Wodka Cola

  • Ihr Lieben,


    ich hoffe mal auf Schwarmwissen, weil der Duden dazu nichts hergibt und ich mich frage, ob es der Wodka-Cola heißt oder die. Und ob man den/die mit Bindestrich schreibt.

    Ich hätte der Wodka-Cola geschrieben, aber einer meiner Testleser meint mit ?, es könnte auch die heißen. ?!?


    Was meint Ihr? Und habt Ihr vielleicht auch eine Quelle dazu?


    Merci beaucoup:blume

    "Eine Geschichte darf unwahrscheinlich sein, aber sie darf nie banal sein. Sie sollte dramatisch und menschlich sein. Das Drama ist ein Leben, aus dem man die langweiligen Momente herausgeschnitten hat." Alfred Hitchcock

  • Hmm … wenn man der deutschen Regel folgt, wonach sich bei zusammengesetzten Hauptwörtern das Geschlecht nach dem letzten Hauptwort richtet und man weiter davon ausgeht, dass es die Cola und nicht der Cola, wäre es die Wodka-Cola.

    Aber bestimmt gibt es einige im Forum, die Ausnahmen kennen und behaupten, Bindestrich-Wörter sind keine zusammengesetzten Substantive.

    Mach's dir einfach. Nimm Rum-Cola und nenne es einfach Cuba Libre. ;)

  • Hm, guter Vorschlag.

    Zumal das Getränk in der DDR getrunken wird und da könnte Cuba Libre passen ?!?

    Aber ist der dann der oder die Cuba Libre?!?


    Hm, und eigentlich hätte ich ja schon gern Wodka Cola. Also für meinen Helden ...

    In echt könnte ich vielleicht auch eine/n vertragen. Mal schauen, was meine Hausbar so hergibt :bier:rtw

    "Eine Geschichte darf unwahrscheinlich sein, aber sie darf nie banal sein. Sie sollte dramatisch und menschlich sein. Das Drama ist ein Leben, aus dem man die langweiligen Momente herausgeschnitten hat." Alfred Hitchcock

  • Aber ist der dann der oder die Cuba Libre

    Das, denn eigentlich heißt es ja "freies Kuba". Und die Insel ist sächlich. Außer du sagst "die Insel Kuba"


    Das Kuba Libre fürs Getränk klingt doof und wird bestimmt verwechselt. Ich habe immer gleich zwei bestellt. Damit entkam ich dieser Zwickmühle.

    Haben Cocktails ein Geschlecht? Man bestellt einen Daiquiri, einen Manhättän oder sonstwas, die sind immer männlich, weil das Geschlecht nach DER Cocktail bestimmt wird. Cocktails sind Mischgetränke und sowohl Wodka-Martini, Wodka-Cola oder Rum-Cola gehören dazu und wären nach dieser Weisheit dann tatsächlich männlich.

    Ach weisde was, lass das Geschlecht einfach weg. Lass deinen Helden nicht "einen Wodka-Cola" bestellen, sonder einfach "Wodka-Cola, bitte."

  • Nee, der bestellt den nicht, sondern hält sich an ihm fest - weil die Welt so schlecht ist und die Frauen so gemein:D

    Aber ich kann ihn sich natürlich auch an seinem Glas oder Drink festhalten lassen. Ist auch wirklich nicht so wichtig, dafür gibt es dann ja noch einen Lektor. Hätte ja aber sein können, dass es jemand sicher weiß.

    "Eine Geschichte darf unwahrscheinlich sein, aber sie darf nie banal sein. Sie sollte dramatisch und menschlich sein. Das Drama ist ein Leben, aus dem man die langweiligen Momente herausgeschnitten hat." Alfred Hitchcock

  • Hm, gute Frage...


    Wenn ich da an andere Mischungen denke...z.B. Jacky-Cola, dann denke ich, dass es auch in diesem Fall die Wodka-Cola ist. Es ist zwar der Drink aber eben die Cola und wie Ben Vart schon schrieb richtet sich bei zusammengesetzten Hauptwörtern das Geschlecht nach dem letzten Hauptwort.


    ABER: Ich werfe mal eine andere Sicht in die Runde: Vielleicht hängt es auch von der Mischung ab... kippe ich Wodka in meine Cola, habe ich eine Cola-Wodka. Bestelle ich aber einen Wodka mit Cola also Wodka-Cola ist die Cola praktisch der kleinere Teil des Cocktails.


    Ich nutze Alkohol alleine schon wegen meinem Beruf nur zum Desinfizieren, der Bloße Anblick einer Bierflasche fegt mich unter den Tisch!


    PS: Hier gibts einen Wodka-Blog...evtl löst das dein Problem :)

  • Die Österreicher sagen das Cola. 8)


    Bei Drinks und Cocktails scheint es überwiegend so zu sein, dass der männliche Genus verwendet wird ("der Gin-Tonic", wobei die Schreibung ohne Bindestrich auch zulässig ist, weil eigentlich keine Zusammensetzung stattfindet, sondern ein neuer Eigenname kreiert wird - wie beim "Cuba Libre", was man in der DDR sicher nicht gesagt hat und auch nicht hätte sagen dürfen, denn diese Namensgebung fand durch amerikanische Soldaten statt).


