Jim Morrisons 50. Todestag

  • Genau vor 50 Jahren - am 3. Juli 1971 starb Jim Morrison, Sänger der amerikanischen Rockband "The Doors" in Paris an den Folgen einer nicht sehr gesunden Lebensweise. Es war zu erwarten, dass jetzt alle möglichen und unmöglichen Leute über diesen Mann schreiben. Ein knappe aber nicht uninteressante Biografie habe ich im Glarean-Magazin vorgestellt. In der Süddeutschen Zeitung steht heute ein Artikel von Willi Winkler, feullitonistisches Zeug, das kein Mensch braucht, weder neue Erkenntnisse bringt noch alte richtig repetiert. In anderen Zeitungen, Zeitschriften und Gazetten wird es ähnlich sein. Besser ist es wohl, wenn einem der Kopf nach Erinnerung steht, die alten Platten (ersatzweise CDs, notfalls tun es auch mp3-Dateien) aufzulegen. Oder man beschäftigt sich mit den Verschwörungstheorien um den Nicht-Tod von Jim Morrison. Angenommen, er ist damals nicht gestorben, es war alles nur ein Fake - wo ist er dann jetzt? Hat er sich irgendwo in der Karibik eine Insel gekauft und lebt dort naturnah von seinen Tantiemen? Oder streicht er als Obdachloser durch Paris und beobachtet die Leute, die ständig zu seinem Grab pilgern, es beschmieren und mit ihrem Müll beschmutzen? Eine literarische Antwort hat vor Jahren schon Peter Henisch versucht mit seinem Roman: Morrisons Versteck:


    ASIN/ISBN: 3852188849

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Räuber und Räuberbanden im deutschsprachigen Raum

    ASIN/ISBN: 3955402649


    "Einen Roman zu schreiben bedeutet vor allem einen massiven Organisationsaufwand."


    Zadie Smith

    SZ Nr. 144, 26./27.6.2021, S. 56

    3 Mal editiert, zuletzt von Horst-Dieter ()

  • Würde sagen, er ist weniger an einer nicht sehr gesunden als an einer ungesunden Lebensweise gestorben. Wie auch immer. In meiner CD-Sammlung befindet sich das Doppelalbum The Very Best Of The Doors, das ich dann und wann gerne hervorkrame, um für eine Weile in der Vergangenheit zu schwelgen. Dein Memorial-Post bot dazu erneut Gelegenheit.

  • Bei Morrison geht's mir ähnlich wie z.B. bei Amy Winehouse. Der Nachtodhype kommt mir deutlich größer als die Lebensleistung vor. (Allerdings finde ich die Mucke beider Musiker auch höchstens so mittelhalbgut, um es noch nett zu sagen.)

  • In der ARTE Mediathek gibt es eine 53min. Doku zu Jim Morrison und seinem überraschenden Ableben in der Badewanne. Sie läuft bis 1.8.2021 und heißt Jim Morrison - Die letzten Tage in Paris


    Edit: Habe die Doku eben gesehen. Sie ist äußerst informativ gestaltet, behandelt die Vielseitigkeit der Person Morrison aus verschiedenen Blickwinkeln.