Gebühren (bei den ö/r), indirekt bei erfolgreicher Werbung, hauptsächlich aber bei den Abstimmungen (49 Cent pro Anruf oder so), und dann nochmal beim anschließenden Kauf der Platten, Merchandisingprodukte, Konzertkarten usw. RTL/UFA/Grundy/Bertelsmann Music macht das sozusagen alles in einer Hand, aber auch die ö/r werden entsprechend mitkassieren. Dumm, wer da nicht mitmacht. Oder mitgemacht hat, als es noch populär war - die aktuelle Staffel DSDS bringt es ja "nur" noch auf um die 6 Millionen Zuschauer, das sagen jedenfalls die Quoten vom vergangenen Samstag. Kurz gesagt: Es ist - immer noch - ein einfach gutes Geschäft. Allerdings haben ja sowohl SAT1, als auch das ZDF mit ihren Klonen eher Bauchlandungen hingelegt; SAT1 hat nach der zweiten Staffel die Segel gestrichen, das ZDF gleich nach der ersten. Die noch "amtierenden" Reste aus diesen Produktionen lassen sich auf den unkomischen Ingo Oschmann (der auch keine Comedy-Show mehr hat, aber noch moderieren darf) reduzieren. Aus den anderen gecasteten Spaß- und Musikvögeln ist nix geworden, sie werden sehr wahrscheinlich Supermärkte eröffnen, auf Firmenfesten singen und durch 30-Mann-Clubs tingeln. Wirklich persönlich erfolgreich waren nur die "No Angels", tatsächlich ist es noch - in gewissem Rahmen - der Quietscheentenhybrid Daniel Küblböck, der vor allem das Schutzbedürfnis mittelalter Damen geweckt zu haben scheint und ansonsten die Rolle des Antihelden (-stars) besetzt. Alle anderen sind abgeschmiert, weil man eben nicht einfach Superstar wird, weil irgendwelche Hirnis einen so nennen.


    Die öffentlich-rechtlichen fahren tatsächlich eine Art abgeschwächter Konverenz im Hinblick auf die Programmierung der privaten, aber glücklicherweise nur abgeschwächt. Sollten Formate wie der Dschungelkrempel oder Big Brother in allen Variationen Neuauflagen im ö/r feiern, werde ich endlich meinen Fernseher abschaffen. Bisher beschränkt sich die Nachahmung auf Quizformate und eine mir nicht transparente Kunstform namens "Telenovela"; bei anderen waren die ö/r Vorreiter - GZSZ ist "Lindenstraße" auf Sparflamme.

    Hallo, Sven.


    Lustig, die Idee "Deutschland sucht den Superdichter" in ganz ähnlicher Besetzung hatte ich mal für eine Kolumne des "zweiundvierziger". Irgendwo müßte dieses Textfragment noch rumliegen ... <such> :D Ah, hier isses. Unfertig, wie gesagt - nur ein Anfang.


    Es ist leicht, sich über etwas lustig zu machen, das seine eigene Satire quasi bereits mitliefert. Solche Castingshows, aber auch vieles andere, das mittlerweile im deutschen Fernsehen läuft (ich erinnere mich dunkel an etwas mit einem Dschungelcamp, in dem Känguruhklöten gefuttert wurden), gehören in diese Kategorie. Schlimmer noch, da wird ein Publikum - wie Sarah in der Thread-Überschrift ganz richtig verlauten läßt - für dumm verkauft, und zwar nicht nur inhaltlich, sondern auch noch wirtschaftlich (die Shows refinanzieren sich durch die Anrufer beim "Voten"). Macht ja nichts, das Publikum läßt sich ja für dumm verkaufen. Und wenn man gut unterhalten wird, ist doch alles in Ordnung, oder? Wird man denn gut unterhalten?


    Du hast recht, es gehört ... etwas dazu, sich auf eine Bühne zu stellen und gegen tausende andere zu bestehen. Es gehört auch etwas dazu, Känguruhhoden zu schnabulieren. Aber muß man es deswegen auch tun? Und: Muß man sich derlei im Fernsehen anschauen? Und wenn ja: Aus welchen Gründen? Und muß man auch noch darüber reden?


