Crowdfunding für meinen neuen Lyrik Band

  • Verehrte Anwesende,


    wer sich über die Aufgaben des AA informieren möchte, möge die Vereinssatzung lesen. Da findet sich auch, auf welcher Grundlage der AA entscheidet. Und das sind in erster Linie Textproben. Eine Publikationsliste reicht nicht. Wir wollen schon in die Texte hineinlesen. Wer schon veröffentlicht hat, kann auch gern Links zu Textproben schicken. Uns genügt es aber nicht, wenn jemand eine Publikationsliste schickt und sagt. Textproben findet ihr im Internet, sucht mal. Ein wenig Sorgfalt des Bewerbers kann erwartet werden, oder?

    Dennoch ist es mir vor meinem Austritt noch gelungen zu erreichen, dass ein(e) Autor(in), der / die bereits in einem oder mehreren anerkannten Verlagen (also kein SP etc.) veröffentlicht hat, seine / ihre Eignung für diesen Verein, der sich ja als Autorenverein versteht, auch durch Nachweise seiner / ihrer erschienenen Werke (und nicht noch einmal durch weitere Textproben) gegenüber dem Aufnahmeausschuss qualifizieren kann.

    Das mag sich in der Erinnerung des Herrn Neumann so abgespielt haben, die Mailings sagen etwas anderes. Aber sei's drum. Alternative Fakten.


    Es ist durchaus legitim, über den Anspruch des Vereins zu diskutieren, es hinterlässt bei mir allerdings einen eher üblen Nachgeschmack, wenn hier gewählte Vertreter eines Vereinsorgans diffamiert werden.


    Und was die Sachkompetenz angeht: Im aktuellen AA sitzen mindestens zwei studierte Germanisten (geschlechtsneutral gemeint).


    Liebe Maryanne, du hast dich beworben und bist abgelehnt worden. Das ist immer bitter. Aber einige KollegInnen haben gerade etwas dazu geschrieben. Bewirb dich wieder!


    Herzlichst


    Wolf P.

  • 1. Uns genügt es aber nicht, wenn jemand eine Publikationsliste schickt und sagt. Textproben findet ihr im Internet, sucht mal. Ein wenig Sorgfalt des Bewerbers kann erwartet werden, oder?


    2. Das mag sich in der Erinnerung des Herrn Neumann so abgespielt haben, die Mailings sagen etwas anderes. Aber sei's drum. Alternative Fakten.


    3. Es ist durchaus legitim, über den Anspruch des Vereins zu diskutieren, es hinterlässt bei mir allerdings einen eher üblen Nachgeschmack, wenn hier gewählte Vertreter eines Vereinsorgans diffamiert werden.


    4. Und was die Sachkompetenz angeht: Im aktuellen AA sitzen mindestens zwei studierte Germanisten (geschlechtsneutral gemeint).


    Dass Herr Schneiderheinze versuchen würde, ein paar Nebelkerzen in die Runde zu werfen, war mir klar. Also dann:


    zu 1: Dass Bewerber lediglich auf ihre Publikationen verweisen und sagen "Seht euch einfach meine Bücher an und sucht euch selbst aus, was ihr lesen wollt" etc., wäre nicht in Ordnung. Die von Herrn Schneiderheinze geforderte Sorgfalt bei der Bewerbung ist nicht zu kritisieren. Sie bedeutet z. B., dass man dem AA vernünftige Bewerbungsunterlagen, wie in der Satzung gefordert, zur Verfügung stellt und auch z. B. Textproben aus eigenen Werken verlinkt etc. Sie bedeutet aber NICHT (und das war vor der diesbezüglichen Änderung der Satzung leider der Fall), dass Bewerber, die bereits Publikationen in "richtigen" Verlagen vorzuweisen haben, weitere, womöglich gar unveröffentlichte Texte zusammensuchen müssen, um diese dem AA vorzulegen.

