"Die rechte Wende" - sehenswerte und ernüchternde Doku auf 3Sat


  • Nehmen wir also einen Punkt heraus - Kriminalität. Das Faktum ist: Sie ist weltweit höher unter Ausländern als unter Inländern. Das gilt in Australien ebenso wie in Kanada, Russland, Deutschland und Österreich.…


    Eine seriöse Quellenangabe dazu wäre nicht schlecht.

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Dunkle Geschichten aus Würzburg

    ASIN/ISBN: 3831333580


    Wir haben sogar Bücher zuzm Totlachen aufzuweisen, von denen ich wünschte, dass die Verfasser die erste Probe an sich gemacht hätten!.
    Carl Julius Weber

    aus: Demokritos



  • Und wohin führt das? Zu Frust bei demjenigen, der zu überzeugen versucht.


    Das bedauert niemand mehr als ich. ;) Aber ich kann's ja nicht ändern. Uns beide frustriert's ja auch, Andrea. Wir haben es jedoch mit erwachsenen Menschen zu tun. Die kann keiner einfach "erziehen", und so einen gesamtgesellschaftlichen Erziehungsauftrag zur "richtigen" Gesinnung halte ich auch nicht für wünschenswert. Kurz und gut: In diesem Punkt bin ich Fatalist. Inschallah!

    Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten. (William Somerset Maugham)

  • Zitat

    Nehmen wir also einen Punkt heraus - Kriminalität. Das Faktum ist: Sie ist weltweit höher unter Ausländern als unter Inländern. Das gilt in Australien ebenso wie in Kanada, Russland, Deutschland und Österreich. Das sachliche Argument ist eine relativ komplizierte kriminologische Ursachenforschung, bei der die herrschende Meinung weltweit sagt: Die höhere kriminogene Neigung sei in der Hauptsache auf kulturelle Konflikte zurückzuführen. Die herrschende Meinung in Deutschland stellt auf typischerweise soziale Benachteiligung ab. Die dann auch wieder in soziale Deprivation münden kann - insoweit sind wir wieder bei der ersten Meinung.


    Ja, das ist doch schon mal was. Du bist doch auch Sachbuchautor, eine "Fiktive Diskussion" als Buch, das wäre was. Und da gibt es ja noch eine Fülle an Fragestellungen, die aufgearbeitet werden müssen, spontan:
    -Verlust von Frauenrechten
    -Korangläubige sind nicht mit einer Demokratie kompatibel
    -es gibt keine Meinungsfreiheit in einem moslemischen Land, welches man auch nehme
    -Christen haben in diesen Ländern auch nichts zu melden, warum die dann bei uns?
    -Moscheen schießen wie Pilze aus dem Boden, Kirchen werden geschlossen und verkauft
    -Deutsche bekommen immer weniger Kinder, Asylanten haben viele, bald gibt es keine Deutschen mehr
    -Ich möchte wieder angstfrei wie früher auf den Weihnachtsmarkt gehen können
    -Sie nehmen meinem Kind den Ausbildungsplatz weg und mir den Arbeitsplatz, weil sie bevorzugt werden
    -...


    nur ein paar Beispiele ...


    Oder in Romanform, ich habe letztens "Über die Liebe und den Hass" gelesen. Rachida Lamrabet hat das relativ gut gemacht, ohne moralisch oder kitschig zu werden.


    Grüße

  • Gute Denkanregung, Nifl, danke! Oder: Warum ist plötzlich Geld für Flüchtlinge da, wo es schon so lange so dringend für KiTas gebraucht würde?


    Ich meine, ein Buch, das solchen (berechtigten) Fragen argumentativ begegnet, gibt es ... Muss mal recherchieren bzw. in mich gehen.

  • [buch]3899657624[/buch]
    Ich gehe gleich zur Buchhandlung meines Vertrauens und bestelle es mir. So etwas darf man eigentlich nicht online bestellen sondern muss es "öffentlich" tun, vielleicht mit dem Hinweis, dass der oder die Buchhändler/in gleich mehrere bestellt und in die Auslage gibt.

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    Horst-Dieter Radke: Dunkle Geschichten aus Würzburg

    ASIN/ISBN: 3831333580


    Wir haben sogar Bücher zuzm Totlachen aufzuweisen, von denen ich wünschte, dass die Verfasser die erste Probe an sich gemacht hätten!.
    Carl Julius Weber

    aus: Demokritos


  • muss es "öffentlich" tun, vielleicht mit dem Hinweis, dass der oder die Buchhändler/in gleich mehrere bestellt und in die Auslage gibt.


