Macht das Sinn?

  • ^^Das ist beeindruckend, dass Du diesen Zweck jedes Mal erkennst,

    Ja, dafür bewundere ich mich tatsächlich jedes mal^^

    aber den Sinn dieser Pedale hast Du im Rahmen ihrer ersten Verwendung erkannt

    Nein, mein Fahrlehrer erklärte mir den Zweck dieser Pedale. Das weiß ich noch genau.



    Die Pedale selbst ergeben auch keinen Sinn

    Meine Rede.


    es ergibt einen Sinn, wie und dass sie in dieser Topologie untergebracht sind.

    ?!?

  • Ben Vart: Nun müsste sich noch eine Zusatzdiskussion entspinnen, ob und wann "Sinn" und "Zweck" synonym sind. Wenn ich eine Figur in einer Geschichte etwas Bestimmtes tun lasse, dann hat das mittelbar einen Zweck und mit hoher Wahrscheinlichkeit (sowohl in der Situation, als auch bezogen auf die Geschichte, ihre Botschaft und Prämisse) auch einen Sinn, und beides überschneidet sich - manchmal mag es deckungsgleich sein. Der Zweck einer Sache oder eines Umstands ist der Grund für ihre/seine Existenz. Da dieser Grund in aller Regel mit einer Zielsetzung einhergeht, steht diese werkzeugliche Eigenart der Sache oder des Umstands mit ihrem Sinn - also ihrer Bedeutung - in direktem Zusammenhang. Das Gaspedal hat den Zweck, die gliedmaßengesteuerte Dosierung des Kraftstoffnachschubs zu ermöglichen. Das ganze Konstrukt hat den Sinn, einem Menschen die maschinengetriebene Fortbewegung zu ermöglichen. Diesen Sinn kann man als Bestandteil des Konstrukts also auch dem Gaspedal (mit)zuschreiben.

  • Nun müsste sich noch eine Zusatzdiskussion entspinnen, ob und wann "Sinn" und "Zweck" synonym sind.

    Müsste sich nicht. Welchen Zweck sollte sie haben? Um den Sinn zu klären?

    Wir wissen beide, dass vieles zweckmäßig, aber nicht unbedingt sinnvoll, manches aber durchaus sinnvoll, aber nicht zweckmäßig (gelöst) ist.

    Die Diskussion hat schon wieder Ansätze von derselbe und der gleiche.

    Woran liegt es eigentlich, dass wir beide Tom häufig derselben Meinung oder Ansicht sind, wir uns aber dennoch verbal beharken? Sind wir beide Besserwisser und Rechthaber? Oder haben wir recht, weil wir es besser wissen? Oder zu wissen glauben?

  • Sind wir beide Besserwisser und Rechthaber? Oder haben wir recht, weil wir es besser wissen? Oder zu wissen glauben?

    Macht das einen Unterschied? 8)


    Das ist übrigens auch ein Anglizismus, mit ähnlichem Hintergrund ("makes a difference"). Ein Unterschied lässt sich nicht machen, er entsteht als Ergebnis eines anderen Vorgangs.


    Und ich denke, wir sind beide (nicht notwendigerweise im negativen Wortsinn) Klugscheißer und Besserwisser und haben Freude daran, auch die Details zu beleuchten. Der Unterschied besteht darin, dass ich im Detail recht habe und Du nicht. :evil

  • Spaß beiseite. Wenn Dich das nervt, fahre ich den augenzwinkernden (aber meistens durchaus substantiierten) Widerspruch runter, Ben. ;)

    Nein, ich nerv mich da selber, weil ich jedes mal, wenn du Stöckchen hinhälst, drauf anspringe.

    Aber die Frage ist wirklich, bringt's was? Wenn ja, wem und was? Wenn nein, warum tun wir's dann. Ich werde dich nicht überzeugen, du wirst mich auch nicht missionieren.

  • Ich schmeiß mal eine Vermutung in den Raum: Ego?

    Klar. Oder irgendso ein Machoding. Oder das, was Männer halt immer machen. Schwanzvergleich und all das. :S


    Es könnte aber auch die pure Freude an einem (auch intellektuellen) Diskurs sein. Wenn die Waffen sozusagen entscheidender als das Kampfgeschehen sind.

  • Jetzt nimmt er uns das auch noch ... !!! ||

    Lass ihn doch.

    Wir nutzen die Zeit halt, um uns um die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu kümmern, während die Herren der Schöpfung noch ihre Längen vergleichen oder beissen:evil

    Kann ich gut mit leben ")"

    "Eine Geschichte darf unwahrscheinlich sein, aber sie darf nie banal sein. Sie sollte dramatisch und menschlich sein. Das Drama ist ein Leben, aus dem man die langweiligen Momente herausgeschnitten hat." Alfred Hitchcock

  • Ach, und da Tom und Ben den Thread eh schon geschreddert haben, werfe ich mal noch eine Wendung mit "machen" in die Runde, die ich ganz fürchterlich finde (wie übrigens auch "Sinn machen", wie ich an anderer Stelle erwähnte, woraufhin Jürgen diesen Thread eröffnete) - nämlich die unter Touristen beliebte Wendung: "Dann machen wir Eiffelturm oder Capitol", gebraucht im Sinne von: "Wir schauen uns das an."

    DA rollen sich mir noch viel mehr die Fußnägel auf !:oo-)

    "Eine Geschichte darf unwahrscheinlich sein, aber sie darf nie banal sein. Sie sollte dramatisch und menschlich sein. Das Drama ist ein Leben, aus dem man die langweiligen Momente herausgeschnitten hat." Alfred Hitchcock

  • Aus sprachanalytischer Sicht hat das damit zu tun, dass man als Nicht-Muttersprachler die schwierigen konjugierten Verben umgeht, wenn man sich nur ein Verb merkt und die Satzbedeutung auf das Substantiv überträgt. Also: Wir machen Interview mit ... statt: Wir interviewen ... oder Ich habe Diskussion gemacht mit ... statt: Ich habe mit ... diskutiert usw. Meist spart man sich auch gleich die Deklination, indem man Artikel und Endungen weglässt; verstehen lässt es sich ja trotzdem. Greift leider auch unter Muttersprachlern um sich.