    Entstanden ist die Notwendigkeit zur Satzungsänderung daraus, dass AutorInnen, die ich seinerzeit für eine Bewerbung als Mitglied bei den 42ern gewinnen konnte (jede(r) davon hatte bereits mehrere Bücher in "richtigen" Verlagen veröffentlicht), nicht bereit waren, sich einem Auswahlverfahren nach damals geltender Art zu unterziehen. Ich konnte erreichen, dass die Satzung in diesem Punkt geändert wurde. Nun heißt es in §14:

    Als Entscheidungsgrundlage dienen diesem Gremium entweder von den Bewerbern eingereichte Textproben oder veröffentlichte Werke, welche der Aufnahmeausschuss auf ihre Qualität hin prüft.

    Damit ist übrigens auch die o. a. Behauptung von Silke Porath obsolet, die schreibt: "Nur eine Publikationsliste reicht bei weitem nicht.".

    Doch, Silke, die reicht (zusammen mit den anderen Bewerbungsunterlagen). als Nachweis für die in der Satzung (§5, Abs.2) formulierte Forderung an eine ordentliche Mitgliedschaft, nämlich:

    Voraussetzung für die ordentliche Mitgliedschaft ist es, dass das Mitglied schon zum Zeitpunkt der Antragstellung kulturschaffend tätig ist, insbesondere auf dem Gebiet der Literatur.
    Man darf sich gern fragen, ob tatsächlich alle Mitglieder diese Anforderung erfüllt haben, als sie aufgenommen wurden. Aber das steht hier nicht zur Diskussion.


    Mit den o. a. Ausführungen dürfte auch die von mir als 2. gekennzeichnete Behauptung des Herrn Schneiderheinze, ich argumentiere mit "alternativen Fakten" (auf Deutsch: Der Mensch wirft mir tatsächlich vor, ich lüge!) als das erkennbar sein, was sie ist: eine der oben erwähnten Nebelkerzen.


    zu 3.: Die Frage nach der Kompetenz eines Autorenverein-Aufnahmeausschusses, in dem sich - neben dessen Dauervorsitzenden - immer wieder auch andere Mitglieder befinden, die selbst keine Bücher veröffentlicht haben, also keine Autoren sind, halte ich für sehr berechtigt. Auch andere AutorInnen stellen sich die. Dass sie von dem Betroffenen als "Diffamierung gewählter Vertreter eines Vereinsorgans" empfunden wird, ist menschlich verständlich, aber wenig klug.


    zu 4.: Der Hinweis es säßen ja "studierte Germanisten" im AA, geht ebenso an der Sache vorbei wie Kristins o. a. Hinweis auf die Literaturkritiker, die ja auch Bücher beurteilten, ohne selbst welche geschrieben zu haben. Der AA der 42er ist kein Gremium,. das Literaturkritik betreibt, also Bücher bespricht und dies kommuniziert und (oftmals stark kontrovers) diskutiert, sondern ein niemandem sonst in seiner Entscheidung verantwortliches Vereinsorgan (um eine Schneiderheinze-Formulierung aufzugreifen), das allein über die Aufnahme eines /einer BewerberIn in einen Autorenverein entscheidet. Daraus leiten sich andere Anforderungen ab als an Buchbesprechungen, sollte man meinen. Aus meiner Sicht zumindest die, selbst das zu sein, worüber man da entscheidet, nämlich AUTOR.




  • immer wieder auch andere Mitglieder befinden, die selbst keine Bücher veröffentlicht haben, also keine Autoren sind …

    Man ist nicht erst Autor, wenn man ein Buch veröffenlticht hat, sondern schon dann, wenn man sprachliche Werke »schafft«.

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Dunkle Geschichten aus Würzburg

    ASIN/ISBN: 3831333580


    Wir haben sogar Bücher zuzm Totlachen aufzuweisen, von denen ich wünschte, dass die Verfasser die erste Probe an sich gemacht hätten!.
    Carl Julius Weber

    aus: Demokritos


  • Sprachliche Werke?

    Vielleicht kann man es eleganter sagen, aber was ich ausdrücken will, ist, dass die "Veröffentlichung" nicht zwingend dazu gehört, um Autor zu sein.

