Wie schreibt Ihr über aktuelle Politik in Romanen, Erzählungen?

  • Uwe Johnson hat mit "Jahrestage -Aus dem Leben von Gesine Cresspahl" eine umfassende deutsche Chronik geschrieben, von den 30er Jahren bis 1967. Aber es muss ja nicht immer die Geschichte, die politische Entwicklung in Stadt und Land das Thema eines Buches sein. Wie tauchen politische Ereignisse in Euren Büchern aus? Eher als Hinweis auf die Zeit oder sind die Figuren auch bewegt von dem, was politisch geschieht? Handeln sie auch aus politischen Gründen oder weil die Zeitumstände in ihr Leben eingreift, weil polnische Arbeiter in vergangenen Zeiten sich im Ruhrgebiet im Bergbau verdingten. Weil in einem Dorf die Gemeinschaft zerbricht oder quer durch eine Siedlung eine Autobahn gebaut wird.

  • Eine interessante Frage. Antwort, unterm Strich: sehr dezent. Meine Geschichten sind (oder waren bisher immer) durch und durch privater Natur. Also nutze ich politische Ereignisse eher nur als kleine Hints für den Leser, wo in einem bestimmten Jahrzehnt er sich gerade befindet. Da fällt dann an passender Stelle ein Wiedererkennungs-Satz wie: "Ein kleiner Schritt für einen Menschen" etc. Ein Problem hatte ich neulich, als ich den langen Metaller-Streik 1956/57 erwähnen wollte, der dann im Nachgang einer meiner Figuren immerhin zur Lohnfortzahlung nach einem Unfall verholfen hat. Das liegt wohl daran, dass man den Leser grob ins Bild setzen möchte: was war das Anliegen des Streiks, wann fand er statt usw. Da kommt man, wenn man nicht höllisch aufpasst, ins Erklären, und ich fand es schwierig, es elegant und als interessantes Zeit- und Gesellschaftsschichts-Kolorit zu vermitteln und nicht lehrstückhaft - nach dem Motto: Klausi Beimer kommentiert den Lauf der Welt (ich muss gestehen, ich bin Lindenstraßen-Guckerin, aber die Aufbereitung tagespolitischer Themen dort finde ich zum Gruseln).


    Wäre das Hauptthema ein politisches oder geschichtliches (z.B. der Metaller-Streik selbst) müsste man natürlich ganz anders zu Werke gehen, aber dazu kann ich nichts sagen.

  • Ich habe mich bisher zweimal ins Historiengenre gewagt (und werde es bald wieder tun). Der eine Roman nimmt so gut wie keinen bezug zur Zeitgeschichte, sondern behandelt rein persönliche Schicksale. Aber ich habe an ein paar Stellen Hinweise auf die damaligen hygienischen und sozialen Verhältnisse genommen, indem ich meine Charas dazu Stellung nehmen ließ. Das habe ich weder groß erklärt, noch mit erhobenem Zeigefinger getan.


    In dem anderen Roman habe ich geschichtliche Ereignisse in die Geschichte eingebaut. Natürlich nehmen die Charas dazu dann auch Stellung, aber auch hier erfolgt keine große Erklärung hinsichtlich der Zusammenhänge, jedenfalls nicht im Text. Ich habe einen Nachtrag geschrieben, in dem ich den geschichtlichen Rahmen und die Zusammenhänger grob erklärt habe, ebenso welche Charas nun historisch verbrieft sind und welche nicht.


    Erklärungen würde ich per se IM Roman vermeiden, sondern diese lieber in ein Nachwort stellen. Im Text wirken solche Erklärungen IMO eher unbeholfen und langatmig. Aber mich würde wirklich sehr interessieren, wie andere das halten.

  • Ich packe Politik durchaus ins Geschehen, aber nur, wenn es für die Figur oder für die Geschichte auch von Bedeutung ist. In meinem Roman "Das zweite Kind" z.B. erlebt mein Protagonist den Besuch Kennedys in Berlin, gerät in eine Demo nach dem Tod Benno Ohnesorgs, findet sich in Diskussionsrunden mit Studenten und erlebt sowohl den Tag des Mauerbaus 1961 als auch den Fall der Berliner Mauer. Klar also, dass hier seine politischen Meinungen zu diesen Themen miterzählt werden.
    Handelt es sich aber um eine Geschichte, die sich unabhängig von politischen oder gesellschaftlichen Thematiken abspielt, lasse ich Politik dagegen völlig raus.