    Oh ja, was für eine ausgezeichnete idee!
    Ich bin sicher, die Buchhändlerin meines Vertrauens wird sich für die Idee erwärmen können.

  • Gerade zurück von der Buchhandlung. Auf meinen Hinweis, doch mehr davon zu bestellen und auszulegen, schaute mich die Buchhändlerin zunächst verblüfft an, dann noch mal auf den Titel, sagte dann "Okay" und änderte die Bestellmenge im Computer. Montag kann ich mein Exemplar abholen, dann sehe ich ja, ob sie noch was ausgelegt hat.

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    Horst-Dieter Radke: Dunkle Geschichten aus Würzburg

    ASIN/ISBN: 3831333580


    Wir haben sogar Bücher zuzm Totlachen aufzuweisen, von denen ich wünschte, dass die Verfasser die erste Probe an sich gemacht hätten!.
    Carl Julius Weber

    aus: Demokritos


  • Und wo wir schon bei Büchern zum Thema sind: In der kulturzeit wurde neulich dieses vorgestellt:
    [buch]3864891965[/buch]
    Könnte sein, dass es auch ein paar Argumentationshilfen bringt.

  • Ich halte es wirklich für hilfreich, sich ein paar Argumente zu sammeln, danke für die Fragen dazu, Nifl, und für die Buchtipps der anderen!


    Bei mir hat manchmal geholfen, im Sinn von weder war die Diskussion beendet, noch kam gleich das nächste Geschmarre:


    "Mir geht es anders, ich hab diese Angst nicht. Ich glaube, dass unsere Gesellschaft ziemlich stark ist, sich gegen eine Islamisierung zu wehren. Ich hab echt einfach keine Angst. Wenn mir nachts ein paar junge Typen entgegenkommen, dann habe ich Angst, aber egal, ob die jetzt dunkel aussehen oder muslimisch oder einfach deutsch. Es kommt drauf an, wie die drauf sind. Wenn das Punks sind, habe ich keine Angst. Ich weiß halt, das die mir nichts tun und was ich sagen könnte, dass sie mir nichts tun. Aber sonst schon, sonst habe ich Angst. Das ist Frauenschicksal und leider war das schon immer so, auch vor 2015"."


    "Ich glaube halt nicht, dass mir hier irgendwas gehört, außer das, was ich mir selber erarbeitet und angeschafft habe. Ich glaube, ich hab großes Glück gehabt, hier geboren zu sein. Ein Schweineglück. Mehr nicht. Mich verpflichtet das irgendwie, nett zu denen zu sein, die das Glück nicht hatten. Wenn sie sich halt menschlich akzeptabel verhalten. Aber die hatten es echt schwer. Ich fühle einfach mit den Frauen, den Kindern, auch den jungen Kerlen, die sich hoffnungsvoll auf den Weg gemacht haben. Ich würde das nämlich auch machen. Für mich, für meine Familie."


    "Ich glaube, dass so viel Hass einen vergiftet und sehr unglücklich macht. Diese ganzen Befürchtungen und negativen Gedanken und Gefühle gegen Menschen, das würde mir mein Leben versauen. Ich würde das nicht aushalten. Ich hasse manchmal auch, aber lieber weniger. Wer immer so wütend ist, der kann ja nicht mehr lachen oder schön kuscheln oder jemanden in den Arm nehmen oder sich an seinem tollen Kind freuen oder so. Mich würde das krank machen. Ich will das nicht. Wenn dann jemand was Schlechtes macht wie in Berlin am Weihnachtsmarkt, reicht es doch immer noch, dass ich den hasse und dass ich Angst habe. Aber vorher hab ich dann gelebt und Menschen in mein Herz gelassen."


    Ich hör schon wieder: Was für eine rührselige Psychologenscheiße! Aber wirklich, das Gespräch geht dann weiter. Einfach mal bei sich bleiben, über Gefühle reden, den anderen nicht verurteilen oder bloßstellen.
    Natürlich ist irgendwann Schluss. Mit einem NPD-Funktionär würde ich nicht reden. Oder mit diesen schlimmen AFD-Spitzen. Ich denke immer, wenn ich den Gauland sehe: Stirb doch einfach. Du bist alt, du bringst nichts Gutes mehr in die Welt, krieg halt einen Schlaganfall.