Beiträge von Tom

    Tach, Ingo. Willkommen im Forum.


    Bei mir war es eine Sozialarbeiterin, der ich als Zwölfjähriger einen Brief schrieb, und die meinte, das wäre tränenrührend und ich würde druckreif schreiben.

    Das ist tatsächlich sehr kurz. Es gibt Romane, die so schmal und erfolgreich sind, aber das Gardemaß ist ein anderes, vor allem bei Genreliteratur. Die Leute gehen auch nicht oder nur ausnahmsweise für einen Film ins Kino, der nur fünfzig Minuten lang ist. Achtzig sollten es schon mindestens sein. Also 250 Seiten, plusminus (eher plus). Aber wenn die vorliegenden 160 bahnbrechend sind, kann man es natürlich trotzdem versuchen. Das kann man immer.

    Huhu, dORIT.


    Lieben Dank für Deine Eindrücke - herrlich. :anbet


    ich bin mit mir noch uneins ob ich das Ende mag. Es ist mir zu gut.

    Vieles ist offen, aber, ja, es gibt eigentlich keine Konfliktsituation mehr, nachdem Tomás aus Hamburg abgereist ist. Das sollte aber auch so sein. Ein bisschen habe ich an dieser Stelle das Motto von "Geisterfahrer" wieder aufgenommen, nämlich das Grönemeyer-Zitat "Das Leben kommt von vorn" (für mich übrigens eines der stärksten Zitate überhaupt - bildgewaltig, direkt, eindringlich und sofort verständlich). Aber in einem anderen Sinne als in "Geisterfahrer", nämlich in dem, dass, wenn man das Leben zulässt, viele Probleme mehr oder weniger von selbst verschwinden - oder sich als irreal entpuppen.

    Es gab doch schon einen Roman in dieser Form oder wenn ich mich richtig erinnere?

    Du meinst als Graphic Novel? Ja, das Album zu "Geisterfahrer" ist seit fast zwei Jahren fertig, gezeichnet vom großartigen Daniel Haas, aber der kleine Verlag, mit dem es schon Verträge gab, ist in Schwierigkeiten geraten. Das sollte dann u.a. so aussehen:

    comic1-300x279.jpg

    Daniel ist weiterhin ziemlich aktiv auf der Verlagssuche (es gibt da wohl auch Gespräche) und hat außerdem eine zweite Version im "fancy style" angefangen.

    Na ja, Ben - wenn man etwas so sehr "umarbeitet", dass etwas Neues entstehen soll, hat man nichts Neues entstehen lassen, sonder eben etwas Bestehendes umgearbeitet. Klar, inwieweit sich das genau unterscheidet, hängt vom Einzelfall ab, aber schon der Terminus "umarbeiten" schließt eigentlich aus, dass etwas völlig Neues entsteht. ;) Oder wie stellst Du Dir das vor? Man nimmt einen Text, streicht, stellt um, ergänzt, benennt um, ändert Abfolgen usw. - daraus entsteht nichts (völlig) Neues. Oder man greift die Motive auf und schreibt neu. Das wäre aber kein Umarbeiten.

    Wenn du es aber so umarbeitest, dass es ein neues Buch ist, war es zuvor ja auch noch nicht veröffentlicht.

    Der Widerspruch vor dem zweiten Komma ist Dir aufgefallen, ja, Ben? ;)


    Man schließt Verlagsverträge zumeist exklusiv ab, bezogen auf die jeweiligen Verwertungsrechte. Ein Text, der vorher schon - wenn auch in etwas oder meinetwegen sogar deutlich anderer Form - publiziert wurde, ganz gleich wo, steht nicht mehr für die exklusive Verwertung z.B. als gedrucktes Buch zur Verfügung. Kerstin hat da schon recht mit dem Hinweis auf Anwälte. Das kann teuer werden, schadenersatzmäßig.


    Man kann natürlich das Motiv abermals aufgreifen, die Themengrundlage, und dann noch ein Buch schreiben (und nicht das alte "umarbeiten"), aber dann hätte man zwei äußerst ähnliche Romane geschrieben. Das stelle ich mir nicht sehr befriedigend vor, und außerdem hielte sich die Attraktivität für Verlage in Grenzen, wenn es schon ein sehr ähnliches, aber anderes Buch vom gleichen Autor gäbe.


