Gelungene Coverversionen - gibt´s das?
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Und ich dachte immer, das könnte nur Ritchie der Große oder unser H.D.
Aber wie man sehen und hören kann ...

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Ich kannte Soap&Skin alias Anja Plaschg bisher nicht. Im Rahmen der Wiener Festwocheneröffnung trat sie auf und spielte unter anderem den uralten Bluesklassiker von Robert Johnson aus dem Jahr 1937 in einer neuen Version, mit leicht abgeändertem Text. Damit hatte sie mich sofort gefangen.
Hier gibt es sie zu hören.
Anbei: Anja Plaschg verweigerte die Annahme des diesjährigen Amadeus-Awards, weil in der gleichen Kategorie unser Lederhosen-Volks-Rocker Andreas Gabalier nominiert war.
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Unglaublich, aber Rodrigo y Gabriela schaffen es, Pink Floyds Echoes auf zwei Akustikgitarren zu interpretieren. Aber wer die beiden kennt - man hätte es sich ja denken können, wo die sogar schon eine Mettavolution angezettelt haben.
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"Echoes" ist wirklich ein Lied, in dem man versinken kann, betont den überirdisch wirkenden Klang des Originals. Passend zu meinem Lebenskonzept der temporären Realitätsflucht. Beinahe romantisch.
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Zufällig frühmorgens im ORF Sender Ö1 gehört und sofort organisiert. Eine mAn interessante Version von Lalo Shifrins Mission Impossible Song. Dargebracht von den Philharmonic Five.
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Huch, diesen alten Fred kenne ich gar nicht!
Natürlich gibt es gelungene Cover-Versionen. Sie werden jeden Freitagmorgen (Ortszeit) bei meinem Lieblings-Radiosender Triple J produziert.
Meine persönlichen Favorites:
- Tove Lo covers Robyn 'Dancing On My Own'
- CHVRCHES cover Arctic Monkeys 'Do I Wanna Know?'
- Royel Otis cover Sophie Ellis-Bextor's 'Murder on the Dancefloor'
- G Flip covers Taylor Swift’s ‘Cruel Summer’
- Sarah Blasko covers David Bowie 'Life On Mars'
- Flume covers Bag Raiders 'Shooting Stars' Ft. Toro y Moi (sehr sehenswert!
) - Vera Blue covers The Kid LAROI & Justin Bieber 'STAY'
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Gelungene Coverversionen gibt es natürlich so einige. Da möchte ich doch sogleich mal auf diese hinweisen:
Guns'n'Roses - Godfather Theme
Dave Grohl and Jeff Lynne - Hey Bulldog (The Beatles cover)
Warren Haynes - One (U2 cover)
Jason Isbell & the 400 Unit - Like a Hurricane (Neil Young cover)
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Oh, mal wieder ausgegraben. 🧑🌾
Ich finde es besonders lustig, wenn die Idiotentechnoversion von irgendwas läuft und dann sagt jemand: Ich finde das Original von All Saints aber besser. Dabei war das Original irgendwas aus den Fünfzigern. Oder sogar aus den Zwanzigern, und die berühmte Version aus den Fünfzigern war schon ein Cover.
Ich war jung und mit einem Biker namens Martin befreundet, der oft ein langes Messer in der Tasche hatte - und außerdem eine Audiocassette u.a. mit diesem Song, dessen Original von John Lee Hooker stammt. Wir zogen freitags, samstags durch die Kneipen, und Martin legte sein Messer und die Cassette auf den Tresen, nickte in Richtung Cassette und sagte zum Personal: "Auflegen." Was dann immer geschah. Und wir tranken das, was im Refrain genannt wird, zum Refrain. Zu jedem Refrain. In jeder Kneipe.
Ich war jung. Seither kann ich Scotch nicht mehr ausstehen, aber Bourbon geht erstaunlicherweise noch. Ich habe Thorogood später live gesehen, in Hamburg in der Großen Freiheit, bei 40 Grad Außen- und gefühlt 80 Grad Innentemperatur. Er hat drei Stunden gespielt, und ich hatte kein Kleidungsstück am Körper, das nicht klatschnass war, und es war außerdem fantastisch. Am Ende sagte er: "Next time I come in the summer." Heute mag ich diese Mucke nicht mehr so gerne, eher Indie und Alternative, aber ich finde immer noch, dass dieses Cover weit besser als das Original ist.
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Ich liiiiieeebe diesen Song. Ansonsten finde ich den guten alten George eher langweilig.
Ein tolles Cover ist Six Ribbons von Black Majesty. Das Original ist von Jon English. Er hat es für die Fernsehserie "Against the wind" geschrieben, in der er auch mitspielt. Es geht darin um die Verschiffung von Straftätern und der Zwangs-Besiedlung von Australien mit eben diesen. Letztendlich baut die Geschichte auf eine wunderbare Liebesbeziehung. Einfach schön und genial, wie Verschiffung, Versklavung und Liebesgeschichte in einem 3-Minuten-Song zusammengefasst werden.
Wunderschön! Sowohl von Jon English als auch von Black Majesty.
Hach! Herrlich! Werde es mal sofort anwerfen.
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Ich hab auch noch einen:
"The dead South" mit "You are my sunshine". Die hatten diesen einen Hit vor ein paar Jahren "In hell I'll be in good company".
Wenn da zum ersten Mal das Banjo einsetzt, läuft es mir pisswarm den Rücken runter, egal wie oft ich das höre.
Wer Lust hat und die Youtube-Suchmaschine ausreichend bemüht, kann Live-Mitschnitte aus den ersten Tagen der Band finden, auf denen sie sich in Cafes und Plattenläden quetschen. Jetzt muss man Tickets in großen Hallen kaufen für 80 Euro pro Pappe. Ich finde die Jungs extrem sympathisch, obwohl ich sie überhaupt nicht kenne.

