• Ich habe mich mal durch das Forum gewühlt und 3 Strömungen gefunden.


    pro Publikumsverläge

    pro Amazon

    gegen DKZV


    Als Autor kommt man an Amazon leider kaum vorbei, trotzdem handelt es sich um einer der schlimmsten Verbrecher auf diesem Planeten. Er steht wohl so ziemlich für alles, was auf diesem Planeten schief läuft. Wer Amazon etwas Gutes abgewinnt, kann sich auch im Fanclub von Mao, Stalin und Hitler anmelden.


    Gegen DKZV zu sein ist zwar ok, solange sie das V (Verlag ) nicht durch ein D ( Dienstleister ) ersetzen. Aber ...

    ... gerade für Einsteiger bieten diese eben die Dienstleistung an, die den Autoren mangels Erfahrung fehlt und Fehler beim SP vermeidet.

    Wenn dort Summen gefordert werden, die weit über die Kosten eines Lektorats hinausgehen, halte ich die Opfer dieser »Verläge« für selber schuld.

    Ansonsten können sie für SP ein durchaus geeigneter Partner sein.


    Nun zu den tollen gehypten Publikumsverlägen


    Bei der Suche nach einem Verlag erhielt ich von 2 großen PV eine Ablehnung die sich zwischen den Zeilen etwa so liest:

    Uns gefällt ihr MS, aber wir werden von Agenturen so mit MS zugemüllt, die wir verlegen müssen, dass in unserem Polofilio kein Platz für ihr MS ist.

    Einer hängte sogar eine Liste mit 4 Agenturen an, über die ich erneut versuchen sollte, mein MS bei ihnen ins Programm zu bekommen.

    Wenn es also fast unmöglich ist ohne Agentur bei einem PV unterzukommen, weil diese eine MS Sichtung an Agenturen ausgesourced haben, sind sie dann nicht eigentlich auch DKZV?

  • Hallo,


    eine kritische Haltung zu Amazon einzunehmen ist so verkehrt nicht, sie aber für alles verantwortlich zu machen, was nicht in Ordnung ist in dieser Welt, ist schon etwas merkwürdig. Was war denn vor Amazon? Alles in Ordnung?


    DKZV können niemals für einen Selfpublisher (oder Anfänger oder wen auch immer) ein geeigneter Partner sein, weil dort nicht nur Geld verbrannt wird, sondern auch das Werk, das veröffentlicht wird.


    Und zu den Erfahrungen mit den Verlagen: Willkommen im Club ;) Und nein - die Zusammenarbeit mit einer Literaturagentur hat nichts, aber auch gar nicht mit DKZV zu tun. Man zahlt ja nichts dafür, um veröffentlicht zu werden. Agenturen leben von einem Anteil an den Autorenhonoraren, die NACH der Veröffentlichung fließen.


    Nachtrag: Und ja, es ist möglich auch ohne Agentur zu einem Verlagsvertrag zu kommen. Aber es ist nicht so einfach. Allerdings ist es auch nicht einfach, eine Agentur zu finden.

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Sagen und Legenden aus Baden

    ASIN/ISBN: 3955403823


    Wir haben sogar Bücher zuzm Totlachen aufzuweisen, von denen ich wünschte, dass die Verfasser die erste Probe an sich gemacht hätten!.
    Carl Julius Weber

    aus: Demokritos


  • eine kritische Haltung zu Amazon einzunehmen ist so verkehrt nicht, sie aber für alles verantwortlich zu machen, was nicht in Ordnung ist in dieser Welt, ist schon etwas merkwürdig. Was war denn vor Amazon? Alles in Ordnung?

    Ich habe nicht behauptet sie seien verantwortlich, nur das man an diesem Geschäftskonzept sehen kann, was alles schief läuft.


    DKZV können niemals für einen Selfpublisher (oder Anfänger oder wen auch immer) ein geeigneter Partner sein, weil dort nicht nur Geld verbrannt wird, sondern auch das Werk, das veröffentlicht wird.

