Missionarisches "Geplapper" und "Floskeln, die nicht auf eigenem Nachdenken beruhen". Was Du so alles weißt, Alexander.
Und es gab hier nichts "Missionarisches", bis Du von einem Scherz getriggert wurdest und genau damit angefangen hast.
Missionarisches "Geplapper" und "Floskeln, die nicht auf eigenem Nachdenken beruhen". Was Du so alles weißt, Alexander.
Und es gab hier nichts "Missionarisches", bis Du von einem Scherz getriggert wurdest und genau damit angefangen hast.
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Welche Opfer der Christen (oder aktueller Islamisten) waren oder sind denn selbst Schuld an ihrer Verfolgung, Folter und Ermordung?
Nein, ganz sicher nicht. Das habe ich auch nicht geschrieben oder behauptet. Solche extrem negativen und schädlichen Auswüchse, wie sie bei den Islamisten vorkommen (bei anderen Religionen vorkommen oder -kamen) sind niemals zu entschuldigen oder gutzureden. Sie sind auch Thema in der Kultur, gehören da absolut hin und können auch in einem Literaturforum auf dieser Ebene diskutiert werden. Was nicht geht, sind persönliche Anschuldigungen oder Angriffe oder Behauptungen aus der eigenen Position und Anschauungen heraus. Mein Ansatz war zu sagen, dass die Motivation für Missbrauch (nicht nur der Religionen) nicht in der Sache selbst liegt, sondern tiefer und/oder dahinter.
Mich interessieren am allerwenigsten die Meinungen, die von einem besserwisserischen Standpunkt ausgehen, egal von welcher Seite sie kommen.
Ich weiß nicht genau, was Du mit "besserwisserischem Standpunkt" meinst, Horst-Dieter, aber es liegt gewissermaßen in der Natur dieser unaufhörlichen Diskussion, dass in ihr keineswegs Meinungen aufeinandertreffen.
Ich muss auch zugeben (wobei - zugeben muss ich das nicht, das ist leicht erkennbar), dass mich das Thema stark triggert, fast so stark wie die bizarre Begeisterung, die die neuen Nazis in unseren sicheren Komfortgesellschaften für sich verbuchen können, und ich sehe da auch massenpsychologisch und auf der philosophischen Ebene große Parallelen. Ganz zu schweigen mit dem Schaden, der dadurch in der Welt angerichtet wird, im Großen wie im Kleinen.
Und ich finde auch nicht, dass ein Forum für Schreibende der grundsätzlich falsche Platz für solche Gespräche ist. Schreiben ist unser Handwerk, aber das Weltgeschehen ist der Hintergrund unserer Arbeit, deshalb darf es Thema sein. Politik und/oder Religion haben diese Arbeit jederzeit beeinflusst, aktiv wie passiv, und auch der Umgang mit diesen Themenfeldern ist relevant für unser Handeln, unseren Anspruch, unsere Prämissen und Ziele. Andererseits hat es natürlich keinen Wert, sich gegenseitig bei lebendigem Leib halbmittelwichtige Organe herauszureißen, nur, um recht zu behalten, oder wenigstens das Gefühl zu bekommen, recht zu haben. Aber es ist auch kein Gespräch darüber, welcher verdammte Fußballverein der bessere ist. Wobei das vermutlich nicht weniger aggressiv ablaufen würde. ![]()
Ich wollte und will hier niemanden beleidigen. Ich anerkenne allerdings weiterhin nicht, dass das Aburteilen einer "Weltanschauung" automatisch eine Beleidigung ist.
Da ich offenbar missverstanden werde: Das hier war ursprünglich mal eine Buchbesprechung, und jetzt dreht es sich um den Sinn und Unsinn von Religion. Ich habe gesagt, ihr könnt es doch bitte gern woanders besprechen. Ich finde diesen langen Rattenschwanz von persönlichen Meinungen zu einem völlig anderen Thema einfach unangebracht und auch nicht konstruktiv oder für irgendjemanden, der hier mal vorbeischaut, hilfreich. Ja, es gehört zur Literatur dazu. Aber nicht zu diesem Ursprungsthema.
Schulljung. ![]()