Die haben so ein paar Evergreens, die sie immer bringen. Wie sich diese Songs weiterentwickelt und verändert haben und auch die Musiker, das ist spannend zu sehen.
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Ich mag viele Cover sogar lieber als die Originale.
Children of Bodom feat. Jonna Kosonen: Oops, I Did it Again (Spears). Von CoB gibt es ja ein ganzes Cover-Album, Skeletons in the Closet, mit tollen Sachen u.a. Rebel Yell (Billy Idol).
Imelda May: Tainted Love (Gloria Jones / Soft Cell) und Marilyn Manson mit viel Witz, aber auch angemessen getrieben. Apropos Manson: sein Sweet Dreams ist imA Tausend Mal besser als das Eurythmics-Original und vermittelt den Schmerz viel angemessener, vor allem in der Live-Fassung vom Bizarre Festival damals.
B&B Project: Requiem For A Dream (OST). Das ukrainische Duo macht ganz wunderbare Coverversionen, meist mit Bandoneon & Gusli. Darunter auch Nothing Else Matters (Metallica) oder Sherlock TV-Series OST.
Aleksi Laiho (R.I.P.!) & Roope Latvala, CoB: Vivaldi Four Seasons
Netta Skog: Dead to the World (Nightwish). Netta spielt Akkordeon in einigen Metalbands und macht solo experimentelle Elektro-Improvisationen.
Emilie Autumn: Syringe (Original ist von Bach, ich weiß aber nicht, welches Stück).
Sie war lange auf Platz 65 der weltweit besten Violinisten und was sie hier macht, heißt 'Shredding'. Das Stück ist vom Album Laced / Unlaced, was sich aus Korsett bezieht: Die Laced-Seite sind Klassikstücke auf der klassischen, die Unlaced-Seite ist mit der elektrischen Violine gespielt, und eben Shredding, plus Spinett und Mixing auch von ihr. Mich hat die Unlaced-Seite extrem geflasht, das ist einfach ein ganz neues Klangkonzept. Autumn hat ein in der längst vergriffenen Hardcover-Version zum Niederknien schönes und generell wichtiges Buch geschrieben / gezeichnet: The Asylum For Wayward Victorian Girls. (Das teuerste Buch, das ich je kaufte, bereut hab ich es nie.) Auf deutsch ohne den Großteil der Kunst, aber ordentlich übersetzt beim Festa Verlag.
Clint Mansells Requiem For A Dream Soundtrack wurde auch uncredited in "Persecutions of the Masses" sowie "Black Angels" im Shin Godzilla OST verwendet; ersteres in der Version, die auch im Sunshine OST verwendet wurde. Mir gefallen alle Fassungen sehr gut.
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Sehr gutes Thema! Ich habe eine ausgesprochene (also jetzt ausgesprochen) Hitallergie bzgl. fast aller tausend Mal ungewollt gehörten Hits, die beispielsweise auf allen Partys gespielt werden, weil angenommen wird, das sei der kleinste gemeinsame Nenner des Musikgeschmacks. Nein, den kann es gar nicht geben (auch nicht bei Humor oder jeder Art von Kunst). Kurzer Sinn: Ich mag viele dieser Hits aber, wenn sie sehr anders klingen, am besten in ein neues Genre geschmissen werden. Dann fühlt sich mein Kopf nicht mehr vom immer gleichen getäubt, sondern, im Gegenteil, inspiriert. Ich hatte vor 20, in der goldenen Zeit des Filesharings (hüstel) eine riesige Sammlung lustiger Coverversionen, leider ist viel davon verloren gegangen und findet sich auf den Musikplattformen nicht mehr. Einiges aber schon. Beispielsweise gibt es von ganz vielen Hits tschechische Versionen, da wird zwar nicht das Genre ganz gewechselt, aber immerhin die Sprache. Hier eine richtige Perle von Karel Gott, aber auf deutsch, Rot und Schwarz(Paint it Black).
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Ergänzung, nachdem ich Eure Beiträger genauer angeschaut habe: Covers sind auch dann gut, wenn sie das Original übertreffen (weiteres Beispiel: "Monkey" von Robert Plant statt Low). Wo ich raus bin: Die vielen vielen Covers, die das Ziel haben, dem Original möglichst nahe zu kommen, aber just daran scheitern.
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Und Beispiel für Genrewechsel, den ich inspirierend finde: "Highway to hell" und "Eye of the tiger" von Hayseed Dixie.
Beim Thema komische Musik finde ich aber heute vieles, was mir viel zu bemüht komisch ist, wo das Komische nur eine durchschaubare Attitüde ist.
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Disturbed - Sound Of Silence
Das Gitarrengeklimper des Originals von Simon & Garfunkel ist eher was für Lagerfeuer.
Joachim Witt - Batallion d' Amor
Das Original klingt schon düsterlich, aber Witt legt da noch eine Schippe drauf.
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Ich habe auch noch eine schöne Cover-Version, Elton Johns: "I'm Still Standing" als Reggae-Interpretation
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Ein sensationell unterhaltsamer Film über nahezu ausschließlich sehr gelungene, weil selten geschmackssichere Coverversionen ist "Weird: The Al Yankovic Story" mit einem sehenswerten Daniel "Harry Potter" Radcliffe in der Haupt- und Titelrolle. Das stark fiktionalisierte Biopic macht vor nichts halt und deshalb großen Spaß. (Bei einigen Streaming-Anbietern.)
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Wait. What - Madonna??