    Ich habe meine Frau gefragt, die native DDR-Bürgerin war, und es wurde "Wodka-Cola" gesagt. Es gab keinen gesonderten Eigennamen dafür. Ich würde "der Wodka-Cola" ("Wir trinken einen Wodka-Cola") sagen und es mit Bindestrich schreiben.

  • Ich habe lange darüber nachgedacht und würde auch "Machste mir einen Wodka-Cola" sagen/ schreiben (mit Bindestrich, genau). Genau wie einen Gin-Tonic. Der Ansatz dabei: Ist es vielleicht so, das sich das Geschlecht sozusagen nach dem Main Act in dem Getränk richtet? Keiner bestellt einen Wodka-Cola der Cola wegen!

  • Nimm Rum-Cola und nenne es einfach Cuba Libre

    In einem (der, männlich) Cuba Libre ist nach dem offiziellem Rezept der International Bartenders Association zusätzlich Limettensaft. Rum-Cola ist einfach nur ein Rum-Cola. Eine Rum-Cola klingt auch eigenartig, zudem befindet es sich in der Nähe der Geschmacksrichtungsvarianten (Cherry-Cola, Vanille-Cola). Man will aber keine Cola mit Geschmack, sondern einen Longdrink.

  • In einem (der, männlich) Cuba Libre ist nach dem offiziellem Rezept der International Bartenders Association zusätzlich Limettensaft. Rum-Cola ist einfach nur ein Rum-Cola. Eine Rum-Cola klingt auch eigenartig, zudem befindet es sich in der Nähe der Geschmacksrichtungsvarianten (Cherry-Cola, Vanille-Cola). Man will aber keine Cola mit Geschmack, sondern einen Longdrink.

    Ich dachte, es geht hier um Schreibweisen, nicht um Cocktail-Rezepte. Bitte entschuldige Tom, dass ich das Rezept nur unvollständig aufgeschrieben habe.

  • Mein erster Gedanke war auch das, was Ben geschrieben hat.

    Als zweites kam mir dann der Gedanke, dass ich beides nicht sagen würde. Also es kommt natürlich auf den Satz an, in dem es vorkommt. Als Beispiel "Früher haben wir immer Wodka-Cola getrunken" oder "Ich nehme Wodka-Cola" (also ganz ohne Artikel). Wenn ich explizit auf ein Glas des Getränks hinaus will würde ich wohl auf "der" kommen, weil ich sowas sagen würde wie "Er trinkt einen Wodka-Cola", wobei ich gerade denke, dass sich das "einen" auf "einen Drink" bezieht. Man sagt ja auch "einen Swimming Pool" oder "einen Sex on the Beach" oder "einen Shirley Temple" etc.

    Ist verständlich, was ich meine? :/

  • Ich dachte, es geht hier um Schreibweisen, nicht um Cocktail-Rezepte. Bitte entschuldige Tom, dass ich das Rezept nur unvollständig aufgeschrieben habe.

    Habt Ihr eigentlich schon einen Termin beim Paartherapeuten?


    @ all: Danke für Eure Einschätzungen, Meinungen.


    Ich lasse den Satz jetzt einfach erst einmal so, wie er ist, nämlich: Adane trank seinen Wodka-Cola.

    In den vorherigen Sätzen hatte ich es so gemacht, wie hier vorgeschlagen wurde: nämlich ganz ohne Artikel. Nur in dem genannten Satz geht das nicht - er hat nämlich zwei Wodka-Cola von der Bar mitgebracht, aber die Frau, für die das zweite Glas war, tanzt inzwischen mit einem anderen. Es ist also wichtig, dass er erst seinen Drink nimmt und danach ihren - weil sie immer noch mit dem Typen tanzt.


    "Cuba Libre", was man in der DDR sicher nicht gesagt hat und auch nicht hätte sagen dürfen, denn diese Namensgebung fand durch amerikanische Soldaten statt

    Das ist natürlich richtig, ich hatte das nicht auf dem Schirm, danke also, dass Du mich vor diesem Fauxpas gewarnt hast.

    "Eine Geschichte darf unwahrscheinlich sein, aber sie darf nie banal sein. Sie sollte dramatisch und menschlich sein. Das Drama ist ein Leben, aus dem man die langweiligen Momente herausgeschnitten hat." Alfred Hitchcock

  • Habt Ihr eigentlich schon einen Termin beim Paartherapeuten?

    What for?

    Wenn ich mir den Thread entspannt durchlese, und nichts anderes habe ich bislang getan, finde ich unter meinen Äußerungen nichts, das Bens akute Läuseleber erklärt. Ich habe lediglich darauf hingewiesen, dass Rum-Cola und Cuba Libre nicht das gleiche Getränk sind, und das ohne jede Häme oder rechthaberische Stichelei.