Hallo liebe Mit-Bayern!

  • Für die in Bayern wohnhaften MitautorInnen unter Euch: wart Ihr heute schon im Wahllokal? Nein, noch nicht? Dann bitte, bitte: geht noch hin. Ihr habt noch gute drei Stunden Zeit! Jede Stimme, die abgegeben wird, zählt!
    Auf ein akzeptables Ergebnis!
    Gruß Elisa

  • In meinem Wahllokal gab's Warteschlangen vor den Kabinen, am Vormittag. Aber die beiden dicken Zettel mit den Zweitstimmen waren schon schwierig zu entfalten in der Enge. ;-)

    Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten. (William Somerset Maugham)

  • Wir mussten auch länger anstehen als letzten September! Immerhin offenbar eine hohe Wahlbeteiligung! Und die Ergebnisse! Guck jetzt mal hinein...ich schätze, wenn ich Dein fb Profil richtig interpretiert habe, dass wir die Ergebnisse ähnlich beurteilen ;-)
    Gruß, Elisa

  • In meinem Wahllokal gab's Warteschlangen vor den Kabinen, am Vormittag. Aber die beiden dicken Zettel mit den Zweitstimmen waren schon schwierig zu entfalten in der Enge. ;-)


    Gehört Salzburg jetzt schon wieder zu Bayern? ?!?

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Sagen und Legenden aus Baden

    ASIN/ISBN: 3955403823


    Im Inneren eines Menschen existiert ein Kern, der von Fragen wie Staatsbürgerschaft oder sozialer Herkunft völlig unberührt ist. Dafür sollte sich die Kunst interessieren.
    Marina Davydova

    SZ Nr. 289, 15.12.2022, S. 11


  • Die langen Schlangen vor den Wahllokalen haben offenbar nichts genützt. Die SPD hat mittlerweile Sektenstatus, die CSU hat wohl rechts geblinkt ist aber dann doch links abgebogen und wenigstens an der Macht geblieben. Aber keine Angst, es wird sich nichts Wesentliches ändern unterhalb des Weißwurstäquators. Zwei Drittel - wie kann es auch anders sein - haben erneut moderate politische Kräfte unterstützt. Der rechte Rest wird ausgegrenzt und weiter geht es wie bisher. Die Koalition mit den Freien Wählern ist ja schon so gut wie beschlossen, die sind auch nicht ganz so böse wie die AfD bzw. nicht ganz so weltfremd wie die Grünen. CSU sei Dank! Und dem lieben Gott natürlich auch!!

  • Hallo Manuela,


    normalerweise äußere ich mich eher selten bis nie zu politischen Themen, was damit zu tun hat, dass ich mich als eher apolitisch bezeichnen würde. Aber um Dich nicht misszuverstehen: Was hast Du mit diesem Satz


    Der rechte Rest wird ausgegrenzt


    gemeint?


    Verstehe ich Dich richtig, hättest Du die AfD gerne als Partner für die CSU?


    Eine gruselige Vorstellung.

  • Zum Glück dürfen wir "unterhalb des Weißwurstäquators" selbst wählen. Das hat sich sehr lange so angefühlt, als wäre es sinnlos, aber die langen Schlangen sprechen dafür, dass es eben doch mehr Leute interessiert, wer uns wie regiert. Wer in Bayern "ausgegrenzt" wird, wissen wir Eingeborenen ganz gut, auch wenn sich das in jedem Fitzelchen des Freistaats etwas anders darstellen mag. Ich jedenfalls brauche keine Erklärung. Ich freue mich, dass die "weltfremden" Grünen sechs Direktmandate gewinnen konnten – irgendwann reicht's dann auch für eine Regierungsbeteiligung.

  • Ich sehe, unsere kleine freistaatliche Landtagswahl hat durchaus Eure Aufmerksamkeit bekommen. Gut so. Da ich zwar nicht unpolitisch, dafür aber ziemlich ungläubig bin, denke ich, dass wir für dieses Wahlergebnis keinem lieben oder bösen Gott zu danken haben!
    Vielleicht am ehesten noch der wackeren Katharina Schulze. Und unserem tüchtigen Bundesinnenminister natürlich für die Vorleistungen im letzten halben Jahr! Für diese Glanzleistungen sind 37% noch ein erstaunlich gutes Ergebnis. Alle Parteien, die im vergangenen Jahr ihre internen Querelen an die öffentliche Glocke gehängt haben, kassierten jetzt die Rechnung dafür. So fährt man auch den heilsten Karren in den Dreck. Und wer profitiert davon? Die lautesten Krakeler. Mit den wenigst wünschenswerten Zielen. Aus meiner unmaßgeblichen Sicht. Und Ingrid: für eine Regierungsbeteiligung hätte es ja mit knapp 18% jetzt längst gereicht! Nur eben nicht mit der CSU. Bayern ist ein Flächenland. In den Städten sieht das Wahlergebnis deutlich anders aus als auf dem Land. Schade halt. Aber wir bleiben optimistisch und #unteilbar!