  • Ich antworte mal als Leserin - aktuell von "Kleiner Mann - was nun?". Für mich ist z. B. das Gespräch zwischen Lämmchens Vater und Bruder (unter "Pinneberg gerät in die Mörschelei") ein gutes Beispiel für Politik in Romanen. Fallada lässt den Bräutigam der Tochter mit seinem zukünftigen Schwiegervater und den mit seinem Sohn reden. Da wird nicht erklärt, sondern die Konflikte und unterschiedlichen Ausgangspositionen und Ansichten werden rein anhand der Dialoge transportiert. Der Roman ist 1932 in der Weltwirtschaftskrise erschienen. Ich möchte mal behaupten, dass es heute noch genauso wie früher funktioniert: Erklären macht jeden belletristischen Stoff dröge - und zudem verdächtig, dem Leser allzu offensichtlich eigene Positionen aufdrücken zu wollen. Als Hintergrund der Figuren, das, was sie bewegt und ihr Leben bestimmt, gehört es hingegen hinzu. Auch z. B. bei der Schilderung von privaten Geschicken, denn die werden teils ja durchaus nicht wenig auch von politischen Ereignissen beeinflusst.

  • Wie man aktuelle Politik in einen Roman bringen kann ohne ihn damit zu überlasten, macht Andreas Kaminski aka Kriminalinski mit seinem "Ministermord" vor.


    [buch]3958131131[/buch]


    Das Buch ist keine Hochliteratur, aber ein ganz ordentlicher Regionalkrimi mit einigen schönen Besonderheiten (Dorfbulle mit Hure als kameradschaftliche Freundin, die er schon aus dem Sandkasten kennt zum Beispiel). Die Politiker sind in dem Roman so schlimm wie wir es immer schon gewusst haben, der Titel wird im doppelten Wortsinn umgesetzt und die echte Politik huscht hier und da mal hinein, ohne zu dominieren. Ein kurzweiliges Lesevergnügen und ein Beispiel dafür, wie man es machen kann, wenn man nicht gerade vorhat, einen hochbrisanten, zeitaktuellen Roman zu schreiben.

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Sagen und Legenden aus Baden

    ASIN/ISBN: 3955403823


    Im Inneren eines Menschen existiert ein Kern, der von Fragen wie Staatsbürgerschaft oder sozialer Herkunft völlig unberührt ist. Dafür sollte sich die Kunst interessieren.
    Marina Davydova

    SZ Nr. 289, 15.12.2022, S. 11


  • Mal provokant gefragt: Wie soll man einen Gegenwartsroman (auch Kriminalroman / Thriller) eigentlich schreiben, ohne aktuelle politische (also auch gesellschaftspolitische) Realitäten einzuwirken? Diese auszublenden, hieße ja, Fantasy zu schreiben. Für diese gelten natürlich andere Regeln.


    Dabei können nicht nur - wie in meinen Büchern - Themen wie beispielsweise der Menschenhandel, die Mafia in Deutschland, der Schmuggel mit Elektroschrott, die Auslandseinsätze der Bundeswehr oder der türkische Nationalismus eine Rolle spielen. Auch in Romanen mit eher persönlichen Konflikten, zwischenmenschlichen Dramen, ist die reale Welt jederzeit vorhanden, muss sogar abgebildet werden, denn "niemand ist eine Insel" (J.M. Simmel). Dazu gehören die wachsende Fremdenfeindlichkeit hierzulande, die weltweiten Völkerwanderungen, die Probleme Europas ebenso wie die immer weiter aufklaffende Schere zwischen Arm und Reich. Wie wollte man Menschenleben in unserer Zeit fesselnd erzählen, wenn man diese in künstliche Kulissen schöbe?


