Anstelle einer Zusammenfassung des Inhalts nebst angemessener Selbstbeweihräucherung habe ich die Rezension einer Leserin namens Katy (auf der Seite von Hugendubel) ausgewählt, weil ich diese in jeder Hinsicht als gelungen und aussagekräftig erachte:
"Deutsch-Deutsche Geschichte - witzig und mitreißend
1982: Der sechzehnjährige Torsten aus Dortmund wird von seiner Geschichtslehrerin genötigt, Briefkontakt zum gleichaltrigen Andreas aus Leipzig aufzunehmen. Das Ziel: Recherche im "Feindesland", um ein Referat über das tatsächliche Leben im anderen Deutschland zu erstellen - Torstens letzte Chance, den Klassenerhalt zu schaffen. Widerwillig fügt er sich seinem Schicksal; schließlich würde sein Sitzenbleiben das Fortbestehen seiner Band gefährden. Und das noch vor ihrer Gründung. Der Leipziger Andreas lässt sich nur darauf ein, weil er sich als Gegenleistung die eine oder andere LP aus dem Westen erhofft. Allerdings nervt ihn zunehmend die völlige Ignoranz des arroganten Westlers, so dass er beschließt, ein völlig skurriles Leben in der DDR zu schildern, in dem die generelle Nacktpflicht auf Usedom - auch für Verkäufer, Polizisten und Musiker - noch zu den harmloseren Vorschriften gehört. Torsten ist mit Mädels, Pöhlen und Musik dermaßen beschäftigt, dass er die „Informationen“ aus der DDR ungeprüft in sein Referat übernimmt …
Den beiden Autoren gelingt eine witzige Auseinandersetzung mit der Deutsch-Deutschen Vergangenheit bis in die Gegenwart, die aber auch durchaus sensible Momente aufweist und keine Sekunde Langeweile aufkommen lässt. Unbedingte Leseempfehlung!"