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Dunkle Geschichten aus Würzburg

    ASIN/ISBN: 3831333580


    Wir haben sogar Bücher zuzm Totlachen aufzuweisen, von denen ich wünschte, dass die Verfasser die erste Probe an sich gemacht hätten!.
    Carl Julius Weber

    aus: Demokritos


  • Das, was sich Didi da wünscht, nämlich dass hier nur gestandene, veröffentlichte, bestsellende Autoren darüber entscheiden, wer der Gemeinschaft beitreten darf, entspricht nicht der Mehrheitsmeinung im Verein und steht auch nicht in dessen Satzung. Seine Interpretation ist da etwas eigenwillig. Dies war ja auch einer der Gründe dafür, warum Didi aus dem Verein ausgetreten ist. Wir müssen das hier nicht fortführen oder eine Diskussion wieder aufleben lassen, die durch diesen Austritt schon vor Monaten ihren Abschluss gefunden hat. Der 42erAutoren e. V. will (anderen) Autoren dabei helfen und sie dabei begleiten, bessere - und erfolgreichere - Autoren zu werden. Der Anspruch an diese Autoren und an uns selbst ist ausschließlich und "lediglich" der, dass eine Befähigung vorhanden und nachgewiesen werden muss. Diejenigen, die das prüfen, bilden unseren Aufnahmeausschuss, der gewählt und nicht etwa berufen wird. In diesen Ausschuss werden Leute gewählt, die sich hierfür zur Verfügung stellen, und die dann von der Mitgliederversammlung das entsprechende Votum erhalten. Ihre Befähigung ist die gleiche wie die, die sie prüfen sollen: Sie haben selbst den Aufnahmeausschuss passiert. Einige AAler haben schon viele Texte professionell veröffentlicht, andere nicht so viele oder noch überhaupt keine, aber das ist unerheblich, denn sie alle können unserer Meinung nach gut schreiben. Didis Definitionen sind keine, sondern nur Auslegungen, die, wie erwähnt, überwiegend nicht geteilt werden. Deshalb hat sich Didi ja auch - bedauerlicherweise - aus dem Verein verabschiedet, weshalb ich es ganz persönlich begrüßen würde, wenn er es damit dann auch gut sein lassen könnte, in dieser Hinsicht. Es fühlt sich nicht gut an, wenn auch noch in der Öffentlichkeit breitgetreten wird, was erstens bereits ein Ende gefunden hatte, sich hier zweitens kaum so darstellen lässt, dass es nachvollziehbar wird, und drittens in der Hauptsache eine Angelegenheit ist, die die Mitglieder des Vereins betrifft, und zu denen gehörst Du, lieber Didi, leider nicht mehr.

  • Deshalb hat sich Didi ja auch - bedauerlicherweise - aus dem Verein verabschiedet, weshalb ich es ganz persönlich begrüßen würde, wenn er es damit dann auch gut sein lassen könnte, in dieser Hinsicht.

    Das war auch meine Absicht, wie man einem vorherigen Posting entnehmen kann, wo ich schrieb: "Mehr sag ich hier lieber nicht dazu. Was dieses Thema angeht, werden wir uns sowieso nicht mehr einig.". Das öffentliche Forum ist auch nicht der angemessene Platz für ein Auffrischen der vereinsinternen Dispute, die mich zum Austritt veranlasst haben, finde ich.

    Allein, die Ausführungen des Herrn Schneiderheinze - u. a. sein Vorwurf, ich würde mit "alternativen Fakten" argumentieren, also lügen - ließen mir keine andere Wahl als den Widerspruch. Dieser ist erfolgt, und jeder darf sich nun dazu stellen, wie immer er / sie wolle.


    Du schreibst, Tom: Der 42erAutoren e. V. will (anderen) Autoren dabei helfen und sie dabei begleiten, bessere - und erfolgreichere - Autoren zu werden.

    Mir ist nur noch wichtig festzuhalten, dass ich (und das kann man ebenfalls in vorherigen Postings von mir lesen) genau das ausdrücklich immer als positives Alleinstellungsmerkmal bezeichnet habe, also hunderprozentig genauso sehe wie du.


    Von mir aus können wir es gern damit bewenden lassen.