Im Oktober/November habe ich nen Text testgelesen, in dem ein Schreibkollege den auktorialen Erzähler verwendet hat, der mir aus verschiedenen Gründen heute nicht mehr üblich scheint. Jedenfalls hatten wir darüber telefoniert, und kamen auf einen Aspekt dieses Erzählers, nämlich seine Allwissenheit. Ohne groß nachzudenken, habe ich mal für mich mehr so gefühlsmäßig ausformuliert, dass ich den auktorialen Erzähler immer und ausnahmslos für allwissend halte, während mein Gesprächspartner meinte, es gäbe auch andere, nicht allwissende Formen. Jetzt bin ich kein Erzähltheoretiker und erzähle selbst immer personal, habe also keine praktische Erfahrung, möchte aber trotzdem mal mit euch hier klar kriegen, wie das nun ist: kann man eurer Erfahrung und Einschätzung nach sagen, dass der auktoriale Erzähler automatisch allwissend, also grenzenlos informiert sein muss, weil er sonst kein auktorialer Erzähler ist?
Ich meine, ja. Ihr?