    Ein weiteres Beispiel mag der Plot meines derzeit in Arbeit befindlichen Kriminalromans sein: Hier geht es um die scheinbar unerklärliche Mordtat in einer tief zerrissenen alteingesessenen Bauernfamilie. Unmöglich, deren Probleme, Abhängigkeiten und Sorgen realistisch darzustellen, ohne auf die Probleme der Massentierhaltung und auf die finanzielle Not einzugehen, die z. B. durch den lächerlichen, von Einzelhandelsmolochen diktierten (und von uns Verbrauchern mitbestimmten) Milchpreis und den Handelsboykott gegenüber Russland entstanden ist.


    Alles Leben ist politisch. Gute Gegenwartsromane erzählen vom Leben - sie stehen sogar mitten darin, sind ein Teil desselben.
    Also sind sie zwangsläufig auch politisch.

  • Na ja, die Frage ist, ob man das thematisiert, wie eben bei Krimis, die sich z.B. mit Flüchtlingen und Schleusern befassen, oder ob und inwieweit man die politischen Hintergründe einarbeitet.


    Selbstverständlich ist alles politisch, das sagt ja das Wort schon: Dinge, die das Gemeinwesen (griech. "Polis") betreffen. Jeder zeitgenössische Roman reflektiert ganz automatisch die politische Situation (manch ein sog. "historischer" Roman verzichtet verblüffenderweise darauf). Den Rentner-Pfandflaschensammler, den mein Uwe Fiedler in "Nachttankstelle" an der Sonnenallee trifft, den gibt es erst seit ungefähr einer Dekade; er ist ein Indikator für die politische Situation. Dasselbe gilt plakativer für die Gentrifizierungs-Hintergründe, die der Roman außerdem hat - es geht so ein bisschen um den Ausverkauf Neuköllns. Aber das dient in erster Linie, um die Figuren zeitlich und bezogen auf ihre Umweltwahrnehmung und -einschätzung einzuordnen. Die Konflikte und Geschehnisse sind in dieser Hinsicht austauschbar, weil sie eben nicht Thema sind. Das war in meinem Roman "Sommerhit" natürlich anders, weil Republikflucht, die politische Situation der Achtziger Jahre, die Existenz der beiden deutschen Staaten etc. Voraussetzung dafür waren, dass es diese Geschichte überhaupt geben konnte. Das ist insofern ein ziemlich politisches Buch gewesen.


    In "Landeier", meinem aktuellen Roman, gibt es auch politische Bezüge. Das Sterben der Printmedien, die Situation der medizinischen Versorgung auf dem Land, außerdem gibt es ein paar Anspielungen z.B. auf den virtuellen Flughafen BER. Aber auch diese Dinge sind letztlich austauschbar, beeinflussen zwar die Figuren, aber weniger umgekehrt.


    Politisches Tagesgeschehen - etwa das derzeitige, bezogen auf die Bundestagswahl - würde ich grundsätzlich nicht in Romane einarbeiten. Die punktuelle Wahrnehmung ist zu verzerrt; die Wichtigkeit, die wir solchen Ereignissen kurz nach dem Geschehen zumessen, ist so nicht wirklich vorhanden. Was nicht heißen soll, dass überhaupt keine vorhanden wäre, aber es wäre unangemessen und für Leser irritierend, das über Gebühr zu thematisieren. Vielleicht könnte man etwas am Abend oder am Tag nach jener legendären Bundestagswahl spielen lassen, an dem erstmals in der Geschichte der aktuellen Republik Nazis in den Bundestag eingezogen sind, um Erinnerungen zu wecken oder zeitliche Bezüge zu vermitteln, aber es besteht dabei die Gefahr, dass diese Wahl beim Erscheinen des Buches längst vergessen ist - oder sich die Ereignisse auf eine Weise entwickelt haben, die die Bezugnahme ins Lächerliche ziehen würde.

  • In meinem Kurzkrimi "Langsam, ganz langsam" gibt es politische Bezüge. Und das auf wenigen Seiten, trotzdem habe ich ihn beim dp Publisher-Verlag als "boosknack" unterbringen können.


    In einem anderen Manuskript nahm ich Bezug auf die Immobilienblase, deren Platzen und die daraus resultierende Krise hier in Spanien. Das wurde so von einem anderen Verlag nicht gewünscht, obwohl ich es nicht als Kritik sondern in einem anderen Zusammenhang eingebaut hatte.




    ?!?