    Finde es seltsam, dass Agenturen die Vorkasse verlangen, nicht mit dem gleichen Einsatz niedergemacht werden. Sollte über eine solche Agentur widererwarten doch ein Vertrag mit einem Verlag zustande kommen, wird darüber kein Wort verloren.

  • Finde es seltsam, dass Agenturen die Vorkasse verlangen, nicht mit dem gleichen Einsatz niedergemacht werden. Sollte über eine solche Agentur widererwarten doch ein Vertrag mit einem Verlag zustande kommen, wird darüber kein Wort verloren.

    Doch, würde bestimmt! Seriöse Agenturen zeichnen sich eben gerade dadurch aus, dass sie nie, nie, nie Vorkasse verlangen. Zahlen muss der Autor nur im Erfolgsfall - alles andere ist Betupp.

  • Kristin sagte es schon. Seriöse Agenturen verdienen nicht im voraus sondern am Erfolg zusammen mit den Autoren, die sie vertreten.

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  • Ich habe nicht behauptet sie seien verantwortlich, nur das man an diesem Geschäftskonzept sehen kann, was alles schief läuft.


    Das, was "man" sieht, ist so unterschiedlich wie die Personen sind, die ein und die selbe Sache betrachten. Etwas so nebelhaft zu behaupten hilft kaum weiter. Besser wäre es zu benennen, was alles schief läuft.


    Und wo wir schon dabei sind: Fanclubs von Mao, Stalin und Hitler sind zwar nicht aus der Welt, aber es gibt inzwischen neue Fanclubs und Fanobjekte, die mehr Aufmerksamkeit verdienen.

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  • Nein, es gibt in diesem Forum keineswegs nur diese drei Strömungen, die ich so auch nicht nachvollziehen könnte. Die Literaturwelt ist bunt, die Branche ist es auch, und es gibt viele Wege zum persönlichen Glück, mit oder ohne Amazon, im Groß- oder im Kleinstverlag, gegen Bezahlung oder mit aktiver Bezahlung. Und tausende Varianten dazwischen: Der dennoch seriöse Agent, der ein Vorabhonorar will. Der winzige Verlag, der ein gutes Standing im stationären Buchhandel hat. Der Amazon-Service, der nicht nur dazu dienen soll, Leute anzulocken, die man anschließend aussaugt wie ein Vampir, der gerade zwei Jahrhunderte auf einer Diätfarm verbracht hat.


    Aber es gibt Dinge, vor denen man Anfänger und Neulinge warnen kann. Dazu gehört es, dass man darauf hinweist, dass es nicht der Normalfall sein sollte, wenn Autoren für Veröffentlichungen bezahlen, sich zur Abnahme von Pflichtexemplaren verdonnern lassen oder ihren Agenten Reisekosten und Puffbesuche verauslagen. Dazu gehört es, dass man darauf hinweist, dass Bestseller in sehr, sehr kleinen Verlagen Seltenheiten sind (oder Auflagen über tausend Exemplare), wie Buchhandelsvertreter arbeiten, was Barsortimenter sind und, ja, auch, welche Rolle Amazon inzwischen nicht mehr nur im Buchhandel und im Verlagswesen, sondern auch in den Bereichen audiovisuelle Unterhaltung, bei Datenspeicherungsdienstleistungen - ganze Behörden nutzen AWS für die Verwaltung hochsensibler Daten -, grundsätzlich im Warenhandel und bei Kommunikationssystemen spielt, und dass der Laden nicht der liebenswürdigste Arbeitgeber der Welt ist, und dass Jeff Bezos im Übrigen die Weltherrschaft anstrebt.


