• Ich weiß jetzt, wo sich die Dame aus dem Eingangspost angesteckt hat. Beim Gottesdienst in einer Freikirche.

    Das mit dem Nicht-Tragen der Masken kann ich für Bens Gymnasium so nicht bestätigen. Vor den Ferien gab es eine Mail an alle Eltern, in der die Rektorin ausdrücklich die über 900 Schüler lobte. Und auch bei meinen Nachhilfekindern kann ich absolut nichts beanstanden. Allerdings hat mir ein 15-jähriger, den ich vertretungsweise hatte, verraten, dass er und seine Kumpels am Samstag eine Halloweenparty machen wollten. So zehn oder mehr, meinte er. Und dass man es ja nochmal ausnützen müsse.

    Mir tun die jungen Leute leid. Meine Tochter hat jetzt quasi nur noch das Handy, um mit ihren Freundinnen zu kommunizieren.

  • Hallo Silke,


    ja, leid tun die mir auch.

    Mein Sohn darf sich nach wie vor mit einem Freund treffen. Ich weiß nicht, wie das in D. geregelt ist, aber hier gab es dazu keine Anweisungen. Um Treffen mit vielen Jugendlichen macht er seit Corona freiwillig einen Bogen, er ist durch seinen Diabetes (Typ 1) vorsichtig.

    Freunde von uns sind übrigens auch in einer Freikirche. Sie besuchen auch noch ihre Gottesdienste, halten aber Abstand und verwenden Masken, soweit ich weiß.

    Ich denke, kein Gottesdienst müsste ein Hort der Ansteckungen sein, normalerweise sind unsere Kirchen ja ohnehin nicht gerade überfüllt.


    Ich hätte auch mit ein paar Halloween-Kindern keine Probleme gehabt. Die kommen ja nicht ins Haus. Wir hatten eine kleine Halloween-Hexe hier, die Süßigkeiten haben wir ihr mit einem Löffel in ihren Korb gelegt, und sie hat sich auch kaum getraut, uns laut zu drohen. Das war eine ganz vorsichtige Hexe:).

  • Ich dachte heute die ganze Zeit daran, unbedingt ein paar Sätze festzuhalten über die Menschen der Zukunft , denen hinter den Ohren eine Hornhaut gewachsen ist, damit sie das Maskentragen besser wegstecken. Einfach lästig, diese Schnüre. Der Gedanke hätte vielleicht ganz gut in Andreas Eschbachs neues Buch gepasst, dessen Rezension von Tom ich gerade gelesen habe. Nix für ungut, ich finds lustig. Halten wir die Ohren steif.


    Dorrit, ich wünsche eine gute und erfüllende Reise und hoffe, der Flug wird nicht zu anstrengend. Eine Bekannte aus Tansania war 10 Stunden mit Maske und Plastikscheibe in der Luft und ist dabei fast verrückt geworden. Vielleicht hängt die Strenge der Umsetzung vom Bestimmungsland ab. Zudem wäre es interessant zu erfahren, ob die Amis aus Vorsicht die Flüge auch nur halb belegen.

  • @ Andrea: Danke. Ich werde berichten. Ich fliege aber nicht mit Amis, sondern mit Ethiopian Airlines. Auf die ich irgendwie "stolz" war, als ich kürzlich hörte, sie hätten in den letzten Monaten schwarze Zahlen geschrieben, denn sie haben sofort, als klar war, dass Passagiere jetzt eher rar sind, die Sitzbänke aus einigen Maschinen gebaut und sind auf Fracht umgestiegen. Einer der Chefs sagte: Wir haben keine Regierung, die uns Millionen gibt, damit es weitergeht. Das hat mir imponiert und ich freue mich schon auf den Flug mit denen. Selbst wenn der Flug gecancelt wird und ich meinem Geld hinterherlaufen müsste, würde mich das weniger ärgern als z.B. bei Brussels Airlines, die mir noch immer einen Flug aus März schuldig sind :cursing:

    Äthiopien sollte gehen, es sind von Frankfurt aus nur 6 1/2 Stunden bis Addis, das werde ich hoffentlich gut überstehen. Wenn der Flug am 19. dann überhaupt klappt, ich fürchte täglich, dass die Äthiopier womöglich doch wieder ihre Grenzen zumachen - was ich bei den Zahlen in Europa verstehen könnte. Zitter.

    "Eine Geschichte darf unwahrscheinlich sein, aber sie darf nie banal sein. Sie sollte dramatisch und menschlich sein. Das Drama ist ein Leben, aus dem man die langweiligen Momente herausgeschnitten hat." Alfred Hitchcock

  • Ab der 5. Klasse wird hier in NRW im Unterricht Maske getragen. Bei meinen Nichten (Grundschule) ist es während des Unterrichts keine Pflicht, aber (zumindest in deren Schule) auf dem Gang schon, bzw. immer dann, wenn man den Abstand nicht einhalten kann.