  • Für mich sind Zeitgeschehen und politische Bezüge ganz wichtig. Der Zeitbezug einer Geschichte ist bei mir fast immer konkret definiert. Das Kolorit einer Zeit oder das politische Geschehen wird in den Text mit eingeflochten. Der Zeitbezug wird in die Erzählhandlung eingewoben wie die Beschreibung einer Figur, einer Landschaft oder eines Gebäudes. Ich versuche sogar, meinen Stoff aus der Perspektive der jeweiligen Zeit zu reflektieren. Wie wirkt sich das Zeitgeschehen auf die Geschicke der Figuren aus? Wobei sich das auf Zeiträume bezieht, die ich überblicken kann, also meine Geschichten spielen ab dem 20. Jahrhundert.

  • Hallo,


    natürlich soll das alles in einer Geschichte vorkommen, die in unserer Zeit spielt. Aber mit Vorsicht. Namen zu zitieren, die jetzt bekannt sind, ist in fünf oder zehn Jahren veraltet. Siehe die Memoiren von Simone de Beauvoir, wo leider manchmal kaum mehr als ein Name genannt wird.


    Ich frage mich immer, ob ich wohl auch noch in zehn Jahren verstanden werde. Ich bin ja keine Comedy-Künstlerin oder so.


    Liebe Grüße und fröhliche Weihnachten,


    Kirsten

  • Ein interessantes Thema, auch wenn die Diskussion schon etwas älter ist. Da die Frage, die Jay anfangs stellte, mich in Bezug auf meine neueste Erzählung ganz direkt betrifft, will ich meine Lösung des Problems mal einbringen. Wenn, wie im Falle der erwähnten Geschichte, die aktuelle Politik das zentrale Thema ist, welches die Protagonisten zum Reagieren oder Handeln bringt und/oder ihre Entwicklung steuert, dann lässt sich das aktuelle Zeitgeschehen wohl schwerlich aus der Erzählung heraushalten. Wenn politische Ereignisse die Funktion haben, einen bestimmten zeitgeschichtlichen Hintergrund zu beleuchten, halte ich es auch für legitim, sie zu schildern. Nicht zu bewerten, sondern zu schildern, oder eben die Protagonisten darauf reagieren zu lassen. Das kommt ja auch einer Bewertung sehr nahe, aber damit ist es die Bewertung aus der Sicht einzelner Protagonisten, nicht die der Autorin/des Autors.

  • Woran man sich so erinnert, wenn man was sucht ... jedenfalls hab ich's jetzt: ein Interview mit Peter Handke im "Stern" von 2002. Mit einem Satz, den ich noch in Erinnerung hatte von ihm, ließ es sich leicht googeln: "Gehen Sie sich doch ficken!"


    Um Unflätigkeiten ging es sonst nicht. Zu Beginn spricht der "Stern" Handke auf sein Opus Magnum an, "Bildverlust" und fragt:


    Zitat

    Herr Handke, im »Bildverlust« tritt ein »siegreicher Unterfeldherr« auf, der »morgendliche Trainingsläufe absolviert« und einen Jogging-Ratgeber veröffentlicht hat. Joschka Fischer?

    Das sind so kleine Tritte im Vorbeigehen. Diese ungehörigen Sachen machen mir Spaß. Das ist auch ein Vorteil des Alters, dass man nicht mehr so puristisch ist. In hundert Jahren wird da eine Fußnote stehen müssen, wer gemeint ist.


    Wenn Elisa schreibt:


    Zitat

    Wenn, wie im Falle der erwähnten Geschichte, die aktuelle Politik das zentrale Thema ist, welches die Protagonisten zum Reagieren oder Handeln bringt und/oder ihre Entwicklung steuert, dann lässt sich das aktuelle Zeitgeschehen wohl schwerlich aus der Erzählung heraushalten.


    , dann möchte ich auf die von Handke angesprochene Fußnote hinweisen. In diesem Fall wären es wohl viele Fußnoten. Klar kann man so schreiben. Kein Thema. Veraltet dann nur schnell. Ist das nicht schade?

    Es gibt drei Regeln, wie man einen Roman schreibt. Unglücklicherweise weiß niemand, wie sie lauten. (William Somerset Maugham)

  • Kommt auf die Geschichte an, oder, Alexander? Wenn es nur um den Zeitbezug ginge, hast Du sicher recht. So wie eben unsere Kinder schon nicht mehr wissen, wer Joschka Fischer war...