    Hier sind lauter Leute, die ganz unterschiedliche Auffassungen und Erfahrungen vertreten und teilen. Es mag eine Tendenz gegen DKZV geben, aber das ist ein bisschen wie eine Tendenz gegen Nordkorea - wie sollte man schließlich für DKZV sein? Es hat keinen einzigen Vorteil, aber ein paar Leute haben hier immerhin davon erzählt, dass es eine wichtige erste Erfahrung war (und alle haben ergänzt: auf die man gut hätte verzichten können). Es gibt hier Autoren, die sehr glücklich bei sehr persönlichen, sehr kleinen Verlagen sind, und andere, die nicht eben glücklich bei sehr großen und reichweitenstarken und behördenähnlich durchorganisierten. Die Buchbranche ist wie viele andere auch. In der Softwarewelt gibt es nicht nur SAP, Oracle und Microsoft. Trotzdem wünschen sich die meisten, die gerade Informatik zuendestudiert haben, bei einer dieser Buden zu arbeiten, und nicht im kleinen Softwarehaus, das vertikale Lösungen für Tabakwarenläden herstellt. Ich glaube kaum, dass viele Autoren, die bei kleineren Verlagen sind, das lukrative Angebot des großen Publikumsverlags ausschlagen würden. Denn dafür schreibt man doch: Um möglichst viele Leute zu erreichen, die das dann lesen. Und das geht auf diesem Weg schlicht und ergreifend einfacher.


    Ach so: Herzlich willkommen im Forum!

  • Ach so: Herzlich willkommen im Forum!

    Danke



    Wenn du die Wahl zwischen 2 Wegen hast, wähle den Schweren, da ist weniger Verkehr.


    ich würde mir für den Anfang wünschen, das Agenturen die Vorkasse verlangen, genauso in einer verlinkten Liste aufgeführt werden, wie DKZV.

    Beim DKZV habe ich wenigsten erreicht, das aus meinem Manuskript ein Buch wird, bei solchen Agenten habe ich gar nichts.

    Trotzdem wird vor ihnen nur auf Nachfrage gewarnt

  • Hallo, A. J. Triskel.


    Zu Druckkostenzuschussverlagen gibt es inzwischen mehrere Gerichtsurteile; man darf sie offiziell als "Pseudoverlage" bezeichnen, man darf darauf hinweisen, dass ihr Geschäftsmodell nicht dem üblichen Modell entspricht, solche Dinge. Bei Agenturen ist das ein bisschen anders. Es gibt hin und wieder sehr auffällige Akteure, wie z.B. den im Jahr 2017 verstorbenen Klaus Middendorf mit seiner "LKM", der nachweislich häufig viel Geld im Vorfeld verlangt hatte und "seine" Autoren gerne an Zuschussverlage vermittelte, wodurch er doppelt verdient hat, die Autoren aber nüscht. Dazu gibt es einige Informationen im Netz, auch zu anderen, halbmittelseriösen Agenturen, die aber so gut wie durch die Bank auch seriöse Vermittlungen tätigen, was sie vor pauschalen Urteilen schützt. Hier kann man nur pauschale, allgemeine Warnungen aussprechen wie "Seriöse Agenturen arbeiten auf Erfolgsbasis". Solche Warnungen findet man auch, wenn man ein bisschen googelt, aber wenn man einfach nur nach "Literaturagentur" sucht, dann alle anschreibt und bei der ersten, die sich positiv zurückmeldet, den Vertrag unterschreibt, ist man selbst schuld.


    Aber Du scheinst auch einem kleinen Missverständnis zu erliegen. Das hier ist kein/nicht nur ein Service für Autoren, sondern eine Plattform für Autoren. Wir tauschen uns aus. Wir liegen damit manchmal falsch, wir denken möglicherweise nicht an jede mögliche Frage, aber es geht hier auch nicht (nur) darum, Informationen zu sammeln, die für andere hilfreich wären. Das ist eher ein Abfallprodukt. Und Fälle von Autoren, die an windige Agenturen geraten sind, hatten wir hier noch nicht so viele. Erzähl doch mal.