    Das Problem ist sicherlich auch, dass einem die negativen Beispiele immer besonders in Erinnerung bleiben. Dass manche Leute sich zum Husten die Maske abnehmen und dann wieder aufsetzen 8| habe ich schon öfter gesehen. Ein weiteres "Highlight" war eine ältere Dame, die die Maske abgenommen hat, um ihren Finger anzulecken und so besser die Obsttüte auseinanderzukriegen.
    Sehr häufig fallen mir dagegen Kinder sehr positiv auf, die sich nicht an der Maske rumfummeln und auch auf den Abstand achten.

  • Sehr häufig fallen mir dagegen Kinder sehr positiv auf, die sich nicht an der Maske rumfummeln und auch auf den Abstand achten.

    Ja, das fällt mir auch immer wieder auf, dass gerade die Kinder das Maskentragen sehr ernst nehmen, insbesondere die Jüngeren so bis zum Alter von 11, 12 Jahren. Ich habe sogar schon mehrmals erlebt, dass Kinder ihre Eltern darauf hingewiesen haben, dass sie ihre Maske nicht richtig tragen würden.:)

  • Hallo Jürgen,


    das muss ich mir von meinem Sohn (16) auch dauernd anhören, ich solle nicht so an der Maske herumzupfen. Aber das blöde Teil rutscht mir permanent in die Augen ...


    Dorrit: Brauchst Du beides, Maske und Plastikscheibe? Ich bin im Sommer mal eine etwas längere Strecke mit dem Zug gefahren, da hat mir eine FFP2-Maske genügt. Bei der Wärme damals fand ich die schon unangenehm genug. Jetzt, wo es draußen nicht mehr so warm ist, sind die Masken einfacher auszuhalten, finde ich. Auf alle Fälle wünsche ich Dir gutes Durchhalten während des Flugs!

  • Liebe Anja, danke, aber ich werde wohl nicht fliegen. Seit knapp vier Stunden steht Äthiopien vor einem Bürgerkrieg. Ich denke nicht, dass sich die Situation innerhalb von zwei Wochen so signifikant klärt, dass ich fliegen kann. Ich könnte gerade heulen - nicht wegen der Reise, die nicht stattfindet, sondern weil es einfach furchtbar ist. Für das Land und die Menschen. Ich glaube, heute werde ich mich einfach ganz gepflegt betrinken - wohin man auch gerade schaut in der Welt, ist es furchtbar. Sorry, fürs Jammern an dieser Stelle - wo dies doch mit Corona gar nichts zu tun hat.

    "Eine Geschichte darf unwahrscheinlich sein, aber sie darf nie banal sein. Sie sollte dramatisch und menschlich sein. Das Drama ist ein Leben, aus dem man die langweiligen Momente herausgeschnitten hat." Alfred Hitchcock

  • Ach Dorrit, wie furchtbar. Fühl Dich umärmelt.

    Die Freikirche hat es in die Presse geschafft (ich hoffe, der Artikel ist frei lesbar).

    Heute wurde ich aus der Nachhilfe gepfiffen und nach Hause geschickt, weil die Mutter einer Schülerin einen positiven Test bekommen hat. Ich darf jetzt so lange nicht unterrichten und Geld verdienen, bis das Kind einen hoffentlich negativen Test hat.

  • Hallo Silke,


    im Testzentrum warten? Möglichst mit vielen anderen zusammen? Oder ist das anders organisiert? Hier gibt's diese Drive-in-Stationen, gratis ist der Test allerdings bei uns grundsätzlich nur, wenn ein Verdacht besteht. Wer ihn von sich aus machen möchte, etwa wegen einer geplanten Reise, muss ihn privat zahlen. Das sind hier auch ca. 140,- Euro.

  • Das ist in einer Turnhalle, man wird durch Flatterband geleitet und soll Abstand halten und Maske tragen. Das kontrolliert ein Sicherheitsdienst, aber eher lax. Schlimm fand ich eine ältere Dame, die zwei Stunden stehen musste und fast umgekippt wäre.

    Also mit Fieber und anderen Symptomen ist das kein Spaß. Allerdings ist es für die Angestellten dort eine noch größere Tortur in den Schutzanzügen.

    Zum Test darf jeder kostenlos gehen, der entweder Kontakt hatte mit einem Coronapatienten oder Symptome bei sich bemerkt. Zum Test gehen MUSS, wen das Gesundheitsamt auffordert. Und da heißt es dann ab dem Anruf: Quarantäne.