    Der Weihnachtszug ist abgefahren, wie HD richtig festgestellt hat. Wenn das Thema wirklich eine so begrenzte Halbwertszeit hat, würde ich einen Zeitpunkt festlegen, bis zu dem man wartet, und ggf. bei den kontaktierten Verlagen dann noch nachfragen - und es im Absagefall per SP raustun. Und dann an das nächste gehen, mit mehr Vorlauf, entspannterer Zeitplanung. Aber dass ein bereits per SP oder im Klein- oder Selbstverlag veröffentlichtes Buch von einem Publikumsverlag ins Programm genommen wird, das passiert tatsächlich nur bei Titeln, die auf dem ersten Veröffentlichungsweg zu Bestsellern oder mindestens nennenswerten Achtungserfolgen geworden sind. Doch auch in diesem Fall bietet man den Autoren eher Verträge für neue Projekte an.

    Hallo, Kerstin. "Speech to text" ist eine recht komplexe Angelegenheit, und meines Wissens geht das zumindest mit Bordmitteln auf dem iPhone nicht offline*. Wenn man also, was selbstverständlich auch ohne Internet geht, nur Sprachnachrichten aufzeichnen möchte, die man ja später in getippten Text umwandeln will, braucht man Speech-to-text-Apps, die es offenbar auch in Offline-Varianten gibt. "Dragon Naturally Speaking" etwa, das ja im PC-Bereich so etwas wie der Standard ist (oder war, bis "Cortana" das auch konnte), existiert als iPhone-App. Ob und wie gut das funktioniert, weiß ich allerdings nicht.


    *Ich habe allerdings gerade mal testweise mein iPad in den Flugmodus versetzt und konnte die Diktierfunktion tatsächlich trotzdem nutzen. Und seit iOS 13 kann das das iPhone wohl auch: https://www.macwelt.de/ratgebe…uch-offline-10788496.html

    Ich glaube, die gute Bibi hat sich aus dem Forum zurückgezogen, als die Werbung für Ihre Bücher ein eher geteiltes Echo generierte, hüstel. Jedenfalls hat sie sich seit Ende Oktober nicht wieder angemeldet. Edit: Die aktuellen Betriebssysteme von/für Smartphones und Tablets verfügen über Diktierfunktionen, die inzwischen so ausgereift sind, dass man damit arbeiten kann. Tippen wäre also überflüssig (je nach Umfeld).

    Mein Lieblings-Lese(r)forum, die Büchereule, veranstaltet jährlich einen literarischen Adventskalender, der Originaltexte von Büchereulen enthält, von denen nicht wenige Autoren sind (beispielsweise ich). Dieses Jahr sind es aber zu wenige, deshalb sind im Moment noch ein paar Türchen frei. Ich würde mich freuen, wenn der eine oder die andere noch ein kleines Weihnachtsgeschichtchen beisteuern könnte, möglichst kein Recyclingmaterial. Hiervon abgesehen ist das sowieso (auch) ein Forum, bei dem die Mitgliedschaft lohnt.


    https://www.buechereule.de/wbb…0-mit-abstand-ansteckend/

    Gerade in diesem Coronajahr versuchen sich viele Leute an diesem Format, deshalb kann es sicher nicht schaden, das informiert und in der Folge möglichst professionell zu tun, wenn man es denn macht. Und dafür sind 139 Tacken nicht zu viel Geld. Geld, das man natürlich als Ausgaben in die Buchhaltung nehmen kann.


    Worauf willst Du hinaus, Ben? Dass Tischer das billiger, gar kostenfrei machen sollte oder was?

    Ich schau mir an, ob der Änderungsvorschlag passt

    Das schaue ich mir natürlich auch an, sonst wäre ich mitdemklammerbeutelgepudert. Aber es geschieht auch selten, dass professionelle Lektoren völlig unpassende Änderungsvorschläge unterbreiten. Davon abgesehen betrifft das meiste ja Streichungen und veränderte Satzbauten; Formulierungsvorschläge sind erfahrungsgemäß deutlich in der Minderheit.