Mir egal, ich schreib sowieso keine Lyrik.

  • Auch ich halte es für prinzipiell unmöglich Gedichte zu übersetzen, aber wenn man z.B. die englische Übersetzung liest, gibt es die Störmomente nicht in dem Sinne wie in der Übersetzung ins Deutsche, was meiner Meinung mit der mehrdeutigen Semantik der Wörter in den unterschiedlichen Sprache zu tun hat und teilweise mit der Syntax. "One day, on a bright day" hat sowohl eine fließendere Melodie als "eines Tages, an einem hellen Tag", und gleichzeitig etwas Verstärkendes, Unterstreichendes. Aber wie gesagt. Lasst mich keine Lyrik schreiben!!!

    Literatur ist die angenehmste Art, die Realität zu ignorieren (Pessoa)

  • Ein Übersetzer erzählte mir einmal in Warschau einen Übersetzer-Witz: "Übersetzungen sind wie Frauen. Sie sind entweder schön oder treu." :)


    Wobei hier Klischees verbreitet werden, die nicht einmal den Sachverhalt richtig erfassen. Und ein bisschen frauenfeindlich ist dieser "Witz" auch.

    https://hd-radke.de

    Horst-Dieter Radke: Sagen und Legenden aus Hessen

    ASIN/ISBN: 3955404552


    Es sind also nicht die sogenannten Missbräuche wirtschaftlicher Macht zu bekämpfen, sondern wirtschaftliche Macht selbst.
    Walter Eucken


  • Richtig. Es geht um die Aussage: "Übersetzungen sind entweder schön oder treu". Das verpackt man dann mit einer Prise Humor in einen Vergleich. Meinethalben kann da auch gern stehen: "Übersetzungen sind wie Männer/Münsteraner/..." oder so. Etwas abgewandelt fällt mir dazu eine Aussage von Vince Ebert ein: "Bei der Satire sagt man etwas, was man nicht so meint, und die Leute lachen, weil sie genau wissen, dass man es nicht so meint." Er illustriert das mit einem Scherz seines Physik-Professors: "Was haben Frauen und Magnetfelder gemeinsam? Sie lenken ab und verrichten keine Arbeit." und sagt dann dem Publikum: "Und falls Sie jetzt gelacht haben, sind Sie ein schlechter Mensch." Ich finde den Satz mit den Magnetfeldern nicht lustig und habe mit dem "Witz" über die Übersetzungen früher in Warschau einfach begriffen: Widerstreit von schon und treu. Ich entschuldige mich aber bei allen weiblichen Wesen und überhaupt allen weiteren Personen, denen dieser Übersetzter-Witz zu nahe gegangen ist. Sie dürfen gern Witze über Halb-Polen oder FDPler oder sonstwen im Gegenzug machen.

    Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten. (William Somerset Maugham)

  • Gut, es ging um Übersetzungen, aber das im Witz Klischees verwendet werden, die "frauenfeindlich" sind, ist nicht wegzudeuten. Ich schrieb aber auch deswegen ein "bisschen". ;)

    https://hd-radke.de

    Horst-Dieter Radke: Sagen und Legenden aus Hessen

    ASIN/ISBN: 3955404552


    Es sind also nicht die sogenannten Missbräuche wirtschaftlicher Macht zu bekämpfen, sondern wirtschaftliche Macht selbst.
    Walter Eucken


  • ich entschuldige mich aber bei allen weiblichen Wesen (...), denen dieser Übersetzter-Witz zu nahe gegangen ist.

    Darf ich das auch für mich in Anspruch nehmen:)? Das wäre dann vermutlich die erste Entschuldigung von Dir für einen frauenfeindlichen Witz.;) Ich muss da wirklich abgehärtet sein. Oder sehr tolerant. Außerdem kenne ich auch jede Menge Männerwitze.


    Okay, zur Erklärung: Ich höre Witze dieser Art hier häufiger. Allerdings finde ich, dass es immer davon abhängt, wer sie in welchem Kontext macht. Und wer Alexander kennt, weiß, dass er nicht frauenfeindlich ist. Außerdem ... ich weiß nicht ... ich (als Frau) finde so einen Witz nicht weiter schlimm. In Sachen Gleichstellung gibt es meiner Ansicht nach andere Punkte, an denen man ansetzen müsste..

  • Die werden viel zu selten erzählt. Oder nicht laut genug. 8)

    "Warum haben Männer ein Gen mehr als Schweine?"

    "Damit sich ihr Schwänzchen nicht ringelt."


    Solche geschmacklosen und männerfeindlichen Witze muss ich mir hier zuhause von Anja anhören. Em-pö-rend! Und überhaupt nicht komisch! Total männerfeindlich. :affe

    Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten. (William Somerset Maugham)

  • Hier etwas, das beide trifft:


    Fun fact: Frauen verbringen mehr Zeit mit Überlegungen, was Männer wirklich denken, als Männer tatsächlich mit Denken verbringen.

    Im Original bissl knackiger: ...: Women spend more time wondering what men are thinking than men spend actually thinking.