    Aber wenn es in der Geschichte um Protagonisten geht, die sich zu ihrer aktuellen Zeitgeschichte verhalten, dann sollte man/frau diese Zeitgeschichte wohl erwähnen, denn andernfalls könnte kaum ein Leser, es sei denn, er oder sie wäre Historiker und/oder Zeitungsleser, dem dauerhaft folgen...

  • Ich bin grundsätzlich apolitisch. Gerade in der heutigen Zeit macht man sich schnell Feinde, wenn man nicht ausschließlich in unverbindlichen Gemeinplätzen sich äußert. Eine kontroverse Meinung muß man sich leisten können. Hinzu kommt, daß nichts so schnell veraltet, wie aktuelle Politik.

  • Ein interessante Frage. Ich habe politische Motive der Protakonisten und eine komplette fiktive Politik, die von realer Politik inspiriert ist.


    Bei meiner Vampirwelt existiert eine EU mit namen Blutbund. Es ist Bund aus zwölf Paralelgesellschaften oder Vampirländern, die neben den Menschlichen Ländern existieren.


    Dadurch dass meine Protagonisten verschiedene Gesellschaftliche Rollen erfüllen ist es mir möglich ein Bild meiner Vampirgesellschaft zu zeigen.


    Ich habe drei Protagonisten

    Alessandro ist auf dem Weg eine allgemeine Währung einzuführen. Eine Art Euro .


    Adam muss sich als französischer Ersatztrohnfolger des Vampirkönigs von Frankreich seinem erbe stellen.


    Jasper ist die spiegellung eines Lustsklaven, den Vampiren als ernährungsquelle dient und von ihnen unterdrückt wird.


    Die Lustsklaven und die Frage ob sie wirklich notwendig sind hält die Drillogie zusammen.


    Ich werde eine Parlaments Sitzung beschreiben und habe mich von realen Politischen ereignissen inspirieren lassen. Zb. Stecken meine griechischen Vampire in einer Finanzkrise , ähnlich der tasächlichen Griechischen Inflation vor Jahren.


    Deswegen die Einführung des Vampireuros. Doch dass bringt auch wirtschaftliche Folgen mitsich.


    Mein Antoganist lässt Alessandros Tochter entführen um Alessandro zu zwingen den Vampireuro zu stoppen. Da die wechselkurse wegfallen und sich mehr Leute einen Lustsklaven von einer Chinesischen Vampirischen Lustsklaven Fabrik leisten können. Was zur Steigerung der Produktion führt.

    Ethnisch ist die Züchtung von Lustsklaven verboten. Diese Firma tut es trotzdem heimlich. Da mein Antoganist der erste Halbvampir ist will er sein Volk natürlich retten.


    Halbvampire sind Lustsklaven. Also zwingt er Alessandro den Vampireuro zu stoppen.


    Ihr Seht Politik und Wirtschaft können Sogar Motive liefern.

  • Der leider vor fast fünf Jahren an einer alzheimerähnlichen Krankheit verstorbene "Scheibenwelt"-Erfinder Terry Pratchett, der zu seinen kreativsten Zeiten einer meiner Lieblingsautoren war, hat sehr, sehr erfolgreich Fantasy mit Satire und Gesellschaftskritik verbunden. Er hat das aber nicht gemacht, indem er aktuelle gesellschaftliche Themen plump auf seine Welten adaptiert hat, sondern er hat zum Scheibenwelt-Kosmos passende Entsprechungen konstruiert, beispielsweise mit den "Klappertürmen", die in "Ab die Post" (und zwei, drei Folgeromanen) als Scheibenwelt-Internet etabliert wurden, was er genutzt hat, um sich mit Hacking, Informationskriminalität und ähnlichen Themen zu befassen, eingebunden in eine wahnsinnig amüsante, fantasiereiche und sehr scheibenwelttypische Handlung. Das hat ihm bislang keiner nachmachen können, und ich habe ihn dafür sehr bewundert. In dieser Liste sieht man unter anderem, welche Themen Pratchett jeweils in den eigentlich überwiegend unterhaltsamen Romanen angegangen ist.


    ASIN/ISBN: 3442464226