    Alles Scheiße. Stimmt ja. Diejenigen, die sich echauffieren - wozu sie sich natürlich lange bitten lassen, denn eigentlich liegt derlei außerhalb ihrer Wahrnehmung -, sind nichts anderes als kleine, fiese und sehr wahrscheinlich frustrierte Kulturchauvinisten. Vielleicht aber - und dieses Vielleicht empfinde ich als Chance - ist es nötig, daß diese kleinen, frustrierten Kulturchauvinisten die Stimme erheben, und darauf hinweisen, daß aus der passiven Verblödung durch das Fernsehen (Abwesenheit vom Nachdenken) inzwischen eine aktive Verblödung geworden ist. Und diese strunzdoofe, inhaltsleere Hoden- (Camp) oder Scheiße(DSDS)fresserei stellt nunmal die Speerspitze der aktiven Verblödung dar, getoppt nur noch durch Gerichtsshows und "Boulevardmagazine". Umso schwerwiegender, da das Fernsehen längst zu Freizeitbeschäftigung und Informationsquelle Nummer eins der Menschen geworden ist. Von Menschenwürde, Achtung im Umgang oder einem noch so winzigen intellektuellen Fundament kann längst keine Rede mehr sein - es wird gezeigt, was gesehen wird - und umgekehrt. Die Verkehrung des Musikmarktes (die ja zum Glück nicht mehr funktioniert) stellt nur einen kleinen Bestandteil dieser Politik dar. Fernsehen ist medialer Schwachsinn geworden. Okay, das war es immer schon ein bißchen, auch bei Ramsey oder Rosenthal, aber mithin sind alle Grenzen nach unten völlig ausgehebelt.

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    Hallo, Bernd.


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    Meiner bescheidenen Meinung nach gibt es da immer wieder Leute, die durchaus Talent (also eine sehr gute Singstimme) haben und auf einer Bühne nicht gerade verkehrt wirken.


    Das denke ich während eines verrauschten Abends in "Kims Karaoke-Bar" zuweilen auch - und zuweilen sogar über mich selbst -, behalte das aber bis zum frühen Morgen wohlweislich für mich, um den Eindruck einer nüchternen Prüfung zu unterziehen, die aller Erfahrung nach zum gegenteiligen Ergebnis kommt.


    Gut, reden wir also darüber. Wolf hat es recht gut auf den Punkt gebracht - es geht bei diesen (trotz des scheinbaren Aufwands recht billig produzierten) Shows keineswegs darum, Entertainment-Talente zu finden, um den Nachschub an Superstars sicherzustellen, sondern genaugenommen um Pannen-Homevideos auf anderem Niveau. Nicht zuletzt deshalb hat RTL - ehrlicherweise, wie man zugestehen muß - in die Pause zwischen die Ausstrahlung der Hauptsendung und Bekanntgabe der Entscheidung eine entsprechende Sendung gesetzt. Es gab weltweit nur ein oder zwei Figuren, die bei diesen Casting-Blödelshows gekürt wurden und eine Halbwertszeit von mehr als einem Vierteljahr hatten, der eine davon war/ist Ronan Keating, der andere Name ist mir entfallen. Der karge Resterfolg der dritten? siebten? Staffel dieses Murkses ist dem BILD-Marketing und der galoppierend zunehmenden Blödheit des durchschnittlichen (weiblichen?) Zuschauers zuzuschreiben.


    Bill Ramsey hat sowas schon in den Siebzigern präsentiert. Da hieß es "Talentschuppen". Der Unterschied bestand darin, daß die Interpreten gewisse Erfahrungen vorweisen mußten und nicht anschließend bei Bohlen im Besetzungskeller landeten.

    Hallo, Ingrid.


    Zitat

    Du weigerst dich nur beharrlich, die Klammer um "männliche" zu sehen.


    Wenn bedeutungslos, wie ich dem entnehmen müßte, warum dann überhaupt, ob mit oder ohne Klammern? Und warum nur das Geschlecht - und nicht auch noch Schuhgröße, Bildungsstand, Haarfarbe, sexuelle Ausrichtung, Gehalt undsoweiter?

    Hallo, Ingrid.


    Zitat

    Ja, aber ihre Frage war, ob TWJ nur bei ihr so reagiert, da es ja schon bei einem anderen Thema zu belehrenden Postings kam.


    Und Deine Antwort bestand darin, daß alle Männer ein bestimmtes Verhalten an den Tag legen würden. Davon abgesehen hat Sarah "bei einem anderen Thema" einen Klappentext als Rezension verkauft - etwas, das nach einer Belehrung nachgerade schreit. :baby Du diagnostizierst Rollenverhalten, wo keines ist.