Millennium-Fortsetzung

  • http://www.abendblatt.de/vermi…ruft-zum-Boykott-auf.html


    ich habe nur band 1 der trilogie von stieg larsson gelesen. fand ich spannend. auch, wenn es stellenweise sehr brutal zuging. am anfang von band 2 bin ich wegen steigerung der brutalität ausgestiegen (vergewaltigung der hackerin lisbeth wiewarihrnamenoch?). vielleicht versuche ich es dennoch noch mal. lohnt es sich???


    aber jetzt zum artikel. hat der olle jussi (nix von ihm gelesen, nur mal angefangen. da gings auch gleich los mit quäl&folter *gähn) recht oder ist er bloß neidisch, weil er nicht gefragt worden ist, die fortsetzung zu schreiben?

  • Fortsetzungen dieser Art sind der Versuch, den Trend (oder/und den Erfolg) bis ins unendliche zu steigern. Ich finde das langweilig, aber offensichtlich gibt es eine Sucht nach so etwas.

    BLOG: Welt der Fabeln


    Horst-Dieter Radke: Sagen und Legenden aus Baden

    ASIN/ISBN: 3955403823


    Wir haben sogar Bücher zuzm Totlachen aufzuweisen, von denen ich wünschte, dass die Verfasser die erste Probe an sich gemacht hätten!.
    Carl Julius Weber

    aus: Demokritos


  • Es gibt Buchreihen, die kann quasi "jeder" schreiben - und dabei meine ich nicht von der rechtlichen Seite her, sondern vom Handwerk. Diese Reihe gehört bestimmt nicht dazu. Ich hätte auf eine Fortsetzung aus fremder Feder auch gerne verzichtet. Was nicht heißen muss, dass derjenige, der die bestimmt lukrative, aber dennoch undankbare Aufgabe angetreten ist, schlecht(er) sein muss. Der eigentliche Autor aber ist tot, traurig, in dem Alter, wenn seine Figuren mit ihm gestorben wären, fände ich das sehr gut verschmerzbar. Aber, wie bei Bestsellern dieser Güte nicht anders zu erwarten, geht es um viel Geld, um Streit ums Erbe etc. Und das ist, wie sollte es auch anders sein, reichlich unschön. Der Stern hat in der aktuellen Ausgabe eine große Geschichte dazu. Auch online ist etwas dazu zu finden:


    Verschwörung: Vierter Millenium-Thriller auf dem Markt

  • Eion Colfer hat (mit vergleichsweise bescheidenem Erfolg) versucht, eine weitere Fortsetzung zu "Per Anhalter durch die Galaxis" zu verfassen, autorisiert durch Douglas Adams' Witwe. Nachdem der deutsche Krimischriftsteller Andreas Franz im Jahr 2011 gestorben war, wurde seine Reihe um Julia Durant von Daniel Holbe weitergeschrieben, natürlich auch nicht ganz so auflagenstark wie unter Franz' Ägide. Und, und, und. Die Nachlassverwalter gestatten es, und Autoren machen das mit, was ich übrigens durchaus verstehen, aber nicht unbedingt nachvollziehen kann. In den Fankreisen gibt es ein bisschen Aufregung, und vielleicht schimpft noch der eine oder andere C-Promi ein wenig mit, obwohl er überhaupt keine Ahnung hat (und vielleicht nicht einmal lesen kann), und ein halbes Jahr später ist der Spuk wieder vergessen.
    Wobei. Eine weltweite Startauflage von 27 Millionen Exemplaren ist schon ordentlich. Mal schauen, ob sie das auch abverkaufen. ;)

  • Mit „Millennium“ hat das nichts zu tun, trotzdem passt‘s hierhin, deshalb mache ich keinen neuen Thread auf:


    Wie ich jetzt erst durch Zufall mitbekommen habe, ist die britische Autorin Mo Hayder bereits im Juli 2021 verstorben (mit 59, nach „kurzer schwerer Krankheit“). Bitter! Und traurig.


    Das bedeutet demnach, dass auch die von ihr erdachte Serienfigur Jack Caffery nicht mehr fortgesetzt wird. Schade. Hayders Krimis waren definitiv nichts für schwache Nerven, aber die Figuren waren sehr tiefgründig angelegt, von der Machart ähnlich wie manche heutige TV-Serie = aktueller Fall in Kombination mit einem sich ständig weiterentwickelnden Hauptcharakter mit dramatischer Backstory.