  • DKZV, Agenturen, was auch immer: Warum gelingt es eigentlich Autoren nicht, selbst einen Verlag oder eine Agentur zu gründen der/die selbst genau ihre Interessen vertritt? -- Das ist nicht nur ein Problem der Autoren, sondern es passiert in (fast) allen Wirtschaftszweigen. Ich arbeite in der Informationstechnologie, und da ist es auch eher selten, dass ich meine Arbeitskraft direkt an jemanden verkaufe. Es gibt in aller Regel einen Vermittler bzw. Zwischenhänder. Und der kassiert natürlich mit. Manchmal ist die Kette sogar etwas länger, und wir haben so einige Absahner in der Kette zwischen Produzent und Konsument. Muss das wirklich immer so sein?


    Ich kann mich vague erinnern, mal in Sri Lanka etwas über Lipton Tea erzählt bekommen zu haben. Da hat wohl einer einige Zwischenhändler auf dem langen Weg zwischen Grossbritannien und Sri Lanka ausgeschaltet, und zwar im Tee-Business. Es geht also, aber es ist bestimmt nicht einfach! Zwischenhändler muss es vielleicht immer geben. Aber in welchem Umfang, das ist doch die Frage!


    Hauptproblem: Autoren sind keine Händler. Händler sind keine Autoren.

  • DKZV, Agenturen, was auch immer: Warum gelingt es eigentlich Autoren nicht, selbst einen Verlag oder eine Agentur zu gründen der/die selbst genau ihre Interessen vertritt? --

    Gibt es schon. Zum Beispiel hier. Oder dort, ein Beispiel aus der Schweiz.


    Und es wird auch darüber nachgedacht.

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    aus: Demokritos


  • Es gibt Dutzende Verlage und Agenturen, die von oder mit Autoren gegründet wurden. Über Kurz oder Lang haben sie sich genauso verhalten wie ihre nichtmitodervonautorengegründeten Vorbilder/-gänger. Das ist wie bei den Grünen. Erst noch voll cool und anarcho und alles, aber jetzt sind die wie die SPD in den Neunzigern mal war. Das ist der Gang der Dinge. Als Jugendliche hassen wir Volksmusik, und mit 40+ wollen wir plötzlich nichts anderes mehr hören. Isso. 8)

  • Uffta. :+ak


    Warum Sorgen? Wie sagte schon der großartige Lieutenant Steve in "Good Morning, Vietnam"? "Die Polka ist die Musik des fröhlichen Menschen." Ich bin so einer. Total fröhlich. Quasi ständig. Ich habe mich als Kind und Jugendlicher immer gefragt, ob es so kommen wird, dass ich plötzlich die coole Mucke verachte und den grausigen Humta-Scheiß, auf den meine Eltern abfahren, nicht laut genug hören kann. Und so kommt es. Mit dem Alter mag man plötzlich Pilcher, Silbereisen und Söder. Das ist unvermeidlich.

    Uffta.

  • Agenturen und Zwischenhändler verstehe ich ja irgendwie noch, die haben wahrscheinlich so eine Art Übersetzungsfunktion zwischen z.B. verschiedenen Märkten/Interessen und manchmal ne Filterfunktion zwecks Qualität. Was ich nicht verstehe, sind Immobilienmakler ...


    Und nein, Volksmusik geht auch nicht mit Ü40 ... :uebel

  • Volksmusik? Ne, da gebe ich Joachim recht. Aber man muss nur einen Buchstaben ändern, dann geht auch Polka. Da sehen auch die Musikerinnen und Musiker schon ganz anders aus.

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    Wir haben sogar Bücher zuzm Totlachen aufzuweisen, von denen ich wünschte, dass die Verfasser die erste Probe an sich gemacht hätten!.
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    aus: Demokritos


  • Volksmusik, bis zur Brust hochgezogene und über dem Hemd verschlossene Hosen, braune Sandalen über weißen Socken, verschmierte Brillengläser, verträumtes Herumspielen mit den oberen falschen Zähnen, Nasenhaare bis zum Kinn, das ganze Programm. Es ist unausweichlich, Sören. Mach Dich darauf gefasst. Viel Zeit hast Du nicht mehr. >>t