Letztens habe ich gelesen: „Man kann eine schlechte Seite überarbeiten, aber keine leere.“
Da ich gerade an einem Manuskript sitze, das ich tatsächlich bereits verkauft habe (Yeay me), spüre ich diesen enormen Druck, wenigstens schon mal ETWAS zu Papier zu bringen. Trotzdem ertappe ich mich immer wieder dabei, an Formulierungen oder Sätzen oder Bildern bis zur gefühlten Unendlichkeit zu feilen. Jeden Morgen graut es mir dafür, überhaupt den Laptop zu öffnen aus Angst vor meinem eigenen Perfektionismus. Daher würde mich mal interessieren, wie ihr mit der ersten Fassung (der Rohfassung) umgeht:
Perfektionisten oder Sprinter? Schreibt ihr direkt „sauber“ oder ist euer Ziel erst einmal, die Geschichte ohne Rücksicht auf Verluste aufs Papier zu bringen?
Arbeitet ihr mit Platzhaltern? Also sowas wie: [Hier passiert ein genialer Kampf, bei dem er fast stirbt, mir fällt nur gerade nicht ein, wie] oder [Ein sehr kluges Argument einfügen]).
Könnt ihr weiterschreiben, wenn ihr wisst, dass das Kapitel davor eigentlich noch eine Katastrophe ist?
Ich bin gespannt auf eure Prozesse und Beichten!
Silke