  • Klasse, großen Respekt an das bayerische Ausland, wie es hier im Schwabenland heißt. Die CSU abgestraft, das schmierige kackbraune AfD-Eckkneipen-Problem einigermaßen im Griff, die Grünen zurecht belohnt. Schade wegen der guten alten SPD, aber die hat es nicht anders verdient, wenn die Führungsetage nach allem, was geschehen ist, immer noch in der Groko bleibt, in die sie nie und nimmer hätte eintreten sollen. Mal gucken, ab wie vielen Prozent die endlich aufwachen und den Schlussstrich ziehen. Wenn die Grünen mal bald mit einer tragfähigen sozialen Idee zwecks bevorstehender Digitalisierung rüberkommen, wofür die Zeichen ja gar nicht so schlecht stehen, kann es gut sein, dass ich sie dann auch wähle.

  • Aber nein, Anja. Wie könnte ich denn das schmierige, kackbraune AfD-Eckkneipen-Problem (copyright Joachim) verbal unterstützen? Bin ich doch erst kürzlich endgültig vom Saulus zum Paulus mutiert und schreie mir seither die Seele wund gegen die tumben rechtsextremen Rechtsextremen. Und der liebe Gott zählt in Bayern halt doch noch etwas mehr, als in anderen Ländern, gell! Immerhin hängt er dort noch in jeder Schule und jedem Amtshaus an der Wand. Und das wird auch so bleiben, da sei die CSU vor!

  • Aber nein, Anja. Wie könnte ich denn das schmierige, kackbraune AfD-Eckkneipen-Problem (copyright Joachim) verbal unterstützen?


    @ Manuela: Ihr Rechten seid schon komische Vögel. Selbst ganz groß im Ausgrenzen, aber wenn Ihr Euch schlecht behandelt und ausgegrenzt fühlt, flennt Ihr rum. Joachim hat da eine schöne Formulierung gewählt, der ich mich voll und ganz anschließe. Ihr Rechten fühlt Euch vielleicht zur Zeit ganz toll, aber das wird vergehen. Ich schließe mich sinngemäß dem Präsidenten der Frankfurter Eintracht an: "Wer die AfD wählt, kann kein Mitglied bei uns sein." ... "Es gibt für die braune Brut keinen Platz. Solange ich da bin, wird es keine Nazis bei Eintracht Frankfurt geben.""

    Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten. (William Somerset Maugham)

  • Ich denke, Alex, der AfD-Peak ist jetzt erreicht. Auch, weil man die typischen Extremisten-Fehler macht, nämlich den Bogen überspannen. Die offene Verbrüderung mit den Chemnitzer Hools war so ein Riesenfehler, die Weltanschaulichkeitsapp für Schulklassen auch. Selbst die NPD hat damals gewusst, dass das beim Deutschen Volk halt nicht gut ankommt. Es ist also Licht am Ende der Fahnenstange oder so :)

  • Selbst ganz groß im Ausgrenzen, aber wenn Ihr Euch schlecht behandelt und ausgegrenzt fühlt, flennt Ihr rum.

    Oder auch: (Vermeintliche )Meinungshoheit und Märtyrerrolle vertragen sich schlecht (jüngst sinngemäß so in der ZEIT gelesen). Die AfD und ihre Anhänger sind schon lange nicht mehr die Opfer, die zu sein sie vorgeben; sie sollten also langsam mal aufhören mit der Scharade. :gaehn

  • Mir tut es um die alte Brandt/Schmidt-SPD, vormals über 40%, bei Schroeder noch 38,5%, ehrlich leid.

    14% ist der Pegelstand heute:

    http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm


    Da macht das Spotten über diese heute feministische pazifistische Antiatomkraft- und fortschrittskritische Partei kaum noch Spaß....

    ;-).

    Vorsichtshalber gebe ich zu, bis Lafontaine Mitglied der SPD gewesen zu sein und behaupte unverdrossen, dass jenselbiger die Altmutter aller deutschen Parteien in unversöhnliche Blöcke gespalten hat.

  • Ich war auch einmal aktive Linke, habe als Jugendliche in den Wr. Sozialbauten zum 1. Mai rote Nelken und Parteiabzeichen verkauft, bin am 30. April beim alljährlichen sozialistischen Fackelzug im Blauhemd unterwegs gewesen und habe dabei die Internationale gesungen.

    Wird wohl noch ein wenig dauern, bis die Roten in Deutschland wieder einmal an die Macht kommen. Jetzt sind vorerst die Schwarzen am Zug, wenngleich sie mit der neuen Parteiführerin, Annegret Kramp-Karrenbauer, den Rechten quasi eine Steilvorlage gelegt haben.

    AKK's Devise: "Weiter wie bisher." Na dann, Glück auf. ;)